AT66811B - Doppelsteppstich-Nähmaschine mit freilaufendem Greifer. - Google Patents

Doppelsteppstich-Nähmaschine mit freilaufendem Greifer.

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  Doppeleteppstich-NähmaschinemitFrellaufendemGreife. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Doppelsteppstich-Nähmaschine für hohe Tourenzahl mit   freilaufendem   Greifer. 



   Bei Maschinen mit hoher Tourenzahl ist es erforderlich, dass die Greiferwelle eine Mehrzahl von Umdrehungen für jede Umdrehung der Maschinenhauptwelle ausführt und die Umlaufsrichtungen der beiden Wellen einander entgegengesetzt sind. Zunächst soll die Drehbewegung der Hauptwelle zur Vorderseite der Maschine stattfinden ; diese Drehrichtung ist nämlich wegen der bequemeren Handhabung der Maschine bei Beginn eines Nähvorganges geboten.

   Bei dieser Umlaufsrichtung gestaltet sich auch die mit der Hauptwelle verbundene Antriebsvorrichtung für den   Fadenaufnehmer   viel einfacher, als es anderweitig der Fall wäre, und zwar in Anbetracht dessen, dass der Fadenaufnehmer, um bequemer zugänglich zu sein, auf der Vorderseite des Maschinenkopfes angeordnet werden muss, und dass bei solchen Maschinen mit hoher Tourenzahl keine   Ilubschpibe   zur Betätigung des Fadenaufnehmers, sondern eine   Gelenkverbindung in   Anwendung kommt. Die entgegengesetzte Drehrichtung der Greiferwelle zur Hauptwelle ist nun durch die Einhaltung der Vorschubrichtung für das Arbeitsgut vom Arbeiter weg bedingt, weil bei der anderen Drehrichtung das genähte Material dem Arbeiter zugeschoben und dieser dadurch behindert würde. 



   Gemäss vorliegender Erfindung ist zur Erleichung der gegenläufigen   Drehrichtung   der Hauptwelle und der Greiferwelle die letztere mit der ersteren durch einen gekreuzten Riemen verbunden, der in an sich bekannter Art mit Löchern versehen ist, die über Stifte auf der Umfläche der Riemenscheiben greifen. Die Anwendung eines   gekreuzten Riemens hildet eine er-   hebliche Vereinfachung gegenüber den sonst bei Maschinen der   angeführten   Art   üblichen     f'ber-   tragungsmitteln unter Sicherung des genauen   Zusammenarbeitens   der beiden Wellen. 



   Ferner ist es von   grosser Wichtigkeit,   dass der Unterfaden ausserhalb des   Bewegungsbereiches   der Greiferspitze vom Spulengehäuse zum Stichloch geführt wird, um ein Verfangen und Zerreissen des Unterfadens zu vermeiden. Bei den bekannten Maschinen wird dies dadurch erzielt, dass an dem Spulengehäuse eine   nach vorne geneigte   Fläche vorgesehen ist, über welche der Unterfaden   geführt   ist und somit aus dem Bereich der   Greiferspitze abgelenkt wird.   Diese Faden- 
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 des   Spulengehäusebodens   angeordnet und nicht wie sonst ain Spulengehausedeckel.

   Der Vorteil dieser Anordnung ergibt sich daraus, dass die Entspannung der nadelfadenschling beim Vorbetgang am Spulengehäuse um so geringer wird, je höher die Ablenkugskante oberhalb der Greiferwellenachse angeordnet ist. Die geringerte Entspannung der Nadelfadenschlinge erscheint aber sehr erwünscht, zum Zwecke, die Gefahr einer   Fadenverwieklung   auf das   Mindestmass herab-   zusetzen. Durch Bildung der   Abienkungskante   an dem zum Festhalten des   Spulengehäuse   vorgesehenen Vorsprung wird auch die Anordnung eines besonderen Vorsprunges oder einer Rippe zum Zwecke der   Fadenablenkung   entbehrlich. 



     Ein weiteres Merkmal der Erfindung liegt   endlich in der besonderen   Anordnung   der Fadenspannvorrichtung an dem Spulengehäuse, wie dies in der Beschreibung näher erläutert ist. 
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 deckels, Fig. 8 ist eine Draufsicht der in Fig. 3 dargestellten Teile ; die Fig.   9 und 10   sind scharbildlich" Ansichten der   Spulengehäusesperrpiatte   und des zugehörigen Teiles des Spulengehäuses. 



