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Ölzerstäuber für Lokomotiven.
Die Erfindung betrifft einen Ölzerstäuber für die Innenschmierung an Lokomotiven mit Ölförderung durch eine Schmierpumpe, wobei der Strom des zerstäubenden Dampfes nur dann fliesst, wenn die Lokomotive in Bewegung ist.
Die Einrichtung besteht der Erfindung gemäss im wesentlichen darin, dass in dem Dampfzuströmrohr für den Zerstäubungsdampf ein Raum eingeschaltet ist, der abwechselnd mit dem Dampfkessel und den Verbrauchsstellen in abschliessbarer Verbindung steht, wobei die Abschlussorgane durch einen bewegten Teil der Lokomotive betätigt werden.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 eine mit der Vorrichtung versehene Lokomotive. Es bezeichnet in Fig. 1 A eine Sehmierpumpe, B die Ölleitung von der Schmierpumpe nach der Verbrauchsstelle, 0, 01 die Dampfleitung, die den Zerstäubungsdampf vom Kessel in die Verbrauchsstelle leitet, D die der Erfindung gemäss hergestellte Vorrichtung, die in beispielsweisen Ausführungen in Fig. 2-9 dargestellt ist.
Es ist nicht notwendig, dass die Ölleitung B sich mit der Leitung 01 für den Zerstäubungsdampf vor Eintritt in die Verbrauchsstelle vereinigt, wie dies Fig. 1 zeigt. Es kann vielmehr die Leitung 01 an einer anderen Stelle in den Verbrauchsraum münden, in welchem Falle dann die Zerstäubung des Öles bzw. seine Mischung mit Dampf erst in der Verbrauchsstelle selbst erfolgt. Ist die Vonichtung D von entsprechender Grösse, dann kann die Einmündung für den Mischdampf sogar im Einstömrohr der Lokomotive erfolgen, weil dann die Strömungsgeschwindigkeit des Mischdampfes bei Leerlauf der Lokomotive gross genug ist, um das Öl in kleine Teile zu zerlegen.
Es bezeichnet 1 ein Gehäuse, das einen Raum 2 umschliesst, der abwechselnd mit der Dampfeintrittsöffnung 3 und der Dampfaustrittsöffnung 4 in Verbindung steht. In den Fig. 2,3 und 4 ist eine beispielsweise Ausführung dargestellt, bei der der Abschluss bzw. die Verbindung des Raumes 2 mit 3 und 4 durch zwei Schieber 5 und 6 bewirkt wird, die durch die mit ihnen verbundene Welle 7 gedreht werden können. Das Gehäuse 1 selbst besitzt zwei mit Öffnungen versehene Wände 8 und 9, die als Schieber- spiegel dienen und cberso wie die Sehicber selbst mit Löchern versehen sied.
Dabei ist die Stellung der beiden Schieber 5 und 6 zueinander bzw. die Stellung der Öffnungen 1m Schieber oder im Schieberspiegel derart angeordnet, dass der Dampfaustlitt vom Raume 2 nach der Austrittsöffnung 4 durch den Schieber 5 geschlossen ist, wenn der Schieber 6 den Eintritt des Dampfes von der Eintrittsöffnung 3 nach dem Raume 2 freigibt.
Die Fig. 5,6 und 7 zeigen eine Ausführungsform, bei der statt zweier Flachschieber ein sich drehender hohler Kolben 10 angcotdnet ist, dessen innerer Raum 2 bei Drehung des Kolbens immer entweder mit der Eintrittsöffnung 3 oder der Austrittsöffnung 4 in Verbindung steht.
Bei den Fig. 8 und 9 sind statt der Schieber zwei Ventile als Abschlussorgane angeordnet, die durch den schwingenden Hebel 11 so betätigt werden, dass das eine Ventil erst geöffnet wird, wenn das andere geschlossen ist.
Statt sich drehenderFlaehschieber können auch Schwenkschieber und statt sich drehender Kolben auch hin und hergehende Kolben verwendet werden. Ebenso kann der Hub der Ventile durch eine sich drehende, mit Nocken versehene Scheibe bewirkt werden. Statt eines hin und hergehenden Teiles der Lokomotive kann auch ein sich drehendes Organ zur Bewegung der Abschlussorgane Anwendung finden.
Die Wirkung der Einrichtung ist folgende : Ist. die Lokomotive in Gang, so ward, da der die Abschlussorgane in der Vorrichtung D betätigende Teil mit einem bewegten Teil der Lokomotive in Ver-
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bindung steht, während des Ganges der Maschine der Dampf von der Dampfleitung C je nach der Lage der Abschlussorgane in die Vorrichtung D eintreten, bzw. aus ihr zur Verbrauchsstelle bzw. zu einem Armaturteil Edel'Fig. 1 führen, wo er sich mit dem von der Schmierpumpe kommenden Öl mischt.
Kommt die Lokomotive zum Stillstand, so hört nicht nur die Öl-, sondern auch die Dampfzufuhr auf, da die Dampfleitung C gegen die Verbrauchsstelle E durch eines der beiden Absperrorgane in der Vorrichtung D verschlossen ist.