DE654881C - Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H3/00—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion
- F16H3/02—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion without gears having orbital motion
- F16H3/08—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion without gears having orbital motion exclusively or essentially with continuously meshing gears, that can be disengaged from their shafts
- F16H3/10—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion without gears having orbital motion exclusively or essentially with continuously meshing gears, that can be disengaged from their shafts with one or more one-way clutches as an essential feature
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zahnräderwechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
bei dem die Übertragung der Bewegung von der treibenden auf die gleichachsig zu derselben
angeordnete getriebene Welle durch eine Reihe dauernd in Eingriff stehender Räder erfolgt, während die Übersetzungsänderung mit Hilfe eines im Innern der
Hauptwellen verschiebbaren Kupplungsgliedes mit Freilaufwirkung erreicht wird.
Die bekannten Getriebe dieser Art besitzen jedoch den Nachteil, daß, wenn aus irgendeinem
Grund eine Verringerung des Fahrwiderstandes erfolgt, beispielsweise bei der Abwärtsfahrt, und dadurch die getriebene
Welle sich schneller dreht als die treibende Welle, die Bremsen bedient werden müssen,
da die Freilaufkupplung die Verbindung zwischen den Wellen unterbricht, im Gegensatz
zu den in beiden Richtungen wirksamen Kupplungen, bei denen der Motor gleichzeitig
als Bremse wirkt, wenn die Gaszufuhr abgestellt ist. Aus diesem Grunde ist die Verwendung
eines derartigen Getriebes in manchen Fällen unvorteilhaft, wozu noch kommt,
daß auch die Unterhaltungskosten für den mit einem derartigen Getriebe ausgerüsteten
Wagen höher sind.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile in der Weise, daß das im Innern der Wellen
verschiebbare Kupplungsglied aus zwei fest miteinander verbundenen inneren Freilaufkupplungsteilen
besteht, von denen der zweite nach der Seite der höheren Getriebegänge zu in einem Abstand angeordnet ist, der größer
als die Nabenbreite eines Zahnrades ist und in entgegengesetztem Drehsinn zur ersten
Freilaufkupplung wirksam wird. Wenn daher aus irgendeinem Grunde die getriebene Welle schneller läuft als die treibende Welle,
tritt die zweite Freilaufkupplung in Wirkung und kuppelt die beiden Wellen miteinander,
so daß der Motor als Bremse wirkt und die Bremsen selbst geschont werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt einen Längsschnitt durch einen Getriebekasten mit einer entsprechend
der Erfindung ausgebildeten Freilaufkupplungsvorrichtung.
Abb. 2 und 3 sind Querschnitte der beiden Kupplungen nach den' Linien A-A' und B-B'
der Abb. 1.
Abb. 4 zeigt im Längsschnitt Einzelheiten der Lagerung der Kupplungsvorrichtung in
bezug zum Getriebe.
Abb. 5 zeigt das Verstellgestänge für die Kupplungsvorrichtung.
Die in Abb. 1 dargestellte Vorrichtung enthält ein Gehäuse 1, in welches die Antriebs- go
oder Motorwelle 2 und die getriebene Welle 3 eindringen. Die Motorwelle 2 treibt mittels
einer weiter unten beschriebenen Vorrichtung Zahnräder von wachsendem Durchmesser 4,
5, 6, die mit entsprechenden, auf der in dem Gehäuse 1 gelagerten Vorgelegewelle 7 aufgekeilten
Zahnrädern 4', 5', 6' kämmen.
Die Zahnräder 4, 5, 6 sind, statt auf der Welle 2 aufgekeilt zu sein, auf zylindrischen,
mit der Welle 2 konzentrischen Hülsen 8, 9, 10 befestigt, die sich frei in den von dem Gehäuse
ι getragenen Lagern 11, 12, 13, vorzugsweise
Kugellagern, drehen können. Diese Hülsen sind untereinander gleich, und die
»5 letzte derselben, 10, ist mit der getriebenen Welle 3 fest verbunden.
