AT71382B - Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen aus Ovarien, Corpus luteum oder Plazenta. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen aus Ovarien, Corpus luteum oder Plazenta.

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AT71382B
AT71382B AT71382DA AT71382B AT 71382 B AT71382 B AT 71382B AT 71382D A AT71382D A AT 71382DA AT 71382 B AT71382 B AT 71382B
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Sigmund Dr Fraenkel
Edmund Dr Herrmann
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Sigmund Dr Fraenkel
Edmund Dr Herrmann
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen aus Ovarien, Corpus luteum oder Plazenta.   



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Darstellung von neuen stickstoffbaltigen Verbindungen (Pentaaminodiphosphatiden) aus Ovarien, Corpus luteum oder Plazenta, welches im Wesen darin besteht, dass das Gewebe im Vakuum getrocknet oder mit Hilfe von Salzen oder flüchtigen Lösungsmitteln entwässert wird, worauf man es mit 
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 engen mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel auszuschütteln und schliesslich nach teilweiser oder vollkommener Abtreibung des Lösungsmittels mit geeigneten Fällungmitteln, wie z. B. Azeton,   zu be ! ; ardein.   



   Pentaaminodiphosphatide befinden sich in den Organen in kolloidaler, wässeriger Lösung und lassen sich aus dem Gewebe schwer in reiner Form gewinnen. Wenn jedoch die Hauptmenge des Wassers entfernt ist, wie dies etwa durch Trocknen der Ausgangsstoffe im Vakuum oder durch Vorreiben mit wasserfreien Salzen bewirkt werden kann, 
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 die kolloidale Lösung der Phosphatide aus dem Gewebe zu extrahieren.   Destilliert man   nun das betreffende Lösungsmittel ab, so bleibt eine   verhältnismässig konzentrierte, wässerige   Lösung der gesuchten Stoffe zurück, aus der diese mit Hilfe von Lösungsmitteln, die mit Wasser nicht mischbar sind,   ausgeschüttelt   werden können. Zu diesem Zwecke bietet   t-ich   beispielsweise Petroläther und Äther als geeignet dar.

   Man hat dann eine Lösung der stickstoffhaltigen Verbindungen in einem flüchtigen   Lösungsmittel   vor sich. Aus dem nach dem Abdestillieren dieses letzteren verbleibenden   Rückstande werden   die Phosphatide 
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 Die weitere Reinigung kann durch wiederholtes 1. ösen in Alkohol und Fällen mit Azeton erfolgen. Das bei dieser Behandlung erhaltene Pulver wird im vakuum getrocknet. 



   Anstatt die Ausgangsstoffe im Vakuum zu trocknen oder mit wasserfreien Salzen zu verreiben, kann man sie auch durch Behandlung mit jenem   wasserlösenden Lösungsmittel,   
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Eine andere auf der gleichen grundlage beruhende Methode zur Gewinnung der neuf n Produkte ist die folgende : Behufs Heratellung der Lösung in Petroläther oder Ather geht man genau, wie oben 
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 Rückstand sodann mit   der gleichen bis doppelten Menge   Azeton versetzt und unter kühlung stehen gelassen. Durch diese   Behandlung   werden die Cholestorin- und glyzerinfette nebst anderen Beimengungen zur Ansscheidung gebracht. Gleichzeitig setzt sich ein Öl ab. Dieses 
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 mit einer alkoholischen Bleiazetatlösung versetzt.

   Aus dem Filtrat wird das Blei in bekannter Weise entfernt, worauf man die bleifreie Lösung konzentriert und schliesslich die Phosphatide,   wie oben angegeben, fällt. 



  B e i s p i e l 1.   
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 mit. Azeton durch 48 Stunden extrahiert, wobei sich die Menge des Lösungsmittels nur nach der Grösse des Apparates richtet und die Temperatur durch den Siedepunkt des Lösungsmittels hestimmt ist. Die azetonigwasserige Lösung wird im Vakuum bis auf 100 cm2 
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 soweit als möglich abdestilliert, worauf man die Phosphatide aus dem Rückstand mit der vierfachen Menge Azeton   ausfällt.   Der auf dem Filter   zurückbleibende   Niederschlag wird in absolutem Alkohol gelöst, worauf man filtriert und abermals mit Azeton fällt. Man 
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   Beispicl2. 



