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Brenner für Gasfeuerungen.
Die Erfindung bezweckt in erster Linie, bei Gasfeuerungen unter allen Umständen, d. h. bei Gasen jeder Art, bei jedem gewünschten Gasdruck und sowohl hei kleiner a] s auch hei grosser
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der Erfindung ausgebildete Brenner kann insbesondere für Gase von hohem Heizwert (z. D. Erdgas) vorteilhaft angewendet werden, und zwar für die verschiedensten industriellen Zwecke (z. B. Dampf- kessel, Drehöfen, Schmiedefeuer usw. ) sowie auch für Hausfeuerungen.
"Bei Gasen von hohem Heizwert ist bekanntlich zur Verbrennung ein in bezug auf das Volumen des zu verbrennenden Gases sieben-bis elffaches Luftvolumen erforderlich. Bei derart hohen Mischungsverhältnissen, insbesondere wenn pro Zeiteinheit eine grosse Gasmenge zu verbrennen ist, stellt die innige Vermischung von Gas und Luft eine unerlässliche Bedingung dar, da sonst die Erreichung einer wirtschaftlichen Feuerung ausgeschlossen ist.
Zu diesem Zwecke wurden bereits Brenner vorgeschlagen,, bei welchen die Gaseinlass-bzw. Verteilungsrohre in dem Gas-und Luftstrome mit paralleler Achse liegen und deren auf der Mantelfläche angeordnete Gaseinlassöffnungen (Bohrungen) etwas schräg ausgebildet sind, wobei die zweckmässig durch regulierbare Öffnungen zugeführte Luft um die Verteilungsrohre herum einströmt, so dass das aus den Gasauslassöffnungen ausströmende Gas eine ganze Reihe von Gasschichten bildet, welche durch die in der erwähnten Weise einströmende Luft durchbrochen werden. Hierdurch wird zwar eine gute, jedoch nicht in jedem Falle vollkommene Mischung erreicht, welche den praktischen Bedingungen, insbesondere bei Gasen mit hohem Heizwert, nicht immer entspricht.
Es ist klar, dass für derartige Gase jede weitere Erhöhung und Sicherung der Innigkeit der Mischung grosse Bedeutung besitzt.
Gemäss der Erfindung wird nun die Anordnung getroffen, dass die Stützgestelle, welche die Gasverteilungsrohre festhalten, gleichzeitig Anschlag- bzw. Ablenkflächen zum weiteren innigen Vermischen von Gas und Luft bilden. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit und Lebensdauer von Brennern dieser Art wird ferner gemäss der Erfindung auch eine entsprechende Kühlung des die Gasflamme auslassenden Rohrstutzens. durch Sekundärluft vorgesehen.
Die Erfindung betrifft des weiteren eine Vorrichtung zur Bedienung des Brenners, welche eine Vereinfachung und die Sicherheit der Wirkungsweise ermöglicht, indem durch einen einzigen
Handgriff sowohl eine besondere Zündöffnung als auch gleichzeitig die Lufteinlassöffnungen, und zwar für die Primärluft und sekundäre Kühlluft, geöffnet und auch reguliert werden können, so zwar, dass, wenn durch die Zündöffnung hindurch das Gas angezündet wird, auch die Luft- einlassöffnungen bereits bis zu der gewünschten Grenze vollständig geöffnet sind.
Bei einer anderen zweckmässigen Ausführungsform dieser Vorrichtung kann vor dem Öffnen des Hauptgashahnes durch ein besonderes Zündventil Zündgas eingeleitet werden, wobei ein gemeinsamer Mechanismus angewendet wird, welcher ausser den vorher erwähnten Massnahmen auch das Öffnen des Zünd- gasventils gleichzeitig bewirkt und nachher, d. h. nach erfolgter vollständiger Vorbereitung der
Inbetriebsetzung bzw. nachdem die Zündung bereits vorgenommen wurde, bei seiner weiteren
Bewegung schliesslich den Hauptgashahn öffnet.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Brenners gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. i ist ein Längsschnitt der einen Ausführungsform des Brenners.
