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Vorrichtung zum Kräuseln von Textilfäden durch Falschzwirnen
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zusammenarbeitenden Randteile der Scheiben 3, 3', 6, 6' bestehen aus Kunststoff, z. B. einem Polyamid oder einem Phenolformaldehyd-Kunstharz (Bakelit).
Das Drehröhrchen 4 steht unter dem Einfluss eines waagrechten, mittig zwischen den Scheiben 3, 3' und den beiden Scheibenachsen angeordneten Permanent-Stabmagneten 13. Dieser läuft an seinem dem
Drehröhrchen 4 zugekehrten Ende dachartig in eine zum Röhrchen 4 parallele Fläche 28 aus, die in einem
Abstand von etwa 0, 3 mm vom Mantel 12 des Röhrchen liegt. Der Magnet 13 presst das Drehröhrchen 4 gleichmässig gegen den Rand der angetriebenen Scheiben 3, 3'und der nicht angetriebenen Scheiben 6,6', welch letzteren von den angetriebenen Scheiben 3, 3' über das Röhrchen 4 in Drehung versetzt werden, entsprechend dem in Fig. l durch Pfeile angedeuteten Drehsinn.
Der Magnet 13 liegt gemäss Fig. 3 auf dem mit einer entsprechend geformten Hohlkehle versehenen
Unterteil 14 eines zweiteiligen Lagers aufund wird durch den Lageroberteil15 mittels zweier Spannschrau- ben 16, 16' in der vorbestimmten Lage festgeklemmt. Die Schrauben sind durch je eine Deckeldurchbre- chung hindurchgesteckt und in Gewindebohrungen des Lagerunterteiles eingeschraubt. Letzterer ist mittels die Platte 11 durchsetzender Schrauben 29 auf dieser starr befestigt (Fig. 3). Zur Justierung des Magneten
13 gegenüber dem Röhrchen 4 dient eine zum Magneten 13 parallele Schraube 30, die frei drehbar, aber gegen axiale. Bewegung gesichert in einem auf dem Magneten aufgesetzten Stellring 31 gelagert ist. Dieser ist mittels einer Schraube 32 auf dem Magneten festgeklemmt.
Die Justierschraube 30 ist in eine Gewindebohrung des Lagerunterteiles 14 eingeschraubt und bewirkt beim Drehen in der einen oder andern Richtung bei gelockerten Spannschrauben 16, 16' eine Längsverschiebung des Magneten 13.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist das Drehröhrchen 4 an einem Ende einen gegabelten Kopf 20 mit einem den Gabelspalt durchsetzenden, quer zur Drehachse des Röhrchens angeordneten Dorn 17 aus hartem Material, z. B. Saphier, auf. Der zu behandelnde, durch eine Durchbrechung 18 der Platte 11 zugeführte und alsdann durch das Röhrchen 4 hindurchgeleitete Textilfaden 19 wird in bei Falschzwirneinrichtungen üblicherweise mit einer Windung um den Dom 17 geschlungen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 besteht der Mantel 12 aus einem Paket von nebeneinanderliegenden Scheiben aús verlustarmem Eisenblech, wie es z. B. im Transformatorenbauüblichist. Ferner sitztauf auf dem Röhrchen 4 zu beiden Enden des Scheibenpakets je eine Scheibe 21 bzw. 21'aus nichtmagnetischem Material, z. B. Messing. Diese Scheiben 21, 21'arbeiten mit den einander zugekehrten Randseiten der die Axialverschiebung des Röhrchens 4 begrenzenden Scheiben 3, 3'zusammen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 ist die Kante des Magneten 13 zackenförmig ausgebildet. Der Mantel des Drehröhrchens 4 besteht aus einem Paket von nebeneinanderliegenden Scheiben 22, 23 die abwechselnd angeordnet sind. Die den Magnetzacken 24 gegenüberliegenden Scheiben 22 sind aus verlustarmem Eisenblech und die zwischen diesen befindlichen Scheiben 23 aus nichtmagnetischem Material.
Bei einer Axialverschiebung des Drehröhrchens4, z. B. infolge des Zuges des Fadens 19, tritt eine magnetische Rückstellkraft auf, welche das Drehröhrchen in seine ursprüngliche Lage bringt.
Mit der erläuterten Vorrichtung lassen sich Drehröhrchen-Umdrehungszahlen bis zu 250 000 U/min und mehr erzielen bei einer Umdrehungszahl der Nabe 1 von beispielsweise etwa 7000 bis 9000 U/min.
Bei einer Anlage enthaltend eine Vielzahl von Vorrichtungen, wie sie oben beschrieben wurden, kann der Antrieb der Scheibenpaare 3, 3' anstatt mittels eines Motors auch mit Hilfe eines gemeinsamen endlosen Riemens erfolgen, der an mit den Naben 1 verbundene, in deren verlängerter Achse verlaufende Wellen angepresst wird. Damit an der im Betrieb befindlichen Anlage jede einzelne Vorrichtung für sich abgeschaltet werden kann, wird in diesem Falle eine Schwenkvorrichtung vorgesehen, welche die Abhebung der Antriebswelle vom Antriebsriemen gestattet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Kräuseln von Textilfäden durch Falschzwirnen mit mindestens einem auf zwei achsenparallelen Scheibenpaaren gelagerten Drehröhrchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehröhr- chen (4) mit einem sich mindestens über einen Teil seiner Länge erstreckenden, wenigstens teilweise aus verlustarmem magnetischem Material bestehenden Mantel (12) versehen ist und dass ein Magnet (13) vorgesehen ist, der, zwischen den Achsen (25, 10) der Scheibenpaare (3, 3', 6, 6') angeordnet, bis auf einen einstellbaren Luftspalt an den Mantel des Drehröhrchens heranreicht, wobei eines der Scheibenpaare antreibbar ist.