CH123717A - Verfahren zur Herstellung eines Waschbades. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Waschbades.

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CH123717A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Waschbades.    Bekanntlich     bilden    gewöhnliche Seifen,  bei der meist     unvermeidlichen.    Verwendung  eines mehr oder minder harten Gebrauchs  wassers, mit den in den Wässern vorhan  denen Härtebildnern (Kalk-, Magnesia-,  Eisen-, Aluminium- und andern Salzen)  schmierige und     seifeverbrauchende    Metall  seifen, welche sich sowohl bei der indu  striellen Verwendung der Seifen, z. B.     in    der  Textilindustrie, als auch bei der     Verwendung     für Hauswäsche, für     Reinigungsoperationen     aller Art, sehr störend bemerkbar machen.  Es ist ferner bekannt, dass sich Seifen in  salzhaltigen Wässern, z. B.

   Meerwasser,  kaum verwenden lassen, da in diesem Falle  eine     Aussalzung    der Seife     stattfindet    und die  Schaumbildung sehr beeinträchtigt wird.  



  Seit längerer Zeit werden nun, wesent  lich zur Verwendung für Zwecke der Textil  industrie, kalk- und salzunempfindliche     Öl-          präparate    in den Handel gebracht, die ge  wöhnlich aus Rizinusöl hergestellt sind und  unter verschiedenen Namen, wie z. B.     "Mo-          nopolseife",    im Handel vorkommen. Diese,  sowie zahlreiche andere Produkte derselben  Art, die im     nachstehenden    kurz     als.        "blprä=       parate" bezeichnet werden sollen, haben die  Eigenschaft, die Ausscheidung von Kalk  bezw. Metallseifen zu verhüten, indem sich  wie man bisher angenommen hat, durch dop  pelte Umsetzung lösliche Kalkseifen bilden.

    Sie vertragen auch verhältnismässig grosse       Elektrolytzusätze,    wie Glaubersalz und Koch  salz, ohne dass unlösliche Seifen ausgeschie  den werden. Diese Ölpräparate haben aus  den früher erwähnten Gründen sehr starken  Eingang in der Textilindustrie gefunden,       umsomehr,    als ihnen eine auffallend starke       Benetzungskraft    innewohnt. Sie haben aber  meistens eine flüssige oder honigartige Kon  sistenz; besitzen auch nicht die Schaumkraft  gewöhnlicher Seifen und aus diesen, Grün  den sowie auch wegen ihres viel höheren  Preises ist ihre Verwendung doch nur eine  beschränkte geblieben.  



  Es ist nun bekannt, derartige Ölpräparate  als Zusatz zu Seifenbädern zu verwenden,  jedoch hat man bisher stets verhältnismässig  grosse Mengen solcher Zusätze genommen.  Man hat nämlich zunächst durch den Zusatz  des Ölpräparates     zu"    hartem Wasser den  Zweck verfolgt, dieses kristallklar zu ma-      eben, was nur durch Verwendung -von     Öl-          präparaten    in weitaus grösseren als den vor  handenen Härtebildnern äquivalenten     11Ien-          gen    gelingt.

   Später hat man wohl von der       Erzielung    vollkommen klarer Bäder nach ei  nigen Vorschlägen Abstand genommen,     je-          t'    wurde dabei stets mit     überstöcliiome-          trischer    Menge gearbeitet.

      Die     Erfindung    beruht nun auf der     Fest-          sl-ellung,    dass die     Härtebildner    und Salze be  reits dann unschädlich werden,     wenn.    wäh  rend der Entstehung der     Kalkseife    der Zu  satz weit.

   unterhalb der     stöchiometrischen          iLlenge    bleibt und nur einen Bruchteil der  letzteren     beträgt.    Diese Erscheinung beruht  auf der Veränderung     der,durch    Härtebildner  oder Salze in Gegenwart von     Seife    entste  henden Ausscheidungen zu kolloiden Kom  plexen, die in der Flüssigkeit verteilt sind  und eine ganz andere Konsistenz als die  schwer löslichen Seifen des     KaIhes    u. s. f.       bezw.    die durch Salze sonst hervorgerufenen  Ausscheidungen besitzen.  



  Das Verfahren     gemäss    der     Erfindung,     bei welchem man ein     Waschbad    aus ge  wöhnlicher Seife mit ungefähr 60 % Fett  säuregehalt nebst einer durch     Verseifen    eines       sulfurierten    Fettkörpers erhaltenen Seife be  reitet, welche mit Härtebildnern lösliche  Seife bildet und gegen andere Salze     Ltnem-          pfindlich    ist, ist dadurch gekennzeichnet.,

   dass  die Menge dieser durch Verseifen eines     sul-          furierten    Öles erhaltenen Seife weit unter  halb der den in dem Gebrauchswasser ent  haltenen Härtebildnern     stöchiometrisch    äqui  valenten Menge genommen wird, zu dem  Zwecke,     da.ss'    die in dem Waschbade sich  bildenden unlöslichen Seifen, sich in un  schädlicher, leicht     abspülbarer    Form ab  scheiden.

