DE321882C - Zugsicherungseinrichtung, bei der durch ein auf der Strecke befindliches pulsierendes Magnetfeld auf dem Zuge fuer das Signal "Freie Fahrt" ein hoerbares Zeichen gegebenwird - Google Patents
Zugsicherungseinrichtung, bei der durch ein auf der Strecke befindliches pulsierendes Magnetfeld auf dem Zuge fuer das Signal "Freie Fahrt" ein hoerbares Zeichen gegebenwirdInfo
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Description
REICHSPATENTAMT·
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oi GRUPPE 35
Arthur Thompson in Withington, Manchester, Engl.
hörbares Zeichen gegeben wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24, Juni 1915 ab.
Es sind Zugsieherungseinrichtungen bekannt, bei denen durch ein auf der Strecke befindliches
pulsierendes Magnetfeld auf dem Zuge Signale ausgelöst werden; dies sind Warnungssignale,
deren Versagen eine große Gefahr für den fahrenden Zug bedeutet. Die neue Zugsicherung
soll dagegen ein Zeichen »Freie Fahrt« auslösen, so daß ein Versagen keine Gefahr
in sich schließt, sondern höchstens eine vergrößerte Aufmerksamkeit des Zugpersonals
veranlaßt. Eine Gefährdung des Zuges könnte bei Verwendung dieses Signales nur dadurch
entstehen, daß es von außen, etwa durch die Wirkung vagabundierender Ströme einer Starkstromleitung,
ausgelöst wird, obgleich die Strecke nicht frei ist. Es ist deshalb erforderlich, der
Signalvorrichtung eine solche Ausführung zu geben, daß sie auf ein pulsierendes Magnetfeld
nur ganz bestimmter Schwingungszahl
ao anspricht, und zwar auch dann, wenn die magnetischen Impulse nur sehr schwach sind.
Nach der Erfindung wird mittels eines polarisierten, polwechselnden Wechselstromrelais
ein von der Zugbatterie betätigtes Zungenrelais gesteuert, dessen Eigenschwingungszahl
niedriger als die Wechselzahl des Magnetfeldes ist und durch Anschlagkontakte auf die
Schwingungszahl des Magnetfeldes erhöht wird.
! Die schwingende Zunge gibt die hörbaren Zeichen und kann auch dazu verwendet
ι werden, in das Solenoid einer Bremse 0. dgl. j einen intermittierenden Strom zu senden,
dessen Stromstöße im Verhältnis zu den Intervallen zeitlich sehr lang sind. Diese die
; Bremse in der Ruhestellung haltende Anord-J nung verhindert, daß die Bremse auch durch
einen Kurzschluß, also durch einen Gleichstrom, gesperrt gehalten werden kann.
In dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist Fig. ι ein Vorderaufriß des Polwechselrelais
ohne die Spulen, wobei die Stellung der Kerne und Polstücke in bezug auf die Anker
und die Stellung des unteren Ankers in bezug auf die Kontaktschrauben wiedergegeben ist.
Auch die Einrichtung zur Einstellung der Anker ist gezeichnet. Fig. 2 ist ein Grundriß
des oberen Teiles des Polwechselrelais und zeigt die Stellung des oberen Ankers in bezug
auf die unteren Polstücke, sowie den gebogenen permanenten Magneten. Fig. 3 ist ein
Grundriß des unteren Teils des Polwechselrelais und zeigt die Stellung des unteren
Ankers in bezug auf die unteren Polstücke und die Kontaktschrauben. Fig. 4 ist ein
Vorderaufriß des Polwechselrelais und zeigt die Bewicklung der Kerne, Fig. 5 ist ein
Seitenaufriß des Polwechselrelais nach Entfernung der Kerne und zeigt die Befestigung
der beiden Anker an dem Drehzapfen. Fig. 6 ist ein Seitenaufriß des Vibrators und zeigt
die verschiedenen Teile der Zunge und ihre Lage in bezug zu dem permanenten Magneten.
