DE656175C - Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer - Google Patents

Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer

Info

Publication number
DE656175C
DE656175C DES121486D DES0121486D DE656175C DE 656175 C DE656175 C DE 656175C DE S121486 D DES121486 D DE S121486D DE S0121486 D DES0121486 D DE S0121486D DE 656175 C DE656175 C DE 656175C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
loop
bobbin case
needle thread
thread loop
shoulder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES121486D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Singer Co
Original Assignee
Singer Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB240336A external-priority patent/GB452001A/en
Application filed by Singer Co filed Critical Singer Co
Priority to DES121486D priority Critical patent/DE656175C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE656175C publication Critical patent/DE656175C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Doppelsteppstichnähmaschine mit umlaufendem Greifer Die Erfindung bezieht sich auf eine in einer Kreisbahn sich bewegende Greifer- und Spulengehäusevorrichtung für Doppelsteppstichnähmaschinen und im besonderen auf einen Greifer, der im Patent 647 476 beschrieben ist.
  • Ein Greifer der in Frage stehenden Art ist mit einer kreisförmigen Führungsbahn versehen, in der eine in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe eines im wesentlichen zylindrischen Spulengehäuses gelagert ist, das die Unterfadenspule trägt. Die Aufgabe des Greifers besteht darin, eine Fadenschleife von der Nähmaschinennadel zu erfassen, diese Fadenschleife auszuziehen oder auszudehnen und sie um das Spulengehäuse herum abzuwerfen, worauf die Nadelfadenaufnehmervorrichtung zur Wirkung kommt, um die Nadelfadenschleife an dem Stoff festzuziehen und den Stich zu beenden.
  • Um das Spulengehäuse gegen Drehung mit dem Greifer zu sichern, ist es üblich, das Spulengehäuse mit einer Nut zu versehen, in die lose eine die Drehung des Spulengehäuses verhindernde Zunge eintritt, welche an dem Maschinengestell angebracht ist. Beim Arbeiten sucht der reibende Zug des umlaufenden Greifers auf das Spulengehäuse die eine Seitenwand oder Schulter der genannten Nut an der die Umdrehung des Spulengehäuses verhindernden Zunge zu halten. Eine jede' um das Spulengehäuse herum abgeworfene Nadelfadenschleife muß daher zwischen diesen sich berührenden Wandungen der die Umdrehung des Spulengehäuses verhindernden Zunge und der zugehörigen Nut des Spulengehäuses hindurchgehen, bevor diese Schleife frei wird und an dem Stoff festgezogen werden kann.
  • Bei Nähmaschinen, die keine mechanischen Vorrichtungen benutzen, um den zum Entweichen der Nadelfadenschleife dienenden Spalt zwischen dein Spulengehäuse und der dessen Umdrehung verhindernden Einrichtung zu öffnen, erfolgt die Öffnung dieses Spaltes gewöhnlich durch eine keilartige Wirkung der Nadelfadenschleife, die bei ihrem Festziehen durch den Fadenaufnehmer diesen Spalt selbst öffnet und sich durch ihn hindurchquetscht, indem sie auf die benachbarte Wand der genannten Zunge einwirkt; der Nadelfaden wird aber hierbei zusammengedrückt. Diese Wirkung ist zur Herstellung von zufriedenstellenden Stichen bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten mit Fäden von verschiedenem Drall und verschiedenen Beschaffenheiten und in Stoffen von verschiedener Struktur und Dicke nicht zuträglich. Einige Fäden haben das Bestreben, sich um sich selbst zu drehen oder eine Schleife zu bilden, und dieser Neigung ist beim Aufnehmen der Nadelfadenschleifen schwierig zu begegnen, nachdem letztere um das Spulengehäuse herumgegangen sind. Das Festklemmen der Nadelfadenschleifen scheint für die Bildung einer solchen unerwünschten Schleife oder eines Knotens besonders günstig zu sein.
  • Es sind bereits mechanische Öffnungsvörrichtungen vorgeschlagen worden, jedoch -haben diese den Aufwand von zusätzlichen-Einrichtungen zur Folge und beschränken die Geschwindigkeit, mit der die Maschine zufriedenstellend arbeiten kann. Ferner sind diese Vorrichtungen beim Arbeiten geräuschvoll und verursachen eine übermäßige Abnutzung der Greifer- und Spulengehäuseteile. Das Vermeiden dieser mechanischen Öffnungsvorrichtungen ist daher äußerst erwünscht.
