Lokomotive, insbesondere Verbrennungsmotorlokomotive mit einem Wechselgetriebe. Die Erfindung bezieht sich auf Lokomo tiven, insbesondere Verbrennungsmotorloko- motiven, mit einem Wechselgetriebe, das in einem geschlossenen Gehäuse angeordnete Stirnräderpaare bc-sitzt, deren Räder, von denen eines fest und das andere lose auf einer von zwei Getriebewellen gelagert ist, ständig miteinander in Eingriff stehen.
Gemäss der Erfindung ist dem losen R,ade jedes Zahnräderpaares eine elektromagne tische Kupplung zugeordnet, die eine feste Verbindung des betreffenden Rades mit sei ner Welle ermöglicht. Ferner kann eine elektromagnetische Hauptkupplung eine Ge triebewelle mit einer andern Welle ver binden.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungs formen beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 eine der Erfindung gemäss aus geführte Lokomotive. links in Seitenansicht, rechts in senkrechtem Längsschnitt durch das W eehselgetriebe; Fig. 2 stellt die hintere Seite des Wechsel getriebes in einem wagrechten Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 in grösserem Mass- stabe @ dar;
Fig. \3' veranschaulicht einen wagrechten Schnitt durch das Wechselgetriebe einer an dern Ausführungsform mit quer zur Motor welle angeordneten Getriebewellen; Fig. .I stellt in noch grösserem Massstabe einen senkrechten Längsschnitt durch das Wechselgetriebe einer dritten Ausführungs form dar. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 besitzt. der auf dem Fahrgestell der Loko motive ruhende, zum Antriebe dienende Die selmotor A die Motorwelle 23 mit der elektromagnetischen Hauptkupplung 20.
Die Kupplung 20 kann die Motorwelle 23 mit der primären "#Telle ? des rings in ein Ge-
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ll:itt,e <SEP> 1 <SEP> eingeschlossenen <SEP> Wechselgetriebes
<tb> kuppeln. <SEP> Unterhalb <SEP> der <SEP> Welle <SEP> ? <SEP> ist <SEP> im <SEP> Ge häuse <SEP> 1 <SEP> die <SEP> sekundäre <SEP> Getriebewelle <SEP> 11 <SEP> ge labert. <SEP> Auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> ? <SEP> sitzen <SEP> drei <SEP> Zahn n <SEP> ä <SEP> der <SEP> 3, <SEP> 4 <SEP> und <SEP> 5 <SEP> von <SEP> versehiedeneni <SEP> Durch niesser. <SEP> die <SEP> mit <SEP> drei <SEP> auf <SEP> der <SEP> Sekundärwelle
<tb> <B>11.</B> <SEP> sitzenden <SEP> Zahnrädern <SEP> 1\?, <SEP> 13 <SEP> bezw. <SEP> 14
<tb> dauernd <SEP> in <SEP> Eingriff <SEP> stehen.
<SEP> Die <SEP> Zahnrüder
<tb> 1 <SEP> und <SEP> 5 <SEP> sind <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> ,\? <SEP> festgekeilt,
<tb> nährend <SEP> das <SEP> Zahnrad <SEP> 3 <SEP> drehbar <SEP> auf <SEP> der
<tb> Welle <SEP> ? <SEP> sitzt. <SEP> Entsprechend <SEP> sind <SEP> die <SEP> Gegen zalinr:
icler <SEP> 13 <SEP> und <SEP> 14 <SEP> lose <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 11
<tb> angeordnet, <SEP> wahrend <SEP> das <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Rade <SEP> 3
<tb> kämmende <SEP> Zahnrad <SEP> 1? <SEP> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Sekundär welle. <SEP> sitzt. <SEP> Die <SEP> lose <SEP> auf <SEP> ihrer <SEP> Welle
<tb> sitzenden <SEP> Zahnräder <SEP> 3, <SEP> 13 <SEP> und <SEP> 14 <SEP> können
<tb> mittelst <SEP> elektromagnetischer <SEP> Kupplungen <SEP> 7,
<tb> 8 <SEP> bezw. <SEP> 9 <SEP> mit <SEP> ihren <SEP> Wellen <SEP> fest <SEP> v <SEP> erbunderi
<tb> werden.
