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Verfahren zur Herstellung von Modellabdrücken für Formereizwecke aller Art.
Vorliegende Erfindung bildet ein eigenartiges Formereiverfahren, das unter Benutzung der in Stammpatente Nr. 51774 erläuterten, pneumatischen Modellabformung die Herstellung mehrteiliger Modellabdrücke für Formereizwecke der verschiedensten Art gewährleistet.
In der Beschreibung wie auch in den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel ein insbesondere zur Herstellung von Galvanoformen geeignetes Verfahren erläutert.
In den Fig. 1 bis 3 sind die bei dem Formereiverfahren vor der Abformung des Modelles erforderlichen Arbeitsmassnahmen veranschaulicht. Durch die Fig. 4 bis 6 werden die während bzw. nach der pneumatischen Abformung sich abspielenden Arbeitsvorgänge dargestellt. Fig. 4 zeigt eine Ansicht der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung während der pneumatischen Abformung des Modelles, Fig. 5 einen Längsschnitt nach Linie AA der Fig. 4.
Fig. 6 einen Horizontalschnitt nach Linie B-B der Fig. 4. Die Fig. 7 bis 10 veranschaulichen die zur Herstellung von Teilformen und Vollformen erforderlichen Arbeitsvorgänge. Fig. 11 stellt im teilweisen Längsschnitt eine Vorrichtung zur Herstellung von Formen in Massenfabrikation dar. Fig. 12 einen Horizontalschnitt nach Linie 0-0 der Fig. 11.
Jene Bestandteile der Durchführungsvorrichtung des Verfahrens, die hinsichtlich ihrer Konstruktion mit analogen Bestandteilen der in dem Stammpatent beschriebenen Vorrichtung übereinstimmen, sind in der Beschreibung und in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen. versehen worden.
Das Verfahren ist folgendes :
Das abzuformende Modell m wird zunächst auf eine Evakuierplatte p aufgestellt, an welche in analoger Weise wie bei der in dem Stammpatente Nr. 51774 beschriebenen Vorrichtung eine Saugleitung s angeschlossen ist. Hierauf wird um das Modell ein Gerippe y aufgerichtet, das in beliebiger Weise auf der Evakuierpla tte 11 verankert ist. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Gerippe aus einem U-förmig gebogenen Bügel, der in zwei in der Evakuierplatte p versenkten Sockeln 10 verankert ist.
Nach Aufrichtung des Gerippes wird über dasselbe ein mit pulverförmigem Material bestäubter Film/aus plastischem Material aufgelegt (Fig. 2) ; hierauf werden die Seitenränder 11 des Films von Hand aus in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise eingeschlagen und die Filmränder./ an die Evakulerplatte p fest angedriiclt.
Durch diese Massnahmen wird die das Gerippe y und das Modell ? M einhiillende Filmhaube luft- dicht gegen die Evakuierplatte abgedichtet.
Hierauf wird mit der Evakuierung der Filmhaube begonnen und so lange Luft aus der
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Weise auf der Oberfläche des Formfilms hervortreten (vergl. Fig. 4). Während dieses pneu- matischen Abformprozesses werden die im Bereiche des Modelles befindlichen FiImteilefl durch den atmosphärischen Überdruck an die Konturenflächen des Modelles angepresst, wie es für eine getreue Abformung des Modelles erforderlich ist. Die oberhalb und seitwärts des Modelles befind- lichen Filmteile//'-im nachstehenden kurzweg Blindstücke der Form genannt-werden unter der Wirkung des atmosphärischen Überdruckes gegeneinander gepresst, wodurch die bestäubten Innenflächen der Blindstücke zur Berührung gebracht werden.
Bei der Evakuierung der Filmhaube werden sohin die gegeneinander gepressten Blind-
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Trennungsschicht : stellt die Teilfläche der Form dar, entlang welcher je nach der Gestalt des Modellgerippe die Teilung der Form in zwei oder mehrere Teilformen mit äusserst scharfen
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materials auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Bei Verwendung der in galvanoplastischen Industrien üblichen Formmaterialien, wie Guttapercha, Wachs und dgl., hat sich das nachstehend erläuterte Verfahren besonders vorteilhaft erwiesen. Ist die Filmhaube genügend evakuiert worden, so wird der Verband zwischen dem Modell m und dem Modellgerippe y bzw. der Evakuierplatte p gelöst, was beispielsweise dadurch bewirkt werden kann, dass der Modellabdruck entlang der Schneidlinie 20 aus dem Gerippe herausgeschnitten wird.