Fig. 2 zeigt dieselbe in Vorderansicht, von der linken Seite der Fig. i gesehen. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. I. Fig. 4 und 4 a zeigen eine der Gasverteilungsröhren in einer Seitenansicht bzw. im Querschnitt in grösserem Massstabe. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. i. Fig. 6 und 7 zeigen eine zweite Ausführungsform des Brenners in einer Seitenansicht bzw. in Vorderansicht.
Das durch die Gasleitung e in Richtung des Pfeiles x (Fig. i) zugeführte Gas gelangt zunächst in die aus einem Hohlgussstück bestehende Gassammelkammer a, in deren rückwärtiger Wand b zweckmässig mehrere, im vorliegenden Falle drei längsgerichtete Gasverteilungsröhren c befestigt sind. An dem der Mittellinie des Brenners zugekehrten Teil der Mantelfläche der Röhren c sind zahlreiche kleine Gasauslassöffnungen in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise versetzt angeordnet.
Diese Öffnungen sind, wie bei der unteren Röhre c der Fig. i ersichtlich gemacht ist, etwas schräg ausgebildet. Der Körper des Brenners wird durch ein zylinderförmiges Gussstück g gebildet, auf welchem die Gassammelkammer a samt den Röhren c zum Zwecke der Reinigung, Reparatur usw. mittels leicht lösbarer Schrauben f befestigt ist.
Zur Einleitung von Verbrennungsluft sind an der Mantelfläche des Brennerkörpers mehrere Schlitze lt vorgesehen (Fig. i und 3), welche durch einen mit Schlitzen in entsprechender Anzahl und Grösse versehenen, an der Mantelfläche des Brennkörpers in Umfangsrichtung drehbaren Rundschieber i geöffnet bzw. geschlossen und reguliert werden können.
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Im oberen Teile der Wandung der Gassammelkammer a ist eine Öffnung m angeordnet, die durch einen Deckel s verschlossen werden kann und die zum Anzünden des Gases sowie zur Beobachtung des Betriebes des Brenners dient.
Die rechtsseitigen Enden der Gasverteilungsröhren c sind in Stützarmen d gelagert, welche demnach zur weiteren entsprechenden Feststellung der Röhren c dienen ; ausserdem haben die Stützarme d auch noch die vorteilhafte Wirkung, dass sie die einander durchsetzenden Schichten der durch die Schlitze h einströmenden Luft und des durch die schräggestellten Öffnungen der Verteilungsröhren c einströmenden Gases zu einer noch intensiveren Vermischung'veranlassen, indem sie als Anschlag-bzw. Ablenkflächen wirken ; zu demselben Zwecke kann übrigens jede beliebige weitere Ausbildung der Arme d bzw. eine Ergänzung derselben mit entsprechenden Ansätzen vorgesehen werden.
Die durch die Schlitze h einströmende Luft kühlt die in dem Luftstrom mit paralleler Achse angeordneten Verteilungsröhren c stark ab und verhindert dadurch deren übermässige Erhitzung. Ausserdem ist das rechtsseitige Ende des Brenners, durch welches die Flamme geführt wird, zweckmässig gleichfalls mit Luftkühlung, und zwar mit Kühlung durch die Sekundärluft eingerichtet, indem das freie Ende des Brenners zwecks Schaffung eines Kühlmantels von einer Hülse n umgeben ist, wobei der Kühlmantelraum mit in dem Brennerkörper g vor der Hülse n befindlichen Lufteinlasskanälen k in Verbindung steht, welche mittels eines dem Rundschieber i ähnlichen drehbaren Schiebers l geöffnet bzw. geschlossen werden können. An der Hülse n sind Rippen r vorgesehen, mittels welcher einerseits eine sichere Lagerung bzw.
