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Einrichtung an Wechselstromz hlern nach Ferrarisschem Prinzip zum Ausgleich der Minderangaben mit steigender Belastung.
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Verhältnis zur Belastung des Zählers steht. Infolge der eigenen Bremswirkung des Hauptstromfeldes trifft aber diese Voraussetzung nur innerhalb gewisser Grenzen zu, so zwar, dass bei den üblichen Zählern die erwähnte Bedingung nur etwa bis zur halben Belastung des Zählers mit Genauigkeit erfüllt wird, während bei höherer Belastung ein mit dieser rasch wachsender Geschwindigkeitsabfall (Minderangabe des Zählers) eintritt, dessen Einfluss bereits bei X hfacher und noch stärker bei doppelter Belastung des Zählers die für den praktischen Bedarf erforderliche Genauigkeit in viel zu hohem Masse beeinträchtigt.
Es wurde bereits vorgeschlagen, diesen Fehler durch Anordnung eines den wirksamen Luftspalt des Hauptstrommagneten überbrückenden, vor Erreichung der Vollbelastung des Zählers gesättigten, magnetischen Nebenschluss mit eingeschaltetem Luftspalt zu beseitigen.
Doch konnte die Wirkung einer solchen Einrichtung gerade bei stärkeren Überlastungen des Zählers nicht zur Geltung kommen.
Vorliegende Erfindung verhindert den mit der steigenden Belastung zunehmenden Geschwindigkeitsabfall des Zählers in wirksamer Weise dadurch, dass der den wirksamen Luftspalt des Hauptstrommagneten überbrückende, vor Erreichung der Vollbelastung des Zählers bereits gesättigte, magnetische Nebenschlu'ss den magnetischen Kreislauf des Hauptstrommagneten derart in zwei Zweige trennt, dass sowohl in dem für beide Kreisläufe gemeinsamen Teil des magnetischen Kreislaufes als auch in dem nur den Kreislauf des magnetischen Nebenschlusses führenden Teil des Eisenkernes je ein Luftspalt eingeschaltet ist, weil die angestrebte Korrektion nur durch die gleichzeitige Anordnung der beiden Luftspalte erreicht werden kann.
Der im magnetischen Nebenschluss angebrachte Luftspalt soll den Einfluss der Charakteristik der magnetischen Eigenschaften desjenigen Teiles des Eisens des magnetischen Nebenschlusses, der selbst bei der in Betracht kommenden Höchstbelastung des Zählers ungesättigt bleibt, ausschalten, so dass die Korrektion des Zählers von den magnetischen Eigenschaften
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Teil des magnetischen Nebenschlusses kommt nämlich der steil aufsteigende Teil der Magnetisierungskurve in Betracht, der bekanntlich bei den verschiedenen Eisensorten sehr starke Abweichungen aufweist und demnach die Korrektion beeinträchtigen würde, wenn man den magnetischen Nebenschluss ganz in Eisen fliessen lassen würde.
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bei dem die Proportionalität zwischen dem Magnetisierungsstrome und dem erregten Felde aufhört.
Gemäss der die Magnetisierungskurve des Eisens veranschaulichenden Schaulinie (Fig. i), in der die Abszissen die Magnetisierungsstromstärke und die Ordinaten die Stärke des erregten Feldes angeben, würde bei dem Punkte x, an dem die Kurve von der Tangente 0- abweicht, der Sättigungszustand im Sinne der Erfindung beginnen.
Die angegebene Einrichtung bewirkt, dass vom Eintritt des Sättigungszustandes (x in Fig. i ab bei weiterer Zunahme der Belastung des Zählers das bis dahin bestehende Verhältnis der Verteilung des magnetischen Kraftflusses zwischen dem Nebenschluss und dem auf die Anker-
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scheibe wirkenden Zweig in einem mit der Belastung steigendem Masse zu Gunsten dieses letzteren verschoben wird. so dass bei geeigneter Wahl der Verhältnisse der Geschwindigkeitsabfall du Ankerscheibe und die sich hieraus ergebenden Minderangaben des Zählers ausgeglichen werden können, ja sogar erreicht werden kann, dass bei Überlastung des Zählers statt einer Mindezangabe eine Mehrangabe eintritt.
Fig. 2 der Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in schematischer Darstellung.
A ist die Ankerscheibe, die sich im wirksamen Luftspalt a des Hauptmagneten II dreht.
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den magnetischen Nebenschluss aus Eisen oder anderem magnetisierbaren Metall ist der wirksame Luftspalt a derart überbrückt, dass der magnetische Kreislauf des Magneten in die beiden
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geschaltet.
Die in dem Nebenschluss b befindliche Einschnürung des Eisenquerschnittes ist derart bemessen, dass der erforderliche Sättigungsgrad bereits unterhalb der Vollbelastung des Zählers erreicht wird (etwa bei 2í3 bis 2/4 Belastung), so zwar, dass die Magnetisierung bei dem Punkte x der Fig. i angelangt ist, während der Magnetkern selbst bei zwei- oder mehrfacher Überlastung. wie allgemein üblich, nur soweit magnetisch beansprucht ist. dass der annähernd gerade Teil der Magnetisierungskurve des Eisens, also de. - Punkt x (Fig. i) nicht überschritten wird.
Zur Veranschaulichung der Wirkung der neuen Korrektionseinrichtung diene nachstellende Zusammenstellung, aus welcher die Abweichung der Zählerangaben in Prozenten bei verschiedenen Belastungen für einen guten Durchschnittszähler I sowie für einen gemäss der Erfindung korrigierten Zähler II hervorgehen.
Der Zähler Il ist für sehr hohe. etwa vierfache Belastung korrigiert worden. Begnügt man sich mit einer Korrektion bis zu einer 2-5-fachen Überlastung, die für die praktischen Fälle \ un- ständig ausreicht, so kann man eine noch vollkommenere Korrektion erzielen. wie sich die, aus dem Beispiel III ergibt.
B e l a s t u n g :
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<tb> 50% <SEP> 100% <SEP> 150% <SEP> 200% <SEP> 250% <SEP> 300% <SEP> 400%
<tb> Z <SEP> ü <SEP> h <SEP> l <SEP> e <SEP> r <SEP> I.
<tb>
+1.2 <SEP> -1.2 <SEP> - <SEP> -11.0 <SEP> - <SEP> -24.0 <SEP> -35.0
<tb> Z <SEP> ü <SEP> h <SEP> l <SEP> e <SEP> r <SEP> II.
<tb>
-0.2 <SEP> +0.2 <SEP> - <SEP> + <SEP> 3.3 <SEP> - <SEP> + <SEP> 2.8 <SEP> - <SEP> 2.7
<tb> Z <SEP> ü <SEP> h <SEP> l <SEP> e <SEP> r <SEP> III.
<tb>
-0.1 <SEP> +0.1 <SEP> +0.6 <SEP> +1.1 <SEP> +0.1 <SEP> - <SEP> -
<tb>