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Induktionssignaleinrichtung für Eisenbahnzüge u. dgl.
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wobei angenommen wird, dass der Hebel 4 sich in der in Fig. 1 mit punktierten Linien gezeichneten Lage T ? befindet. die anzeigt. dass die Blockstrecke frei ist.
Die eine Anschlussklemme-5 des Teiles 1 des Hauptstromkreises ist an dem Kontakt 6 angeschlossen und über diesen durch eine Kontaktplatte 8 auf einer Trommel 9 an einem zweiten Kontakt 7. Der Kontakt 7 ist mit einem Kontakt 10 verbunden und über diesen durch einen Draht 11 mit dem Kontakt 12. Für gewöhnlich ist der Kontakt 12 durch eine Brücke 14, die bei Erregung des Solenoides 15 in lotrechter Richtung bewegt werden kann, mit dem Kontakt 13 verbunden. Der Kontakt 7-3 Ist mit den Magneten 16 und 17 des später beschriebenen polarisierten Relais verbunden. die Wicklung 17 ist an den Kontakt 18 angeschlossen, der seinerseits durch die Brücke-M mit dem Kontakt 79 verbunden ist. Der Kontakt 19 ist durch den Draht. 21 an den Kontakt 20 angeschlossen.
Der Kontakt 20 ist mit dem Kontakt 22 verbunden, der durch eine auf der genannten Trommel 9 an-
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zweite Anschlussklemme 2-5 des Teiles 1 des Hauptstromkreises angeschlossen ist.
Die Relaiseinrichtung, die für die Zwecke der Erfindung verwendet wird. ist von grosser Bedeutung.
Wie aus Fig. 3 bis 5 ersichtlich ist, besteht die Relaiseinrichtung aus einer elektrisch isolierten Fundamentplatte 26, an der ein hufeisenförmiger Dauermagnet 27 befestigt ist.
Am oberen Ende des Magneten 27 ist das eine Ende der Stahlzunge 28 befestigt, deren freies Ende nach unten ragt. Am unteren Ende des Magneten 27 sind die Kerne 29 befestigt, die zur Vermeidung von Wirbelströmen unterteilt und aus dünnem Draht gebildet sind. Um die Kerne 29 sind die Spulen 16 und 17 in Reihe gewickelt, die einen Teil des Stromkreises für den das Relais erregenden schwachen Wechselstrom bilden. Die Enden der Kerne 29 der Spulen 16 und 17 bilden auf diese Weise den einen Pol des Dauermagneten, während dessen anderer Pol das obere, die Zunge 28 tragende Ende ist.
Die Stahlzunge 28 ist der Frequenz des das Relais durchfliessenden schwachen Wechselstromes entsprechend abgestimmt, derart, dass die Zunge 28 zwischen den Enden der Kerne 29 schwingt, wenn ein Wechselstrom durch die Spulen 16 und 17 geschickt wird, wobei das Maximum des Ausschlages der Zunge 28 nach der einen und nach der anderen Seite durch einen Wechselstrom erreicht wird, dessen Periodenzahl der natürlichen Schwingungsperiode der Zunge entspricht.
Die schwingende Zunge 28 kann sowohl zum Schliessen als auch zum Unterbrechen eines Ortsstromes benutzt werden, wobei in den Zeichnungen der letzte Fall dargestellt ist.
Auf jeder Seite der Zunge 28 ist je eine wagrecht liegende, hochkantig gestellte Feder 32 angeordnet, die miteinander durch Vorsprünge 33 in Berührung stehen, die jedoch für gewöhnlich mit der Zunge 28 nicht in Berührung kommen und von dieser elektrisch isoliert sind. Die natürliche Schwingungsperiode der Federn 32 ist von der der Zunge 2R verschieden.
Die beim Durchströmen eines Wechselstromes durch die Spulen 16 und 17 in Schwingung geratene Zunge 28 versetzt auch die Federn 3 ; J in Schwingung und, da diese von der Schwingungsperiode der Zunge 28 verschieden ist, so kommen die Federn 32 infolge der Schwingungen ausser Berührung miteinander und der durch deren Fortsätze 33 geschlossen gewesene Ortsstromkreis wird auf diese Weise unterbrochen.
