AT93833B - Verfahren der Chromgerbung. - Google Patents
Verfahren der Chromgerbung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren der Chromgerbung. EMI1.1 Eisenhaltige Chromlösungen erschienen bisher für die Chromgerberei unverwendbar, da das Eisen offenbar während der Gerbung selbst störte und die Gefahr bestand, dass das Leder durch einen Eisengehalt einer mehr oderweniger rasehen Zerstörung anheimfiele. Dies musste um so eher als richtig angenommen werden. da zwar mehrere Verfahren der sogenannten Eisengerbung vorgeschlagen worden sind, jedoch keines derselben bisher Eingang in die Praxis gefunden hat, im Gegenteil, sogar in Gerberkreisen die Meinung verbreitet ist, dass eisenhaltiges Leder während der Lagerung katalytischer Zerstörung unterliege. Ein Verfahren zum Gerben mit basischer Chromsulfatlösung, der wechselnde Mengen von basischem Ferrisulfat zugesetzt sind, ist allerdings bekannt. Dieser Zusatz von beispielsweise 20% hat lediglich den Zweck, dem Leder eine bestimmte Färbung zu verleihen. Die Ausführung des Verfahrens setzt ein reines Chromsulfat voraus, das dann mit etwas Ferrisulfat vermischt wird. Beide Stoffe müssen also zunächst isoliert vorliegen ; Ferrosulfat findet keine. Verwendung. Es hat sich nun wider Erwarten ergeben, dass die billige Brühe, die beim Auflösen von Ferrochrom in Schwefelsäure entsteht und die neben Chromsulfat und geringen Mengen Ferrisulfat in der Hauptsache Eisenoxydulsulfat enthält, ohne jede Reinigung alkalisch gemacht, sogleich zur Chromgerbung verwendet werden kann. Diese Lösungen ergeben ebenso gutes Chromleder wie eisenarme oder-freie Lösungen, was um so auffälliger ist, als ja während der Gerbung die Eisenmenge in der Lösung relativ sehr stark zunimmt. Ferner ist die überraschende Beobachtung gemacht-worden, dass das Eisen überhaupt nicht in die Haut eindringt bzw. dass alles hineindiffundierende Eisensalz beim ersten Waschen'des Leders wieder entfernt wird, so dass eine Gefährdung des Leders durch das Eisen überhaupt nicht eintreten kann. Auch dieEinstellung der Chromlösungen auf eine bestimmte Basizität, wie die Gerbung sie erfordert, wird durch das vorhandene Eisen in keiner Weise beeinflusst, was gleichfalls als vollkommen unerwartet bezeichnet werden muss, da die bezügliche Verhältnisse bei den verwickelten Dissoziationsvorgängen in gemischten Lösungen von Chrom-umd Eisenoxydul-und-oxydsalzen völlig unübersichtlich liegen. Dass bei einem derartigen Eisengehalt der Lösung eine reine Chromgerbung stattfindet, ist nicht nur theoretisch überraschend, sondern auch von höchstem praktischen Wert. Bisher war man davon überzeugt, dass zur Chromgerbung möglichst eisenfreies Chromsalz verwendet werden miisse und verarbeitete Ferrochrom nie direkt auf Gerbbrühe, sondern immer erst auf Chromalaun, der infolge seiner Kristallisationsfähigkeit leicht rein zu gewinnen ist. Die Erfindung bietet also das überraschende Ergebnis, dass man mit auf chemischem oder elektrolytischem Wege, aus Ferroehrom hergestellten gemischten Chromeisenlösungen geradeso gut wie mit reinen Chromsalzlösungen gerben kann. Dass die sogenannte Eisengerbung mit einer Chromgerbung kombiniert werden kann, hat mit der im vorangegangenen beschriebenen Methode der Erzeugung von Chromsalzgerblösungen und der Chromgerbung nichts zu tun, da es sich ja, wie gesagt, bei dem neuen Verfahren überhaupt nicht um eine Eisengerbung handelt ; denn Eisen wird von dem Leder gar nicht aufgenommen. Beispiel : Ein Ferrochrom mit 1'1% Kohlenstoff und 69% Chrom wird in 25% iger Schwefelsäure unter Umrühren in der Wärme so lange digeriert, bis alle vorhandene Schwefelsäure im stöchiometrischen Verhältnis zu Fe S 04 und Crz (S 04) gebunden ist. Man kann nämlich auch mehr Chrom in Lösung bringen, wobei basisches Chromsalz erzielt wird. Die so erhaltene Lösung von Eisen-und Chromsulfat wird in üblicher Weise durch Zusatz von Soda basisch gemacht, verdünnt und nun zur Gerbung benutzt, wobei vier Fünftel des vorhandenen Chroms von den Häuten aufgenommen wird. Eisen wird hingegen nicht aufgenommen und die in die Haut hineindiffundierte Eisenlösung kann nach Beendigung der Gerbung durch Waschen völlig beseitigt werden. Die noch etwas chromhaltige Lösung wird ohne weiteren Zusatz zur Ange. bung frischer Häute verwendet. bis nur mehr Spuren von Chrom in ihr vorhanden sind und dann foitgegossen. Selbstverständlich kann man auch durch Eindampfen und Auskristallisieren aus der Chromlösun einen mehr oder minder beträchtlichen Teil des Eisens entfernen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren der Chromgerbung, dadurch gekennzeichnet, dass solche basisch gemachte Chromlösungen EMI1.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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