DE609441C - Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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- F16H61/00—Control functions within control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion ; Control of exclusively fluid gearing, friction gearing, gearings with endless flexible members or other particular types of gearing
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H2716/00—Control devices for speed-change mechanisms of planetary gearings, with toothed wheels remaining engaged, e.g. also for devices to simplify the control or for synchronising devices combined with control devices
- F16H2716/02—Control devices for speed-change mechanisms of planetary gearings, with toothed wheels remaining engaged, e.g. also for devices to simplify the control or for synchronising devices combined with control devices the control being mechanical
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, unter Verwendung eines Umlaufrädergetriebes nut zwei ständig
in Eingriff stehenden, innen- und außenverzahnten Räderpaaren, dessen Umlaufräderträger
mit dem Getriebegehäuse oder mit einer der Hauptwellen kuppelbar ist, und von Federbandkupplungen.
Es sind Übersetzungsgetriebe bekannt, die als Umlaufinnengetriebe ausgebildet sind und
bei welchen der Gangwechsel durch verschiebbare Klauenmuffen herbeigeführt wird. Diese
Kupplungsglieder sind starr und lassen daher bei auftretendem Kraftwechsel keine Lösung
der Kuppelstelle im Sinne des Freilaufs zu. Bei Schnellganggetrieben insbesondere wird
dies als Nachteil empfunden, weil die ungleich größere lebendige Kraft des Wagens durch die
Bremswirkung des ständig mitlaufenden Motors für die Fahrt nicht voll ausgenutzt werden kann.
Es sind Freilaufeinrichtungen bekannt, bei
welchen die Hauptwellen durch ein Federband verbunden sind, das diese in der einen Kraftrichtung
miteinander kuppelt, in der anderen Kraftrichtung hingegen selbsttätig löst, so daß
der Wagen im Freilauf gehalten werden kann. Die Hauptwellen können hierbei wahlweise
durch eine einrückbare Klauenkupplung derart miteinander verbunden werden, daß die .Wirkung
der Federbandkupplung ausgeschaltet wird, um die für den Verkehr nötige Sicherheit
zu schaffen. Diese Freilaufeinrichtungen sind entweder unmittelbar hinter dem Wechselgetriebe
angeordnet oder aber durch Zusammenbau mit einzelnen Getriebezahnrädern in das-Wechselgetriebe
hineinverlegt.
Die Erfindung besteht darin, daß ein Federband zwischen einem Bund des Umlaufräderträgers
und einem Bund der einen Hauptwelle mit axialem Spiel eingefügt ist und durch eine Schaltmuffe entweder gegenüber dem Getriebegehäuse
oder gegenüber dieser Hauptwelle vorgespannt wird. Dieses Federband wirkt in dem einen Gang, beispielsweise im
Schnellgang, als Federbandkupplung, nur in einer Kraftrichtung, die in diesem FaE vom
Motor bestimmt ist, in dem anderen Gang jedoch, beispielsweise im direkten Gang, als
elastische Kupplung in beiden Kraftrichtungen. In beiden Gängen geht das Kuppeln des Umlaufräderträgers
allmählich, also außerordentlich weich vor sich, da die Gänge jeweils nur über die Leerlaufstellung des Getriebes geschaltet
werden können, aus welcher heraus der voreilende Umlaufräderträger durch den Reibungsschluß
des Federbandendes erst allmählich beim direkten Gang auf die Drehzahl der treibenden Welle, beim Schnellgang hingegen
vollständig abgebremst wird. Durch diese Ausnutzung des Federbandes als Kuppel- wie auch
als Freilaufglied läßt sich ein einfacher und gedrängter Aufbau des Schnellganggetriebes
erreichen, den die bisherigen Ausführungen
nicht aufzuweisen hatten. Durch das sanfte Schalten der Gänge wird nicht nur das Geräusch,
sondern mangels stoßartiger Beanspruchungen auch die Abnützung des Getriebes
wesentlich vermindert.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung
hervor. Hierin ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar an ίο einem hinter dem gebräuchlichen Wechselgetriebe
angeordneten Schnellganggetriebe, veranschaulicht. Es zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Hauptschnitt durch das Getriebe,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie w-x-y-z in Fig. i,
Fig. 3 einen Schnitt durch das Federbandende und
Fig. 4 eine Ansicht des Getriebes, teilweise im Schnitt, gemäß der Fig. i.