Fig. 7 ist ein Grundriß des Vibrators und zeigt die Art der Befestigung der Seitenfedern. Fig. 8
ist der Grundriß einer anderen Zungentype
ίο mit einem Doppelanker. Fig. g ist ein Seitenaufriß
der Zunge und zeigt die seitlichen Kontaktfedern und den Halter. Fig. io zeigt
die Verbindungen der Zugstromkreise als Ganzes.
Das Folgende ist eine Beschreibung eines alten und sehr bekannten Telegraphenrelai?,
das für die Zwecke der Erfindung geändert ist. Die Kerne ι (Fig. ι und 4) sind etwas
langer als gewöhnlich und bestehen aus einem
20. Bündel weicher Eisendrähte oder aus einer Anzahl dünner Streifen aus weichem Eisen,
oder sie sind sonst irgendwie hergestellt. Die Polstücke 2, welche in der gezeichneten Weise
einen Ansatz bilden, können einfache Ansätze der Kerne sein oder sie können abnehmbar
und einstellbar gebaut sein. Diese Polstücke sind gebogen, wie in Fig.' 2 und 3 dargestellt,
und zwar an der Seite, wo sie den Ankern gegenüberliegen, damit ihre Zugkraft an dem
gewünschten Punkte ausgeübt wird. 3 ist ein Drehzapfen aus nichtmagnetischem Metall,
über dessen Enden die beiden kurzen Anker 4 und 5 geschraubt und befestigt sind. Der
untere Anker ist durch seinen Ansatz 6 etwas langer als der obere. Dieser Ansatz, welcher
ein Fortsatz des Ankers sein oder aus einem Nickelansatz bestehen kann, ist mit Platinkontakten
belegt, welche nicht gezeichnet sind. Die Enden des Drehzapfens ruhen in Stein- oder Metallagern 7. Der permanente Hufeisenmagnet
8 ist gebogen, wie in Fig. 2 dargestellt, damit das Relais von einem Messingzylinder
geschützt werden kann. Die Pole N und S
. des permanenten Magneten liegen ganz nahe an den festen Enden des Ankers, wie in Fig. 2
und 5 dargestellt. Man könnte auch andere Magnetformen verwenden. 9 und 10 sind zwei
mit Plätinspitzen versehene Kontaktschrauben, welche in der üblichen Weise durch gespaltene
go Schulteransätze 11 und 12 getragen werden.
Diese Schrauben liegen auf beiden Seiten des unteren Ankeransatzes 6, so daß dieser zwischen
ihnen spielen kann. Die Elektromagnete- sollen wenigstens 3x/2 Zollhoch sein, wobei dieses Maß
von dem Boden der unteren Polstücke bis zu der oberen Fläche der oberen Polstücke genommen
ist.
Eine der Haupteigenschaften dieses Relais, welches wegen seiner Hauptaufgabe »Polwechsler«
genannt werden soll, ist die Bewicklungsweise der Kerne. Diese ist in Fig. 4 dargestellt. Jeder Kern ist mit zwei getrennten
Spulen bewickelt. Ein Strom, der bei der Klemme t1 eintritt, findet seinen Weg zur
Klemme i4 auf vier verschiedenen Wegen, nämlieh
a) durch die untere linke Spule,
b) durch die rechte untere Spule,
c) durch die Klemme i2, die linke obere
Spule und die Klemme t3,
d) durch die Klemme P, die rechte obere
Spule und die Klemme t3.
Ein Grund für diese Bewicklung der Kerne ist die Vermehrung der magnetomotorischen
Kraft der Elektromagnete; dieses wird möglich
durch den recht geringen Widerstand der Zuginduktionsspule. Ein anderer Grund ist der,
die Selbstinduktion des Relais zu vermindern. Jede Spule soll aus Nr. 38 des^ britischen
Standarddrahtes bestehen, wob©,dieser Kupferdraht
zu einem Widerstände von 300 bis 400 Ohm gewickelt ist. Man könnte zu diesem Zweck
auch Emailledraht verwenden. Naturgemäß soE die Erfindung nicht auf die Verwendung
dieser Mehrfachwicklung, noch auf die Anwendung eines bestimmten Drahtes beschränkt
sein.
