AT78476B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Vorlagen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Vorlagen.

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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
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Description


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  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Vorlagen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung, wonach aus ebenen Vorlagen, die aus Papier, Seide, Leinwand und ähnlichen Stoffen bestehen, genaue Reliefbilder, sei es in Einzeldarstellung, sei es in Massenfabrikation, hergestellt werden können. Das neue Verfahren eignet sich nicht allein zur Relifierung von bildlichen Darstellungen aller Art, sondern insbesondere auch zur   genauen Reliefherstellung   von geographischen und anderen   Kartenwerken.   wie   Generalstabskarten.   



   Bei dem neuen Verfahren wird in folgender Weise vorgegangen : Die Bildvorlage aus Papier oder dgl. wird zwischen zwei mit übereinstimmendem Bildausschnitt versehene Schablonen-   mhmen   fest eingespannt und alsdann durch Tränkung mit einer geeigneten Tinktur gummiartig dehnbar gemacht. Den oberen Schablonenrahmen füllt man nunmehr mit einer geeignete'l plastischen Masse, die sich innig mit der Vorlage verbindet, vollständig aus und überlässt dab ganze der eigenen Schwere, so dass die plastische Masse mit der dehnbar gemachten Bildvorlage kissenartig durch den Schablonenausschnitt des unteren Rahmens abwärtssakt.

   Die Bild- 
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 plastische Masse durch Aufbringen einer festen Rückplatte auf den oberen   Rahinen allseitig   eingeschlossen hat. das ganze herumdrehen, so dass die nunmehr oben liegende Bildvorlage sich durch Werkzeuge oder Matrizen bequem bearbeiten lässt. 



   Es steht ferner nichts im   Wege, zum Zwecke der Massenherstellung   das ganze   Rahmen-     system samt Matrize unter eine entsprechend ausgebildete Presse zu schieben, deren Pressdruck     dte BUdvorlage   mit der plastischen Masse zum genauen Anliegen an die Hohlform der Matrize   bringt.   
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 der horizontalen Lage durch federnde Stiftschrauben i oder dgl. jedesmal festgehalten wird. Die Bearbeitung des Reliefs von der Bildseite her kann nunmehr in bequemer und genauer Weise erfolgen, sei es mit Modellierwerkzeugen, sei es mit Hilfe von Matrizen.

   Insbesondere kann hiebei auch ein Mess- und Modellierapparat k Anwendung finden, in welchem sich verschiedene, der   H <    he nach genau einstellbare Werkzeuge l einspannen lassen. Die Höhenlage der letzteren kann durch Mikrometerschraube m mit Zeigerablesung genau einreguliett werden. Von besonderer Bedeutung ist ein derartiger Mess-und Modellierapparat bei der reliefartigen Herstellung geographischer und anderer Kartenwerke   (Generalstabskarten),   namentlich um die Linien gleicher Höhen an sämtlichen Stellen der Karte genau auf ihre richtige Höhenlage zu kontrollieren. 



   In Fig. 5 und 6 ist ein verstellbarer Arbeitstisch für derartige Hochbildbearbeitung zur Darstellung gebracht. Das Rahmensystem c, e ist mittels seiner seitlichen Drehzapfen g in den Tisch h eingehängt, der mit Hilfe des von dem Gewicht n beeinflussten Parallelogramms o, je nach der Lage der verstellbaren Stütze p, in verschiedene Höhenlagen und Neigungen gebracht werden kann, wie es der jeweiligen Bearbeitung entspricht. Auf dem verstellbaren 
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 gestattet. In diesem Deckel e1 oder im Rahmen selbst können gegebenenfalls   Öffnungen q an-   gebracht werden, durch welche die   überschüssige   Masse hinausquellen kann. 



   Übrigens steht nichts im Wege-namentlich zwecks Herstellung von   Hochreliefs - 11ie   Rückplatte e, el mit einer angenäherten oder genauen Matrizenform zu versehen, welche die plastische Masse und die Bildvorlage in die entsprechende Form bringt. Eine   deraitige   Matrizen form kann entweder für sich allein oder im Zusammenhang mit einer entsprechenden Matrizenform verwendet werden, die Von der Bildseite her aufgebracht wird. 



   Ist ein derartiges genaues Relief erstmalig im Original hergestellt, so kann man es nach Erhärtung der Masse als Vollform benutzen, um danach, sei es auf galvanoplastischen Wege, sei es mit Hilfe eines Giessverfahrens oder dgl., genaue Hohlformen oder Patrizen herzustellen, Derartige Patrizen können alsdann dazu benutzt werden, um bei demselben Verfahren, das 
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 gemäss Fig. 3 bei der umgekehrten Lage des Rahmensystems erfolgen. 