<tb>
Unterhalb <SEP> der <SEP> sehen <SEP> därcn <SEP> Getriebewelle
<tb> <B>11,</B> <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Getriebewelle <SEP> 43 <SEP> gelabert, <SEP> auf
<tb> der <SEP> ein <SEP> ständig <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Rade <SEP> 1\? <SEP> in <SEP> Ein <U>(r</U>riff <SEP> stehendes <SEP> Zahnrad <SEP> 44 <SEP> befestigt <SEP> ist,
<tb> Die <SEP> Welle <SEP> 43 <SEP> tragt <SEP> ein <SEP> Kegelrad <SEP> 4:
5, <SEP> das
<tb> mit <SEP> zwei <SEP> Kegelrüdcrn <SEP> 46, <SEP> I-7 <SEP> (Fig. <SEP> \i) <SEP> ülau@rud
<tb> in <SEP> Eingriff <SEP> steht. <SEP> Die <SEP> Räder <SEP> .16 <SEP> und <SEP> 47
<tb> sitzen <SEP> lose <SEP> auf <SEP> einer <SEP> quer <SEP> zu <SEP> den <SEP> übrigen
<tb> Getriebewellen <SEP> angeordneten <SEP> "Blindwelle <SEP> 4$
<tb> und <SEP> stehen <SEP> mit <SEP> ch-n <SEP> drehbarere <SEP> Teilen <SEP> 51
<tb> zweier <SEP> ebenfalls <SEP> auf <SEP> der <SEP> Telle <SEP> .I8 <SEP> anYeor(l neter <SEP> Elel,tromagnetkupplungen <SEP> 5(ia <SEP> 1)eztv.
<tb> :
5(-))? <SEP> durch <SEP> Hülseli <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 48 <SEP> in <SEP> fester
<tb> VeIbindung. <SEP> Die <SEP> Magnetkörper <SEP> 5\? <SEP> dieser
<tb> Kupplungen <SEP> sitzen <SEP> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 48.
<tb> Gegenüber <SEP> jedem <SEP> Magnetkörper <SEP> befindet <SEP> sich
<tb> eine <SEP> Ankerscheibe <SEP> 53, <SEP> die <SEP> am <SEP> beweglichen
<tb> Kupplungsteil <SEP> 51 <SEP> in <SEP> axialer <SEP> Richtung <SEP> ver =ehiebbar, <SEP> aber <SEP> nicht <SEP> verdrehbar <SEP> angebrdnet
<tb> ist. <SEP> Das <SEP> Cletriebegeli:itise <SEP> 7 <SEP> umschliesst <SEP> ledig lich <SEP> die <SEP> Getrieber:ieler <SEP> -15, <SEP> 46 <SEP> und <SEP> 47:
<SEP> lässt
<tb> -r <SEP> die <SEP> Kupplung <SEP> n <SEP> 51a <SEP> und <SEP> 5011 <SEP> aussen.
<tb> <B>,</B> <SEP> abe <SEP> e
<tb> Die <SEP> Blindwelle <SEP> 48 <SEP> ist <SEP> mit <SEP> den <SEP> Triebachsen
<tb> 5a <SEP> der <SEP> Lokomotive <SEP> in <SEP> derselben <SEP> wagrechten
<tb> Ebene <SEP> aiibeordnet <SEP> (vergleiche <SEP> Fig. <SEP> 1<B>)</B>. <SEP> Die
<tb> Kraftübertragung- <SEP> von <SEP> der <SEP> Blindwelle <SEP> auf
<tb> die. <SEP> Triebräder <SEP> erfolgt <SEP> niittel,t <SEP> Isuppelsiangen
<tb> lind <SEP> zwei <SEP> an <SEP> deri <SEP> Enden <SEP> der <SEP> Blindwelle <SEP> .18
<tb> @itzensl@#n <SEP> Kurbeln <SEP> 49.