Es leuchtet ohne weiteres ein, dass es bei einem Relais, das auf äusserbt schwachen Wechselströmen ansprechen soll, von grosser Wichtigkeit ist. den Zwischenraum zwischen den Kernen und der schwingenden Zunge genau regeln zu können. Zu diesem Zwecke sind die Kerne 29 mit einem Elfenbein-o. dgl. isolierten Teil 30 versehen, durch den Stell-
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gesehenen Arm 31 aus Messing o. dgl. stützen. Durch Anziehen der Schrauben 34 kann man je nach Bedarf das eine oder das andere der Kernenden 29 durch Wegbiegen von der Zunge 28 entfernen.
Zweiter Stromkreis :
Durch diesen Stromkreis fliesst für gewöhnlich Strom aus der Batterie 3J, die an die Wicklung des Magneten 36 und dann an die Kontaktzunge 32 angeschlossen ist und deren zweiter Pol an die zweite Kontaktfeder 32 angeschlossen ist. Die gewöhnliche Erregung dieses Magneten bewirkt ein Anheben des Hebels. 37. wodurch zwei weitere Kontakt- paare 38, 39 und 40, 41 offen gehalten werden. Wird dieser zweite Stromkreis an den Kontakten 33 (Fig. 4) geöffnet, so fällt der Hebel. 37 herunter, wodurch an den Kontakten 38, 39 und 40. 41 andere Stromkreise geschlossen werden.
Dritter Stromkreis :
Die Anschlussklemme. 39 ist an die Anschlussklemme 61 angeschlossen, die über die Batterie 42. Klemme 4. 3, l\Iagnetwicklung 44 mit dem Kontakt38 verbunden ist. Wie man sich leicht aus dem Schaltungsschema überzeugen kann, geht dieser Stromkreis nicht durch
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die Wicklung des oberen Magneten 7J, sondern nur durch die Wicklung 44 und seine Wirkung besteht in der Erregung des unteren Magneten 44, der den Hebel 46 anzieht, wodurch die Kontakte 47, 48 offen gehalten werden, während die Wicklung 45 in diesen Stromkreis eingeschaltet wird, wenn der Hebel 4 in die mit F bezeichnete Lage kommt.
Vierter Stromkreis :
Der Kontakt 41 ist an die Batterie 49 angeschlossen und dann an die Wicklung 50, 51 des Solenoides 15, die mit dem Kontakt 53 verbunden ist. Für gewöhnlich ist 53 durch die von der Trommel 9 getragene Platte 55 mit dem Kontakt 54 verbunden.
Der Kontakt 54 steht durch einen Draht mit 56 in Verbindung, der durch eine vom Hebel 4 getragene Kontaktplatte 58 in der mit E bezeichneten Stellung des Hebels 4 mit dem Kontakt 57 verbunden und dadurch an den Kontakt 40 angeschlossen ist. Ist deshalb der Kontakt 40, 41 hergestellt, so wird das Solenoid 15 erregt, dessen Kern 59 hochgeht und zuerst die Kontakte 60, 61 schliesst. Der Kern 59 ist jedoch so angeordnet, dass er während seines Hochgehens ausser 60, 61 noch weitere Kontakte schliesst.
Die Bewegung des Kernes 59 wird durch einen mit Öl o. dgl. gefüllten Bremszylinder 62 geregelt, in dem sich ein Kolben 63 langsam bewegt und nur unter der Wirkung
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langsam in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt.
Fünfter Stromkreis :
Der Kontakt 60 ist an die Klemme 65, einen Magnetanker 66 angeschlossen, die mit dem Kontakt 67 in Berührung kommen kann und ferner an die Wicklung eines
Elektromagneten 68, mit dem eine rote Lampe 70 in Reihe geschaltet ist. Die Lampe 70 ist an die Klemme 71 und dann durch die vom Hebel 4 getragene Platte 72 an einen anderen Kontakt 73 angeschlossen, der über einen Kontakt 7. an eine Batterie 75 an- geschaltet ist. Die Batterie 75 liegt an der Klemme 76 einer Glocke 77, deren zweite
Klemme 78 mit dem Kontakt 61 verbunden ist, wobei in die Leitung der Glocke ein
Widerstand 79 eingeschaltet ist, durch den ein Flackern der Lampe verhindert wird. Es leuchtet ein, dass durch Schliessen des Stromkreises 60, 61 die Glocke zum Läuten und die rote Lampe zum Aufleuchten gebracht wird.