  • Die Einrichtung nach dem oben angegebenen Patent 647476 betrifft in der Hauptsache das Problem des Ausziehens der Nadelfadenschleife und deren Abwerfen um das Spulengehäuse herum, während die vorliegende Erfindung in der Hauptsache die Steuerung und Handhabung der Nadelfadenschleife betrifft, nachdem sie um das Spulengehäuse herum abgeworfen worden ist und festgezogen werden soll; zu diesem Zeitpunkt des Stichbildungskreislaufes findet gewöhnlich das Entweichen der Nadelfadenschleife von der die Drehung des Spulengehäuses verhindernden Vorrichtung statt.
  • Die Erfindung sieht eine Greifer- und Spulengehäusevorrichtung vor, die einen ruhigen Lauf sowie der Abnutzung widerstehende und die Stichbildung begünstigende Eigenschaften hat.
  • Ein weiterer Zweck der Erfindung bezieht sich auf das Öffnen des ztim Entweichen der N adelfadenschleife dienenden Spaltes zwischen dem Spulengehäuse und der dessen Drehung verhindernden Einrichtung, ohne die Anordnung von besonderen mechanischen Öffnungsvorrichtungen und ohne die Nadelfadenschleife einer quetschenden oder zusammendrückenden Wirkung auszusetzen.
  • Gemäß der Erfindung ist die Greifer- und Spulengehäusevorrichtung so abgeändert worden, daß sie die Steuerung der Nadelfadenschleife aufrechterhält, ' wenn letztere durch den Fadenaufnehmer festgezogen wird, wodurch ein Verdrehen oder ein Verschlingen der Nadelfadenschleife vermieden wird, und ferner so, daß sie die Steuerung der Nadeifadenschieife genügend lange behält und deren Faden so führt und die Wirkung der Unterfadenvorrichtung der des Nähmaschinenfadenaufnehmers so beiordnet, daß die schleifenfestziehende Wirkung des Fadenaufnehmers zur Folge hat, daß die Nadelfadenschleife einen nach hinten gerichteten tangentialen Zug auf das Spulengehäuse in einer Richtung ausübt, um den zum Entweichen der Nadelfadenschleife dienenden- Spalt zwischen dem Spulengehäuse und der üblichen ortsfesten, die Umdrehung des Spulengehäuses verhindernden Zunge zu öffnen. Die NTadelfadenschleife kann somit durch den geo g neten Spalt frei entweichen, ohne von den Brandungen dieses Spaltes gequetscht oder zusammengedrückt zu werden.
  • In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar ist Fig. i eine vordere Endansicht einer Nähmaschine gemäß der Erfindung.
  • Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Greifer-und Spulengehäusevorrichtung der Maschine. Fig. 3 ist ein senkrechter Axialschnitt durch die Greifer- und Spulengehäusevorrichtung. Fig. d. ist eine vordere Endansicht des in der Umfangsrichtung mit einer Rippe versehenen Spulengehäuseträgerteiles und Fig. 5 eine Hinteransicht hierzu.
  • Fig. 6 ist eine schaubildliche Ansicht der die Drehung des Spulengehäuses verhindernden Stange.
  • Fig.7 ist eine schaubildliche Ansicht des Greifers und veranschaulicht die unter Steuerung stehende Nadelfadenschleife,wenn letztere durch den F adenaufnehrner nach oben gezogen wird.
  • Fig. 8 ist eine ähnliche Ansicht und veranschaulicht die festzuziehende Nadelfadenschleife, die einen tangentialen Zug auf das Spulengehäuse ausübt, um den zum Entweichen der Nadelfadenschleife dienenden Spalt zwischen Spulengehäuse und der dessen Drehung verhindernden Stange zu öffnen, und Fig. 8a ist eine Draufsicht auf die in Fig. 8 dargestellten Teile.
  • Fig. g ist eine ähnliche Ansicht und veranschaulicht den geöffneten Spalt und die aus letzterem entweichende Nadelfadenschleife.
  • Fig. ga ist eine Draufsicht auf die in Fig. g dargestellten Teile.
  • Fig. io ist ein Schnitt nach der Linie io-io der Fig. ga.
