AT76173B - Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat. 
 EMI1.1 
 Abgabe von Ammoniak allmählich in das einbasische Salz verwandeln. 



   Die Herstellung von phosphorsaurem Ammoniak findet bisher in sehr geringem Umfange statt. Die naheliegende Verwendung desselben als ein   höchst konzentriertes   Düngemittel ist an seinem hohen Preise gescheitert ; es findet bisher nur Verwendung zum Feuersichermachen brennbarer Stoffe usw. Durch die Herstellung dieses Produktes an den Produktionsstätten des Ammoniaks kann sein Preis, wie im folgenden des näheren dargelegt wird, ganz bedeutend reduziert werden, es fehlte aber noch an einem brauchbaren Fabrikationsverfahren.

   Das bisherige Verfahren der rein empirischen Absättigung der Phosphorsäure mittels Ammoniakgas oder auch Ammoniakwasser ist für einen kontinuierlichen Betrieb unbrauchbar, es ist auch unrationell. weil das erzielte   Produkt Ammoniakverluste   erleidet und vor allem, weil eine Abscheidunp des Salzes in heisser konzentrierter Lösung nicht stattfindet, sondern hiezu die gesättigte   Lösung   erst zum Erkalten gebracht werden muss. 



   Man verfährt bisher einfach in der Weise, dass man eine unbestimmte Menge Phosphor   '-'autre   mit Ammoniak neutralisiert, bis die heisse gesättigte Lösung beim Erkalten zu eine Kristallmasse erstarrt. Da man nicht wusste, dass der Grad der Absättigung   pine grosse Ruth-   auf den Prozess ausübt, so hat man auch keinen Wert darauf gelegt und es   vollständig dem   Zufall überlassen, wie weit die   Absättigung   getrieben wurde. 



   Der bisherige Prozess ist   naturgemäss   ein periodischer. Sobald ein Bad gesättigt ist.   mut   es abgelassen und wieder mit neuen Mengen Phosphorsäure beschickt werden. 
 EMI1.2 
   trieben worden war.   dass sie grössere Mengen zweibasischen phorphorsauren Ammoniaks enthielten, selbst beim Erkalten, geschweige denn in der Hitze, keine oder nur eine unbedeutende Neigung zum Kristallisieren haben. Der Grund hiefür liegt in der Eigenschaft des   zweibaschen     phosphorsauren Ammoniaks,   nicht nur selbst nicht zu kristallisieren, sondern auch die Kristallisation des an sich sehr leicht und sehr schön kristallisierenden einbasischen Salzes zu verhindern. 



   In   Gemässbeit   der vorliegenden Erfindung werden alle diese   Schwierigkeiten umgangen   
 EMI1.3 
 

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 EMI2.1 
 



   Scheele und Caro haben behauptet, dass die   Herstellung von, phosphorsaurem   Ammoniak nur möglich sei, wenn die verwendete Phosphorsäure einen grösseren Prozentsatz freier Schwefelsäure enthielt. In dieser Behauptung liegt   der Beweis, dass   sie das Wesentliche des Prozesses nicht erkannt haben Sie sättigen ab, bis die saure Reaktion der Schwefelsäure verschwunden ist. Zu diesem Zeitpunkt hat aber auch gerade die Bildung des einbasischen   phosphoraauren   Ammoniaks stattgefunden. Der Schwefelsäurezusatz dient ihnen unbewusst als Gradmesser für die Absättigung, er ist also gar nicht nötig, vielmehr schädlich, weil er das erhaltene Produkt verunreinigt und für gewisse Zwecke, z. B. in der   Seidenfärberei,   Holzimprägnierung   usw.   geradezu unbrauchbar macht. 



   Durch die Verwendung von Phosphorsäure an Stelle von Schwefelsäure für die Absorption des Ammoniaks wird ein ganz gewaltiger ökonomischer Vorteil erzielt, insbesondere, wenn das erhaltene phosphorsaure Ammoniak als Düngemittel verwendet wird. Es ist dann dazu berufen, die Mischungen von schwefelsaurem Ammoniak mit   Superphoaphat, die sogenannten   Ammoniaksuperphosphate zu ersetzen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass man unter geeigneten Vorsichtsmassregeln und Anwendung spezifischer Rohphosphatsorten für die Extraktion der Phosphorsäure nicht mehr, sogar zumeist weniger Schwefelsäure braucht, als wenn man dieselben Rohphosphate auf Superphosphat verarbeitet. Wendet man also Phosphorsäure zum Absorbieren des Ammoniaks an, so braucht man keine Schwefelsäure, man erspart sich also die Ausgabe hiefür.

   Es bedarf wohl keines weiteren Hinweises darauf, dass an dem Transporte sowie an Arbeitslöhnen und sonstigen Unkosten auch noch enorme Ersparnisse erzielt werden.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat, dadurch gekennzeichnet, dass in die abgesättigte, bereits zweibasisches Ammoniumphosphat enthaltende Lauge Phosphor EMI2.2
AT76173D 1916-05-19 1916-05-19 Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat. AT76173B (de)

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