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Die <SEP> zu <SEP> clen <SEP> losen <SEP> Getrieberädern <SEP> 3, <SEP> 13
<tb> und <SEP> ld- <SEP> gehörigun <SEP> liuppliin-,:#n <SEP> 7. <SEP> 8 <SEP> und <SEP> 9
<tb> sind <SEP> ztveel@miissig <SEP> als <SEP> Lamellenkuppluiib(-ii
<tb> ausgebildet, <SEP> während <SEP> zweckmässig <SEP> die <SEP> Haupt kupplung <SEP> ?0, <SEP> sowie <SEP> elie <SEP> Kupplungen <SEP> '50a, <SEP> 50i='
<tb> als <SEP> < gewöhnliche <SEP> Zweiflächenkupplungen <SEP> aus gebildet <SEP> sind. <SEP> Die <SEP> Wirkungsweise <SEP> der <SEP> Ein richtung <SEP> nach <SEP> den <SEP> Fi@ol. <SEP> I <SEP> und <SEP> ? <SEP> ist <SEP> folgende:
<tb> Nachdem <SEP> der <SEP> liotor <SEP> _1 <SEP> an-elassen <SEP> und <SEP> die
<tb> Hauptkupplung <SEP> 30 <SEP> eiiigeriicld <SEP> ist, <SEP> wird <SEP> zu näcli5t <SEP> die <SEP> Kupplun1-- <SEP> 9 <SEP> eillgc-sühaltet, <SEP> worauf.
<tb> naelidem <SEP> di < # <SEP> Lokomotive <SEP> etwa: <SEP> in <SEP> Fahrt <SEP> ge kommen <SEP> ist, <SEP> nacheinander <SEP> die <SEP> Kupplungc-il
<tb> 8 <SEP> und <SEP> 7 <SEP> eingeriicld <SEP> werden, <SEP> unter <SEP> --leiclizei tiger <SEP> Ausschaltung <SEP> der <SEP> vorher <SEP> uingeiückt <SEP> ge tVesellen <SEP> @etriehehupl>lnn@.
<tb>
In <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> ist <SEP> eine <SEP> Ausführungsform <SEP> des
<tb> Getriebes <SEP> dar--estellt, <SEP> lie,i <SEP> der <SEP> dies <SEP> Gef <SEP> riebe wellen <SEP> ?. <SEP> 11 <SEP> und <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> quer <SEP> zur <SEP> Motorwelle <SEP> ?:3
<tb> im <SEP> Getriebegeh <SEP> :iuse <SEP> 1 <SEP> gelagert <SEP> sind. <SEP> Dic,
<tb> Ilauptli:upplung <SEP> ?() <SEP> ist <SEP> zwischen <SEP> die <SEP> Motor welle <SEP> ?3 <SEP> und <SEP> eilte <SEP> ill <SEP> das <SEP> Getrieliemeliiinsc@
<tb> hincinragenüle <SEP> Zwischemcelle <SEP> ?W <SEP> cinyfaclial t:et. <SEP> die <SEP> durch <SEP> ein <SEP> Iie#@clgetriebc <SEP> <B>60</B> <SEP> mit:
<SEP> der
<tb> primären <SEP> Getriebewelle <SEP> ? <SEP> dauernd <SEP> in <SEP> Ver bindung <SEP> steht. <SEP> Auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> ? <SEP> sitzt <SEP> fest
<tb> ein <SEP> Zahnrad <SEP> 3a, <SEP> d < i.-s <SEP> dauernd <SEP> mit <SEP> einem <SEP> lose
<tb> auf <SEP> der <SEP> stjlctind:ii-E-n <SEP> Welle <SEP> 71 <SEP> sitzenden
<tb> Zahnracle <SEP> 1?a <SEP> I;
iimnil. <SEP> Das <SEP> Zahnrad <SEP> l?a
<tb> steht <SEP> mit <SEP> lIelit <SEP> lose <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 11 <SEP> sitzen den <SEP> Teile <SEP> eine=r <SEP> elehtromagnetischeu <SEP> Kupp-.
<tb> Jung <SEP> 7a <SEP> in <SEP> @'crbindun@,,, <SEP> cli@rcri <SEP> anderer <SEP> Teil
<tb> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 11 <SEP> sitzt. <SEP> Ferner <SEP> sitzt <SEP> fest
<tb> auf <SEP> di#.sc.r <SEP> Welle <SEP> (-in <SEP> Zahnrad <SEP> 1\i11, <SEP> das
<tb> dauernd <SEP> mit- <SEP> dc#m <SEP> @ahnrade <SEP> 44a <SEP> in <SEP> Eingriff
<tb> steht. <SEP> das <SEP> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Blindwelle <SEP> -13 <SEP> an geordnet <SEP> ist-.
