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Gelenkkupplung.
Die Gelenkkupplung gemäss der Erfindung eignet sich zur Übertragung von Drehbewegungen entweder in derselben Achsenrichtung oder unter Bildung eines zweckmässig 30"nicht übersteigenden Winkels in irgend beliebiger wagrechter Richtung mit Bezug auf die normale Achsenlinie. Dies ist nur dann möglich, wenn die geometrische, die Grundlage des Getriebes bildende Figur eine Kugel darstellt. Befinden sich die Zähne zweier dieser Getrieberäder miteinander in Eingriff, dann bilden ihre vereinten Umrisslinien eine Kugel und sämtliche Linien, welche zusammen die Umflächen der Zähne bilden, gehen radial von dem Kugelmittelpunkt aus. Die Kugel ist hohl und die Zähne werden in der Mitte zwischen den beiden Polen durch den Mantel der hohlen Kugel gebildet.
Die Zähne besitzen, von der Seite oder von oben gesehen, ein wulstartiges, sich gegen die Kugelmitte hin verjüngendes Aussehen. Die Zähne sind von einer in sich geschlossenen Fläche begrenzt. Bei der praktischen Ausführung wird das Radialgetriebe in ein kugelförmiges Gehäuse eingeschlossen, wobei geeignete Mittel zur Verbindung der beiden Wellen vorgesehen sine, so dass sich die eine dieser Wellen oder beide etwa in einer Ebene um den Mittelpunkt des kugelförmigen Getriebes bewegen und in dieser Stellung solange als erwünscht erhalten werden können.
Der Ejnndungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, und zwar ist Fig. i eine perspektivische Ansicht der beiden, voneinander getrennten Teile des Getriebes, Fig. 2 eine Draufsicht auf eines der beiden Räder des Getriebes, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt durch die miteinander in Eingriff stehenden Räder des Getriebes nach der Linie 1-2 in Fig. 2, Fig. 4 ist eilte Seitenansicht eines der Getrieberäde.-, Fig.. 5 ein senkrechter Schnitt durch eines der Getrieberäder nach der Linie 3-4 der Fig. 2, Fig. 6 ein senkrechter Längsschnitt durch das Getriebe und dessen Gehäuse in Anwendung auf die Vorderräder eines Kraftwagens, und zwar von hinten gesehen, Fig. 7 eine in der Längsrichtung geschnittene Draufsicht auf dasselbe, wobei die Schnittebene im rechten Winkel zu der Schnittebene in Fig. 6 verläuft, Fig.
8 eine der Fig. 7 ähnliche Ansicht, bei der jedoch die bewegliche Achse einen Winkel mit der Senkrechten bildet.
Die beiden Getrieberäder sind in bezug auf Gestaltung und Ausführung vollkommen gleich. Eines von ihnen wird auf eine feste Achse aufgekeilt, das andere sitzt auf einer Achse, die sich in irgendeiner beliebigen wagrechten Richtung bis zu einem Winkel von 300 gegen die feste Achse verstellen kann. Befinden sich die beiden Getrieberäder miteinander in Eingriff, dann bilden sie zusammen eine hohle Kugel, deren Mantel in der Mittelebene zwischen den Achsenansätzen nach einer fortlaufenden schlangenförmigen Kurve zwecks Bildung von wulstförmige Köpfe besitzenden und miteinander kämmenden Zähnen eigenartiger Form zerschnitten ist. Die die Umrisse der Zähne bildenden Geraden gehen von dem Kugelmittelpunkt in radialer Richtung aus und endigen in der Schlangenlinie auf dem Kugelmantel.
Der Kugelmittelpunkt, von dem sämtliche die Flanken der Zähne. bildenden
Geraden in radialer Richtung ausgehen, ist mit A bezeichnet.
In den Fig. r bis 5 bezeichnet B das auf der festgelagerten Achse aufgekeilte Getrieberad und C das auf der beweglichen Achse sitzende Rad. Die Mittellinie der beweglichen Achse geht bei jeder Stellung durch den gemeinsamen Mittelpunkt des Getriebes. B be- zeichnet die festgelagerte Achse und Cl die bewegliche Achse. Ist die Achse Cl gegen die
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Achse B1 geneigt, dann nehmen die Zähne der beiden Räder die in der Fig. 8 gezeichnete gegenseitige Lage ein, wobei während einer Umdrehung der Räder die Berührungslinien zwischen den Zähnen fortschreitend wechseln.
Bei grösster Neigung der Achsen befinden sich einige der Zähne eines jeden Rades ausser Eingriff mit den entsprechenden Zähnen des anderen Rades, dagegen befinden sich die diametral gegenüberliegenden Zähne tiefer in Eingriff miteinander als zuvor, wobei sie ständig über ihre ganze B. eite in vollständiger Berührung mit den wirksamen Flächen der zugeordneten Zähne bleiben.
Sollen die oben beschriebenen Zahnräder für praktische Zwecke Verwendung finden, dann erhellt, dass die bewegliche Achse derart mit der festen Achse verbunden sein muss, dass sie in der oben beschriebenen Weise in einem beschränkten Masse in einem wagrechten Kreisbogen um den Mittelpunkt der Zahnräder schwingen kann, wobei jedoch ihre Bewegungen derart begrenzt sind, dass die kämmenden Zahnräder nicht vollständig voneinander getrennt werden können. Zu diesem Zwecke ist zum Einschliessen der Zahnräder ein kugelförmiges Gehäuse vorgesehen. Die Zeichnungen veranschaulichen den Erfindunggegenstand in Anwendung auf die Vorderräder eines Automobils.
Die feste Achse B1 (Fig. 6 bis 8) ist in ein Gehäuse D eingeschlossen, in welchem Rollenlager d vorgesehen sind. Mit dem geflanschten Ende des Wellengehäuses D ist der Teil E des Getriebekastens verbunden. Dieser Teil ist innen soweit wie möglich halbkugelförmig ausgebildet und schliesst teilweise das nicht schwenkbare Zahnrad B ein. An den Teil E ist der übrige Teil F des kugelförmigen Getriebegehäuses angeschlossen. Dieser Teil ist halbkugelförmig und besitzt an seinem Mittelteil einen zylindrischen Ansatz F. Dieser Ansatz p1 ist mit einem Schlitz G versehen, durch welchen das Lager H der beweglichen Achse Cl hindurchtritt. Am oberen und unteren Ende des Teiles E sind vor-
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