Auf der Antriebswelle 2 sind mittels einer gleitenden Keilvorrichtung zwei Freilaufkupplungen
angebracht (Abb. 2 und 3), deren Trommeln in an sich bekannter Weise mit je
einer kreisförmigen Rille versehen sind, die aus exzentrischen, mit Kugeln oder Rollen
zusammenarbeitenden Rampen besteht. Die Trommel 14 der zum Mitnehmen der getrie-2S
benen Welle dienenden Freilaufkupplung (Abb. 2) ist in ihrem Innern mit Zapfen 15
versehen, die in auf der Motorwelle 2 vorgesehenen Rillen 16 gleiten, so daß die Trommel
von der Welle mitgenommen wird, jedoch sich auf derselben in der Längsrichtung verschieben
kann. Wenn die Welle 2 in der Richtung des Pfeiles umläuft, so keilen sich die Kugeln
gegen die innere Wandung der entsprechenden Hülse, z. B. gegen die Hülse 8 im Falle
der Abb. 2, und verursachen das Mitnehmen der getriebenen Welle durch die Räder 4, 4',
die Welle 7 und das letzte Zahnrad 6, das mit der Welle 3 durch seine Hülse 10 fest
verbunden ist. Sobald dagegen die Welle 2 langsamer umläuft als die Hülse, gegenüber
welcher sich die Trommel 14 befindet, so entkeilen sich die Kugeln, und die Vorrichtung
läuft frei. Es ist dann möglich, die Trommel 14 längs der gerillten Welle 2 entlang zu verschieben
und sie gegenüber einer anderen Hülse zu bringen.
Die Hülsen 8, 9, 10 entsprechen dem ersten, zweiten und dritten Gang. Das Schalten auf
Leerlauf oder auf Rückwärtsgang geschieht mittels einer vierten Hülse 17, die frei im
Innern einer konzentrischen Hülse 18 umläuft. Die Hülse 18 läuft ihrerseits im Lager
19 des Gehäuses 1 um und trägt ein Zahnrad
20. Wenn die Trommel 14 mit der Hülse 17 gekuppelt ist, wird von der Motorwelle 2
keine Bewegung auf die getriebene Welle 3 übertragen. Zwecks Erzielung des Rückwärtsganges
werden die Hülsen 17, 18 durch ihre kreisförmigen Ränder 18', 17', die mit
Verzahnungen oder Klauen versehen sind, gekuppelt^ wobei die Bewegung der Welle 2
auf das Zahnrad 20 und von hier mittels geeigneter Zahnräder auf die Vorgelegewelle 7
übertragen wird.
Um in der beschriebenen Vorrichtung den eingangs erwähnten Nachteil bei Verminderung
des Fahrwiderstandes, z. B. beim Bergabfahren, zu beseitigen, wird gemäß der Erfindung
eine zweite Freilaufkupplung vorgesehen, deren Klemmglieder in entgegengesetzter
Richtung wie die der ersten angeordnet sind. Aus Abb. 1 ist ersichtlich, daß die
erste Trommel 14 auf einer Muffe 26 festsitzt, auf deren anderem Ende eine zweite
gleiche Trommel 27 befestigt ist, deren mit Rollen versehene Rampen jedoch in entgegengesetzter
Richtung angeordnet sind wie die Rampen der Trommel 14 (Abb. 3). Es folgt
aus dieser Anordnung, daß, wenn aus irgendeinem Grund die Motorwelle 2 mit einer geringeren
Geschwindigkeit als derjenigen der Hülse, mit der die Trommel 14 gekuppelt
war, umläuft, die Rollen dieser Trommel entkeilt werden, wobei dagegen, sobald die Umlaufzahl
der Welle 2 !deiner wird als diejenige der Hülse, in welcher sich die Trommel 27 dreht, die Verkeilung in dieser Trommel
27 stattfindet, so daß die getriebene Welle durch die Motorwelle nun gebremst wird. Um
eine befriedigende Arbeitsweise dieses zweiten Freilaufrades 27 zu ermöglichen, sind in
an sich bekannter Weise Federn 28 angebracht, um die Trägheit der Rollen zu bekämpfen.