Mit dem Ende der treibenden Welle ι ist ein mit Innenverzahnung versehener Zahnkranz
2, mit dem Ende der gleichachsig zu ihr angeordneten getriebenen Welle 3 ein Zahnritzel
4 verbunden. Die Wellen 1, 3 sind unter Vermittlung der Büchse 25 ineinander und durch
je ein Kugellager 23, 24 im Getriebegehäuse 13 gelagert. Zwischen den Rädern 2, 4 ist eine
hohle Welle 5 parallel, jedoch exzentrisch zu 30. s den Wellen 1, 3 angeordnet. Mit dieser Welle 5
ist ein Zahnritzel 6, das mit dem Zahnkranz 2 bei A in Eingriff steht, und ein Zahnkranz 7,
der mit dem Zahnritzel 4 bei B in Eingriff steht, fest verbunden. Die Räder 6 und 7 sind
die Umlaufräder des Getriebes. Zwischen den Rädern 6, 7, durch die Räder 2, 4 gegen Längsverschiebung
gesichert, ist die Welle 5 unter Vermittlung der Rollen 8 in dem als Ring ausgebildeten
Umlaufräderträger 9 drehbeweglich gelagert. Der Umlaufräderträger 9 selbst ist unter Vermittlung der Rollen 11 im Gehäuse 13
gleichachsig zu den Wellen 1, 3 gelagert.
Zwischen dem Träger 9 und dem Zahnkranz 2 ist ein Federband 12 gleichachsig zu
den Wellen 1, 3 eingefügt. Das eine Ende Ι2δ
des Federbandes liegt auf einem Bund 2a des
Zahnkranzes auf, während das andere Ende 12" des Federbandes in einen seitlichen Bund 9° des
Umlaufräderträgers bei 16 eingehakt ist. Das Federband 12 wird durch den äußeren Umfang
des Zahnkranzes 2 mit erheblichem Spiel geführt. Im Gehäuse 13 ist eine Schaltmuffe 10,
durch den Keil 15 gegen Drehung gesichert, längsverschiebbar gelagert. Diese Muffe 10 umfaßt
das Federband 12 mit geringem Spiel. Der am Ende der Muffe ausgebildete Bund ioa
liegt auf dem freien Ende 126 des Federbandes
auf. In der Muffe 10 sind die Lagerrollen 11 des
Umlaufräderträgers 9 -geführt. Ein weiterer, durch den Sprengring 21 am gegenüberliegenden
Ende der Muffe 10 gebildeter Bund greift an den Rollen 11 seitlich an. Die Muffe 10 wird
durch eine Schaltgabel, deren Zapfen 14 in das Innere des Gehäuses 13 ragen, angetrieben.
Durch das Federband 12 kann der Umlaufrad
erträger 9 entweder mit der feststehenden Muffe 10 oder mit dem Rad 2 gekuppelt werden.
Zu diesem Zweck wird das Federband 12 mit Hilfe der Muffe 10 gegenüber dem Bund io°
der Muffe oder aber gegenüber dem Bund 20 des Rades vorgespannt. Im ersten Falle, der
dem Schnellgang entspricht, wird die Schaltgabel 14 im Sinne des Pfeiles S bewegt, wobei
sich das freie Ende I26 des Federbandes vom Bund 2a des Rades und der Bund 21 der Muffe
von den Rollen 11 des Umlaufräderträgers abhebt.
