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Kontrollvorrichtung für durch Türen abgeschlossene Räume.
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geschlossene Räume, insbesondere Waschräume, Aborte u. dgl., bei welcher ein Zählwerk durch das das Schliessen und Öffnen der Tür bewirkende Schloss-fortgeschaltet wird.
Gegenüber bekannten Einrichtungen der genannten Art besteht das Neue und Eigentümliche des vorliegenden Kontrollapparates darin, dass die das Zählwerk schaltende bzw. es mit dem Türschloss verbindende Schaltklinke so ausgebildet ist, dass beim Öffnen der Tür ein Sperriegel unter der Wirkung einer ihn beeinflussenden Feder selbsttätig in seine, ein Klaffen der Tür bedingende'Sperrlage vorspringt. Aus dieser kann er erst nach Vornahme gewisser Massnahmen, z. B. durch Einwurf einer Münze in einen Selbstkassierer, entsperrt werden und dadurch unter gleichzeitiger Weiterschaltung des Zählwerkes das Zuschliessen der Tür ermöglichen.
Auf die vorstehende Weise sollen Betrügereien der mit der Wartung der in Frage kommenden Räumlichkeiten betrauten Personen unmöglich gemacht werden.
Bisher geschah nämlich die Kontrolle der Benutzung von Klosetts, Waschräumen usw. in den z. B. dem öffentlichen Verkehr dienenden Anstalten, Wirtschaften, Theatern usw. in der Weise, dass man die Zugangstüren solcher Räumlichkeiten mit selbstkassierenden Öffnungeinrichtungen versah. Nach Einwurf eines bestimmten Geldstückes in die Münzöffnung des Selbstkassierers konnten die die. Türe verschliessenden Mittel selbsttätig geöffnet und hiermit der von ihnen beeinflusste Raum zugänglich gemacht werden.
Da nun aber die mit der Wartung der in Frage kommenden Räumlichkeiten betrauten Personen entweder nach der jedesmaligen Benutzung oder doch in kürzeren Zeitabschnitten zwecks Reinigung der Klosettbecken, Sitze, Böden und Wände den durch den Selbstkassierer beeinflussten Raum betreten mussten, so war der Inhaber, Mieter, Pächter oder Eigentümer solcher Anstalten im wesentlichen von der Ehrlichkeit der in ihnen bedienenden Wartepersonen abhängig.
Gleichviel, ob diese einen Schlüssel oder ein sonstiges Hilfsmittel, z. B. besondere Einwurfmarken als Ersatz für die den Selbstkassierer in die Öffnungsstellung versetzenden Geldstücke besassen, konnte eine Benachteiligung des Berechtigten stets dadurch ermöglicht werden, dass der Wärter oder die Wartefrau nach erfolgter Reinigung die Türe des betreffenden Raumes in Betrugsabsicht nicht verschloss und die für die Benutzung zu zahlende Münze selbst entgegennahm oder auch statt des Benutzers den Selbstkassierer bediente, und zwar mit einer Marke, statt mit einem Geldstück.
Erleichtert wurden diese Betrugsfälle vielfach dadurch, dass der Benutzer keine kleine Münze besass, um den Selbstkassierer zu bedienen und sich dann zwecks
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zu rechnen, dass sich die Missstände dadurch ergeben könnten, dass jemand den offen gehaltenen Klosettraum benutzen werde, um das dafür zu entrichtende kleine Entgelt zu sparen,
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In den Fig. 1 bis 7 der Zeichnung ist ein einfaches Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht. Fig. 1'zeigt den an der Tür zu befestigenden Kontrollmechanismus mit abgenommenem Deckel und gesperrtem Riegel, Fig. 4 dieselbe Ansicht bei entsperrtem Riegel.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 3 einen Seitenschnitt nach A-B der Fig. I. Fig. 5 lässt die Anordnung des Kontrollmechanismus an der Tür des zu sichernden Raumes erkennen, Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch die Türe und Fig. 7 das Schaltungsschema der die Tür und den Kontrollmechanismus verbindenden elektrischen Signalapparate.