   Die Verwendung der     Ölpräparate     in der angegebenen Art bringt den grossen       wirtschaftlichen    Vorteil mit sich, dass man  mit einem Bruchteil der Mengen der kost  spieligen Zusätze das Auslangen     findet,    im  Vergleich zu dem bisher bekannten Arbeiten  mit kalklösenden und salzbeständigen     Öl-          präparaten,       Die Menge des Zusatzes zu dein Wasch  bade richtet sich nach der Härte und nach  der Menge des zu verwendenden     Wassers     und beträgt bei Wässern.     won    8-20     deut-          _ehen        Härtegraden   <B>';"</B>bis 'i ;

   der zur Bindung  der Härtebildner erforderlichen Menge. Bei  Wässern     liölieren    Härtegrades und. hei     grösse-          renWassermengen    hat man -wohl     diehlengc:        des     Zusatzes zu steigern, aber bei weitem nicht  in dem Masse der Zunahme des Gehaltes an  Härtebildnern, sondern in geringerem Masse,  weil es sich nicht darum handelt, eine Bin  dung der Härtebildner nach     stöehiometri-          schen        Verhältnissen    herbeizuführen,

   sondern       um        die          kolloidchemischer    Beein  flussung der     unlöslichen    Seifen im Zeit  punkte ihres Entstehens, also um einen Vor  gang, der nicht den     stöchiometrischen        Cte-          setzen    gehorcht. Liegen Wässer mit     weniger     als 8 Härtegraden vor, so     braucht    man     wohl          weniger        Ölpräparat    als Zusatz zum Wasch  bade, aber nicht in dem Verhältnisse der Ver  minderung der     härtebildenden    Bestandteile.

    Das gleiche, was     bezüglich    von Wässern ver  schiedener Härte-     auseinandergesetzt    wurde,  gilt auch von     Wässern    verschiedenen Salz  gehaltes und ist bei der Verwendung von  Meerwasser     zti    berücksichtigen, da. bekannt  lieb die     Salzkonzentration    der einzelnen  Meere nicht die gleiche ist.

           Beispiel       Zur     Bereitung    eines     Waschbades    in     einer     Dampfwäscherei wird für<B>70</B> bis 80 kg  Wäsche eine     Wasermenge    von etwa.

   250  Liter     benötigt.    Ein     'N\'asser    von 10 deutschen  Härtegraden enthält, die Härtebildner     sämt-          liclie    auf     Ca0    umgerechnet, 25     gr        CaO    in       250    Liter     Wasser.    Diesen sind an Fettsäure       250        -r    äquivalent, was bei Verwendung       eines    Ölpräparates mit 60      ,)    Fettsäuregehalt  mehr als dem 16 fachen der Kalkmenge, also       etwa,    416     gr.    entspricht.

   Für den Wasch  prozess sind     -erfahrungsgemäss    etwa 800     -rr          Kernseife    erforderlich. Im Sinne der Erfin  dung werden dem Waschbade ausser der ge  wöhnlichen Seife an     Stelle    der     stöeliio-          metrisch        berechneten    Menge     Ölpräparat    von      410     gr    nur 100     gr,    also weniger als     1/4,    zu  gesetzt.  



  Eine weitere Verbesserung des beschrie  benen Verfahrens erreicht man, wenn dem  Waschbade ausser Seife und Ölpräparat  Stoffe einverleibt werden, .die die günsti  gen     kolloidchemischenEigenschaften    fördern,  das heisst den     Dispersitätsgrad    derartiger  Lösungen zu erhöhen oder mit andern Wor  ten, die Stabilität der     ,Suspension    zu sichern  imstande sind, und als     Peptisationsmittel     wirken. Als solche Körper haben sich vorteil  haft erwiesen: Harnstoff,     Aminosä,uren,    Ab  bauprodukte der Gelatine, lösliche     Laktate,     Phosphate,     Borate,    Silikate und dergleichen.

    Diese Körper werden dem Seifengemisch in  geringer Menge zugefügt; so genügt bei dem  im Beispiel angegebenen Waschbade ein  Zusatz von etwa 40     gr    Harnstoff oder  30     gr    neutralem     Natriumlaktat.     



  Der Schutz für das vorliegende Verfahren  wird nur so weit beansprucht, als es sich nicht  um Ausführungen handelt, die durch Art. 2,  Ziffer 4 des Bundesgesetzes betreffend die  Erfindungspatente von der     Patentierung    aus  geschlossen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRQCII: Verfahren zur Herstellung eines Wasch bades aus gewöhnlicher Seife mit ungefähr 60 % Fettsäuregehalt und einer durch Ver seifen eines sulfurierten Fettkörpers erhal tenen, mit Härtebildnern lösliche Seife bil denden und gegen andere Salze unempfind lichen Seife, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge dieser durch Verseifen eines sul- furierten Öles erhaltenen Seife weit unter halb der den in dem Gebrauchswasser ent haltenen Härtebildnern stöchiometrisch äqui valenten Menge genommen wird, zu dem Zwecke,
    dass' die in dem Waschbade sich bil denden unlöslichen Seifen sich in unschäd licher, leicht abspülbarer Form abscheiden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Waschbade eine kleine Menge eines als Stabilisator und Pepti- sationsmittel wirkenden Stoffes zugesetzt wird.
CH123717D 1926-01-11 1926-01-11 Verfahren zur Herstellung eines Waschbades. CH123717A (de)

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