<SEP> Diesü <SEP> Welle <SEP> ti#ägt <SEP> an <SEP> beiden
<tb> Eiiden <SEP> tviedur <SEP> I%urlicln <SEP> 49, <SEP> die <SEP> durch <SEP> nicht
<tb> gezei@#hu@te <SEP> h.upp@@lstan@@tn <SEP> mit <SEP> den <SEP> Kurbeln
<tb> der <SEP> nicht <SEP> darg@#stelltc#u <SEP> Ti-ieliachsen <SEP> der <SEP> Loi homotiVe <SEP> in <SEP> @Terhindung <SEP> si-elren.
<tb>
Die <SEP> prim:ire <SEP> Welle <SEP> 2 <SEP> trägt <SEP> ferner <SEP> lose
<tb> zwei <SEP> Zahnr:icler <SEP> la <SEP> und <SEP> <B>511.</B> <SEP> die <SEP> mit <SEP> fest <SEP> auf
<tb> der <SEP> sehiiiid:iren <SEP> Z@'c@llc# <SEP> 11 <SEP> sitzenden <SEP> Zahn rädern <SEP> 13a <SEP> hez%v. <SEP> 14a <SEP> in <SEP> Eingriff <SEP> stelieii.
<tb> Die <SEP> Ii;kler <SEP> ja <SEP> und <SEP> :0 <SEP> sind <SEP> mittelst <SEP> durch <SEP> die
<tb> La@cr <SEP> <B>Cl</B> <SEP> aus <SEP> clc-ni <SEP> @etri@;be@@ch:iuse <SEP> 1 <SEP> heraus @r#fü@rl@#r <SEP> Biiellsen <SEP> C2 <SEP> mit <SEP> den <SEP> ba@ce@lühe#n Teilen der aussen auf den Enden der Welle 2 sitzenden elektromagnetischen Kupplungen 8a bezw. 9a verbunden.
M'cr:n die Hauptkupplung 20 eingerückt ist, läuft die Primärwelle 2 infolge der Ver bindung durch das Getriebe 60 dauernd um. .tLueh das Zahnrad 12a der sekundären Ge triebewelle mit dem mit ihm verbundenen beweglichen Teil der Kupplung 7a dreht sich dauernd. Soli die Lokomotive in Gang ge setzt werden, so wird zunächst die Kupp lung 9a eingerückt, wodurch das Zahnrad 5a mit der Primärwelle fest verbunden wird. 1Vegen des dauernden Eingriffes zwischen den Rädern 5a und 14a, sowie 12b und 44a wird damit die Welle 43 in Umlauf gesetzt, und zwar entsprechend dem Übersetzungs- verhältnis der Räder 5a und 14a mit der ge ringsten Geschwindigkeit.
Nachdem auf diese Weise die Lokomotive zum Anlaufen ge bracht ist, wird die Erregung der Kupplung 9a unterbrochen und die Kupplung 8a ein geschaltet. Dadurch wird die Welle 43 ent sprechend der grösseren Übersetzung zwischen den Rädern 4a und 13a mit erhöhter Ge schwindigkeit angetrieben. Schliesslich wird nach Abschaltung der Kupplung 8a die Kupplung 7a eingerückt, wodurch die grösste Übersetzung zwischen den Rädern 3a und 12a zur Geltung kommt. Die Lokomotive läuft dann mit ihrer höchsten Geschwindigkeit, die die normale ist.
Die Getriebekupplungen müssen sehr oft betätigt werden. Jedesmal beim Anfahren und Stillhalten. sowie bei jedem erheblichen Geschwindigkeitswechsel muss mindestens eine von ihnen betätigt werden. Infolge dessen sind sie besonders stark beansprucht. Auss dem sind sie, da. sie zweckmässig als Lamellenkupplungen ausgebildet sind, gegen Überlastungen besonders empfindlich.
Es empfiehlt sich deshalb, diese Kupplungen ausserhalb des Getriebegehäuses anzuordnen, -%vo sie bequemer überwacht werden können und -,vo auch die Kühlung leichter möglich ist.
Die Kupplung 7a. die deii normalen Be trieb vermittelt, wird nur selten in Tätig- keit gesetzt, so dass hier ein Schleifen zwi schen den miteinander in Reibungseingriff stehenden Kupplungsteilen nur ausnahms weise auftritt. Diese Kupplung kann deshalb unbedenklich innerhalb des Getriebegehäuses angeordnet sein, im Gegensatz zu den Kupp lungen 8a und 9a, die verhältnismässig häufig betätigt werden und deshalb stark bean sprucht sind.