Wie vorhin erwähnt, geht dieser Stromkreis über die Wicklung eines Elektro- magneten 68, wodurch die Anker 66 und 80 angezogen werden, von denen der eine bei 67, der andere bei 82, 83'einen Stromkreis schliesst.
Bringt der Signalaufseher beim Ertönen der Glocke und beim Aufleuchten der roten
Lampe den Hebel 4 aus der Lage E in die Stellung F, so wird der eben beschriebene fünfte Stromkreis bei 73, 71 unterbrochen. Da es nun erwünscht ist, dass die rote Lampe während der ganzen Zeit des Aufenthaltes des Zuges innerhalb des Hauptteiles 1 des
Hauptstromkreises leuchten bleibt, so ist ein Hilfsstromkreis vorgesehen. Wenn der Anker 66 mit 67 in Berührung kommt, so ist er auch mit der Batterie 84 verbunden, die an die . Klemme 71 angeschlossen ist. Auf diese Weise wird die Lampe von den Batterien 75 und dz die parallel geschaltet sind, gespeist.
Wenn der eine Stromkreis durch die Bewegung des
Hebels 4 von E nach F unterbrochen wird, so wird die Lampe immer noch von der
Batterie 84 gespeist, indem der Stromkreis folgenden Verlauf hat : Batterie 84, Kontakt 71,
Lampe 70, Magnet 68, Kontakt 65, Anker 66, Kontakt 67, Batterie.
Das Läuten der Glocke und das Aufleuchten der roten Lampe 70 sind die ersten
Signale, durch die der Aufseher auf das Eintreten eines Zuges in die Blockstrecke aufmerksam wird, worauf dann der Aufseher den Hebel 4 in die Stellung F zu bringen hat, was zur Folge hat, dass das Läuten der Glocke aufhört, während die rote Lampe weiter leuchtet.
Sechster Stromkreis ;
Durch das Anziehen des Ankers 80 infolge der Erregung des Magneten 68 wird ein
Stromkreis an 8, ?, 83 geschlossen, der wie folgt verläuft : Kontakt 82, Kontakt 85.
Batterie 86, Solenoidwicklung 87, Kontakt 89 und Kontakt 83. Der Kern des Solenoides schliesst einen weiteren-siebenten-Stromkreis an 90, 91, durch den der Wechsel- stromgenerator in Tätigkeit gesetzt wird.
Siebenter Stromkreis :
Der Verlauf des siebenten Stromkreises ist wie folgt : Kontakt 90, Batterie 65,
Klemmen 96 und 97 der Feldwicklung des Generators 98, die Reihenwicklungen 99 und 100 des Solenoides 101 und Kontakt 91. Der Zweck dieses siebenten Stromkreises ist, wie schon erwähnt, den Generator 98 in Tätigkeit zu setzen, ausserdem aber durch das Solenoid 101 den Hebel 4 in der Stellung F zu sperren, solange dieser Stromkreis geschlossen bleibt, was während des Aufenthaltes des Zuges über dem Teil 1 der Fall ist. Die Wick- lungen 99, 100 sind jedoch nicht stark genug, um den Hebel J aus der Stellung E in die
Lage F zu bringen.
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Achter Stromkreis :
Die Klemmen 110, 111 des den Wechselstrom liefernden Generators sind an die Klemmen 112, 113 des Teiles 114 der Streckenleitung angeschlossen, der durch die Tätigkeit des Generators 98 einen vom Zug getragenen Wecbselstromgenerator selbsttätig in Tätigkeit zu setzen bestimmt ist. Wie in der Zeichnung ersichtlich, sind die zu dem Teil 114 führenden Leitungsdrähte j15 verflochten oder. in passenden Zwischenräumen gekreuzt, um eine Induktion zwischen ihnen und dem Hauptstromkreis zu vermeiden.
