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Schaltvornchtung für mehrere Begistrier-Instrtimeute mit mehreren Messstellen.
Für die Umschaltung der Registrierinstrumente mit mehreren Messstellen kann man Schalter gebrauchen, die in die Instrumente eingebaut oder getrennt montiert sind. Beim Einbau hat man den Nachteil, dass man sowohl in Grösse wie Art der Ausführung der Schalter durch den Raum beschränkt ist. Diese Beschränkung ergibt einen schwächeren Bau einerseits, als,) vermehrte Gefahr der Beschädigung, anderseits aber auch eine Erschwerung und Verzögerung der Reparatur, da im Falle eines Bruches die Ersatzteile einer speziellen Ausführung nicht immer an Ort und Stelle vorhanden sein werden und die
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der Sohaltervorrichtung vermieden werden. Eine solche würde freilich für einen einzelnen Apparat wohl einen Mehraufwand an Material bedeuten, der die Vorteile in den meisten Fällen aufwiegen würde.
Sind dagegen mehrere R9gistrierapparate in der gleichen Anlage aufgestellt, sq kann man dadurch
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der einzelnen Apparate zu einer gemeinsamen Schaltvorrichtung zusammenbaut. Hiedurch lässt sich eine wesentliche Ersparnis an Material erzielen, durch die Gemeinsamkeit der Montage und besonders der Antriebsvorrichtung. Ausserdem hat man den Vorteil, dass die Überwachung und Bedienung der Schalter durch den Zusammenbau wesentlich vereinfacht ist. Konstruktiv ergibt sich die Aufgabe, den Zentralschalter so zu bauen, dass der gleiche Apparat zur Aufnahme der Schaltelemente einer beliebigen Anzahl von Rogistrierapparaten verwendbar ist.
Eine besondere Lösung dieser Aufgabe stellt das in Fig. l gezeigte Ausführungsbeispiel dar. Dieses soll zugleich die andern schon erwähnten Vorteile, welche die Trennung der Umschaltvorrichtung vom Instrument bietet, soweit ausbauen, dass ein Apparat entsteht, welcher erstens robust genug ist, um die Gefahr einer Beschädigung auf ein Minimum herabzudrücken ; zweitens so einfach zusammengesetzt ist, dass er an Ort und Stelle von jedem Mechaniker repariert werden kann.
In Fig. 2 ist das zugehörige Schaltungssehema dargestellt, worin die Kreise der Kontaktplatten P, pI und der Kontaktbogen Q, Q'in Gerade aufgerollt bind. Der Apparat enthält in der einfachsten Ausführung, wie in Fig. 2, zwei feststehende Kontaktscheiben A, B mit kreisförmig angeordneten Kontaktplatten P, pI undlängeren, in der Fig. 1nicht sichtbaren KontaktRegmentenQ, Q' (s. Schaltungsschema).
Die Platten P, P', welche mit den Polen der Messstellen m1, m2-m18 (beispielsweise von Thermoelementen) verbunden sind, werden abwechselnd mit den Kontaktbogen Q, Q', welche an den Polen R, R'der Registrierapparate liegen, verbunden durch die Schleifkontakte S, S', von denen für jeden Registrierapparat ein Paar angeordnet ist. Die Schleifkontakte S, S'sind jeder für sich isjliert auf einem Rad befestigt. welches auf der Welle W montiert ist.
Die Bewegung der Schleifkontakte S, S'geschieht ruckweise von einem Kontaktplattenpaar P, Pl zum nächsten durch ruckweise Verdrehung der Welle W. Diese Bewegung wird hervorgerufen durch periodisches Anziehen des Ankers R eines von einem Uhrwerk gesteuerten Elektromagneten T, wobei eine mit dem Anker R verbundene Sperrklinke das auf der Welle W fest montierte Sperrad C um eine Zahnbreite vorwärts schiebt. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, bedarf es ebenso vieler Paare von Schleifkontakten S, als Registrierapparate angeschlossen sind.
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Wie leicht zu ersehen, können auch andere Schaltungen durch den beschriebenen Apparat, welcher als doppelpoliger Mehrfachumsehalter zu bezeichnen ist, betätigt werden, beispielsweise könnte ein Teil der Schleifkontakte, S,S' benutzt werden, um an den Kontakten P, P' angeschlossene Stromzweige zur Betätigung von Schauzeichen, welche die augenblicklich registrierende Messstelle angeben, einzuschalten, wie dies in Fig. 3 schematisch dargestellt ist.
Der Aufbau des Apparates bietet weiter die Möglichkeit, die Zahl der Anschlüsse für Messstellen und Apparate in einfachster Weise zu vermehren, dadurch, dass statt eines Paares fester Scheiben A, B für die Platten mehrere solcher Scheibenpaare parallel hintereinander aufgestellt werden, deren Schleifkontakte S, in gleicher Weise, wie geschildert alle gemeinsam von derselben Welle bewegt werden. Anderseits ist für eine geringere Anzahl von Kontakten eine einzige Scheibe an Stelle eines Scheibenpaares genügend.
Mankannz. B. indem Schema Fig. 2 den ersten Registrierapparat R1, R1' mit seinen beiden Polen ebensogut an benachbarte Kontaktleisten derselben Scheibe A anschliessen. Die Klemme RI bleibt dementsprechend an der Leiste Q1, die Klemme R1' wird dagegen mit Q2 verbunden. Die Scheibe B mit sämtlichen darauf angeordneten Kontakten kommt dann in Wegfall. Natürlich müsste dann für zweipolige Umschaltung die Zahl der Leisten Q eine Gerade sein.
Weiter ist selbstverständlich der Apparat auch bei geeigneter Verbindung für einpolige Umschaltung zu benutzen. Das Schaltungssehema würde für diesen Fall bestehen bleiben, wenn ssi und ss/ die Schaltpole zweier verschiedener Apparate bedeuten, ebenso Mi, Ml die Pole zweier verschiedener Messstellen usw.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schaltvorrichtungfür mehrere Registrierinstrumente mit mehreren Messstellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalter der Registrierinstrumente zu einem von einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung bewegbaren Gesamtumschalter vereinigt sind.