Der Drehzapfen 3 ist mit der Klemme 13 durch eine sehr biegsame Drahtrolle 14' aus
Phosphorbronze- oder Kupferdraht verbunden, wobei es wesentlich ist, daß die Bewegung
der Anker durch diese Verbindung nicht gehemmt wird. Die Kontaktschrauben 9 und 10
sind so einzustellen, daß die Bewegung der Anker nur außerordentlich klein ist und daß
die. Anker zwischen ihren Polstücken gleich weit entfernt liegen, wenn sie mit den Kontaktschrauben
nicht in Berührung stehen.
Die zweckmäßigste Entfernung zwischen den gekrümmten Flächen der Polstücke und den
Ankern kann durch Versuch festgestellt werden, wobei darauf zu achten ist, daß die unmittelbare
Nähe der ersteren mit den letzteren durchaus noch nicht die empfindlichste Stellung
bedeutet.
Da man den Ankern keine Schrägung zu geben braucht, wie dies sonst bei der TeIegraphie
nötig ist, ist die übliche Einstellung des Apparates nicht in der umständlichen Weise wie sonst nötig. Die Einstellung kann no
vielmehr genau und endgültig in der Werkstatt selbst erfolgen. Man kann jedoch noch
zusätzliche Vorrichtungen zur Einstellung anordnen, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die
Träger 11 und 12 sind auf einem beweglichen
Schlitten 15 angeordnet und sind von ihm durch einen Streifen 16 aus isoliertem Material
getrennt. Dieser Schlitten bewegt sich auf der entsprechend gelagerten Einstellschraube 17
und der Führung 18. Die Spulen des Relais liegen in dem Stromkreis einer Spule, welche
um einen Wagen herumgewickelt ist, und
werden von den schwachen Sekundärströmen erregt, welche durch die Pulsationen des
Schienenmagnetfeldes induziert werden. Ein Kondensator K liegt parallel zu den Klemmen tB
und te der Zugspule A (Fig. io). Das so gebaute
Relais spricht auf Induktionsströme an, welche durch eine sehr geringe induzierte
elektromotorische Kraft erregt werden, und ist weit empfindlicher, als die sonst im TeIegraphenbau
allgemein verwendeten normalen Instrumente.
' Durch das Zusammenarbeiten des oben beschriebenen Polwechselrelais mit einem Vibrator
der in folgendem zu beschreibenden Type wird ein andauerndes akustisches Signal in dem
Raum des Zugführers erzeugt, wenn induzierte Ströme in der Zugspule fließen. Diese akustische
Anzeige soll als »Freie Fahrt «-Signal für den Zugführer dienen und ein solches Signal
ist der wichtigste Teil der Erfindung.
Dieses »Freie Fahrtcc-Signal kann nicht zufälligerweise
durch einen Kurzschluß im Zuge gegeben werden, und hierin Hegt ein besonderer
Vorteil der Erfindung.
An dem permanenten Magneten 19 (Fig. 6, 7, 8 und 9) ist das Joch 20 des Elektromagneten
21 befestigt. An dem oberen Pol des permanenten Magneten sind zwei Eisen- oder
Stahlklötze 22 und 23 angeschraubt. Zwischen diesen Blöcken ist isoliert die Zunge R festgeklemmt.
Eine Ausführungsform der Zunge besteht aus drei Teilen, nämlich aus einem Nickelstreifen 24,' einem Anker aus weichem
Eisen oder Stahl 25 und einem biegsamen Ansatz 26 aus Nickel, an welchem ein Hammer
27 befestigt ist. Eine andere und vielleicht bessere Form der Zunge besteht aus einem Streifen Nickel oder anderem nicht
magnetischen Material 28, aus zwei dünnen Streifen weichen Eisens oder schweißbaren
Stahles 29 und 30, welche einen dünnen Anker bilden, und aus einem biegsamen Ansätze 31.