Diese Federn pressen die Rollen gegen die Innenfläche derjenigen Hülse, gegenüber
der sich die Trommel 27 befindet.
Um das Umschalten der Gänge mit dieser Vorrichtung zu erlauben, ist es nötig, daß
sich erstens die zwei Trommeln 14 und 27 nie in derselben Hülse 8, 9 oder 10 befinden
und daß zweitens der Übergang von einer Hülse zu der nächsten nicht gleichzeitig für
beide Trommeln stattfindet. Um diese Bedingungen zu erfüllen, ist, wie es aus Abb. 4
hervorgeht, der Muffe 26 eine solche Länge gegeben, daß die Entfernung zwischen zwei
Trommeln großer ist als die Breite einer jeden Hülse 8, 9 oder 10.
Nach der Hülse 10, die das Zahnrad 6 für
unmittelbare Durchschaltung trägt, ist eine Hülse 10' vorgesehen, die frei in der Hülse
umläuft und in die die Trommel 27 wählend der Fahrt in Durchschaltung zu stehen kommt.
Daraus folgt, daß das Fahren mit Freilauf im eigentlichen Sinn nur bei Durchschaltung
stattfindet. In den anderen Gängen besteht dagegen
die Möglichkeit, den Wagen durch Verminderung der Umlaufzahl des Motors zurückzuhalten. Die Verschiebung der zwei
Trommeln 14 und 27 erfolgt z. B. mittels der
in Abb. 5 dargestellten Vorrichtung, die aus
einer zu der Welle 2 parallelen Stange 21 besteht. Die Stange 21 ist an einem Ende durch
ein Lager 22 mit der Trommel 14 verbunden und steht am anderen Ende durch eine Verzahnung
23 mit einem Ritzel 24 in Eingriff, das von einem auf dem Lenkrad angebrachten Handhebel angetrieben wird.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Zahnräderwechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit gleichachsiger treibender und getriebener Welle, dauernd in Eingriff stehenden Rädern und einem im Innern der Hauptwellen»5 verschiebbaren Kupplungsglied mit Freilaufwirkung, -dadurch gekennzeichnet, daß das im Innern der Wellen verschiebbare Kupplungsglied aus zwei fest miteinander verbundenen inneren Freilaufkupplungsteilen (14, 27) besteht, von denen der zweite (2J) nach der Seite der höheren Getriebegänge zu in einem Abstand angeordnet ist, der größer als die Nabenbreite eines Zahnrades ist und in entgegengesetztem Drehsinn zur ersten Freilaufkupplung (14) wirksam wird.
- 2. Wechselgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der getriebenen Welle (3) neben der Kupplungstrommel (10) für den direkten Getriebegang noch eine leerlaufende Kupplungstrommel (ιο') angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR654881X | 1933-07-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654881C true DE654881C (de) | 1938-01-03 |
Family
ID=9006745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES114647D Expired DE654881C (de) | 1933-07-13 | 1934-07-08 | Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654881C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182974B (de) * | 1962-01-26 | 1964-12-03 | Heinkel Ag Ernst | Schaltgetriebe fuer Kraftraeder |
| FR2494028A1 (fr) * | 1980-11-11 | 1982-05-14 | Reinhausen Kg Maschf | Mecanisme en charge avec debrayage en position terminale pour l'entrainement des commutateurs d'echelons pour transformateurs a echelons |
| EP0066929A1 (de) * | 1981-06-02 | 1982-12-15 | Herico B.V. | Getriebe mit Geschwindigkeitsänderung |
-
1934
- 1934-07-08 DE DES114647D patent/DE654881C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182974B (de) * | 1962-01-26 | 1964-12-03 | Heinkel Ag Ernst | Schaltgetriebe fuer Kraftraeder |
| FR2494028A1 (fr) * | 1980-11-11 | 1982-05-14 | Reinhausen Kg Maschf | Mecanisme en charge avec debrayage en position terminale pour l'entrainement des commutateurs d'echelons pour transformateurs a echelons |
| EP0066929A1 (de) * | 1981-06-02 | 1982-12-15 | Herico B.V. | Getriebe mit Geschwindigkeitsänderung |
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