<Desc/Clms Page number 1>
Stellwerk für Bühnenlichtregler.
Die Erfindung betrifft ein Stellwerk für Bühnenlichtregler mit geradliniger Bewegung der Mitnehmer und Übertragung der Bewegung. durch Zugorgane (Seile), die über Scheiben geführt sind, von denen sie durch Reibung mitgenommen werden. Bei Stellwerken dieser Art legen sich die Mitnehmer beim Auf-und Abwärtsgang gegen beliebig eingestellte Anschläge, wodurch für den betreffenden Mitnehmer die Stellbewegung beendigt wird. (Vgl. die britische Patentschrift Nr. 15325 A. D. I902.)
Beim Anlegen des Mitnehmers an einen Anschlag ist es zweckmässig, die Reibung zwischen Zugseil und Mitnehmerscheibe bzw. Rolle möglichst zu verringern, damit das Zugseil, trotzdem die Antriebsscheibe desselben weiterläuft, nicht zu sehr abgenutzt wird.
Man wird daher das Zugseil, das zu beiden Seiten der Reibungsstelle (Mitnehmer-oder Antriebsscheibe) durch Gewichte gespannt wird, dann entlasten. Zu diesem Zweck wird vor und hinter der Reibungsstelle je ein auf dem Zugseil befestigter Mitnehmer angebracht, von denen der eine gleichzeitig als Stellorgan ausgebildet sein kann und von denen jeder bei Bewegung des Zugseils in der ihm zugeordneten Richtung wirksam wird. Wenn z. B. der untere Mitnehmer sich auf den unteren Anschlag aufsetzt, so wird dadurch die vom Gegen-
EMI1.1
um die Antriebsscheibe geführte Teil des Seils entlastet. Ebenso ist es bei dem zweiten Mitnehmer und dem Anschlag nach oben, wobei dann das mit dem Widerstandsschlitten verbundene Gewicht durch den Anschlag aufgefangen und der dahinterliegende Teil'des Seils entlastet wird.
Infolge der beiden übereinanderliegenden Bahnen für die Mitnehmer baut sich das Stellwerk aber sehr hoch auf und es wird ziemlich schwer. Auch die Übersichtlichkeit lässt dabei zu wünschen übrig. Es werden deshalb gemäss der Erfindung die beiden Teile des Zugseils vor und hinter der Antriebsscheibe, auf denen die Mitnehmer sitzen, nebeneinander geführt, so dass nur eine einzige Führungsbahn von der einfachen Länge hiefür erforderlich ist. Die beiden Mitnehmer werden dabei zweckmässig so ineinandergesteckt, dass sie nur wenig Platz einnehmen. Um eine sichere Führung zu ermöglichen, wird der eine als Stellorgan ausgebildete Mitnehmer auf einer Schiene gleitend angeordnet.
Dadurch ist es auch möglich, das Stellwerk in der Breite möglichst gedrängt zu bauen, da die Schienen, ohne übermässig stark zu sein, doch ziemlich steif sind und die Zwischenräume zwischen den Schienen nur so gross zu sein brauchen, dass die Mitnehmer aneinander vorbeigehen können. Auf den Schienen können dann auch die verstellbaren Anschläge und die Gradeinteilung angebracht werden.
In der Zeichnung ist ein Stellwerk gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. i zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 eine Ansicht von vorne, Fig. 3 einen Querschnitt durch zwei nebeneinanderliegende Führungsschienen. 1 ist die gemeinsame Antriebswelle für sämtliche Mitnehmer mit dem Zahnrad 2 ; 3 und 4 sind Übertragungsräder.
<Desc/Clms Page number 2>
Von einem unteren Gewicht 5 geht beispielsweise ein Drahtseil 6 zunächst zu einer oben im Gestell gelagerten Doppelrolle 7, von dort zu einer Doppelrolle 8 ; es ist dann gekreuzt über eine mit dem Zahnrad 4 verbundene Rolle 9-von der das Drahtseil durch Reibung mitgenommen wird-zur Rolle 8 zurückgeführt und geht dann über die Rolle zum Schlitten für den Regelwiderstand.
