<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Aufhängung eines Flüssigkeitsbehälters an einem Eisenbahnwagen.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufhängung eines Flüssigkeitsbehälters an einem Eisenbahnwagen und bezweckt, zu verhüten, dass die Beanspruchungen, denen der Wagen bei der Fahrt ausgesetzt ist, auf die Behälterwände übertragen werden.
Wird ein grosser und schwerer Flüssigkeitsbehälter unmittelbar auf den Fahrzeugrahmen aufgesetzt, so müssen die Behälterwände stark ausgeführt und kräftig versteift werden, da der Fahrzeugrahmen elastisch ist und sich bei der Fahrt deformiert, wobei diese Deformationen die Behälterwände in Mitleidenschaft ziehen und in letzteren grosse und selbst gefährliche Deformationen hervorrufen Die auftretenden Kräfte können in manchen Fahren so gross sein, dass es unmöglich wird, den Behälter hinreichend kräftig zu machen und innerhalb der vorgeschriebenen Gewichtsgrenzen zu halten.
Zweck der vorliegenden Ertindung ist, eine Einrichtung zu treffen, bei welchel der Behälter am Fahrzeugrahmen oder Gestell derart aufgehängt wird, dass letzteres deformiert werden kann, ohne den Be-
EMI1.1
Rahmen am Fahrzeuggestell derart aufgehangt. dass die bei der Fahrt auftretenden Formanderungen des Wagengestelles stattfinden können. ohne dass die Behälktrwänder eine Form- änderung erfahren.
EMI1.2
Der Behälter 1, dessen Umriss schraffiert angedeutet ist. ruht auf einem aus zwei starren parallelen Trägern 2, 3 und 4, 5 gebildeten Rahmen. Die Träger 2 und 3 hängen an den Trägern 41 5 mittels Bügeln ss. die mit den oberen rechteckigen Teilen die Träger 4 und. 5 umfassen, während durch die Durchbrechungen 7 der unteren Teile der Bügel die
EMI1.3
Tragern 4, 5 befestigte Schneidelager, ruhen auf Schneiden 9, die an dreieckigen Platten 10 befestigt sind (Fig. 4). welche ihrerseits ebenfalls mittels Schneiden 11 auf Schneide-
EMI1.4
unmittelbar von den Längsbalken 17 des Wagens getragen werden.
Die Platten 10 zu beiden Seiten des Wagens sind weiters durch daran angelenkte Stangen 18 verbunden Man erkennt ohneweiters, dass die Platten 10 Winkelhebel darstellen, die bei 11. 12 am Gestell des Wagens gelagert sind und den Rahmen 2, 3, 4, 5 mittels der Schneiden 9 unterstützen. Die Bügel 6 sind durch Stangen 19 mit Winkelhebeln 20 verbunden, die bei 21 an den Querbalken 22 des Wagens gelagert sind ; die anderen Enden dieser Winkelhebel 20 sind durch eine Stange 23 miteinander verbunden. Aus der vorstehend beschriebenen Konstruktion ergibt sich, dass das Gewicht des Behälters zunächst auf den Trägern 2, 3 des Rahmens ruht und durch die Bügel 6 auf die Querträger 4, 5 und weiterhin durch die Schneiden f) und 12 auf die vom Wagengeetoll getragenen Stangen 14.
15, 11 ; Übertragen wird. Die Bewegung des Behälters in der Längsrichtung wird durch d) p Trager 4,5 des Rahmens verhindert und seitliche Bewegungen werden durch die Langsbalken17desWagenshintangehalten.
<Desc/Clms Page number 2>
Jede Abwärtsbewegung des Rahmenteiles 4 an einem Ende des Behälters wird durch die Platten 10 und Verbindung. stangen 18 auf die zugehörigen Platten 10 am anderen Ende des Behälters übertragen und veranlasst eine Aufwärtsbewegung des Rahmenteiles 5 ; daher wird der Schwerpunkt des Behälters, der als in einer Ebene liegend angenommen werden kann, welche in der Mitte zwischen den Behälterende liegt, weder gehoben noch geeenkt. Infolge der Nachgiebigkeit der Verbindung zwischen dem Rahmen 2,3, 4,5 und dem Wagengestell werden Deformationen des letzteren keine Beanspruchung der Seiten des Behälters hervorrufen.
Wird eine Seite des Behälters emporgehoben, indem sich beispielsweise der Rahmenteil 3 aufwärtsbewegt, so wird diese Bewegung durch den Bügel 6, die Stange 19, den Winkelhebel 20, die Stange 23 und den zugehörigen Winkelhebel 20 und Bügel 6 auf der anderen Seite des Wagens auf den Rahmen 2 übertragen und bewirkt dessen Abwärtsbewegung. Es wird daher auch in diesem Fall der Schwerpunkt des Behälters, der als in der Längsmittelebene desselben liegend angenommen werden kann, weder gehe'oa noch gesenkt. Diese Einrichtung verhindert daher im wesentlichen jede Bewegung des Schwerpunktes des Behälters, wenn letzterer um die Längs- oder um die Querachse gedreht wird.
Es können ferner Stangen 24 vorgesehen sein, die mit einem Ende an den Bügeln 6 und mit dem anderen Ende an Winkelhebeln 25 angelenkt sind, welche bei 26 am Wagengestell gelagert sind ; die freien Enden der Winkelhebel sind durch eine Stange 27 untereinander verbunden. Es ist ohneweiters klar, dass eine seitliche Bewegung eines Endes des Behälters und Rahmens in wagrechter Richtung eine entsprechende Bewegung der anderen Endes des Behälters in der entgegengesetzten Richtung hervorruft, so dass det Behälter um eine lotrechte Achse gedreht wird, die durch seinen Schwerpunkt geht Hiedurch wird eine seitliche Bewegung infolge der Fliehkraft oder anderer bei der Fahrs auftretender Kräfte verhütet.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Aufhängung eines Flüssigkeitsbehälters an einem Eisenbahnwagen, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) auf einem Rahmen (2, 3,4, 5) ruht, von dem zwei einander gegenüberliegenden Balken (4, 5) von Winkelhebeln (10) getragen werden, die im Wagengestell gelagert sind und deren freie Enden durch Stangen (18) verbunden sind, so dass bei der Fahrt auftretende Deformationen des Wagens auf den Behälter nicht übertragen werden und die Lage des Schwerpunktes des letzteren nicht beeinflussen.