   Namentlich kommt dies in Betracht für die   Massenherstellung   derartiger Reliefbilder oder Reliefkarten. Man kann in diesem Falle das ganze Rahmensystem mit der Matrize unter eine entsprechend ausgebildete Presse bringen, deren   Pressdjuekdie Bildvorlage   mit der plastischen Masse zum genauen Anliegen an die Hohlform der Matiize bringt. Diese Bearbeitung unter der Presse kann sowohl in der aus Fig. 2, wie in der aus Fig. 3 ersichtlichen Lage des   Rahmensystons   erfolgen. Der    Pressstempel   kann sowohl von unten wie von oben wirken. Hat das Rahmensystem 
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 eine Rückplatte o. welche die plastische Masse abschliesst, erforderlich sein.

   In jedem Falle bringt der Pressdruck die kissenartig ausgebeulte Bildvorlage samt der plastischen Masse zum genauen Anliegen an die Hohlform der Matrize, so dass   sich ganz p ! äzise   Reliefs selbst in der Massen herstellung ergeben. 



   Übrigens könnte man das Verfahren auch in   der Weise ausführen, dass   man,   nacLfm   man die Bildvorlage in das Rahmensystem eingespannt und gummiartig dehnbar gemacht hat. anstatt der plastischen Masse einen genauen Reliefkörper in fester Form benutzt, das   Rahmen-   system zwischen diesen Reliefkörper und eine Matrize bringt und nunmehr die dehnbar gemachte Vorlage mittels der Matrize auf den Reliefkörper aufpresst. Bei dieser Ausführungsart des Verfahrens kommt also eine plastische Masse nicht in Anwendung und die Bildvorlage wird für sich allein zwischen dem festen Reliefkörper und der Matrize in die   erfolderliehe   Reliefform gepresst. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Bildvorlagen, die aus Papier, Seide, Leinwand und ähnlichen Stoffen bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die dehnbar gemachte Bildvorlage (0.) zwischen zwei mit übereinstimmenden Bildausschnitt versehen Schablonenrahmen (b und c) eingespannt, alsdann die plastische Masse (d) in die oberen Rahmen eingefüllt und mit der Bildvorlage, mit der sie sich innig verbindet, der eigenen Schwere über <Desc/Clms Page number 3> lassen wird, BO dass die Bildvorlage und die plastische Masse zusammen kissenartig abwärtssacken, worauf nunmehr die Bildvorlage samt der plastischen Masse von der Bildseite her durch Werkzeuge oder Matrizen in die Vorgeschriebene genaue Reliefform gebracht wird.
    2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Abortrtssacken der Bildvorlage samt der plastischen Masse die letztere durch Auf- legen einer Ruckplatte (e, el) auf den oberen Schablonenrahmen allseitig abschliesst, sodann das ganze herumdreht und die nunmehr oben liegende Bildvorlage mit Werkzeugen oder Matrizen entsprechend bearbeitet.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das kissenartige Abwärtssacken-namentlich bei grösseren Bildvorlagen-durch eine Matrize (f begrenzt, deren Hohlform angenähert oder genau dem herzustellenden Relief entspricht.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Massenherstellung das ganze Rahmensystem samt Matrize unter eine entsprechend ausgebildete Presse geschoben wird, deren Pressdruck die Bildvorlage mit der plastischen Masse zum genauen Anliegen an die Hohlform der Matrize bringt.
    5. Errichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmensystem mit seitlichen Drehzapfen (g) zum Einhängen in ein Gestell (h) und zur Erleichterung des Herumdrehen versehen ist.
    6. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieAus8r beitung des Reliefs von der Bildseite her mittels eines Mess-und Modellierapparates (k) mit genau der Höhe nach einstellbaren Werkzeugen (1) erfolgt.
    7. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass-namentlich zur Herstellung von Hochreliefs-die die plastische Masse im Schablonen- rahmen abschliessende Platte (e) mit genauer oder angenäherter Patrizenform versehen ist.
    8. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmensystem oder die Abschlussplatte mit Öffnungen (q) versehen ist, welche die überschüssige Masse austreten lassen.
    9. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmensystem, in welches die dehnbar gemachte Bildvorlage eingespannt ist, zwischen einen I festen Reliefkörper und eine Matrize gebracht und alsdann mittels der letzteren die dehnbare Bildvorlage auf den Reliefkörper gepresst wird.
AT78476D 1918-04-24 1918-04-24 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reliefbildern aus ebenen Vorlagen. AT78476B (de)

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