Im zweiten Falle, der dem direkten Gang entspricht, wird die Schaltgabel 14 im -Sinne
des Pfeiles D bewegt, wodurch sich der Bund xoa
der Muffe vom freien Ende Ι2δ des Federbandes
entfernt, während der Bund 21 der Muffe den Umlaufräderträger 9 unter Vermittlung der
Rollen 11 mitnimmt, so daß der Träger 9 an den axial unverschiebbaren Rollen 8 entlang
gleitet.
Im einzelnen wirkt das Getriebe auf die folgende Weise: Beim Anfahren steht das
Rad 4 der getriebenen Welle 3 fest, während das Rad 2 der treibenden Welle 1 im Sinne des
Pfeiles M2 fortbewegt wird. Der Umlaufräder- go träger 9 läuft unter Mitnahme des lose zwischen
den Bunden 2°, ioa bzw. ga sitzenden Federbandes
12 im Sinne des Pfeiles M9, also gleichsinnig
und, durch den Zwanglauf der Umlaufräder 6, 7 bedingt, mit höherer Drehzahl als
das Rad 2 um. In dieser L'eerlaufstellung ist keine Kraftübertragung vom Rad 2 auf das
Rad 4 möglich. Wird nun das Federband 12 gegenüber dem Bund ioa vorgespannt, so wird
sein freies Ende 12* durch den Reibungsschluß an diesem Bundio8 allmählich festgehalten,
während das andere Ende I2a des Federbandes
durch den Umlaufräderträger noch fortbewegt wird. Dies hat zur Folge, daß das Federband 12 sich allmählich aufrollt, d. h.
sein Windungsdurchmesser vergrößert sich so lange, bis der äußere Umfang der Windungen
mit dem inneren Umfang der Muffe 10 zur Anlage kommt. Während dieser Zeit wird der
Umlaufräderträger 9 abgebremst und: schließlieh
gegenüber der Muffe 10 und damit gegenüber dem Gehäuse 13 festgestellt. Die Kraftübertragung
des so geschalteten Schnellgangs . erfolgt von dem in Eingriff stehenden Räderpaar
2, 6 über die festgelagerte Zwischenwelle 5 auf das in Eingriff stehende Räderpaar 4, 7.
Die Welle 3 läuft hierbei im Sinne des Pfeiles M4, also in gleicher Richtung wie die Welle 1, jedoch
mit einer höheren, und zwar dem Durchmesserverhältnis der Räder 2, 4 entsprechend höheren
Drehzahl um. Die in den Eingriffspunkten A1 B
auftretenden Zahndrücke üben hierbei auf die
Lagerrollen 8 einen Auflagerdruck, auf den Umlaufräderträger 9 ein Auflagermoment aus,
welches das -Federband 12 dauernd im aufgerollten Zustand und damit seine Wirkung
als Federbandkupplung aufrechterhält.
Wechselt nun die Kraftrichtung, nicht aber die Drehrichtung der Bewegung, wie dies der
Fall ist, wenn der Wagen vermöge seiner lebendigen Kraft treibt, so kann man sich das
Rad 4 im Sinne des Pfeiles »4 treibend, das Rad 2
hingegen festgehalten denken. Der Umlaufräderträger 9 wird jetzt die Neigung haben, im
Sinne des Pfeiles n9', also in umgekehrter Richtung
wie das Rad 4 und mit höherer Drehzahl wie dieses, umzulaufen. Dabei wird das mit dem
Umlaufräderträger verbundene Ende 12" des Federbandes mitgenommen, während das freie
Ende 12* des Federbandes durch den Reibungsschluß am Bund ioa der Muffe noch fest-
gehalten bleibt. Dies hat zur Folge, daß das Federband 12 eingerollt wird, d. h. sein Windungsdurchmesser
verkleinert sich so lange, bis der äußere Umfang der Windungen sich vom
inneren Umfang der Muffe 10 abhebt. Der durch die Vorspannung des Federbandes 12
erzeugte Reibungsschluß wird nun, da die Wirkung des Federbandes 12 als Federbandkupplung
aufgehoben ist, allmählich überwunden, und der Umlaufräderträger 9 kann unter Mitnahme des Federbandes 12 der ihm
aufgezwungenen Bewegung folgen. Dieser sich beim Kraftwechsel im Schnellgang selbsttätig
einstellende Lerrlauf des Getriebes entspricht dem Freilauf. Das auf das Federband 12 hierbei
dauernd ausgeübte Reibungsmoment hat die Neigung, das Federband weiter einzurollen,
welchem Bestreben jedoch das Federband vermöge seiner Drehungssteifigkeit widersteht.