Zentrierung des Brennerkörpers und andrerseits eine gleichmässige Führung der Kühlluft erreicht wird. Die Hülse n' dient übrigens auch als Schutzhülse für das in den Feuerungsraum reichende Ende des Brenners.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der zur Betätigung des Schiebers i dienende, mit einem Handgriff versehene Arm z mit einer längsgerichteten Stange p verbunden, welche mit ihrem abwärtsreichenden Ende o (Fig. 2) den gleichfalls um die Längsachse des Brenners drehbaren Deckel s der Zündöffnung m trägt, während das andere Ende der Stange p an den Schieber l angeschlossen ist. Infolgedessen wird durch Bewegung des Handgriffes z, d. h. mit einem einzigen Griff, die gleichzeitige Betätigung aller drei Teile s, i, l erreicht, so dass, sobald das
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geöffnet sind, und zwar entweder vollständig oder aber in gewünschtem Masse.
Im Falle einer kleineren Leistung müssen auch die Luftöffnungen k nicht vollständig geöffnet, d. h. in überflüssiger Weise auf die stärkste Kühlung eingestellt sein, sie sollen vielmehr in demselben Verhältnis eingestellt werden wie die Luftöffnungen A.
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Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende : Wird der Handhebel z in Richtung des Pfeils y gedreht, so wird während des Abgleitens des daumenartigen Endes der Zugstange P1 von der keilförmigen Fläche des Kopfes u des Nadelventils die Feder i entspannt, so dass das bisher entgegen der Feder niedergedrückt, d. h.'geschlossen gehaltene Nadelventil geöffnet wird, wobei Gas durch die Röhre N in die Kammer a strömt ; zugleich wird durch den Anschlag 0., indem er den Arm o vor sich verschiebt, der Deckel s geöffnet, während durch die Zugstange P2 die Rundschieber i, l verschoben werden, so dass die Einlassöffnungen der Verbrennungsluft und der Kühlluft freigelegt werden.
Alle diese Bewegungen gehen gleichzeitig vor sich und indem man nach erfolgter Öffnung des Deckels s die Bewegung des Handgriffes einstellt, kann man durch die Zündöffnung 1JZ hindurch das Gas anzünden. In dieser Stellung ist der Hauptgashahn t noch nicht geöffnet, da der mit dem Arm dz in Eingriff stehende Schlitz der Zugstange P1 einen Leergang bewirkt. Nach erfolgtem Anzünden des Gases wird der Handhebel z im Sinne des Pfeils y weiter verdreht, wobei das linksseitige Ende des Schlitzes der Zugstange P1 nunmehr an den Zapfen des Armes p3 anstösst und unter Verschwenkung dieses Armes den Hauptgashahn t öffnet.
Hierbei zündet sich das durch den Hauptgashahn einströmende Gas an der bereits brennenden Zündflamme an. Wird nach Gebrauch des Brenners der H. ebel z zurückgedreht, so kehren sämt-
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gelangt zum rechtsseitigen Ende des Kopfes 26 des Nadelventils und drückt, indem es an der keilförmigen Fläche desselben aufläuft, das Nadelventil entgegen der Feder wieder nach abwärts.
Die Zugstangen P1 und P2 können in an und für sich bekannter Weise in den Längsschlitzen der Hebelarme Z2 bzw. Zs eingestellt und in der eingestellten Lage unter Beibehaltung der gelenkigen Drehbarkeit in beliebiger Weise festgestellt werden, so dass demnach die Hebelarme verkürzt oder verlängert und dadurch sämtliche Öffnungen auch bei dieser Ausführungsform der Leistung entsprechend reguliert werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Brenner-für Gasfeuerungen, bei welchem in dem Gasluftstrom im wesentlichen mit gleichlaufender Achse liegende Gasverteilungsröhren mit an ihrer Mantelfläche angeordneten, schrägliegenden Auslassöffnungen vorgesehen sind, gekennzeichnet durch ein Stützgestell (d), das die Gasverteilungsröhren (c) festhält und gleichzeitig Anschlag-bzw. Ablenkflächen zum weiteren innigen Vermengen von Gas und Luft bildet.