Die nach diesem Vorgang erhaltene Form weist in der Vorder-bzw. Seitenansicht die in den Fig. 7 und 8 veranschaulichte Gestalt
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auf. Um diese Form in Teilformen zu zerlegen, ist es nur erforderlich, die Form an den Blind- stückeny zu erfassen und in der Richtung der in Fig. 8 angedeuteten Pfeile vom Modell abzunehmen. Hiebei wird die Form entlang der durch das Modellgerippe y zur Entstehung gebrachten Teilflächen z geöffnet, wodurch je nach der Form des Modellgerippes zwei oder mehrere äusserst scharf aufeinander passende Formstücke erhalten werden. Die auf diese Weise erhaltenen Formstücke können entweder für sich als Teilformen oder nach ihrer Zusammenfügung als Vollformen für die verschiedenartigsten Formereizwecke verwendet werden.
Das Verfahren zur Vereinigung der Teilformen zur Vollform kann gleichfalls je nach der Art des zur Verwendung gelangenden Formmaterials in verschiedener Weise ausgeführt werden.
Bei'den für Galvanoformen in Betracht kommenden Formmaterialien genügt ein einfaches Überstreichen der in der Teilungsebene der Form gelegenen Blindstückef" mit einem angewärmten
Spatel, um die einzelnen Teilformen zu einer Vollform zusammenzufügen. Die Zerlegung der
Vollform in Teilformen nach Herstellung der Modellnachbildung (z. B. Reproduktion in Kupfer) erfolgt in einfacher Weise dadurch, dass die Form nach der galvanischen Behandlung auf kurze
Zeit in angewärmtes Wasser getaucht wird, worauf die Guttapercha-bzw. Wachsmatrize in äusserst leichter Weise Stück für Stück von der Modellreproduktion wieder abgelöst werden kann.
Das vorstehend erläuterte Verfahren ist auch in vorzüglicher Weise zur Herstellung von Formen in Massenfabrikation geeignet, da bei diesem Verfahren ebenso wie bei dem in dem Stammpatente Nr. 51774 erläuterten Verfahren gleichtzeitig eine beliebig grosse Zahl von Originalmodellen abgeformt werden kann.
Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, die abzuformenden Modelle gruppenweise in der aus Fig. 11 und 12 ersichtlichen Weise auf die Evakuierplatte p der pneumatischen Formmaschine aufzustellen, über die Modellgruppen ein geeignetes Teilungsgerippe y aufzurichten und dieses
Gerippe in der eingangs erläuterten Weise durch einen Film f aus plastischem Material zu umhüllen. Die nach Evakuierung der Filmhaube durch das Gerippe y zur Entstehung gebrachte Teilfläche z der Form verläuft in diesem Falle durch die ganze Gruppenform in gleicher Flucht, so dass diese nach Lösung ihres Verbandes an der Evakuierungplatte unter Erzielung scharfer Trennungsflächen geöffnet werden kann. Die Lösung des Verbandes zwischen Form und Evakuierplatte bzw.
Modellgerippe kann bei diesem Verfahren in der gleichen Weise erfolgen wie bei dem eingangs erwähnten Formereiverfahren für Einzelmodelle (vgl. Schneidlinie 20 bei Fig. 11 und 12). In jenen Fällen, wo das Ausschneiden der ganzen Gruppenform nicht empfehlenswert ist, können ohneweiters auch Einzelformen aus dem Gerippe y herausgeschnitten werden.
Die Anordnung und Ausgestaltung des Teilungsgerippes kann. ohne vom Geiste der Erfindung abzuweichen, beliebig abgeändert werden. Wesentlich ist nur, dass das Teilungsgerippe derart ausgestaltet bzw. in bezug auf das abzuformende Modell derart angeordnet wird, dass die durch das Teilungsgerippe zur Entstehung gebrachten Teilflächen z das Herausnehmen der
Modelle bzw. der Modellreproduktionen aus der Form ohne Beschädigung dieser gewährleistet.
Dieses Ziel wird bei dem vorliegenden Verfahren auf äusserst exakte Weise erreicht, da die für die Zerlegung der Form erforderlichen Teilformen durch eine einzige Abformung des Origiialmodelles erhalten werden, welcher Vorgang die Herstellung von mathematisch genau aneinanderpasspnden Teilformen bzw. vollständig scharf profilierten Modellreproduktionen gewährleistet. i'ATKNT ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Modellabdrücken für Formereizwecke aller Art nach dem
Stammpatente Nr. 51774, dadurch gekennzeichnet, dass vorerst das abzuformende Modell von
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