Neunter Stromkreis :
Wenn der Signalaufseher den Hebel 4 aus der Lage E in die Stellung F bringt, so hat diese Tätigkeit zwei Wirkungen zur Folge : Erstens wird dadurch der vierte, über 50, 51 gehende und folglich auch der Stromkreis 60, 61 unterbrochen, während alle übrigen vorhin beschriebenen Stromkreise geschlossen bleiben. Zweitens geht dann der Strom von der Batterie 42 durch Kontakt 64, Platte 120, Kontakt 121 in die Magnetwicklung 45 und von da zurück nach dem zweiten Pol der Batterie 42. Der Magnet 45 ist jedoch nicht in der Lage, den Hebel 46 anzuziehen, da der durch den Magnet 44 gehende - dritte - Stromkreis noch geschlossen ist, weil der Zug noch nicht aufgehört hat, Strom zu senden.
Zehnter Stromkreis :
Nach Ablauf von etwa 30 Sekunden hört der Zug auf. Strom zu senden, was zur
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stromlos werden, so dass der Hebel 46 vom Magnet 45 angezogen wird und die Kontakte 47 und 48 verbindet. Die Wirkung davon ist, dass die Stromkreise Signale auf eine nachfolgend beschriebene Weise empfangen können.
Elfter Stromkreis :
Es wird vorausgesetzt, dass der Hebel 4 sich in der Stellung F befindet und dass der Zug an dem Teil 114 vorbeigefahren ist und sich gerade über dem Teil 2 befindet, so dass der vom Zug getragene Wechselstromgenerator in Induktionsverbindung mit diesem Teil, 9 steht. Da der Teil. 9 einen Teil des Stromkreises 1 bildet, so wird die Wirkung dieses Wechselstromes genau dieselbe sein, wie die bei Beschreibung des ersten Stromkreises erwähnte, indem der zweite Stromkreis bei 33 unterbrochen und die Kontakte 88, 39 und 40, 41 wieder geschlossen werden, jedoch mit Rücksicht auf die Stellung F des Hebels 4 mit folgendem Erfolg :
Zwölfter Stromkreis ;
Durch die Herstellung des Kontaktes 38, 39 wird ein Strom durch den Magnet 44 induziert, der jedoch-nicht dazu bestimmt ist, dem Hebel J6, der infolge der Lage F des Hebels 4 vom Magneten 45 in einer gehobenen Lage gehalten wird, zu bewegen.
Dreizehnter Stromkreis :
Dieser Stromkreis wird hergestellt durch die Verbindung der Kontakte 40 und 41 und läuft von der Batterie 49 über die Wicklungen 50, 51, des Solenoides 15, Kon-
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57, 40 und 41 nach der Batterie zurück. Dies hat die Wirkung, dass der Kern 59 wieder gehoben und ein Stromkreis an 60, 61 geschlossen wird.
Vierzehnter Stromkreis :
Er verläuft wie folgt : Kontakt 61, Glocke 77, Batterie 75, Kontakt 74. Platte 125, Kontakt 126, grüne Lampe 127, Magnetwicklung 128, Anschlussklemme 65 und Kontakt 60.
Dieser Stromkreis bewirkt ein Aufglühen der grünen Lampe und ein Läuten der Glocke 77, um dem Signalaufseher anzuzeigen, dass der Zug die Blockstrecke verlässt. Gleichzeitig wird durch die Erregung des Magneten 128 der Anker 129 angezogen, der einen dem sechsten Stromkreis entsprechenden Stromkreis über 85, 89 schliesst. Mit Rücksicht auf die geringe Dauer, während der sich der Zug über dem Teil 2 befindet, werden diese Stromkreise fast augenblicklich wieder unterbrochen und durch den sich langsam senkenden Kern 59 in ihren ursprünglichen Zustand gebracht.