Durch den erheblichen Abstand zwischen demäußeren Umfang des Rades 2 und dem inneren
Umfang der Federbandwindungen ist dafür Sorge getragen, daß das Federband 12 beim
Einrollen nicht etwa das Rad 2 festhält.
Der Übergang vom Schnellgang in den direkten Gang (oder umgekehrt) vollzieht sich,
der Umkehrung der Schaltrichtung S in die Schaltrichtung D zufolge, über die Leerlaufstellung
des Getriebes. In dieser läuft der Umlaufräderträger, wie bereits ausgeführt, unter
Mitnahme des Federbandes 12 im Sinne des Pfeiles ?z9, also in gleicher Richtung wie das
Rad 2, jedoch mit höherer Drehzahl, um. Wird nun das Federband 12 gegenüber dem Bund 2a
des Rades vorgespannt, so wird das freie Ende 126 des Federbandes durch den Reibungsschluß
an diesem Bund 2° allmählich festgehalten. Durch den Vorlauf des mit dem Umlaufräderträger
9 verbundenen Federbandendes 120 würde das Federband 12 in ähnlicher Weise wie beim
Schalten des Schnellganges zum Aufrollen kommen. Dies ist jedoch aus zwei Gründen
nicht möglich. Erstens ist die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden Federbandenden i2e,
I2,6 welche der Relativgeschwindigkeit der" Bunde 2a und ga entspricht, geringer als jene
der Bunde ga und ioa im Falle des Schnellganges
und zweitens ist die durch den Schaltweg im Sinne des Pfeiles D erteilte Vorspannung
des Federbandes 12 größer als jene im Sinne des Pfeiles S. Dies hat zur Folge,
daß die Relativbewegung der Federbandenden 12° und I2& im Sinne des Aufrollens
des Federbandes gehemmt wird, ehe noch die Federbandwindungen sich an die Muffe 10
anlegen. Das in das Rad 2 eingeleitete Drehmoment wird somit durch das drehungssteife
Federband 12 hindurch auf den Umlaufräderträger 9 übertragen, nachdem dieser bis auf
die Drehzahl «2 des treibenden Rades 2 abgebremst
ist. In dem auf diese Weise geschalteten direkten Gang laufen alle Teile des Getriebes, also der Umlaufräderträger 9,
die Zwischenwelle 5, die Räder 2,4, im gleichen Sinne und mit der gleichen Drehzahl um.
Wechselt hierbei die Kraftrichtung, nicht aber die Drehrichtung der Bewegung, so kann eine
selbsttätige Lösung dieser Kuppelstellung, bei welcher das Federband 12 als Reibungskupplung
wirkt, nicht eintreten. Ein Freilauf des Wagens im direkten 'Gang ist somit ausgeschlossen.
Zwischen dem Umlaufräderträger 9 und der als Deckel 22 ausgebildeten Hinterwand des
Gehäuses 13 ist ein zweites Federband 17 gleichachsig
zu den Wellen 1, 3 in -das Getriebe eingefügt. Dieses Federband 17 wird durch einen
zylindrischen Ansatz 19 des Umlaufräderträgers 9 geführt. Das eine Ende 17° des
Federbandes liegt auf dem Bund i8a einer zweiten Schaltmuffe 18 auf, während das andere
Ende 17s des Federbandes in einen seitlichen
Bund 9B des Umlaufräderträgers 9 eingehakt
ist. Die Muffe 18 umfaßt das Federband 17 mit geringem Spiel. Sie ist im Gehäuse 13,
ähnlich wie die Muffe 10, längsverschiebbar gelagert. Die Muffe 18 wird durch eine Schaltgabel
20 verstellt, deren Aufbau im wesentlichen jenem der Schaltgabel 14 entspricht.