An der Fassung a des durch die Türe b zugänglichen Klosett-o. dgl. Raumes oder an der Tür selbst, ist in dem Gehäuse c ein Zählwerk d bekannter und daher hier nicht näher interessierender Art vorgesehen ; Das Schaltrad für den Verschub der Einer dieses Zählwerkes steht unter dem Einflusse einer Klinke/, die durch eine Stange e an die Riegelfalle g einer schlossartigen Einrichtung angelenkt ist. Die Riegelfalle g wird von einer Feder h beeinflusst, die ihr vorderes Ende vortreibt, so dass sie für gewöhnlich aus dem Gehäusekasten heraustritt und sich in dieser Stellung vor einem am Türrahmen a befestigten, aus dessen Ebene aber vorspringenden Anschlag s kgt.
In der vorgeschobenen Lage wird die Riegelfalle durch einen in sie einfallenden Hebel o am Zurückdrücken verhindert. Hierdurch wird ein Schliessen der Tür verhindert, es entsteht vielmehr ein Spalt ober-oder unterhalb von dem Anschlag s (siehe Fig. 6).
Durch Einwurf eines Geldstückes in die Münzöffnung zn der Münzrinne p wird in bekannter Weise eine Kupplung der Münze mit einem an der Riegelfalle g vorgesehenen Mitnehmer bewirkt. Der Mitnehmer besteht aus einem, die Verlängerung der Münzrinne p bildenden, an der Riegelfalle befestigten Kanal pl. Unterhalb des Kanals hält ein Anschlagstift 01 den freien Fall der Münze auf. Der Stift 01 sitzt, einer üblichen Einrichtung entsprechend, an einem bei o2 drehbaren Hebel o, der durch das Auftreffen der Münze aus seiner durch das Gewicht Os herbeigeführten Sperrlage herauskommt, indem das Gewicht angehoben wird.
Das Gewicht der Münze überwindet nämlich die Gewichtswirkung von o3, wobei auch das vordere Ende von o aus der Kerbe gl der Riegelfalle heraustritt und die Münze also in den Münzkasten t fällt.
Jetzt kann die Riegelfalle durch Zudrücken der Türe unter Überwindung der entgegenwirkenden Federkraft geschlossen werden, wobei'durch Vorschieben eines Riegels von innen der Raum vor weiterem Offnen der Türe gesichert bleibt. Beim Zudrücken schaltet die Klinke, t' aber auch das Einerrad des Zählers um eine Zahnteilung gleich einer Zahl weiter.
Beim Wiederöffnen der Tür bringt die Feder die Riegelfalle g selbsttätig in ihre Sperr-
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Zählers zu beeinflussen, wieder in ihre erste Stellung.
Es wäre nun denkbar, dass, zum Zwecke der unbefugten Benutzung des durch obige
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würde, dass der Benutzer dagegen die mit der Kontrollvorrichtung versehene Tür nach dem Betreten des Raumes von dessem Inneren aus, z. B. durch Ergreifen und Zurückhalten des Schliess- handgriffes t so weit an die Türfassung herandrückte, dass zwar durch den in Sperrlage befindlichen
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erreicht würde, so dass immerhin das Innere des unbefugt benutzten Raumes dem Anblick anderer Personen einigermassen entzogen wäre.
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etwa in Gestalt eines federnden Türöffners, derart versehen, dass bei der Nichtbenutzung die Tür mit einer erheblichen Spaltbreite klafft bzw.
offen gehalten wird und dass erst, wenn diese Spaltbreite stark vermindert ist, oder erst beim zum Aufsetzen der in Sperrstellung befindlichen Riegelfalle auf ihre Anlagefläche, wobei der Spalt auf ein Minimum verkleinert worden ist, ein Signal ausgelöst wird, welches dem Wartepersonal oder dem Besitzer des betreffenden Raumes die in Bptrugsabsicht erfolgte Benutzung des Raumes angibt.
