AT89200B - Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsäure.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsäure.
Bekanntlich wird Monochloressigsäure durch unmittelbare Einwirkung von Chlor auf Essigsäure in Gegenwart von Katalysatoren erhalten.
Es ist weiters. bekannt, Chloressigsäureäthylester oder Monochloressigsäure dadurch herzustellen, dass man Dichlorvinyläther, welcher bekanntlich aus Trichloräthylen durch Einwirkung von Alkali oder Natriumäthylat in alkoholischer Lösung erhalten wird, mit Wasser oder Alkohol behandelt.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird nun Monochloressigsäure unmittelbar aus Tricljloräthylen hergestellt, ohne dass es nötig ist, das Trichloräthylen vorher mittels Alkali oder Natriumalkoholat in Dichlorvinyläther zu verwandeln.
Nach der vorliegenden Erfindung wird Monochloressigsäure erhalten durch unmittelbare Anlagerung von Wasser an Trichloräthylen mit Hilfe von Schwefelsäure in der Wärme, wobei gleichzeitig. Monochloressigsäure und Salzsäure gebildet wird. Diese Wasseranlagerung wird vorzugsweise bewirkt durch Einwirkung von dampfförmigen Trichloräthylen auf erwärmte Schwefelsäure entsprechender Konzentration.
Die Konzentration der Schwefelsäure und die Reaktionstemperatur können in ziemlich weiten Grenzen schwanken. Die Ausbeute und Reaktionsgeschwindigkeit hängen von der möglichst innigen Berührung zwischen Schwefelsäure und Trichloräthylen ab. Vorzugsweise wird mit einer Schwefelsäure von einer Konzentration, die zwischen 90 und 93%, und bei einer Temperatur, die zwischen 160 und 1800 liegt, gearbeitet.
Die gebildete Monochloressigsäure bleibt in der Schwefelsäure gelöst und wird von dieser durch Destillation unter vermindertem Druck getrennt. Die gebildete, gasförmige Salzsäure wird in geeigneten Absorptionsvorrichtungen aufgefangen.
Beispiel i : Ein senkrechtes mit Bimsstein gefülltes Rohr wird auf etwa 1600 erhitzt.
In das Rohr lässt man gleichzeitig tropfenweise 100 g Trichloräthylen und 450 g 920/, ige Schwefelsäure eintreten. Die Schwefelsäure, die am unteren Ende des Rohres austritt und die Monochloressigsäure gelöst enthält, wird gesammelt und unter vermindertem Druck, etwa unter einem Vakuum von etwa 12 bis 15 mini, destilliert. Die beim Destillieren entstehenden Monochloressigsäuredämpfe werden kondensiert und liefern 57 g kristallisierte Monochloressigsäure. Die Reaktion liefert gleichzeitig ungefähr 45 Teile Salzsäuregas, welches
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andere Weise mit Vorteil aus dem Reaktionsgemisch gewonnen werden. So kann die Mono- chloiessigsäure durch Einleiten eines indifferenten Gasstromes, wie z.
B. gasförmiger Salz-
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mit Äther oder einem anderen neutralen Lösungsmittel aus der vorher mit Wasser verdünnten Schwefelsäure ausgeschüttelt werden. Durch Zusatz eines Alkohols zu der schwefelsauren Lösung von Monochloressigsäure, die zunächst bei der Reaktion erhalten wird und nachfolgende Destillation erhält man den entsprechenden Ester, ohne dass man die Monochloressigsäure zu isolieren braucht. Durch Zusatz von Äthylalkohol erhält man Monochloressigsäureäthylester.
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Die möglichst innige Berührung zwischen der Schwefelsäure einerseits und dem dampfförmigen Trichloräthylen andrerseits wird erzielt durch Durchblasen oder Zusammenbringen der Ausgangsmaterialien in möglichst fein verteiltem Zustande oder durch Fliessenlassen derselben durch möglichst enge Räume oder poröse Stuffe.
Die bei dem Verfahren verwendete Schwefelsäure., wie z. B. die am Schlusse des Verfahrens resultierende, kann beträchtliche Mengen Monochloressigsäure enthalten, ohne ihre wasseranlagernden Eigenschaften zu verlieren, und kann daher zu neuen Ansätzen verwendet werden, vorausgesetzt, dass sie die geeignete Konzentration besitzt.
Beispiel : In ein mit kleinen Bimssteinstücken gefülltes, vertikales Rohr von go mm Durchmesser und I#5 M Höhe, das annähernd auf 1700 erhitzt ist, lässt man gleichzeitig während fünf Stunden einerseits 19 kg einer aus 72% Schwefelsäure, 8% Wasser und 20% Monochoressigsäure bestehenden Lösung und andrerseits 3#I3 kg Trichloräthylen einfliessen.
Im unteren, noch warmen Teil des Rohres erhält man I9#I kg einer Schwefelsäurelösung, die um 95 g mehr Monochloressigsäure als die Ausgangslösung enthält.
Die während der Reaktion entstehenden Dämpfe von Trichloräthylen und Chlor- wasserstoffsäure strömen weiter und nehmen dabei den grössten Teil der gebildeten Monochloressigsäure bis zu den Kondensationsvorrichtungen mit, wo man 1'315 kg nicht umgewandeltes Trichloräthylen und 0'955 kg Monochloressigsäure erhält.
Die gasförmige Salzsäure wird in den. an die Kondensationseinrichtung angeschlossenen
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äthylen I#09 kg Monochloressigsäure, mithin eine Ausbeute von 83 bis 84% der theoretischen.
Statt Schwefelsäure von entsprechender Konzentration, vorzugsweise zwischen go und 93%, auf dampfförmiges Trichloräthylen einwirken zu lassen, kann man auch das Trichlor- äthylen in rauchender Schwefelsäure (Oleum) oder in einer Schwefelsäure höherer Konzentration bis zu 980/0 lösen, hierauf eine entsprechende Menge Wasser zusetzen, um die Schwefelsäure auf die Konzentration zurückzuführen, bei welcher die Anlagerung von Wasser an das Tri-
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eine Temperatur zwischen 160 bis 2000 erhitzen.
Beispiel 3 : In 354 g Schwefelsäure löst man 66 g Trichloräthylen unter kräftigem Rühren der auf einer Temperatur von 40 bis 500 gehaltenen Mischung auf. Nach Auflösung setzt man 25 g Wasser in Gestalt von 50%iger Schwefelsäure zu. Hierauf steigert man langsam die Temperatur der Flüssigkeit bis auf I900. Vermindert man nun den Druck bis zu einem Unterdruck von etwa I2 bis ig MM, so destilliert Monochloressigsäure ab. Die Ausbeute beträgt 30%.
Beispiel 4 : In 384 g rauchender Sehwefelsäure (Oleum) mit I0% Anhydrid löst man 66 g Trichloräthylen unter Rühren der auf etwa 40 bis 500 gehaltenen Mischung auf. Nach der Lösung setzt man 36 g Wasser in Form von 50%iger Schwefelsäure zu und erhöht hierauf langsam die Temperatur auf I900. Nach Verminderung des Druckes bis zu einem Unterdruck von ungefähr 12 bis 15 mm destilliert die Monochloressigsäure über, Die Ausbeute beträgt 35%.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man Trichloräthylen in der Wärme auf Schwefelsäure einwirken lässt.
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| FR89200X | 1916-07-07 |
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