Durch das Federband 17 kann der Umläufräderträger
unter Umgehung des Federbandes 12 mit dem feststehenden Gehäuse 13 gekuppelt
werden. Diese zweite Kuppeleinrichtung dient zur willkürlichen Ausschaltung des Freilaufs,
wenn aus irgendeinem Grunde der Motor als Bremse für den treibenden Wagen herangezogen
werden soll. Das Federband 17 wird zu diesem Zweck mit Hilfe der Muffe 18, die
durch die Schaltgabel 20 im Sinne des Pfeiles F . verschoben wird, gegenüber dem Bund 18°
der Muffe vorgespannt. '
Die Wirkungsweise dieses Federbandes 17 ist jener des Federbandes 12 entgegengesetzt.
Im Freilauf läuft der Umlaufräderträger 9 unter Mitnahme des Federbandes 17, wie
bereits ausgeführt, im Sinne des Pfeiles n9', also entgegengesetzt zur treibenden Welle 3
und mit höherer Drehzahl wie diese, um. Wird nun das freie Ende 17° des Federbandes gegenüber
dem Bund i8a der Muffe vorgespannt, so hält der Reibungsschluß dieses Federbandende
xya fest, während das mit dem Bund o,6
des Umlaufräderträgers verbundene Federbandende I76 fortbewegt wird. Dies hat zur Folge,
daß die Windungen des Federbandes 17 sich allmählich unter Vergrößerung ihres Durchmessers
aufrollen, bis sie an der Muffe 18 zur Anlage kommen. Während dieses Vorganges
wird der Umlaufräderträger 9 bis zum Stillstand abgebremst. Sobald der Träger 9 gegenüber
dem Gehäuse 13 festgestellt ist, erfolgt die Kraftübertragung vom Rad 4 über die
ao festgelagerte Zwischenwelle 5 auf das Rad 2 entsprechend der Übersetzung des Schnellgangs.
Durch die Vorspannung des Federbandes 17 darf die Wirkungsweise des Federbandes 12
nicht beeinträchtigt werden. Zu diesem Zweck ist die Vorspannung des Federbandes 17 Meiner
gewählt als die Vorspannung des Federbandes 12 im Sinne des Schaltweges S.
Die Federbänder 12 und 17 werden an ihrem
äußeren Umfang geschliffen und mit genauen Abmaßen in die Muffen 10 und 18 eingepaßt.
Desgleichen sind die Federbandenden 12°, 126
und 17s, xyh genau winkelrecht zum Umfang
abgeschliffen und, der Leerlaufstellung des Getriebes entsprechend, zwischen den Bunden
2a, io°, 9" und i8ffi, gh eingepaßt. Die Größe
dieser Passungen ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt.
Um das Auftreten des Reibungsschlusses am Federbandende I2&, das auf den Bunden 2a,
ioa gleichzeitig aufliegt, zu begünstigen, kann
dieses Federbandende, wie Fig. 3 zeigt, der Länge nach geschlitzt werden. Trotz der einseitigen
Auflage der Bunde bei vorgespanntem Federband kann in diesem Fall ein sehr weiches
Greifen der Kupplung und damit ein sanfter Übergang des Getriebes von einem
Betriebszustand in den anderen erreicht werden.
