Zum Rundschleifen der Kommutatoren elektrischer Maschinen hat man bis dahin fast ausschliesslich rotierende Schleifsteine benutzt. Dies bringt jedoch mehrere Nachteile mit si deren wichtigste die folgenden sind : Ein Schleifapparat für diesen Zweck nimmt so viel vaux ein, dass man, um mit dem Schleifstein an den Kommuator heran zu kommen, in den meist" Fällen gezwungen ist, viele Teile der Maschine zu demontieren, was viel Zeit und ein geschulten Personal benötigt. Da der Apparat meistens auf hohen Ständern ausserhalb der Maschine be festigt werden muss, ist ein Vibrieren desselben fast nicht zu vermeiden, wodurch ein genauem Rundschleifen sehr erschwert wird.
Das einfache Abschleifen selbst nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch, da alle rotierenden Schleifscheiben im Verhältnis zur Kommutator breite sehr schmal sind. Bei Verwendung rotierender Schleifsteine ist es auch nicht zu vermeiden, dass das Kupfer über die Öffnung zwischen den Kommutatorlamellen hinübergerissen wird und die Zwischen. räume zwischen den Lamellen verschliesst. Das erforderliche Öffnen der Zwischenräume nach einer derartigen Abschleifung ist weit zeitraubender als das Abschleifen des Kommutators selbst.
Man hat dabei versucht, Schleifapparate mit festen Schleifstücken zu bauen, die man von Hand oder durch Federkraft gegen die Kommutatoroberfläche drückt. Dies bewirkte aber erst recht ein ungleichmässiges Abschleifen des Kommutators, da das Schleifstück jeder Unebenheit seiner
Oberfläche zu folgen gezwungen war, eine runde Oberfläche also nicht hergestellt werden konnte.
Die erwähnten Nachteile werden vermieden bei Anwendung einer Vorrichtung zum Rund. schleifen der Kommutatoren elektrischer Maschinen nach vorliegender Erfindung. Diese neue
Vorrichtung besitzt einerseits keine rotierenden Teile und ermöglicht andererseits ein vollständig genaues Rundschleifen des Kommutators. Dies wird dadurch erreicht, dass ein in einem Halter befestigtes, klotzförmiges Schleifstück erstens verschiebbar und zweitens um eine im lb) am feststehende, zur Kommutatorachse parallele Achse schwenkbar angeordnet ist, wodurch das
Schleifstück die Möglichkeit sowohl einer achsialen Verschiebung als auch einer rau. Úen An. näherung oder Entfernung vom Kommutator erhält. Die Breite des Schleifstückes kann Dit
Vorteil nahezu der Kommutatorbreite entsprechend gewählt werden.
Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung. Die Vorrichtung ist an Eisenteilen e der Maschine, z. B. den Bürstenbrücken oder dem Schild, befestigt und derart konstruiert, dass die Schaubenspindel s genau parallel zur Achse des Kommutators k eingestellt werden kann. Dies geschieht mittels der Schauben i und den Lagerplatten p, q, welche
Lagerplatten natürlich auch aus einem Stück gemacht werden können, für den Fall, dass man den Apparat als Ganzes nur an einen festen Teil der Maschine befestigen möchte. Auf der
Schraubenspindel verschiebbar ist die von der Scbraubenspindel durchsetzte Unterlage a des
Schleifsteines m. Diese Unterlage ist als Halter für den Schleifstein ausgebildet und mit einem
Hebel l versehen, welcher mittels der Regulierschraube t auf der festen Unterlage f ruht.
Durch
Lösen der Schrauber r kann die Klemmbacke babgehoben und der Schleifstein entfernt werden. Um den Kommutator k rundzuschleifen, wird er in der Pfeilrichtung in Drehung versetzt und gleichzeitig wird der Stein mdurch Rechts-oder Linksdrehung des Handrades h gleichmässig nach Wunsch in-und hergeschoben, nachdem er mittels der Regulierschraube t in die gewünschte Schleifstellung eingestellt worden ist. Nach Entfernen der Schrauben i und der Sicherung o kann die ganze Vorrichtung von der Maschine abgenommen werden. Der Apparat lässt sich ebensogut zum Rund & chleifen. Walzen usw. verwenden, wie für die hier beschriebene Verwendung als Kommutato@schleifapparat, da ein Kommutator nicht anderes als eine Walze.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Rundschleifen der Kommu@atoren elektrischer Maschinen mit einem in einem Halter starr befestigten, klotzförmigen Schleifstück, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifstuck (m) sowohl durch irgend ein Mittel parallel zur Kommutatorachse verschoben werden kann, als auch um eine im Raum feststehende, zur Kommutatorachse parallele Achse ( de@art schwenkbar gelagert ist, dass man es in jede gewünschte Stellung radial zum Kommutator
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der sich mittels einer Reguìierschraube (l) auf eine feste Unterlage stützt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (s), um die das ! Schleifstück geschwenkt werden kann, eine festgelagerte, Jie Unterlage (a) des Schleifqtückes durchsetzende Schraubenspindel ist, durch deren Drehung die Längsverschiebung des Schien stückes bewirkt wird.
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