Fünfzehnter Stromkreis :
Der Kontakt 185 ist an die Wicklung 136, 187 des Solenoides 101 angeschlossen,
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Kommt ein zweiter Zug in dieselbe Blockstrecke. während sich der Hebel 4 in der Lage F befindet, so ist eine Einrichtung getroffen, um beide Züge selbsttätig zum Stehen zu bringen. Gleichzeitig wird bei der Stellung F des Hebels 4 beim Einlaufen eines zweiten Zuges in die Blockstrecke der Kern 59 in seine höchste Stellung gebracht, wodurch die rote Lampe ausgeschaltet,. die grüne Lampe eingeschaltet und die Glocke 77 zum Läuten gebracht wird.
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Sechzehnter Stromkreis :
Beim Hochgehen schliesst der Kern 59 den Stromkreis an 140, 141, durch den der Hebel 37 heruntergezogen wird und die Kontakte 38, 39 und 40, 41 geschlossen gehalten werden, bis der Kern 59 seine höchste Stellung erreicht hat.
Siebzehnter Stromkreis :
Der Kern 59 steigt höher und kommt, nachdem er den Stromkreis an 134, 135 geschlossen hat, mit dem Teil 142, von dem er für gewöhnlich getrennt ist, in Berührung.
Dabei wird die Kontaktstange 14 gehoben, die gleichzeitig den Kontakt 143 mit dem Kontakt 10 und den Kontakt 20 mit dem Kontakt 144 verbindet.
Achzehnter Stromkreis :
Der Verlauf dieses Stromkreises ist folgender : Kontakt 143,. \larmglocke 145,
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Wechselstromgenerators angeschlossen sind, Kontakte 144, 20, 22, 23, Klemme. M, Hauptteil des festen Stromkreises 1, Anschlussklemme 5, Kontakte 6 und 7 und Kontakt 10.
Die dargestellte Registriereinrichtung besteht aus einer sich fortwährend drehenden
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neten 146, 147 ausgebildet ist und seine Bewegung auf der Tiommel 148 aufzeichnet.
Die Wirkung dieses Stromes ist das Läuten der Alarmglocke, die Bewegung der Registriervorrichtung sowie anderer vom Zuge getragener Warnungseinrichtungen sowie schliesslich, durch Schliessen der Dampfventile zwei auf der Blockstrecke sich befindende Züge aufzuhalten.
Auf diese Weise berichtigt die neue Einrichtung etwaige vom Signalaufseher gemachte Fehler und registriert diese.
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Die'Telephonanlage besteht aus einem Sender 150 von passender Bauart, der drei Induktionsspulen aufweist, aus einem Doppelhörer 1, 51, dessen Arme an der Trommel 9 sitzen und derart angeordnet sind, dass beim Anheben des Hörers von seiner hängenden
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stromkreises angeschlossen, zwischen denen ein zur Erzeugung des Stromes genügender Spannungsabfall vorhanden ist. Auf diese Weise ist die Telephonanlage in unmittelbarer Verbindung mit den Anschlussklemmen 5 und 25, so dass der Signalaufseher sich mit den Zügen telephonisch verständigen kann.
Selbstverständlich kann man an Stelle der Telephon-eine Telegraphenanlage in Verbindung mit der Signaleinrichtung verwenden, indem man den Sender durch einen Morseapparat ersetzt.
II. Einrichtung auf dem Zuge (Fig. 2).
Erster Stromkreis :
Der erste Stromkreis der vom Zug getragenen Einrichtung enthält einen Rahmen oder eine Spule 200 mit einer grossen Anzahl von Drahtwicklungen, die in geeigneter Weise auf der Innenseite des Wagens oder auf andere passende Weise angeordnet sind. Die Anschlussklemmen dieser Spulen sind mit 201 und 213 bezeichnet. Die Schaltung des ersten Stromkreises ist folgende : Anschlussklemme 201, Kontakt 202, der mit dem Kon-
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tragenen Platte über den Kontakt 212 an die Anschlussklemme 213 angeschlossen ist. Durch diesen Stromkreis geht der Wechselstrom, während der Zug an dem in den Hauptstromkreis der ortsfesten Anlage eingeschalteten Teil 114, den sogenannten Stromwiederhersteller, vorüberfährt.