In letzterem Fall sind die beiden Eisen- oder Stahlstreifen an dem festen Bande 28 befestigt
und tragen einen Ansatz 31, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist. Der dünne Anker ist starr,
so daß innere Schwingungen verhindert werden. Die Aufgabe des Hammers ist, gegen die
Glocken 32 und 33 zu schlagen, welche zweckmäßig aus Metallrohren bestehen, so daß in
dem Raum des Zugführers ein voller Ton erzeugt wird. Man könnte natürlich verschiedene
Arten von Klangvorrichtungen verwenden.
Die Spulen des polarisierten Vibrators sind mit den Klemmen des Polwechselrelais und der Batterie in der durch Fig. 10 dargestellten Weise verbunden. Ein Strom fließt von der Batterieklemme F zur Batterieklemme t8, und zwar entweder über die Klemmen t9 und t10 der Zunge, den Drehzapfen 3 des Ankers und Kontaktsehraube 9, oder aber von der Klemme i11, Kontaktschraube 10 und Drehzapfen 3 zur Klemme P über die Klemmen tw und i9 je nach der Stellung des Polwechselankers.
Die Spulen des polarisierten Vibrators sind mit den Klemmen des Polwechselrelais und der Batterie in der durch Fig. 10 dargestellten Weise verbunden. Ein Strom fließt von der Batterieklemme F zur Batterieklemme t8, und zwar entweder über die Klemmen t9 und t10 der Zunge, den Drehzapfen 3 des Ankers und Kontaktsehraube 9, oder aber von der Klemme i11, Kontaktschraube 10 und Drehzapfen 3 zur Klemme P über die Klemmen tw und i9 je nach der Stellung des Polwechselankers.
Wenn die Anker des Polwecbselrelais zuerst durch die schwachen, in der Zugspule A induzierten
Ströme in Tätigkeit gesetzt werden, wird der dauernd von der unterteilten Batterie
durch die Spulen des Vibrators fließende Strom abwechselnd in seiner Richtung umgekehrt,
und die Zunge beginnt zu schwingen.
Infolge der Stärke des Stromes und durch die in der Nähe des festen Endes angewendete
Zugkraft schwingt die Zunge genügend stark, so daß der Hammer gegen die feststehenden
Glocken schlägt, obgleich die Eigenschwingung der Zunge vielleicht mit den Schwingungen des
magnetischen Zugfeldes nicht übereinstimmt. Es ist bekannt, daß, wenn die Amplitude der
Schwingungen einer Zunge, welche auf die Frequenz eines Stromes abgestimmt ist, durch
die Berührung der Zunge mit seitlichen Federn oder festen Körpern begrenzt wird, ihre Eigenschwingung
vergrößert wird und daher mit der Periode der anziehenden und abstoßenden, auf den Anker ausgeübten Kräfte nicht länger
übereinstimmt. Wenn also die Eigenperiode der Schwingungen der Zunge ursprünglich mit
• der Periode des Stromes synchron ist, wird die Übereinstimmung zerstört, wenn die Zunge
gegen die festen Gegenstände anschlägt. Dieser Mangel an Übereinstimmung kann bewirken,
daß die Zunge in einer unsicheren und ungenügenden Weise schwingt. Es wird vorgeschlagen,
die Tatsache zu benutzen, daß die Zunge anspricht auf elektrische Impulse, welche
mit der Eigenschwingung der Zunge nicht ganz übereinstimmen, so daß die vergrößerte
Schwingungszahl der Zunge mit der Periode des Stromes in dem Zugkreise synchron ist.
Durch die Befestigung des Hammers an dem biegsamen Ansatz wird weitere Bewegungsfreiheit
gegeben, durch welche eine genügende Übereinstimmung der Schwingungen erzielt werden kann. Zweckmäßig muß die elektromotorische
Kraft der Batterie möglichst konstant bleiben.