Durch die Verlegung dieser Kupplungen nach aussen wird eine solche starke Beanspruchung unbedenklich, da die Kupplungen einmal leichter zu kühlen und ausserdem auch bequem zugänglich sind und man sie schliesslich auch reichlicher dimen sionieren kann, als wenn sie innerhalb des engen Getriebegehäuses untergebracht wären.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Aus führungsform sind sämtliche Kupplungen 7, 8, 9 und 10 mit den zugehörigen Getriebe räderpaaren 3-12, 4-13, 5-14 bezw. 6-15 in das Getriebegehäuse eingebaut. Die Pri märwelle 2 steht mit der vom Motor kom menden Welle durch eine Hauptkupplung 20 in Verbindung. Diese Kupplung besitzt eine fest auf .der Welle 2 sitzende Scheibe 17 und einen fest auf der Welle 23 sitzenden, die Erregerwicklung 25 enthaltenden Kern 24, der zusammen mit dem Anker 19 das Magnetsystem bildet. Der Anker 19 ist mit- telst eines Gleitringes 21 auf der Nabe der Scheibe 17 gelagert.
In den Anker 19 sind Bolzen 18 eingeschraubt, die die Verdrehung des Ankers 19 gegenüber der Scheibe 17 verhindern. Die Bolzen 18 sind lose durch entsprechende Bohrungen der Scheibe 17 geführt. Auf dem Bolzen 18 sind Federn 22 angeordnet, welche den Anker 19 von dem Kern 24 wegziehen. Mit dem Kern 24 ist ein Friktionsring 28 verbunden. der bei Be tätigung der Kupplung den Reibungseingriff mit dem Anker 19 vermittelt. Der Erreger strom wird der Kupplung durch Schleifringe 26 zugeführt.
Die Kupplungen 7, 8, 9 und 10 sind als Lamellenkupplungen ausgebildet. Das zu sammen mit dem zugehörigen Zahnrade lose auf der Welle 2 sitzende, das Lamellen- system glockenartig einschliessende Geli:
irise 179 li@lnn durch Vermittlung einer Anker- scheibe 19a mit dem fest auf der Welle sitzenden, die Erregerwichlung enthaltenden Kern durch Erregung der Wicklung verbun den werden. wodurch die Kupplung der Primarwelle ? mit dem betreffenden Zahn rad und damit auch mit der Sekundärwelle <B>11</B> erfolgt. Die Zuführung des Erregerstrome: zu den Einzelkupplungen erfolgt durch Ver mittlung von Schleifringen 16.
Die Einschaltung rler verschiedenen Ge- s"@liwindigkeitsstufen erfolgt mittelst des Schalters 29. Dieser besitzt eine um eine Achse 31 drehbare Scheibe :
311, die einen in einzelne Stufen unterteilten Vorsehalt- widerstand 32 trägt. über die Kontakte die ses Widerstandes kann ein ebenfalls um die Achse 31 drehbarer Schalthebel 33 bewegt werden', der mit einem der Schleif ringe ?6 der Hauptkupplung 20 durch eine Leitung 34 elektrisch verbunden ist.
Der andere Schleifring steht unmittelbar mit dem einen Pol einer Stromduelle 27 in Verbin- rlung, während der andere Pol durch eine Leitung 35 an den Vorschaltwiderstand 32 angeschlossen ist.
Der Schalthebel 33 kann mit einem weiteren Kontakte 36 mit einer Reibe von Kontakten 37 in Eingriff treten, die durch Vermittlung von Schleifringen l() mit der Erregerwicklung ,je einer der Kupp lungen 7. 8, 9 und 10 in Verbindung stehen. Diese Wicklungen sind durch die Leitung 38 mit dem einen Pole einer zweiten Strom duelle 39 verbunden, deren anderer Pol an die Leitung 34- angeschlossen ist und dadurch mit dem Schalthebel in Verbindung steht.