Zweiter Stromkreis :
Dieser wird von der Batterie 214 gespeist, die an die Wicklung 215 eines Elektromagneten angeschlossen ist, der für gewöhnlich den Hebel 216 nach unten zieht. Ausserdem liegen die Relaiskontakte 33'in diesem Stromkreis, Geht ein Wechselstrom hindurch, so wird der Kontakt zwischen den Federn 33'gelöst, wodurch der Magnet 215 stromlos wird, so dass der Hebel 216 durch ein passendes Gegengewicht gehoben werden kann. was das Schliessen eines Stromkreises an 217, 218 zur Folge hat.
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Dritter Stromkreis :
Der Verlauf dieses Stromkreises ist folgender : Kontakt 217, Kontakte 219 und 220, Schaltklinke 221, die für gewöhnlich geschlossen gehalten wird, ausser beim Geben von Nebelsignalen, Magnet 222, Batterie 223 und Kontakte 218.
Die Kontakte 226,227, 228 und 229 treten nur beim Geben von Nebelsignalen in Tätigkeit, infolge dessen werden sie hier bei der Beschreibung der normalen Wirkungsweise des Apparates nicht miterwähnt.
Vierter Stromkreis :
Der Zweck der Erregung des Magneten 221 ist, den Kern 230 zu heben, der den Stromkreis 231, 232 schliesst. Der Kontakt 231 ist an die Batterie 233 angeschlossen und über sie an den Magneten 234, der eine Dampfpfeife 235 sowie eine Signallampe 236 steuert und an den Kontakt 232 angeschlossen ist. Die Wirkung der Erregung des Magneten 222 ist demnach ein Aufglühen der Signallampe 236 und das Auslösen der Dampfpfeife 235.
Während der Zug über den Teil 114 fährt, ist der indizierte Strom von äusserst geringer Dauer, so dass der Kern 230 nicht seine volle Höhe erreicht und der induzierte Strom schnell unterbrochen wird.
Fünfter Stromkreis :
Während der Kern 230 seine Aufwärtsbewegung beginnt, hebt er den Stift 238 und gibt auf diese Weise den mit einem Gegengewicht versehenen Hebel 239 frei, so dass dieser die zwei Kontaktbürsten 240, 241 sowie den einen Sperrzahn 243 tragenden Hebel 242 hebt, was das Ingangsetzen des sendenden Teiles des Zugapparates zur Folge hat.
Die Sendereinrichtung des Zuges besteht aus einer Federtrommel 244 mit einem Uhrwerk o. dgl., das das Bestreben hat, eine Welle zu drehen, auf der zwei durch einen Zwischenraum getrennte. Trommeln 245 und 246 sowie eine Bremstrommel 247 angeordnet sind. Wird der Hebel 239 gehoben, so gerät die Trommel 245 in Drehung. Sie besitzt einen leitenden Umfang und ist an einer Stelle mit einem Zwischenraum versehen oder entsprechend isoliert, so dass die Kontaktbürsten 240, 241 beim Stillstand des Apparates auf dieser Stelle liegen. Fällt der Hebel 239 während der Drehung der Trommel 245 herunter, so schliessen die Kontaktbürsten 240, 241 einen Stromkreis, der wie folgt ver- läuft :.
Kontaktbürste 240, Anschlussklemme 248, Wicklung 249, Batterie 250, Magnet 251,
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durch die Bewegung des Magneten 251 das Ingangsetzen des Generators 255.
Sechster Stromkreis :
Durch das Anheben des Ankers des Magneten 251 wird die Batterie 260 mit dem Anker und der Feldwicklung des Generators 255 in Verbindung gesetzt, der auf diese Weise in Gang gesetzt wird.
Siebenter Stromkreis :
Dieser bezweckt das Senden des erzeugten Wechselstromes.
Die Anschlussklemme 262 des Generators 255 ist an den Kontakt 254 angeschlossen,
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und der Anschlussklemme 263 des Generators 255 verbunden. Der Erfolg davon ist, dass ein Strom durch den Rahmen 200 geschickt wird, während die Trommel 245 eine vollständige Umdrehung macht. Diese Drehung der Trommel 245 beginnt in dem Augenblick, wo der Zug an dem Teil 114 vorüberfährt und ist derart abgepasst, dass sie noch andauert, während der Zug den Teil 2 des Hauptstromkreises überfährt und in den Hauptteil 1 der nächsten Blockstrecke eintritt, so dass der erzeugte Wechselstrom in die ortsfeste Station mit den vorhin beschriebenen Wirkungen geschickt wird.