Durch die Zahndrücke wird auf die Zwischenwelle 5 ein Kippmoment in bezug auf die
Lagerstelle 8 ausgeübt. Diese Zahndrücke sind beim Schnellgang einander gleich, beim
direkten Gang hingegen dem Übersetzungsverhältnis entsprechend verschieden. Die Entfernungen
der Lagerstelle 8 von den -Ebenen A, B des Zahneingriffs lassen sich derart wählen,
daß das von den Rollen 8 aufzunehmende Kippmoment in beiden Gängen einen Mindestwert
annimmt. Hierzu ist es nötig, das Verhältnis der Entfernungen der Lagerstelle 8 von den
Ebenen A und B im umgekehrten Verhältnis der zugehörigen Zahndrücke, und zwar als
Mittelwert für beide Gänge, zu bemessen.
Es sind Abänderungen des Ausführungsbeispiels möglich. Die Federbänder 12, 17
können ihre Stellung im Gehäuse 13 tauschen, wobei das Federband 12 an einem Bund des
getriebenen Rades 4 zum Anliegen kommen würde. Statt je eines Federbandes 12 oder 17
können deren mehrere als Kupplungsglieder dienen. Die Hauptwellen 1, 3 können auch
parallel und exzentrisch zueinander angeordnet sein, wodurch sich jede beliebige und
nicht nur die Schnellgangübersetzung ausbilden ließe. Durch all diese Abänderungen
wird das Wesen der Erfindung im einzelnen nicht berührt.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, unter Verwendung eines Umlaufrädergetriebes mit zwei ständig in Eingriff stehenden, innen- und außenverzahnten Räderpaaren, dessen Umlaufräderträger mit dem Getriebegehäuse oder mit einer der Hauptwellen kuppelbar ist, und von Federbandkupplungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Federband (12) zwischen einem Bund (12°) des Umlaufräderträgers (9) und dem Bund. (2a) einer Hauptwelle (1) mit axialem Spiel eingefügt ist und durch eine Schaltmuffe (10) entweder gegenüber dem Getriebegehäuse (13) oder gegenüber dieser Hauptwelle (1) vorgespannt werden kann.
- 2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als zylindrische Hülse ausgebildete Schaltmuffe (10) unmittelbar im Getriebegehäuse (13) gelagert ist und in diesem gegen Drehung gesichert nach beiden Richtungen (D, S) axial verschoben werden kann.
- 3. Getriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der als Ring ausgebildete Umlaufräderträger (9) in der Schaltmuffe (10) drehbar gelagert und unter Vermittlung eines Bundes (21) der letzteren in der einen Richtung (D) axial verschiebbar ist.
- 4. Getriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Federband (12) mit geringem radialem Spiel in der Schaltmuffe (10) gelagert ist und unter Vermittlung eines Bundes (ioa) der letzteren in der anderen Richtung (S) axial vorgespannt werden kann.
- 5. Getriebe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem Bund (2a) der Hauptwelle (1) oder an dem Bund (io°) der Schaltmuffe (10) angreifende freie Ende (ΐ2δ) des Federbandes (12) der Länge nach geschlitzt ist.
- 6. Getriebe nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Federband (17) zwischen einem zweiten Bund (9δ) des Umlaufräderträgers (9) und dem Bund (i8a) einer zweiten Schaltmuffe(18) eingefügt ist und durch letztere axial vorgespannt werden kann, um die durch das Federband (12) im Freilauf des Wagens selbsttätig aufgehobene Kuppelstellung willkürlich wiederherzustellen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP64135D DE609441C (de) | 1931-10-29 | 1931-10-29 | Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP64135D DE609441C (de) | 1931-10-29 | 1931-10-29 | Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609441C true DE609441C (de) | 1935-02-20 |
Family
ID=7390333
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP64135D Expired DE609441C (de) | 1931-10-29 | 1931-10-29 | Schnellganggetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609441C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1110021B (de) * | 1956-10-11 | 1961-06-29 | Borg Warner | Getriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
-
1931
- 1931-10-29 DE DEP64135D patent/DE609441C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1110021B (de) * | 1956-10-11 | 1961-06-29 | Borg Warner | Getriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
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