AT85032B - Verfahren zur Herstellung eines Antilueticums. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Antilueticums.

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AT85032B
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mercury
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quinine
antiluetic
hydrargyrum
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Mag Pharm Josef Hoyer
Erwin Dr Taigner
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Mag Pharm Josef Hoyer
Erwin Dr Taigner
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines   Antiluet ! cums.   



   In den deutschen Patenfschriften Nr. 224435 und 227391 sind Verfahren zur Herstellung von in der Therapie insbesondere als Antilueticum verwendbaren, wasserlöslichen   Präparaten   aus salicylsaurem Quecksilberoxyd beschrieben, welche im Wesen darin liegen, dass man entweder das salicylsaure   Quecksilberoxyd'mit Aminofettsäuren   und Alkali oder Alkalisalzen von Aminofettsäuren behandelt bzw. auf die durch die Behandlung des salicylsauren Quecksilberoxyd mit Alkalien erhältlichen Produkte Aminofettsäuren einwirken lässt, oder an Stelle der Aminofettsäuren oder deren Alkalisalze Aminoverbindungen von Säurecharakter oder deren Alkalisalze verwendet. 



   Die therapeutische Wirkung der nach diesem Verfahren erhaltenen Präparate wird dadurch ermöglicht, dass sie infolge ihrer Wasserlöslichkeit vom Organismus leicht resorbiert werden, wobei naturgemäss die gesamte in der Injektion enthaltene Menge an Quecksilberpräparat sofort die ihr entsprechende toxische Wirkung ausübt, was zu nachteiligen Erscheinungen führt. 



   Die auf dem Gebiete der Anwendung ähnlicher Quecksilberpräparate liegenden Versuche haben ergeben, dass zur Erzielung eines klaglosen therapeutischen Effektes drei Bedingungen zu erfüllen sind : i. Dass die toxische Wirkung des Quecksilberpräparates herabgemindert werde,
2. dass das Vehikel, in dem das Quecksilber dem Organismus zugeführt wird, für den Körper unschädlich sei,
3. dass die Resorption des Quecksilbers langsam und gleichmässig erfolge, wodurch das Auftreten der Nachteile wasserlöslicher Präparate vermieden wird. 



   Aus den angeführten Bedingungen ergibt sich, dass das Hydrargyrum in einer solchen Form injiciert werden muss, durch welche es den Charakter eines an einer bestimmten Körperstelle hinterlegbaren Depots erhält, aus welchem sich der Organismus die zur therapeutischen Wirkung erforderliche Menge Quecksilberpräparat selbst entnehmen kann. Diese Bedingung hat dazu geführt, das Quecksilber in Form öliger Emulsionen zu injicieren, welche aber den Nachteil besitzen, dass sie i. sehr schmerzhaft sind, 2. bei der jetzigen Beschaffenheit der Öle   nicht, einwandfreies Fe'. t enthalten,   daher giftig wirken   und 3.   dass sie bei nicht ganz sachgemässer Technik zu schweren Entzündungen (Abszessen, Phlegmonen) führen können. 



   Von diesen Erwägungen ausgehende Versuche haben dazu geführt, das Hydrargyrum mit Salzen des Chinins oder deren Derivaten zu kombinieren und die so erhaltenen Präparate in Form einer kolloidalen Lösung zu verwenden, welche durch Lösung der Chinin-Quecksilberverbindung in Alkoholen, Harnstoff und Gelatine erhalten wird. 



   Die so gewonnene Injektion entspricht allen obangeführten Bedingungen, da sie im Körper den Charakter eines Depots annimmt, absolut schmerzlos ist und keinerlei Entzündungen hervorruft, während die Chininkomponente gleichzeitig die Rolle des Antitoxicums und des Vehikels spielt, welches die feine und langsame Verteilung des Hydrargyrums im Organismus besorgt. 



   Die Herstellung der Injektion erfolgt in der Weise, dass man eine Lösung des Hg-Salzes in Lauge oder Kochsalz mit einer Chininsalzlösung vermischt und das durch die Reaktion erhaltene feste Präparat in einer Mischung von Glycerin, Harnstoff und Gelatine kolloidal löst. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Ausführungsbeispiel : 
 EMI2.1 
 aufgelöst, filtriert und mit einer Lösung von 36 Chininhydrochlorid in Wasser ausgefällt. 



  Der erhaltene Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und bei mässiger Wärme getrocknet und bildet sodann ein weisses kristallinisches Pulver, das in der Wärme in Alkoholen, Aceton, Harnstoff, Guanidin u. dgl. löslich ist. 



   Zur Herstellung der kolloidalen Emulsion wird i   g   der Substanz in eine Mischung von 5 bis 7   cm3   Glycerin, 5 bis 8   cm3   konzentrierter, flüssiger Gelatinelösung und 5 g Harnstoff gelöst und in I5 Ampullen eingefüllt. Jede solche Ampulle enthält   0.     066 g   der Verbindung, entsprechend   0'022   g Quecksilber und   0'033 g   Chinin. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Herstellung eines Antilueticums unter Verwendung von Hydrargyrum   salicylicum,   dadurch gekennzeichnet, dass man auf Lösungen des Hydrargyrum salicylicum Lösungen von Salzen des Chinins oder deren Derivaten einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Injektionen aus dem nach Anspruch i gewonnenen Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass man letztere in Alkoholen, Harnstoff und Gelatine kolloidal löst.
AT85032D 1920-03-19 1920-03-19 Verfahren zur Herstellung eines Antilueticums. AT85032B (de)

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