Es wird ferner vorgeschlagen, eine andere oder zusätzliche Methode zum Zeichengeben
oder zur Kontrolle anzuwenden, nämlich eine Einrichtung für die Betätigung eines Solenoides
oder irgendeines anderen Elektromagneten, welcher entweder ein hörbares Gefahrzeichen
im Räume des Zugführers oder das Anziehen der Bremsen herbeiführt. Oder auch die Methode
des andauernden akustischen Signals kann mit dem hörbaren Gefahrsignal und der selbsttätigen Bremsung vereinigt werden.
Es wird vorgeschlagen, eine Ausführung einer seitlichen Kontaktfeder zu verwenden, welche
bei der selbsttätigen Telegraphie bereits seit langer Zeit erfolgreich angewendet wird. Die
Schwingungen solcher Federn werden gedämpft, so daß bei der Bewegung zu und von der
Zunge sich die eine Feder stets in der richtigen Stellung zur Bildung eines Kontaktes befindet.
Der Kontakt selbst dauert lange und die Unterbrechung kurz und ein tatsächlich
fortdauernder Strom wird auf diese Weise er-• zeugt, um das Solenoid ο. dgl. für den gewünschten
Zweck in Tätigkeit zu setzen. ίο Ein Querstück 34 ist an der Zunge befestigt
und mit Platinkontakten ausgerüstet. Wenn die Zunge sich im Ruhezustande befindet,
steht das Que.'stück außer Berührung mit den hakenförmigen seitlichen Federn 35 und 36,
welche in Fig. 7 und 8 dargestellt sind. Dieses Querstück muß die seitlichen Federn berühren,
bevor der Hammer die Glocken berührt.
Die Polschuhe des Elektromagneten der Zunge sind zweckmäßig so ausgebildet, daß
sie als Klammern oder Träger für die hakenförmigen seitlichen Federn dienen können.
Zwei Blöcke 37, 38 aus weichem Eisen sind an den oberen Enden der Kerne 39, 40 angelenkt
und befestigt. Zwischen diesen Klötzen und den Weicheisenklötzen 41 und 42 sind die
Hakenfedern 35 und 36 eingeklemmt, wobei Schrauben aus weichem Eisen oder Stahl, die
in der Zeichnung nicht dargestellt sind, diebeiden Klötze zusammenhalten. Diese hakenförmigen
Federn können sich nur nach einer einzigen Richtung bewegen, nämlich von der
Zunge fort, die Vorsprünge 43 und 44 aus nicht magnetischen Metallständern 45 und 46
in die Haken eingreifen, wenn die Federn sich zu der Zunge hin bewegen wollen. Die Metallständer
45 und 46 sind an den Klötzen 37 und 38 befestigt. Die Schwingungen der seitlichen
Federn sind auf diese Weise gedämpft und ein guter Kontakt mit dem Querstück 34 der Zunge ist gesichert. Da die Polstücke an
den Kernen drehbar befestigt und die seitlichen Federn an den Polstücken angebracht
sind, kann die Stellung der hakenförmigen j Federn durch eine kleine Drehung der PoI-stücke
eingestellt werden. Die Hakenfedern können aus Stahl, Phosphorbronze, Nickel oder
einem anderen geeigneten Metall bestehen und mit Platinkontakten ausgerüstet sein. Die
Bahn für die das Solenoid erregenden Ströme geht zweckmäßig durch die Hakenfedern, die
Polstücke, die Eisenkerne und den permanenten Magneten.