Die an der Vorderwand des Stellwerks zwischen den Rollen 7 und 8 verlaufenden beiden Seilstücke bewegen sich in derselben Richtung auf-oder abwärts. Das eine Seilstück, das unmittelbar zu dem Gegengewichte 5 führt, hat einen als Stelle, gan ausgebildeten- Mitnehmer 10, der auf einer Schiene 11 geführt wird. Auf dem zweiten, unmittelbar danebenliegenden Seilstück ist ein Mitnehmer 12 festgeklemmt. Dieses Seilstück führt über
EMI2.1
beiden Mitnehmer 10 und 12 ineinandergesteckt, wobei die Umbördelung 15 des Mitnehmers 12 den Mitnehmer 10 übergreift, so dass sie nur wenig Platz wegnehmen. Auf der Schiene 11 sitzen ferner ein oberer Anschlag 13 und ein unterer Anschlag 14, die beliebig eingestellt und auf der Schiene festgeklemmt werden können.
Die Anschläge sind gleichzeitig als Seilführungen ausgebildet, wie Fig. 3 ebenfalls erkennen lässt. Bewegen sich die beiden Seilstücke beispielsweise nach unten und legt sich der Mitnehmer 10 auf den unteren Anschlag 14, so wird dadurch der Zug des Gegengewichtes S von dem Anschlag aufgenommen und das Seil, das über die Rolle 7 zu den Mitnehmerscheiben 8 und 9 geführt ist, wird entlastet, so dass ein Gleiten eintritt.
Bewegen sich dagegen die beiden Seilstücke nach oben, so legt sich der etwas vorstehende Mitnehmer 12 auf dem vom Regelwiderstand herkommenden Seilstück gegen den Anschlag 13, wodurch die vom Widerstandsschlitten ausgeübte Zugkraft bzw. das Gewicht desselben aufgenommen und der dahinterliegende, zu den Rollen 8 und 9 führende Teil des Seils ebenso entlastet wird.
Durch die elastische Formänderung ; besonders-bei längeren Seilzügen, kann es vorkommen, dass die Entspannung des Seils am Reibungsrad 9 (Fig. 4) zu gross wird und nicht mehr die genügende Reibung für die Mitnahme des Seils beim Umsteuern der Seil- bewegung übrigbleibt. Dieser Missstand wird dadurch behoben, dass gemäss der Erfindung eine Spannrolle zwischen gespanntem und losem Trumm beweglich so angeordnet wird, dass sie durch die Kraft des ziehenden Trumms gegen das lose Trumm gedrückt wird und dieses dadurch anspannt.
In Fig. 4 ist die Spannrolle 16 in einer Schwinge 17 gelagert, die auf der Achse der Scheibe 8 geführt wird. Beginnt beispielsweise das Rad 9 zwecks Anhebung des Gewichtes 5 aus seiner Tiefstlage entgegen dem Uhrzeigersinn zu rotieren ; so ist die Spannrolle durch das links von ihr vorbeilaufende, unter dem Zug des Widerstandsschlittengewichtes gespannte Teiltrumm nach rechts gedrückt und spannt das lose Trumm ; bei Höchstlage des Gegengewichtes 5 ist die Rolle 16 nach links-gedrückt. Es ist der Einrichtung eigentümlich, dass die Spannung sich selbsttätig regelt nach dem Unterschied der Kräfte am ziehenden und gezogenen Trumm. Statt die Rolle mit der Schwinge um die Achse der Scheibe 8 zu bewegen, kann dies auch um die Achse der Scheibe 9 erfolgen.
Es kann der Schwinge auch ein beliebiger anderer Drehpunkt gegeben werden oder die Rolle kann auch auf oder in einer Gleitbahn beweglich geführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Stellwerk für Bühnenlichtregler mit durch Seilscheiben betätigten Zugseilen und an diesen vor bzw. hinter den Antriebsscheiben befestigten Mitnehmern, die am Ende ihrer Bahn, durch einstellbare Anschläge aufgehalten, eine Entspannung des sie tragenden Seiltrumms bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden vor bzw. hinter der Antriebsscheibe (9) die Mitnehmer (10, 12) tragenden Teile des Zugseils in gleicher Höhenlage nebeneinander geführt sind, um die Bauhöhe des Stellwerks zu verringern.