Hierzu mag an dem Rahmen a eine in einem Gehäuse r untergebrachte Aufdruckftder vorgesehen sein, die einen Aufdruckhebel r1 so beeinflusst, dass er hinter eine a-n der Türfläche befestigte Gleitrolle k aufdrückend wirkt. Dadurch wird die Tür ständig in einer einen genügend breiten Luftspalt zwischen sich und der Türfassung belassenden Offenstellung erhalten.
Bei dieser Offenstellung steht ein an der Tür befestigter Kontaktstift 16 ausserhalb der Flügel zweier an der Türfassung befestigter, federnder Kontaktstücke v. Der Kontaktstift 16 ist durch eine Drahtleitung mit einem am Türflügel b befestigten Metallkontakt x verbunden. Dieser Metallkontakt x ist durch eine Drahtleitung an ein akustisches oder optisches Signal y bzw. yl oder an beide angeschlossen. Klafft die Tür, wie in Fig I dargestellt, nur ganz wenig, so tritt der Kontaktstift 16 mit den Kontaktfedern v in metallische Berührung.
Gleichzeitig wird aber der Kontakt xi in dieser Stellung der Tür gegen die etwas federnde Kontaktplatte x, die am Türrahmen befestigt ist, gedrückt. Es werden also Licht-oder Läutesignale oder beides ausgelöst,
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Wird die Tür ganz zugeschlossen, so tritt der Kontaktstift'16 in eine Ausweitung der Kontaktfedern v bis vl. Dadurch wird die Verbindung mit den akustischen oder optischen Einrichtungen unterbrochen. Bei völlig geschlossener Tür bzw. entsperrter Riegelfalle (siehe Fig. g) ist demgemäss die Tätigkeit der Signale ausgeschaltet.
Wird der durch die Tür abgeschlossene Raum verlassen oder wird er nach Geldeinwurf in die Münzöffnung m und dadurch erfolgender Drehung des Sperrhebels o bzw. Entsperrung der Riegelfalle g betreten, so währt die Abgabe des Signals naturgemäss nur ganz kurze Zeit, da die Türe ja durch die Feder schnell aufgedrückt bzw. meist schnell geschlossen wird. Wird aber die Tür von innen oder aussen her in ihrer einen nur schmalen oder gar keinen Spalt lassenden geklafften Stellung gehalten, wie sie z. B. in Fig. 6 veranschaulicht ist, so hält das Signal natürlich so lange an, solange eben die Tür sich in dieser Stellung befindet. Dadurch wird einer unbefugten Benutzung wirksam vorgebeugt.
Um während der Benutzung des Raumes das Einwerfen weiterer Geldstücke in die Münz- öffnung m zu verhüten, kann diese dadurch gesperrt werden, dass eine an der Riegelfalle g befestigte Sperrstange z, die gleichzeitig auch ein Schild Zl mit entsprechenden Aufschriften trägt, sich vor einer Schauöffnung verschiebt und dadurch einen Ausläufer S2 quer vor die Münzspalt- öffnung legt.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Aus einem Zählwerk bestehende Kontrollvorrichtung für durch Türen abgeschlossene Räume, bei welcher das Zählwerk durch die das. öffnen und Schliessen der Tür bewirkenden Verschlussmittel fortgeschaltet wird dadurch gekennzeichnet, dass die als Schaltorgan für das Zählwerk (d) ausgebildete und mit dem letzteren durch geeignete Mittel (f bis e) verbundene Riegelfalle (g) beim Öffnen der Tür unter der Wirkung einer sie beeinflussenden Feder (h) selbsttätig in ihre ein Klaffen der Tür bedingende Sperrlage vorspringt, aus welcher sie erst durch Einwurf einer Münze, z. B. in einem Selbstkassierer, entsperrt werden kann, wodurch das Zurückdrücken der Riegelfalle und hiermit das Schliessen der Tür ermöglicht sowie auch die Weiterschaltung des Zählwerkes bewirkt wird.