Mit dein Schalthebel 33 ist die Scheibe 30 durch eine Feder -1(I verbunden. In ein fest mit. der Scheibe 30 verbundenes Zahnrad d_? greift eine Zahnstange ein, die mit dem Kol ben einer E-Cissigkeitsbremse .11 in Verbin- dun @; stellt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung na(1 Fi-. -1 ist folgende: ¯Nachdem der Motor der Lokomotive leer angelaufen ist, wird durch Einschalten des Errc-gerstromes der Hauptkupplung 20, was
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zweekni:issir;
<SEP> allm:ililicli <SEP> unier <SEP> Abscliall-en <SEP> des
<tb> Vorschaltwidertandes <SEP> 3? <SEP> geschieht, <SEP> zuniiclist
<tb> die <SEP> Primärwelle <SEP> ? <SEP> des <SEP> Getriebes <SEP> in <SEP> Gang <SEP> ge setzt, <SEP> wobei <SEP> die. <SEP> lose <SEP> auf <SEP> dieser <SEP> Welle <SEP> sit zenden <SEP> Zahnräder <SEP> :;, <SEP> I, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 6, <SEP> die <SEP> mit <SEP> ihren
<tb> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welh, <SEP> 11 <SEP> sitzenden <SEP> -Zahnrädern
<tb> 12, <SEP> 13, <SEP> 14 <SEP> uncl <SEP> <B>15</B> <SEP> in <SEP> Eingriff <SEP> stehen, <SEP> in
<tb> Ruhe <SEP> bleiben. <SEP> Die <SEP> diesem <SEP> Betriebszustande
<tb> entsprechende <SEP> Stellung <SEP> des <SEP> Schalthebels <SEP> 3:
3
<tb> zeigt <SEP> Fig. <SEP> I. <SEP> Soll <SEP> nunmehr <SEP> die <SEP> Lokomotive
<tb> in <SEP> Gang <SEP> gebracht <SEP> werden, <SEP> so <SEP> verschiebt <SEP> man
<tb> den <SEP> Schalthebel <SEP> 33 <SEP> bis <SEP> auf <SEP> den <SEP> ersten, <SEP> zu
<tb> der <SEP> Kupplung <SEP> 1o <SEP> gehörigen <SEP> Kontakt <SEP> der
<tb> Kontaktreibe <SEP> <B>37.</B> <SEP> Die <SEP> Scheibe <SEP> 30 <SEP> mit <SEP> dein
<tb> Vorschaltwiderstanrlc <SEP> 32 <SEP> l@ann <SEP> dieser <SEP> Bewe gung <SEP> wegen <SEP> der <SEP> Hemmung <SEP> durch <SEP> die <SEP> Bremse
<tb> 4l <SEP> nicht <SEP> sofort <SEP> fol.c#n.
<SEP> Es <SEP> findet <SEP> also <SEP> eine
<tb> Relativverschiebung' <SEP> zwischen <SEP> der <SEP> Scheibe <SEP> <B>30</B>
<tb> und <SEP> dem <SEP> Hebel <SEP> 33 <SEP> statt, <SEP> so <SEP> dass <SEP> der <SEP> Wider stand <SEP> 32 <SEP> in <SEP> den <SEP> @rregcrst <SEP> ronihreis <SEP> der <SEP> Haupt kupplung <SEP> ?0 <SEP> eingeschaltet: <SEP> -irl. <SEP> Die <SEP> Anzu- hraft <SEP> der <SEP> Haulitlztiliplun,-- <SEP> isi <SEP> also, <SEP> wenn <SEP> der
<tb> Kontakt <SEP> 36 <SEP> des <SEP> Hebel:
<SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> den <SEP> ersten <SEP> der
<tb> Kontakte <SEP> 37 <SEP> erreielil <SEP> und <SEP> die <SEP> Kupplung <SEP> 70
<tb> einrückt, <SEP> entsprechend <SEP> dem <SEP> vorgeschalteten
<tb> Widerstand <SEP> 3? <SEP> gf-clnväclit. <SEP> so <SEP> dass <SEP> bei <SEP> dein
<tb> Stoss, <SEP> der <SEP> beim <SEP> Einriichen <SEP> rler <SEP> Kupplung <SEP> <B>10</B>
<tb> auftritt. <SEP> nicht <SEP> diese, <SEP> sondern <SEP> die <SEP> Haupi hupplung <SEP> ?0 <SEP> ins <SEP> Gleiten <SEP> kommt. <SEP> worauf <SEP> siele
<tb> die <SEP> Gechwindigkeit <SEP> der <SEP> Lokomotive <SEP> und <SEP> (Li mit <SEP> die <SEP> Drehzahl <SEP> & r <SEP> Getriebwellen <SEP> allm:
iIi lich <SEP> erhöht. <SEP> Inzwischen <SEP> eilt <SEP> die <SEP> Scheibe <SEP> <B>30</B>
<tb> finit <SEP> dein <SEP> *#'orselialtiviclerstande <SEP> 32 <SEP> dem
<tb> hebel <SEP> 33 <SEP> nach, <SEP> so <SEP> dLiss <SEP> nach <SEP> einer <SEP> bestiniint@@n
<tb> Zeit <SEP> der <SEP> erste <SEP> Kontakt <SEP> de, <SEP> Widerstancles <SEP> 3?
