AT95480B - Gasanalytischer Apparat. - Google Patents

Gasanalytischer Apparat.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gasanalytischer Apparat. 



   Die Erfindung bezieht sich auf solche gasanalytische Apparate, die mittels eines intermittierend   wirkenden Hebers   betrieben werden und bei welchen dieser Heber mit einer abwechselnd geschlossenen und wieder geöffneten Zweigleitung verbunden ist. Gegenüber diesen Apparaten besteht das Neue der Erfindung darin, dass der Gasmessraum zum Zwecke des Abfangens des zu untersuchenden Gases bei Atmosphärendruck durch eine Zweigleitung mit dem nach abwärts gerichteten Schenkel des Hebers in Verbindung steht, u. zw. derart, dass durch die aus dem Heber intermittierend   ausfliessende Wasser-   säule die Zweigleitung hydraulisch abgeschlossen bzw. nach Abreissen der Heberwassersäule wieder zur Atmosphäre hin freigegeben wird. 



   Die sonst zum Zwecke des Abfangens des Gases unter Atmosphärendruck eingebauten Gummi- beutel, die sehr teuer sind und leicht brüchig werden oder die dieselben ersetzenden Vorrichtungen (z. B. in Flüssigkeit stehende   Glocken),   welche die Apparate kompliziert machen und wie die Gummibeutel   nach längerer Betriebszeit ungenau werden, kommen beim vorliegenden Apparat in Fortfall.   Beiletzterem sind alle Teile starr und Ventile,   Hebel- und Gewichtsmechanismen   sowie Gummi-oder sonstige bewegliche Verbindungen jeglicher Art werden gänzlich vermieden. 



   Der neue Apparat ist daher sehr einfach und ein Versagen kann bei ihm nicht eintreten, so dass die Registrierungen stets mit Genauigkeit erfolgen. 



   In der Zeichnung ist eine   beispielsweise Ausführung   des den Erfindungsgegenstand bildenden gasanalytischen Apparates dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen Schnitte durch den Apparat, die in ihm arbeitenden Flüssigkeiten in verschiedenen Phasen darstellend. 



   Das aus einer Wasserquelle a (Fig. 1) durch Einlaufrohr b in die Betriebswasserkammer c einlaufende Betriebswaser d schliesst bei seinem Steigen zunächst Heber e, hienach Wassereinlaufrohr b ab. Die jetzt in dem oberen Teil der   Betnebwasserkammer   c befindliche Luft verdrängt infolge der dauernd steigenden   Flüssigkeitssäule   in Heber e und Wassereinlaufrohr b die Flüssigkeit h der Sperrflüssigkeitskammer f in den Messraum g. Die im Messraum g steigende Flüssigkeit   h   fängt beim Abschluss des Innenrohres k ein stets konstantes Volumen Gas ab und drückt dasselbe bei ihrem weiteren Steigen durch Rohr   i   durch die Absorptionsflüssigkeit   !   in Absorptionskammer q. 



   Sobald das ganze abgefangene Volumen Gas übergedrückt ist, hat das   Betriebswasser d   den Scheitelpunkt des Hebers e erreicht und es wird durch denselben die Betriebswasserkammer ausgehebert. 



  Die von dem   aushebernden Betriebswasser d   gebildete   Wassersäule sehliesst   dabei das in das untere Ende des Hebers e mündende Rohr m und trennt dadurch Innenrohr fund Messraum g von der äusseren Atmosphäre ab. 



   Gleichzeitig mit Ausheben des Betriebswassers d fällt auch die Flüssigkeit h in der Sperrflüssig-   keitskammer f zurück   und erzeugt durch ihr Fallen ein Vakuum in Rohr k und Messraum g. Durch das Vakuum wird in Rohr m eine Flüssigkeitssäule n (Fig. 2) hochgesaugt, welche dadurch den Eintritt von Luft in Rohr   m varhütst. Gleichz3itig   wird infolge des Vakuums durch das Sperrgefäss o das zu untersuchende Gas unter Überwindung der Flüssigkeitshöhe angesaugt und der Messraum g füllt sich mit Gas. 



   Hat nun der Heber e das Betriebswasser   d   in Betriebswasserkammer c so weit ausgehebert, dass er aus dem Betriebswasser austaucht, so reisst die Heberwassersäule ab. Im Rohr   m   bleibt eine Flüssigkeitssäule n infolge des   Vakuum ?   hängen. Die Flüssigkeit h hat dann ihren normalen Stand in der Sperr-   flü Bigkeitskamm9r f   wieder eingenommen. Durch das weiter in die   Betriebswasserkammer   c einlaufende Betriebswasser, wiederholt sich der vorbesproehene Arbeitsvorgang. 

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   Durch die wiederum steigende Flüssigkeit h wird das in dem untern Teil bis zur Mündung des
Innenrohres   k im   Messraum g sich befindende Gas nach Herausdrücken der Flüssigkeitssäule   n   in die äussere Atmosphäre gedrückt und hiedurch Messraum g mit der äusseren Luft in Verbindung gebracht. 



   Das im   M3ssraum g befindliche   Gas wird also auf Atmosphärendruck gebracht. Die beim weiteren Steigen   der Flüssigkeit h erfolgende   Abfangung eines stets konstanten Gasvolumens bei Abschluss des Innen- rohres k geschieht also unter   Atmosphärendruck.   



   Der Apparat kann auch verwendet werden, wenn durch Fortfall der   Zwischenwand 1" die Kam-   mern c und f zu einer Kammer vereinigt werden und dann das Betriebswasser   cl   selbst dazu benutzt wird. die Gase anzusaugen, abzumessen und weiter zu transportieren.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Gasanalytischer Apparat, der mittels eines intermittierend wirkenden Hebers betrieben wird. welcher Heber mit einer abwechselnd geschlossenen und wieder geöffneten Zweigleitung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasmessraum (g) zum Zwecke des Abfangens des zu untersuchenden Gases bei Atmosphärendruck durch eine Zweigleitung (k, m) mit dem nach abwärts gerichteten Schenkel des Hebers (e) in Verbindung steht, u. zw. derart, dass durch die aus dem Heber intermittierend aus- EMI2.1 EMI2.2
AT95480D 1921-02-24 1922-01-16 Gasanalytischer Apparat. AT95480B (de)

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AT95480B true AT95480B (de) 1923-12-27

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