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Bett-und Fusswärmer.
Die als Bett-und Fusswärmer im Handel befindlichen Behälter zur Aufnahme heissen
Wassers'dienen dem angestrebten Zweck nur mangelhaft, weil die in dem Wasser aufgespeicherte
Wärme schnell verbraucht ist. Die Unzweckmässigkeit dieser Bett-und Fusswärmer hat aber auch darin ihren Grund, weil durch unbeabsichtigtes Lösen des Verschlusses das eingefüllte
Wasser ausfliessen und, abgesehen von dem Durchnässen des Bettes, Verletzungen durch Ver- brennen des Körpers herbeiführen kann.
Als Notbehelf hat man auch gebrannte Ziegel-o. dgl. Steine sowie Körper aus Zement,
Porzellan oder Ton als Bett-und Fusswärmer verwendet. Derartige Steine stellen aber auch nur eine unrationelle Wärmequelle dar, weil zum Erwärmen derselben beträchtliche Hitze erforderlich ist und weil die aufgespeicherte Wärme sehr schnell verbraucht ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein neuartiger Bett-und Fusswärmer, der aus Zement und grobkörnigem Steinmaterial, z. B. grobkörnigem Kies, derart hergestellt wird, dass zahlreiche unregelmässig verlaufende, kleine Kanäle bzw. zellenartige Zwischenräume zwischen den einzelnen Kieseln entstehen, so dass die in den so gebildeten Hohlräumen ein- geschlossene Luft, die natürlich stark isolierend wirkt, für eine langsame und gleichmässige Wärme- abgabe nutzbar gemacht wird. Infolge dieser zellenartigen Zwischenräume und der darin ein- geschlossenen Luft ist der Stein befähigt, in kurzer Zeit so viel Wärme aufzunehmen, dass je nach der Erhitzung des Steines ein Bett acht bis zehn Stunden angenehm warmgehalten wird.
Die
Wärmeabgabe seitens des Steines wird durch die in den vielen Kanälen bzw. zellenartigen
Zwischenräumen zwischen den einzelnen Kieseln eingeschlosserre, stark isolierend wirkende, heisse
Luft gleichmässig geregelt. Die ungewöhnliche und gleichmässige Wärmeabgabe seitens des er- hitzten Steines ist im praktischen Gebrauch einwandfrei festgestellt worden.
In wirtschaftlicher Beziehung verdient der Vorteil Erwähnung, dass der neuartige Bett- und Fusswärmer so billig in den Handel gebracht werden kann, dass selbst in dem kleinsten Haushalt die Kosten aufzubringen sind. Bei der bestimmungsgemässen Anwendung des neuartigen Bett-und Fusswärmers werden keine besonderen Anforderungen an die Aufmerksamkeit und
Geschicklichkeit gestellt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht worden, und zwar zeigt Fig. i den Bett-und Fusswärmer in schaubildlicher Seitenansicht. Fig. 2 stellt denselben zum Teil in horizontalem Schnitt, zum Teil in Seitenansicht dar.
Zur Herstellung des Bett-und Fusswärmers findet Zement und grobkörniges Steinmaterial, z. B. grobkörniger Kies, Anwendung, und zwar wird dem Kies Zement in so beschränkten Mengen zugefügt, dass beim Mischen des Zementes mit dem Kies zellenartige Zwischenräume zwischen den einzelnen Kieseln entstehen, die in zahlreichen, kleinen Kanälen den Stein in der ganzen Ausdehnung durchsetzen.
Zur Feststellung der für die Mischung geeigneten Menge Zement wird Wasser in das den Kies enthaltende Gefäss eingefüllt, bis der Kies vollkommen unter Wasser ist. Die so eingefüllte Menge Wasser entspricht annähernd dem Gesamtvolumen der Hohlräume, die zwischen den einzelnen Kieseln vorhanden waren. Durch Ablassen des Wassers kann dessen Menge leicht festgestellt werden. Je nach der Durchlässigkeit, die von den fertigen Steinen verlangt wird, kann ein grösserer oder kleinerer Teil dieser Wassermenge als Massstab für die dem Kies zuzusetzende Zementmenge angesehen werden, die in jedem Falle ausreichend sein muss. um die Kiesel zu einem
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festen Stein zusammenzubinden. Die so ermittelte Zementmenge wird mit der erforderlichen Kiesmenge und Wasser zu einer erdfeuchten Masse angerührt.
Diese wird wieder stark gemischt und dann in kleinen Mengen in eine Form gebracht, wo die Bearbeitung durch einen spitzen Stampfer o. dgl. erfolgt.
Der Stein wird in der aus der Zeichnung ersichtlichen Rollenform oder in anderer handlicher Form, die keine scharfen Kanten aufweist, hergestellt.
Zum Erwärmen des Steines wird dieser auf den Ofen, den Herd oder eine sonstige Wärmequelle gelegt. Zur bequemen Handhabung des erhitzten Steines a wird dieser mit einer zentral durchlaufenden Bohrung b versehen, durch die ein Stab gesteckt werden kann, der mit seinen an beiden Seiten des Steines hervorragenden Enden als bequeme Handhabe für die Überführung des Steines in das zu erwärmende Bett o. dgl. dient.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass gegenüber dem Ausführung- beispiel der Zeichnung Abänderungen in der Ausführung und in den Grössenverhältnissen der einzelnen Teile des beschriebenen Bett-und Fusswärmers nach Wunsch oder Bedarf vorgenommen
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