  • Fig. i i ist eine den Fig. 7, 8 und g ähnliche Ansicht, jedoch zu einer etwas späteren Stufe des Arbeitskreislaufes, und veranschaulicht die Nadelfadenschleife, nachdem letztere aus dem Spalt zwischen Spulengehäuse und der dessen Drehung verhindernden Stange entwichen ist.
  • Fig. 12 und 13 sind schaubildliche Ansichten des Greiferteiles, und Fig. 14 ist eine schaubildliche Ansicht des entfernharen Spulengehäuseteiles: Fig. 15 ist eine schaubildliche Ansicht der Spule, die in dem entfernbaren Spulengehäuseteil passend sitzt, und Fig. 16 eine schaubildliche Ansicht auf die Stirnfläche des entfernbaren Spulengehäuseteiles. Das Maschinengestell weist den Fuß i und den Maschinenarmkopf 2 auf, der die übliche Nadelstange 3 und die Drückerstange q. trägt. Die Nadelstange hat' die übliche Öhrnadel 5 und die Drückerstange den üblichen Drückerfuß 6. Die Nadelslange 3 wird durch die übliche Lenkerverbindung 7 mit der Kurbel 8 auf und ab bewegt, die von der Maschinenantriebswelle g getragen wird, welche gleichfalls den bekannten und einen Lenker aufweisenden Fadenaufnehmer fo antreibt. Das Arbeitsstück wird unter dem Drückerfuß 6 mittels des üblichen Stoffschiebers i i vorgeführt.
  • Mit der Nadel arbeitet die Unterfadenvorrichtung oder die Greifer- und Spulengehäusevorrichtung a. (Fig. i) zusammen, auf die sich die Erfindung im besonderen bezieht. Der Greifer weist vorzugsweise einen Greiferkorb 12 (Fig. 12 und 13) auf, der eine ,schleifenerfassende Spitze 12, einen die Schleife steuernden Schwanz 13 und eine kreisförmige Führungsbahn 14. hat, in welcher die in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe 15 des ortsfesten Spulengehäuseträgerteiles 16 gelagert ist. Der Greiferkorb 12 wird wie üblich von der Greiferwelle 12" getragen, die vorzugsweise zwei vollständige Umdrehungen für eine Umdrehung der Maschinenantriebswelle 9 ausführt. Die in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe 15 des Spulengehäuseträgerteiles hat in ihrem vorderen Teil einen Spalt, um eine die Schleife zurückhaltende Schulter 17 und eine die Schleife in ihrer Lage haltende Schulter i8 vorzusehen, wobei letztere etwas über die senkrechte axiale Ebene b-b des Spulengehäuseträgers hervorragt (Fig. 2). Durch Anordnung der Schulter 18 näher an die Schulter 17 heran wird der Winkel .x (Fig. fo) des Spaltes zwischen den Schultern 17 und 18 im vorliegenden Fall auf annähernd 43 ° verringert. Der Spalt y (Fig. io) in der Führungsbahn 14. ist gleichfalls klein und beträgt beim Ausführungsbeispiel ungefähr 6o°. Der maximale Gesamtspalt in den Lagerflächen zwischen Spulengehäuse und Greiferkorb wird somit im Gegensatz zu der bisher üblichen Weise wesentlich verringert und beträgt beim Ausführungsbeispiel ungefähr 1o3°, so daß eine Lagerfläche von 36o' bis 103 '.oder annähernd 257° geschaffen wird. Dies hilft wesentlich dazu, das Geräusch zu beseitigen und die Abnutzung des Spulengehäuses in der Führungsbahn zu verringern, wenn der Spalt der Führungsbahn an dem Spalt in der Spulengehäuselagerrippe vorbeigeht. Die vorgerückte Stellung der die Nadelfadenschleife in ihrer Lage haltenden Schulter 18 verzögert ferner die Freigabe der sich zusammenziehenden Nadelfadenschleife von dieser Schulter und ist für die Erreichung der Zwecke gemäß der Erfindung vorteilhaft, wie dies aus der folgenden Beschreibung hervorgeht.