Bleibt der Zug aus irgendeinem Grunde stehen, so wird ein Stromkreis geschlossen, der eine Bremsvorrichtung in Tätigkeit setzt, die den Senderapparat in seiner Arbeitsstellung festhält, so dass er bei seinem Wiederingangsetzen sofort Wechselstrom liefert, wenn er beim Anhalten solchen Strom gesandt hat. Dieser Stromkreis wird durch eine von einem Hebel 270 getragene Platte geschlossen, durch die die Verbindung zwischen den Kontakten 271, 272 hergestellt wird. Der Strom läuft dann von 271 über die Anschlussklemme 273, die Kontaktbürste 274, die Leitungstrommel 246, den zweiten Kontakt 275, die Anschlussklemme 276, die Batterie 277 zurück zum dem Kontakt 272.
Es ist ohne weiteres klar, dass der Stromkreis nur während der Drehung der Trommel 246 geschlossen wird, da in deren Ruhelage die Kontaktbürsten über dem isolierten Stück zu liegen kommen und der Strom dann durch den Widerstand 278 fliesst, der zwischen den Anschlussklemmen 273 und 276 angeordnet ist.
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In den zuletzt beschriebenen Stromkreis ist ein Magnet ' '9 eingeschaltet, der beim
Stillstehen eines Zuges, während sich der Senderapparat dreht, eine Bremse 280 an die
Trommel 247 drückt und die Drehung aufhält, während beim Stillstehen dieses Teiles des
Apparates der Strom durch den mit dem Magnet in Reihe geschalteten.. Widerstand 278 fliesst und so die Wirkung der Bremse verhindert.
Wie in der Zeichnung ersichtlich, ist die Bremstrommel 247 auf ihrem Umfange mit einer Aussparung versehen, in die nach einer vollständigen Umdrehung der Sperrzahn 248 des ausbalanzierten Hebels 242 einschnappt und die weitere Drehung verhindert.
Wird durch den Zugapparat eine Zeitlang Strom geschickt, so wird durch das Hochgehen des Kernes ss der Stromkreis 281, 282 geschlossen. Der Kontakt 281 ist an eine Registriervorrichtung 146, 147, wie sie für die ortsfeste Station beschrieben wurde, angeschlossen, die ihrerseits mit dem das Dampfventil steuernden Magneten 283 verbunden ist. Der Magnet 283 liegt an der Batterie 284 über dem Kontakt 282. Dieser Stromkreis bewirkt die Erregung des Magneten und das Schliessen des Dampfventils, was das selbst- tätige Anhalten des Zuges zur Folge hat.
Wie vorhin erläutert, sind die Hörer 205 an eine Trommel 204 angeschlossen, die mit einer Reihe von Kontakten versehen ist. Beim Anheben des Hörers werden die Kontakte 202 und 212 mit den Kontakten 285 und 286 verbunden. Der Kontakt 212 ist an die Anschlussklemme 213 des Rahmens 200 angeschlossen, dessen zweite Anschlussklemme 201 mit der Anschlussklemme 202 verbunden ist.
Die Kontakte 285 und 286 sind an den Telephonsender 287 und die Batterie 288 angeschlossen, derart, dass beim Anheben des Hörers der Sender in den Stromkreis des Rahmens 200 eingeschaltet wird.
Der zweite Rahmen 290 ist an die Anschlussklemme 291 des Hörers und an die Kontakte 292 und 293 so angeschlossen, dass beim Anheben des Hörers die Kontakte 292, 293 durch die von der Trommel 204 getragene Kontaktplatte miteinander verbunden werden, wodurch die Fernsprechanlage sowohl zum Senden als auch zum Empfangen von Nachrichten bereit gemacht wird.
K ebelsignaleinrichtung :
Gleichzeitig mit den beschriebenen Einrichtungen wird eine Vorrichtung verwendet, die bei Nebel oder bei anderen Gelegenheiten in Tätigkeit tritt.
