AT99940B - Verfahren zur Überführung wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneimittel in tropfbare und injizierbare Form. - Google Patents

Verfahren zur Überführung wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneimittel in tropfbare und injizierbare Form.

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  Verfahren zur   Überführung   wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneimittel in tropfbare und injizierbare Form. 



   Es ist bekannt, dass konzentriertes wässeriges Urethan die Fähigkeit besitzt, die Wasserlöslichkeit zahlreicher wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Verbindungen mehr oder weniger zu erhöhen. Die so erhaltenen Lösungen zeigen aber, falls sie nicht an sich schon sehr verdünnt sind, die Eigenschaft, dass die gelöste Substanz beim weiteren Verdünnen mit Wasser wieder ausfällt. So gelingt es z. B. nach diesem Verfahren nur,   3% ige Losungen   von Diäthylbarbitursäure herzustellen, die ohne Abscheidung beliebig mit Wasser verdünnt werden können. Es gelingt also nach diesem älteren Verfahren nicht, tropfbare Arzneistoffe in praktisch brauchbarer Konzentration herzustellen. 



   Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass bedeutend höher konzentrierte tropfbare, injizierbare Lösungen wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneistoffe erhalten werden können, wenn man als Lösungsmittel Gemische von wasserlöslichen Karbaminsäureestern mit wasserlöslichen alkyl- oder alkylen-substituierten Harnstoffen, gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser verwendet. 



   Als vorteilhaft hat sich das   Mischungsverhältnis   1 : 1 der beiden Bestandteile des neuen Lösungsmittels erwiesen, jedoch können auch andere Mischungen derselben mit Erfolg verwendet werden. 



   Beispiel 1. Werden 10 Teile Monoäthylharnstoff und 10 Teile Urethan mit 5 Teilen Wasser 
 EMI1.1 
 zur Herstellung eines Lösungsmittels, so entsteht wieder ein flüssiges Gemisch. Dieses löst bei gewöhnlicher Temperatur über   10%   Diäthylbarbitursäure. 
 EMI1.2 
 äthylbarbitursäure bereits unterhalb   0  auflöst.   



   Beispiel 4. Das Urethan kann durch andere   wasserlösliche     Rarbaminsäureester   ersetzt werden. 



  Ein Gemisch aus   Karbaminsäureallylester,     as.   Diallylharnstoff und Wasser im Verhältnis 1 : 1 : 1 löst ca. 10%   Phenyläthylbarbitursäure   bei Normaltemperatur auf, und die Lösung verhält sich in ihren Eigenschaften wie die nach Beispiel 1 erhaltene. 



   Beispiel 5. Ebenso löst sich Diallylbarbitursäure in einer Mischung von   40%   Diallylharnstoff,   40%     Rarbami11säurepropylester   und 20% Wasser auf. Auch diese Lösung ist tropfbar und sterilisierbar. 



   Beispiel 6.4 Teile   Diisobutylharnstoff,   4 Teile Karbaminsäureäthylester und 2 Teile Wasser geben ein um   0  schmelzendes Gemisch,   das in flüssiger Form, z. B. Diallylbarbitursäure leicht löst. Beim Kühlen unter 0  erstarrt dann die Lösung, ohne dass sich die Diallylbarbitursäure ausscheidet, so dass beim Schmelzen sofort wieder eine klare Lösung erhalten wird. 



   Beispiel 7. Ein Gemenge von 40 Teilen Monoäthylharnstoff, 40 Teilen Urethan und 20 Teilen Wasser löst reichliche Mengen von Kampfer auf. Eine 10% Kampfer enthaltende Lösung kann auf   - 100 gekÜhlt   werden, ohne dass sichKampfer abscheidet. Selbst eim Einimpfen eines   Kriställchens   tritt 

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 EMI2.1 
 



    Beispiel 9. Mit de in Beispiel 8 verwendeten Lösungsmittel ist Benzylalkohol bei gewöhnlicher   Temperatur in jedem Verhältnis mischbar. 



   Beispiel 10. Eine Lösung, bestehen aus 4 Teilen sym. Dimethylharnstoff, 4 Teilen Urethan und 2 Teilen Wasser, ist bei Zimmertemperatur ohne Trübung mit dem gleichen Volumen Paraldehyd mischbar. 



   Beispiel 11. In einer Mischung aus gleichen Teilen   as.   Diallylharnstoff, Drethan und Wasser lösen sich   10%     Sandelholzöl   bei Zimmertemperatur auf. Beim Eintropfen in Wasser bleibt die Lösung völlig klar. 



   Ausser den oben genannten Substanzen lassen sich eine ganze Reihe anderer   wasserunlöslicher   bzw.   schwerlöslicher   Verbindungen mit Hilfe von Gemischen wasserlöslicher Alkyl- oder Alkylenhamstoffe mit wasserlöslichen Urethanen in tropfbare und injizierbare Form überführen, so z. B. Purine, wie Theophyllin ; Pyrazolone, wie Dimethylamido-Phenyldimethylpyrazolon ; Säureester, wie p-Aminobenzoesäureäthylester u. dgl.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Überführung wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneimittel in tropfbare und injizierbare Form, dadurch gekennzeichnet, dass man dieselben mit einem Gemisch wasserlöslicher Alkyl- oder Alkylenharnstoffe mit wasserlöslichen Karbaminsäureestem, gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser, in Lösung bringt.
AT99940D 1923-07-14 1924-04-03 Verfahren zur Überführung wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher Arzneimittel in tropfbare und injizierbare Form. AT99940B (de)

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