   Die Plazenten werden behufs Entfernung der Hauptmenge des Wassers mit Azeton behandelt, worauf man den Rückstand im Soxhletapparat wie oben mit Azeton extrahiert. 
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 mit einer alkoholischen Lösung von normalem   Bleiazetat   versetzt. Hernach filtriert man ab und leitet behufs Ausfällung des   Bleis   Schwefelwasserstoffgas ab. Der überschüssige Schwefelwasserstoff wird durch Einleiten von Kohlensäure vertrieben, worauf man die   Lösung stark einengt, um schliesslich   die Phosphatide mit der vierfachen Menge Azeton   auszufallen.   Der gewonnene Körper wird durch Lösen in Alkohol, Filtrieren der Lösung und neuerliches   Fäilen   gereinigt. 



   Durch Behandlung dAr Ovarien, der Corpus luteum oder der Plazenta in der beschriebenen Weise lassen sich Produkte von gleicher Beschaffenheit gewinnen. Seiner chemischen Natur nach hat der in dieser Weise gewonnene Körper die Eigenschaften eines ungesättigten   Phosphatids.   Diese Phosphatide sind in Ather, Petroläther und ebenso in Alkohol sehr   leicht löslich, während   sie in Azeton schwer löslich sind. Sie sind daher aus 
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 Wasser sind sie kolloidal löslich. Sie geben die Reaktion der ungesättigten Verbindungen mit Permanganat, Stickstoff und Phosphor sind in diesen Phosphatiden in annäherndem Verhältnis von 5 zu 2 enthalten.

   Die Substanz lässt sich im Vakuum zu einen in der Reibschale verreibbaren Pulver von wachsartiger Konsistenz verwandeln, das sich beim Erhitzen. ohne einen Schmelzpunkt zu zeigen, zwischen 240 und 2500 vollständig zersetzt. 



   Die physiologischen Wirkungen der neuen Verbindungen bestehen in der Beförderung des Wachstums der Gebärmutter, der   Eierstöcke,   der   Kiieiter,   der Scheide, der Brust und in der Steigerung der Sekretion der Brustdrüsen. Die Verbindungen rufen bei halbwüchsigen Tieren vorzeitige Geschlechtsreife hervor und hemmen ihr Wachstum. Ferner erregen sie Brunsterscheinungen ausserhalb der Brunstzeit. Die Produkte erscheinen demnach für die Behandlung bei   allen Krankheiten geeignet,   die durch den Ausfall der Eierstockfunktionen hervorgerufen sind. 



   Es ist bereits bekanot, behufs Herstellung von Präparaten durch Extraktion von   menschlichen   und tierischen Organen, diese Organe zu trocknen, bevor sie extrahiert werden. 
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 zeigt sich, dass bet diosem bekannten Verfahren gerade jene Substanzen, auf deren Gewinnung die vorliegende   Erfindung     ahi. iett,   durch die Extraktion der getrockneten Plazenten mit Azeton oder Äther als vermeintlich schädlich beseitigt werden   PATENT-ANSPRÜCHE:  

Claims (1)

  1. EMI2.4 Lö ungsmittctn, wie Azeton oder Alkohol, extrahiert, den Auszug einengt und mit einem lUit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Petroläther oder Äther, ausschüttelt, worauf man das Lösungsmittel verjagt, den Rückstand nach Zusatz der gleichen bis doppelten Menge Azeton von Cholesterin- und Glyzerinfetten bzw. anderen Beimengungen befreit, das sich absetzende Öl in Äthyl- oder Methylalkohol aufnimmt, die Lösung durch Zusatz einer alkoholischen Bleiazotatlilsung reinigt und die Phosphatide schliesslich aus dem bleifrei gemachten und konzentrierten F'iltrate mit geeigneten Fällungsmitteln, wie Azeton, ausfällt.
AT71382D 1913-08-04 1913-08-04 Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen aus Ovarien, Corpus luteum oder Plazenta. AT71382B (de)

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