   Die Grundplatte 1, der aus dem aufrechten   Teil : 2   und dem   überhängenden   Querarm 3 bestehende Nähmaschinenarm und der Kopf 4 des letzteren sind nur in punktierten Linien (Fig. 1) angedeutet. 5 bezeichnet die haupt- oder Nadelstangen-Antriebswelle, welche in nicht dar- 
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 rückwärtigen Ende trägt diese Welle das   übliche     Hand-oder Schnurrad 6, am entgegengesetzten   Ende den Bund   7,   der die Kurbel 8 aufnimmt, die mit ihrer Nabe 9 in eine geeignete Aussparung 10 des Bundes 7 greift und durch eine Klemmschraube 11 zur Teilnahme an der Drehung der Welle.   j   gezwungen ist.

   Der Zepfen 12 der Kurbel 8 nimmt das obere Ende des Nadelstangen- 
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 abgebogenen Zinke   140   der   Randflansch   139 in die   Fadenzuführungsöffnung 142   und von da nach aufwärts zur Arbeit führt. 



   Die Vorderwand 129 des Spulengehäusedeckels ist mit unterschnittenen   Führungsrippen   144 versehen, zwischen denen eine federnde Platte 745 verschiebbar geführt ist, die eine Öffnung 146 für den Durchgang des Tragzapfens 119 besitzt und für gewöhnlich in die Ringnut dieses Zapfens greift, von dem sie aber durch Verschieben mittels der Klappe 145 gelöst werden kann (Fig. 7), wenn es erwünscht ist, den   Spuleogehäusedeckel   zwecks Zugänglichmachung des Hohlraumes für die Spule zu entfernen. Eine der Schrauben, 137, dient nur zum Festhalten der Spannungsfeder   138,   während die Schraube 136 dazu dient, den Druck dieser Feder auf den Teil 132 des Spulengehäusedeckels zu regeln und damit die Spannung des von der Spule kommenden Unterfadens bestimmt. 



   Die Nadel 18 vollführt ihre auf und ab gehende Bewegung in einer Bahn, die etwas vor der Bewegungsebene der Greiferspitze 108 liegt, wobei sie durch das übliche   Stichloch   149 der Stichplatte 150, dann durch die Kerbe 126 der Trägerzunge und einen in der Stirnwand   129   des Spulengehäusedeckels oberhalb des Spulenzapfens 130 zwecks Freilegens der Nadelspitze vorgesehenen Ausschnitt 151 tritt. 



   Auf der Unterseite der Grundplatte 1 ist an dem Teil 152 auf einer Seite des Greifers mittels der Schraube 153 ein starrer Arm 154 befestigt, der mit   einem seitlichen Zapfen 1. 55 in   die   Kerbe 128   eingreift und dazu dient, das Spulengehäuse zu verhindern, an   der Umlaufbewegung   des Greifers teilzunehmen. Der Zapfen 155 besitzt, wie in Fig. 8 dargestellt ist, eine Nut, um der Nadel den nötigen Raum zum Durchtritt zu geben. 



   Um die Maschine für die Arbeit in Wirksamkeit bringen zu   können,   wird zunächst der Spulengehäusedeckel von dem Boden entfernt, nachdem zu diesem Zweck die Klappe   147 auf-   geklappt wurde, um die Schnapplatte 145 ausser Eingriff mit dem Kopf des Zapfens 119 zu bringen. 
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 Stichplatte 150 auf die Unterseite der Arbeit geführt, wie dies in Fig.   2   und 3 dargestellt ist. 



  Der Unterfaden wird also stets zwischen   dem Zuführungsauge   an der Vorderseite des Spulengehauses und dem Stichloch erhalten und durch die Fadenablenkungsschulter 127 genügend weit aus der Bewegungsbahn der Greiferspitze gebracht, urs ein Verfangen oder   Zerreissen   des Fadens durch die letztere   auszuRchlie13ell.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
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AT66811D 1911-08-18 1911-08-18 Doppelsteppstich-Nähmaschine mit freilaufendem Greifer. AT66811B (de)

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