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Alarmschussapparat.
Die bisher bekanntgewordenen Alarmschussapparate stellten im allgemeinen verhältnis- mässig komplizierte Konstruktionen mit federnden Spann-und Abzugsvorrichtungen u. dgl. mehr auf die elegante Ausführung berechneten Einzelheiten dar, so dass ihre Einbürgerung durch die ziemlich hohen Erzeugungskosten behindert ist. Die Alarmschussapparate erreichen aber ihren eigentlichen Zweck nur dann, wenn sie an verschiedenen geeigneten Punkten des zu schützenden Objektes angebracht werden, was ihre Wohlfeilheit zur Voraussetzung hat.
- Vorliegende Erfindung betrifft einen Alarmschussapparat, der infolge seiner ausser- ordentlichen Einfachheit als Massenartikel gelten kann und ausserdem im Gegensatz zu den meisten bekannten Typen im Freien angebracht, d. h., jeder Witterung ausgesetzt werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. i den Apparat in Vorderansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt.
Den Träger der ganzen Vorrichtung-bildet ein vierkantiges Holzstück 1, welches für den Gebrauch mittels eines Bügels 2 vertikal aufgehängt wird. Die Entzündung der Patrone erfolgt durch den Fall eines Schlagarmes 3, der um ein ungefähr in der Mitte des Holzstückes 1 an demselben angebrachtes Scharnier 4 drehbar ist und bei Betätigung der Abzugsvorrichtung der eigenen Schwere folgend aus seiner Normalstellung oberhalb des Scharniers 4 unter Drehung um 180"in die entgegengesetzte Vertikallage fällt.
Die Sicherung des Schlagarmes bildet ein in einem Schlitz 5 des Holzstückes 1 geführter, am Grunde des Schlitzes drehbar befestigter Sperrhebel 6, der mit einer Nase infolge seines Eigengewichtes vor die obere Kante des Schlagarmes greift. Bei einem Zug an der am Sperrhebelkopf befestigten Abziehschnur, wird der Sperrhebel angehoben und gibt den Schlagarm frei.
Der für die Fallbewegung des Schlagarmes notwendige Anstoss wird durch einen Bolzen 7 bewirkt, der erfindungsgemäss mit dem Sperrhebel fest verbunden ist und mit demselben einen Winkelhebel bildet, so dass der Bolzen bei Drehung des Sperrhebels gleichzeitig den Schlagarm aus der Gleichgewichtslage bringt. Zwecks Vergrösserung des Drehmomentes ist der Schlagarm am freien Ende mit Metall beschwert.
Die Patrone 8 wird von einem in den unteren Teil des Holzstückes 1 vertikal versenkten Rohrstutzen 9 aufgenommen, der durch den Eingriff eines Ansatzes 15 in einen Schlitz des Holzstückes vor Verdrehung gesichert ist. Der Rohrstutzen kann ausgewechselt werden, so dass man nicht an die Verwendung eines bestimmten Kalibers der Patronen gebunden ist.
Zum Laden wird der Rohrstutzen herausgenommen und die Patrone derart eingeführt, dass der nächst dem Patronenwulst seitlich aus-derselben herausragende Zündstift in eine Kerbe des Rohrstutzenrandes zu liegen kommt. Der Zündstift kommt dadurch stets in die gewünschte Lage senkrecht zur Schlagfläche des Schlagarmes.
Der Rohrstutzen bzw. der Laderaum ist durch einen aus drei Blechen 10, 11, 12 zusammengesetzten Mantel abgedeckt und so vor der Einwirkung des Regens geschützt.
Das mit dem Holzstück 1 fest verbundene Blech 10 besitit als weitere Führung des Zündstiftes einen Schlitz 13, durch welchen derselbe nach aussen ragt. Das abnehmbare Blech 11
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bedeckt das Holzstück 1 vorn und zu beiden Seiten und greift mit einem Lappen unter das Blech 10 bis zum Zündstift, indem es den Schlitz 13 derart von unten abdeckt. Da das Blech 11 beim Laden gleichzeitig mit dem Rohrstutzen abgenommen werden muss, sind beide Teile durch einen gemeinsamen Vorsteckbolzen 14 fixiert, der durch die Seitenteile des Bleches und durch den Ansatz 15 des Rohrstutzens greift. Das oberhalb des Bleches am Holzstück 1 befestigte und mit dem freien unteren Ende federnde Blech 12 deckt den Schlitz 13 und den durch denselben ragenden Zündstift von oben ab.
Diese Kombination bildet demnach einen unbedingt verlässlichen mehrfachen Regenschutz, der durch eine einzige Handbewegung zum Teile abgenommen werden kann, wodurch der Laderaum frei wird und gleichzeitig der Rohrstutzen nach unten durchfällt.
Gegenüber den Konstruktionen mit Federspannung besitzt der Alarmschussapparat gemäss der Erfindung den weiteren Vorteil, dass ein Abschuss nur erfolgen kann, wenn der Apparat in der Gebrauchslage, also aufgehängt ist. Abgenommen ist ein Hantieren auch in geladenem Zustande daher vollkommen gefahrlos.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Alarmschussapparat, gekennzeichnet durch einen am oberen Ende mit Metall beschwerten, um ein Scharnier drehbaren hölzernen Schlagarm (3), der bei Betätigung der Abzugvorrichtung bloss durch die Einwirkung seines Eigengewichtes herabfällt, zum Zwecke, die Anordnung von Federn u. dgl. vollständig zu vermeiden.
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