Damit ein ganz gleichmäßiger Strom gewonnen wird, um das Solenoid zu erregen,
und um auf diese Weise einen gurgelnden Ton der Glocke zu verhindern oder um den Bremshebel
dauernd in seiner Stellung zu halten, werden die Klemmen des Solenoids mit den seitlichen Federn und der Batterie in der in
Fig. 10 dargestellten Weise verbunden. Es fließt also ein Strom von der Klemme t11 der !
unterteilten Batterie durch die Klemmen i12
und t13 des Solenoides, die seitlichen Federn I 35 oder 36 und die Zunge R zur Batterie-
■ klemme ts, ' 6j
■ Wenn eine induktive Verbindung zwischen ] dem Gleisstrom und der Zugspule A hergestellt
ist, schwingt die Zunge, und der Kolben 47 wird in die Solenoidspule hineingezogen. Beim
Aufhören der induktiven Verbindung hört die Zunge auf zu schwingen, so daß der Kolben
wieder herabfällt. Wenn die induktive Verbindung nur für einen kurzen Augenblick
unterbrochen wird, kann der anhaltende Ton unterbrochen werden, bevor der Solenoidstromkreis
unterbrochen wird, wenn nämlich die seitlichen Federn entsprechend eingestellt sind,
d. h. wenn diese Federn ganz nahe an dem Querstück der Zunge liegen. Man könnte auch zwei Solenoide parallel für das hörbare
Gefahrsignal und für die Bremse anordnen. Um die Verlängerung der Magnetisierung des
j Solenoides zu erzielen, kann man die Solenoidspule auf einen dünnen Kupferbelag 48 aufwickeln.
Um ein Funken an den Kontakten ■ zu verhindern, legt man zweckmäßig einen
j großen Widerstand 49 parallel zu den Spulen j des Vibrators und ebenso einen hohen Widerj
stand 50 parallel zu den Klemmen des Solenoides. '
Für ein Arbeiten auf einer einzelnen Linie kann man zwei Vibratoren der beschriebenen
Art verwenden, von denen immer nur einer sich in dem Stromkreis befindet. Diese Vibratoren
haben verschiedene Eigenschwingungen und werden verwendet, wenn ein einzelnes Gleis mit pulsierenden magnetischen Feldern
von zwei verschiedenen Frequenzen verwendet wird.
Wenn die· Periodizität des Stromes in dem ersten Stromkreis genügend niedrig ist, kann
man auch einen nicht polarisierten Vibrator anwenden. In diesem Fall ist die Aufgabe
des empfindlichen Relais,. welches auf die schwachen induzierten Ströme anspricht, die
durch die Spulen des Vibrators gleichgerichteten Stromstöße zu senden. Es sei hervorgehoben,
daß der nicht polarisierte Vibrator, da er nicht mit einer Unterbrechungsvorricbtung
ausgerüstet ist, durch einen gleichmäßigen Strom o. dgl. nicht in Tätigkeit gesetzt werden
kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Zugsicherungseinrichtung, bei der durch ein auf der Strecke befindliches pulsierendes Magnetfeld auf dem Zuge für das Signal »Freie Fahrt« ein hörbares Zeichen gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines polarisierten, polwechselnden Wechselstromrelais (1) ein von der Zugbatterie be-tätigtes Zungenrelais (21, R) gesteuert wird, dessen Zunge (R) aus einem wenig biegsamen Teil (29, 30) mit einem sich abwechselnd gegen die federnden Kontakte (35. 36) legenden Querstück (34), sowie einer kurzen den Klöppel tragenden Blattfeder (31) besteht, und durch Anschlagen an federnde Kontakte (35, 36), die nur beim Ausschwingen der Zunge mit herausschwingen, aber nicht über die Ruhelage wieder zurückschwingen können, soweit gedämpft ist, daß sie mit den magnetischen Impulsen &ynchron schwingt, to daß ein hö:bares Zeichen gegeben wird und Stromimpulse in die Wicklungen eines Bremselektrömagneten gesandt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB321882X | 1914-08-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE321882C true DE321882C (de) | 1920-06-15 |
Family
ID=10334646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1915321882D Expired DE321882C (de) | 1914-08-08 | 1915-06-24 | Zugsicherungseinrichtung, bei der durch ein auf der Strecke befindliches pulsierendes Magnetfeld auf dem Zuge fuer das Signal "Freie Fahrt" ein hoerbares Zeichen gegebenwird |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE321882C (de) |
-
1915
- 1915-06-24 DE DE1915321882D patent/DE321882C/de not_active Expired
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