<tb> mit <SEP> dem <SEP> Schaltarm <SEP> >wieder <SEP> in <SEP> Berührung
<tb> kommt <SEP> und <SEP> der <SEP> Wirlerstand <SEP> aus <SEP> deni <SEP> Er regerstrompreis <SEP> der <SEP> Hauptkupplung <SEP> wieder
<tb> ausgeschaltet:
<SEP> ist, <SEP> so <SEP> rlass <SEP> die <SEP> Anzugsl@raft <SEP> der
<tb> H#thptkupplung <SEP> und <SEP> damit <SEP> das <SEP> von <SEP> dieser <SEP> Uber tragbareDrehmoment <SEP> wieder <SEP> seinen <SEP> normalt@n
<tb> Wert <SEP> annimmt. <SEP> In <SEP> entsprechender <SEP> Weise
<tb> ' <SEP> vollzieht <SEP> sich <SEP> das <SEP> Einrücken <SEP> der <SEP> weiteren
<tb> Geschwindigheitssinfen <SEP> des <SEP> Getriebes. <SEP> Jedes mal <SEP> wird <SEP> beim <SEP> Einschalten <SEP> der <SEP> betreffendc,n
<tb> Kupplung <SEP> die <SEP> Anzugskraft: <SEP> der <SEP> Hauptkupp lung <SEP> gescliw:iclii, <SEP> so <SEP> class <SEP> die <SEP> Stösse <SEP> stet, <SEP> von
<tb> der <SEP> Hauptl:upliltin- <SEP> aufgefangen <SEP> werden.
Da. sich die ausserhalb des Getriebegehäuses angeordnete Hauptkupplung ohne Bedenken in grösseren Dimensionen ausführen lässt und auch die Kühlung leicht durchzuführen ist, führt die-im Fahrbetriebe auftretende wie derholte und häufig aufeinanderfolgende Be anspruchung der Hauptkupplung zu keiner lei Störungen. Die andern Kupplungen wer den bei dieser Betriebsweise so gut wie gar nicht durch Reibung beansprucht, so dass sie, zumal als Lamellenkupplungen, sehr gedrängt gebaut und deshalb ohne Schwierigkeit zu sammen mit den Getrieberädern in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht werden können.
Man kann es auch dem Maschinisten über lassen, die Erregung der Hauptkupplung jeweils beim Einrücken einer andern Kupp lung derart zu verringern, dass ein Gleiten nur an der Hauptkupplung auftritt. Die Hauptkupplung kann, statt zwischen dem Motor und dem Wechselgetriebe, auch zwi schen diesem und den Triebachsen der Lo komotive eingeschaltet sein.
Die Ausbildung der Räderkupplungen als Lamellenkupplungen gestattet bei ver hältnismässig hoher Leistungsfähigkeit eine sehr gedrängte Bauart, was für Lokomotiven wegen der räumlichen Beschränktheit von Bedeutung ist. Für die ausserhalb des Ge triebegehäuses angeordnete Hauptkupplung 20 ist dagegen der Gesichtspunkt der guten Re gulierbarkeit, sowie der Widerstandsfähig keit gegen übermässige Beanspruchungen durch das Schlüpfen der miteinander in Rei bungseingriff stehenden Teile das ausschlag gebende.
Um die Räderkupplungen möglichst klein zu halten, empfiehlt es sich, sie auf der primären Getriebewelle unterzubringen, da diese normalerweise die grösste Umdrehungs geschwindigkeit aufweist. und deshalb die durch die Räderkupplungen zu übertragen den Drehmomente den kleinsten Wert be sitzen.