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Injektionsspritze.
Bei den bisher allgemein in Gebrauch befindlichen Injektionsspritzen erfolgt die Verstellung des Kolbens durch die unmittelbar an der Kolbenstange bzw. an einem an dieser angeordneten Griff wirkende Kraft und hiebei ist oft, insbesondere wenn ein zähes Gewebe vorhanden ist, ein grosser Arbeitsaufwand notwendig, was es für den Operierenden oft schwierig macht, die Injektiosnadel in der gerade erforderlichen Tiefe zu halten und sie nicht unbeabsichtigt zu verstellen. Ebenso erfordert auch die Injizierung
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eine Injektionsspritze mit Hebelübersetzung vermieden, indem gemäss vorliegender Erfindung der kurze Hebelarm unmittelbar auf die Kolbenstange oder auf einen in derselben befestigten Anschlag den Injektionsdruckausübt.
Eine beispielsweise Ausfübrungsform des Gegenstandes der Erfindung zeigt die Zeichnung. Fig. J
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zeigt. Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Kolbenstangenführung.
Die Injektionsspritze besteht in bekannter. Art aus einem mit Volumteilung versehenen Spritzer- rohr 1, das in einer Fassung 2 drehbar gehalten ist, die mit Bajonettverschluss in einem Sockel oder Stutzen 3 einsetzbar ist. Im Spritzenrohr befindet sieh der Kolben 4 mit der Kolbenstange 5, die ver- mittels einer auf dem Stutzen 3 sitzenden Hülse 6 durch eine Nase oder einen Stift 7, der in den Führung ! -
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der Kolbenstange ist ein Querstift 10 verschiebbar, der unter Federwirkung steht.
Die auf je einem in dem Schlitz 9 liegenden und in der Kolbenstangenwandung verankerten Draht geführten Druck- federn 11 pressen den Anschlagstift 10 gegen seinen beim vorderen Ende der Kolbenstange gelegenen
Sitz 12. Überdies ist die Kolbenstange noch bei 13 in der Längsrichtung nach einer Ebene geschlitzt, die zur Ebene der Schlitze 9 unter einem Winkel steht. Der Schlitz 7. 3 erstreckt sich weiter gegen das vordere Ende der Kolbenstange wie der Schlitz 9, so dass der Abstand zwischen dem vordem Ende 14 des Schlitzes 13 und dem Querschnitt 10 dem halben Kolbenhub entspricht.
Am Ende der Hülse 6 ist eine Kapper 15 aufgesetzt. die durch eine seitlich eingesetzte Schraube oder sonstwie mit der Führungshülse verbunden ist.
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Hebel 18 gelagert ist. Dieser Hebel lauft am äusseren Ende zweckmässig in einen entsprechend handlich abgebogenen Bügel oder eine Schleife aus, um das Erfassen des Instrumentes zu erleichtern, und nahe dem Drehpunkt 17 besitzt der Hebel 18 einen Arm 7. 9 oder eine Nase, die in den Schlitz 13 der Kolbenstange eingreifen kann. Überdies ist noch an den Sockel oder Stutzen 3 eine Schiene 20 befestigt, z. B.
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oder schleifenförmig abgebogen ist und als Handgriff dient.
Wird das Instrument erfasst, so geschieht dies beispielsweise derart, dass der Daumen in den Bügel der Schiene 20 greift und die folgenden drei Finger an dem Hebel 18 wirken, so dass der Hebel 18 und der Arm 7. 9 bei Ausübung eines Druckes auf den Hebel 18 sieh aus der in Fig. 1 und 2 vorgezeichneten Stellung in die in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Stellung verschwenkt. Liegt dabei das Ende des Armes 19 vor Beginn der Bewegung bei 14 am vorderen Ende des Schlitzes 13 auf, so wird die Kolbenstange und der Kolben bei dieser Verschwenkung so weit nach vorne geschoben, bis der Arm 19 durch das Ende des Schlitzes oder dmch den Soekelrand aufgehalten wird.
Die Länge dieser Bewegung
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wobei er sich. in der Gegenrichtung bewegt. Da aber der Querstift M sich in der Bewegungsbahn des Endes vom Arm 19 bei der Verschwenkung des Armes befindet. so ist es erforderlich, dass der Stift 10 eine nachgiebige Lagerung besitzt und dem Arm 19 ausweicht, indem er durch das entspre hend abge-
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bildet, anliegt.
Die Kraftübertragung erfolgt von dem äusseren Ende des langen Hebels 18, wo der Druck der Finger einwirkt. auf den nahe dem Drehpunkt befindlichen Arm 19, daher ist eine Übersetzung ins Grosse vorhanden und der Vorschub des Kolbens kann auch bei Injektionen im dichten Gewebe ohne erheblichen Kraftaufwand erfolgen. Die Hand Des Arbeitenden wird dadurch auch weniger irritiert und es findet keine Verschiebung der Spitze der Injektionsnadel statt.
Die Unterteilung des Hubes zwecks absatzweiser Dosierung könnte auch in anderen Teiinngsverhältnissen und auch durch andere konstruktive Mittel vorgesehen sein, es könnten auch einstellbare Stellorgane oder Anschlagorgane oder einstellbare Mitnehmerorgane zu diesem Zwecke angeordnet werden. Ebenso könnte man an Stelle des festen Handgriffes 20 einen ebenfalls verschwenkbaren Hebel 18a anordnen, dessen Nase oder Arm 19a dann gleichfalls auf die Kolbenstange wirkt, so dass die Vorschub-
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tragen werden konnte.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Injektionsspritze mit einer Hebelübersetzung für den Injektionsvorsehub des Kolbens, dadurch gekennzeichnet, dass der kürzere hebelarm (19) auf die Kolbenstange unmittelbar oder auf einen in derselben befestigten Anschlag (10) den Injektionsvorsehub ausübt.