  • Der Spulengehäuseträgerteil 16 ist an seiner die Nadelfadenschleife abwerfenden Seite mit einem die Nadelfadenschleife steuernde:f Flansch i g (Fig. .4) versehen. In dem oberen Teil der Vorderfläche dieses Flansches ist die Nut 2o gebildet, in die lose die Zunge 21 an der die Umdrehung des Spulengehäuses verhindernden Stange 22 (Fig. 8a) eintritt, welche auf der Unterseite des Fußes i angebracht ist. Der Schwanz 13 des umlaufenden Greifers 12 hat eine die Nadelfadenschleife unterstützende Fläche 13' (Fig. 7), welche von der Achse des Greifers in einem Abstand angeordnet ist, der größer als die maximale radiale Abmessung der in der Umfangsrichtung verlaufenden Lagerrippe 15 des Spulengehäuses ist und diese Lagerrippe überhängt. Diese Fläche hält die Nadelfadenschleife von der Lagerrippe 15 hinweg und wirkt zwecks Steuerung der Nadelfadenschleife mit dem Flansch ig zusammen. Die Kante des Flansches i g ist bei z3 (Fig. 4.) an der die N adelfadenschleife abwerfenden Seite der Nut 2o weggeschnitten oder ausgespart, um für einen Augenblick einen Teil der sich zusammenziehenden Nadelfadenschleife aufzunehmen, nachdem leztere durch den Flansch ig sicher auf den Schwanz 13 emporgeführt worden ist.
  • Auf dem Spulengehäuseträgerteil 16 ist abnehmbar der zugehörige Spulengehäuseteil 2.4 angebracht, welcher die Spule z5 für den Unterfaden trägt. Dieser Spulengehäusetei12.1 weist vorzugsweise einen Einfädelschlitz 26 auf, der von dem Rand unter einem steilen Winkel nach innen bis zu dem Punkt 27 eingeschnitten ist, von wo der Schlitz 28 im wesentlichen in der Umfangsrichtung des Spulengehäuses 25 zu der Fadenabgabeöffnung 29 unterhalb der üblichen Spulenfadenspannungsfeder 30 verläuft. Der Rand des Spulengehäuseteils 24 ist bei 31 ebenfalls vorzugsweise etwas weggeschnitten. Es ist zu bemerken, daß das vollständige Spulengehäuse die beiden trennbaren Teile 16 und 24 aufweist.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Die Greiferspitze 12' erfaßt eine Nadelfadenschleife von der Nadel 5, dehnt diese Schleife aus und wirft sie in der üblichen Weise um das Spulengehäuse herum {Fig. i); der zum Stoff führende Schenkel der Nadelfadenschleife geht auf der Vorderseite oder quer über die frei liegende Fläche des Spulengehäuses hinweg, und der zum Fadenaufnehmer führende Schenkel liegt hinter dem Spulengehäuse. Sobald der Greifer seine Abwurfstellung erreicht, beginnt der von einer Kurbel betätigte Fadenaufnehmer io seine schnelle Aufwärtsbewegung und zieht die Nadelfadenschleife von der Spitze ia' des -Greifers hinweg und auf den die Schleife steuernden Schwanz 13 (Fig. 7). Der Zweck des Flansches ig besteht darin, die abgeworfene Nadelfadenschleife genügend hoch anzuheben, so daß sie mit Sicherheit über die Spitze des Schwanzes 13 gezogen wird, wodurch verhindert wird, daß die Nadelfadenschleife an der Lagerrippe 15 reibt und hierdurch beschädigt, ausgefasert oder verschmutzt wird.
  • Wenn die Wirkung von der in Fig. 7 dargestellten Lage aus fortschreitet, wird die geringe Lockerung in der Nadelfadenschleife durch den Fadenaufnehmer entfernt, und die Schleife wird durch den Fadenaufnehmer in die Ausnehmung 23 (Fig. 8) gezogen. Der zum Entweichen der Nadelfadenschleife dienende Spalt 32 zwischen der Schulter 33 der Nut 2o und der Zunge 2i befindet sich zu dieser Zeit infolge der reibenden Wirkung des umlaufenden Greiferkorbes 12 auf dem Spulengehäuseträgerteil 16 in der geschlossenen Lage. In der in den Fig. 8 und 8a dargestellten Lage ist somit jede Lockerung von der Nadelfadenschleife entfernt, und der Faden der Nadelfadenschleife zwischen der Nut 2o (Fig. 8) und der Ausnehmung 23 des Flansches ig verläuft im wesentlichen tangential zu dem Spulengehäuse von der Schulter 33 hinweg. Der Fadenaufnehmer übt bei seiner weiteren Wirkung eine Spannung auf den Faden aus, welche auf die Nadelfadenschleife übertragen wird, wodurch v eranlaßt wird, daß letztere bei ihrer Zusammenziehung einen tangentialen, nach hinten gerichteten Zug auf das Spulengehäuse an den Schultern 18 und 33 in der Richtung der in Fig. 8a durch die gestrichelten Linien angedeuteten Pfeile ausübt. Dieser nach hinten gerichtete tangentiale Zug auf das Spulengehäuse durch die Nadelfadenschleife öffnet den zum Entweichen der letzteren dienenden Spalt 32 (Fig. g und 9a), durch den die Nadelfadenschleife bequem hindurchgeht, ohne zwischen den gegenüberliegenden Wandungen des Spaltes 32 festgeklemmt oder gequetscht zu werden.