Auch diese Vorrichtung wird durch einen Wechselstrom gesteuert, der durch den ortsfesten Stromkreis in dem Rahmen 200 induziert wird und dessen Wirkung genau dieselbe ist, wie die vorhin beschriebene, indem das Relais 16', 17 beeinflusst wird, das den Magneten 215 stromlos macht, das hat zur Folge, dass der Hebel 216 hochgeht und den Stromkreis 217, 218 schliesst.
Der Kontakt 217 ist an die Kontakte 219, 220, Wicklung 300, Magneten 222, Batterie 223 und Kontakt 218 angeschlossen, wodurch gleichzeitig der Kern 230 und der Hebel 301 gehoben werden. Der Hebel 301 ist mit einem Fortsatz 302 versehen, der in
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Auf der die Trommel und das Uhrwerk tragenden Welle ist eine Kontaktscheibe 304 befestigt, die an einer Stelle unterbrochen oder isoliert ist, Wenn der Fortsatz 302 des
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Zwischenraum der Scheibe 304, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird. Wird der Hebel 301 gehoben, so setzt sich die Scheibe 304 in Drehung, wobei die Kontaktbürste 305 auf deren Umfang schleift.
Diese ist über die Welle 306, die Anschlussklemme 307, den Magneten 308, die Wicklung 309 der Magnetbremse 380 die Kontakte 228, 229 und die Batterie 310 mit der Kontaktbürste 305 verbunden. Infolge dessen wird beim Hochgehen des Kernes und beim Erregen des Magneten 300 die Scheibe 304 sich drehen, während
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Anker 313 geschlossen, wobei der Kontakt 311 mit der Klemme 252 und der Kontakt 312 mit der Klemme 248 und über diese mit dem Solenoid 249, der Batterie 250, dem Solenoid 251 und der Klemme 252 verbunden ist, wodurch der Stromkreis geschlossen wird.
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mittels des -Solenoides 249 der Hebel 208 gehoben wird, wodurch der Kontakt 254 und die Anschlussklemme 206 miteinander verbunden werden und infolgedessen der Generator in den Stromkreis des Rahmens 200 eingeschaltet wird. Hierdurch wird ein etwa in die Block-
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Signalaufseher angezeigt.
Bei einer weiteren Bewegung des Zuges werden die Kontakte 226, 227 geschlossen und dadurch die die Nebelsignale sendende Einrichtung angehalten. Darauf wird der Strom-
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gewöhnlich geschlossene zweite Stromkreis unterbrochen wird. Durch die Unterbrechung des zweiten Stromkreises werden der dritte und der vierte Stromkreis geschlossen, wobei durch den vierten Stromkreis der Solenoidschalter bewegt wird, der den fünften Stromkreis schliesst und so in der Signalbude die Glocke zum Läuten und die rote Lampe zum Aufleuchten bringt, wobei das Läuten der Glocke solange andauert, bis der Signalaufseher den Htbel 4 umlegt und den sechsten und siebenten Stromkreis schliesst.
Hierdurch wird der ortsfeste
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die bewegliche, vom Zuge getragene Einrichtung inzwischen die Stromerzeugung unterbricht und zur Empfangnahme von Signalen bereit wird. Durch den in Tätigkeit getretenen ortsfesten Stromerzeuger wird in der Hilfsstreckenleitung 114 der achte Stromkreis gebildet, der beim Vorüberfahren des Zuges über diese Hilfsstreckenleitung den vom Zug getragenen Wechselstromerzeuger wieder in Tätigkeit setzt, so dass bei der weiteren Bewegung des Zuges über den Streckenleitungsteil 2 in diesem ein Wechselstrom induziert wird, der mit Rücksicht darauf, dass der Hebel in seiner Blockierungslage gesperrt ist, eine andere Wirkung hat, als wenn der Zug in die Blockstrecke zuerst über den Teil 2 gelangt.
Beim Vorüberfahren des Zuges über die Strecke 2 werden durch den vom Zug induzierten Strom der neunte bis zwölfte Stromkreis geschlossen, die die grüne Lampe aufleuchten und eine Glocke ertönen lassen, wodurch angezeigt wird, dass der Zug die eine Blockstrecke verlassen hat und in die nächste eingefahren ist.