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Schaltungsanordnung für Fernsprechämter mit selbsttätiger Anrufverteilung.
Im Stammpatente Nr. 49850 ist eine Schaltungsanordnung beschrieben, nach welcher besondere Aushilfsstellen an den einzelnen Amtsplätzen für die Belegung dann freigegeben werden, wenn alle erst zugänglichen Empfangsstellen einer Gruppe von Amtsplätzen belegt sind.
Gemäss der Erfindung soll ein Amtsplatz zu gleicher Zeit zwei Anrufe aufnehmen können, und zwar nur dann, wenn bei allen Amtsplätzen der Gruppe ein Ruf vorliegt. Erfindungsgemäss wird dieser Zustand durch einen Austauschvorgang aufrechterhalten, der jedesmal dann selbsttätig vor sich geht, wenn nach der Belegung eines Amtsplatzes durch zwei Anrufe der zuerst eingelaufene Anruf verschwindet (durch Erledigung seitens der Beamtin oder durch Verzicht des anrufenden Teilnehmers). Es wird damit die Möglichkeit der Belegung des Platzes durch einen weiteren Anruf wiederum erst nach dem ilelegtsein aller Amtsplätze der Gruppe durch einen Ruf möglich gemacht.
Der genannte Austausch nach dem Verschwinden des zuerst eingelaufenen Anrufes kann in verschiedener Weise vor sich gehen :
So kann dies durch eine Umwertung der beiden Empfangsstellen bewirkt werden. die dann erfolgt, wenn der zuerst eingetaufece Anruf verschwindet und die dann besteht, dass nunmehr diese bisher dauernd belegbare erste Stelle unter den Einfluss der Gruppenschaltung gestellt, die mit dem zweiten Anruf belegte Aushi ! fsstelle jedoch als zuerst belegbar geschaltet wird.
Ebenso kann an dem Amtsplatz eine dauernd belegbare erste und eine dauernd von einer Grnppenschaltung abhängige zweite Stelle vorgesehen und eine Anordnung getreffen sein, durch welche beim Verschwinden eines von zwei gleichzeitig vorhandenen Rufen die Anschaltung der noch belegten Zu ! eitung an die erstbelegbare Stelle und die Anschaltung der jetzt freigewordenen Zuleitung an die von der Gruppenschaltung abhängige Stelle ermöglicht wird.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel gibt eine Schaltungsanordnung, bei welcher diese Umschaltung der Zuleitungen selbsttätig erfolgt.
Die Kontaktsätzo der Dienstwähler DW1, DW2 ... einer Gruppe sind miteinander vielfachgeschaltet. Von diesen Dienstwählern Du,... führen die Leitungen dz h. cl
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takten u eines Umschalterelais U, und zwar zeigt die Zeichnung alle Anker in abgefallenem Zustand, d. h. in dieser Lage sind die Leitungen a1, b1 über die Kontakte ul, U, mit dem Abfrageapparat verbunden, die Prüfleitung l1. liegt über das Anrufzeichen l1 und das Relais an Erde. Die Prüfleitung c2 liegt über einen Kontakt g des Relais G, Rufzeichen l2 und Relais R2 an Erde.
Das Relais G ist in bekannter Weise nur dann aberregt, wenn sämtliche Amtsplätze mit einem Anruf belegt sind, um dadurch die Aushilfsstellen
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erfolgter Entsperrung werden die zweiten Rufzeichen belegt, z. B. das Rufzeichen l2 des Amtsplatzes I durch einen über die Leitung a2, bg, c2 einlaufenden Anruf. An der Anschaltvorrichtung geschieht jedoch vorläufig nichts. Erst wenn nach Erledigung des
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unbesetzten Leitung au, bol dagegen am Anrufzeichen l2. Diese kann erst dann wieder belegt werden, wenn bei Belegung aller Amtsplätze mit einem Anruf das Relais G durch seinen Kontakt 9 die Prüfader c, über die Lampe und das Relais R2 an Erde legt.
Wird
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Kontakte fi, im Stromkreise des Relais B ; Kontakt a ist geschlossen, da das Relais A infolge Offenstehens des Kontaktes M, aberregt ist. Das Relais B wird daher erregt, es öffnet den Kontakt b, so dass Relais U aberregt wird. Seine Kontakte u nehmen die Ruhelage wieder ein und bewirken die Wiederherstellung der ursprünglichen Verbindung.
Eine Schaltung mit Umwertung der beiden Empfangsstellen kann z. B. durch Einschaltung des Kontaktes 9 in die Zuleitung c. erhalten worden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechämter mit selbsttätiger Anrufverteilung nach Patent Nr. 49850 mit zwei Abfertigongsstellen an jedem Amtsplatze, von denen je eine immer erst nach Belegung aller Amtspiätzc einer Gruppe mit mindestens einem Anruf eutsperrt wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorliegen nur eines Rufes am Amtsplatz die noch verfügbare Abfertigungsstelle (l2) unter die Einwirkung einer von dem Besetztsein aller Amtsplätze abhängigen Entsperrungsvorrichtung (Relais G) gestellt wird und diese Anordnung beim Freiwerden der zunächst zugänglichen Abfertigungsstelle (l1) eines Platzes nach vorherigem Belegtsein beider Abfertigungsstellen (l1, l2) durch eine Umlegung von Kontakten (Us, u6) am Amtsplatz wiederhergestellt wird, derart,
dass nunmehr wieder die Abfertigungsstelle, auf welcher der Anruf liegt, als erst belegbar geschaltet, die andere Stelle aber unter die Einwirkung der Entsperrungsvorrichtnng gestellt ist.