  • Aus Fig. io der Zeichnungen geht hervor, daß durch Anordnung der die Nadelfadenschleife in ihrer Lage haltenden Schulter 18 im wesentlichen radial zum Spulengehäuse, anstatt diese Schulter, wie bisher, abzurunden, die Nadelfadenschleife veranläßt wird, den gewünschten nach hinten gerichteten Zug auf die Schulter i8 auszuüben, ohne selbst zwischen der Lagerrippe 1'5 und der Führungsbahn 14 festgeklemmt zu werden. E s ist weiterhin zu erkennen, daß durch das Vorrücken der Schulter 18 in einer Richtung auf die die Nadelfadenschleife zurückhaltende Schulter 17 zu die Freigabe der sich zusammenziehenden Nadelfadenschleife von ihrer verriegelnden Beziehung zu den Teilen des umlaufenden Greifers und des Spulengehäuses verzögert und gewährleistet wird, daß die sich zusammenziehende Nadelfadenschleife unveränderbar durch den Fadenaufnehmer auf den die Fadenschleife steuernden Schwanz 13 gezogen wird, von dem sie nicht eher entweichen kann, bis sie durch den Spalt 32 hindurchgezogen worden ist.
  • Kurz nachdem die Nadelfadenschleife aus dem Spalt 32 entweicht, geht das Ende i4.' (Fig. io und 12) der Führungsbahn 14 an der Schulter 18 vorbei und gibt die Nadelfadenschleife frei, die um den Schwanz 13 herumgeht (Fig. ii). Schließlich wird die Nadelfadenschleife von dem Schwanz 13 abgeworfen und auf den Stoff durch den Fadenaufnehmer zwecks Beendigung des Stiches heraufgezogen.
  • Zahlreiche genaue Versuche an Nähmaschinen mit der Einrichtung gemäß der Erfindung haben ihre Fähigkeit erwiesen, mit gleichförmig festgesetzten Stichen und ohne Fadenbruch bei Geschwindigkeiten bis zu 4500 Stichen pro Minute in Arbeitsstücken von verschiedener Stärke und mit einem Faden von verschiedener Beschaffenheit ohne Einstellung der Spannungsvorrichtung zu nähen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Doppelsteppstichnähmaschine mit einem umlaufenden Greifer, in dem ein Spulengehäuse gelagert ist, welches eine die Drehung des Spulengehäuses verhindernde Schulter aufweist, mit der ein ortsfester, die Drehung des Spulengehäuses verhindernder Teil in Eingriff kommt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der abgeworfenen Nadelfadenschleife so gesteuert werden, daß jede Fadenlockerung entfernt und die Schleife auf einmal so festgezogen wird, daß ein Teil dieser Schleife, der sich in der Umfangsrichtung des Spulengehäuses erstreckt, einen nach hinten gerichteten tangentialen Zug auf das Spulengehäuse ausübt und den zum Entweichen der Nadelfadenschleife dienenden Spalt zwischen dem ortsfesten, die Drehung des. Spulengehäuses verhindernden Teil und der die Drehung verhindernden Schulter des Spulengehäuses öffnet.
  2. 2. Für eine Doppelsteppstichnähmaschine gemäß Anspruch i ein Spulengehäuseträgerteil in Form eines becherförmig gestalteten Gliedes, das eine in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe und einen die Nadelfadenschleife steuernden Flansch hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (ig) außer der die Drehung des Spulengehäuses verhindernden Schu'_-ter (33)-mit einem Ausschnitt (z3) an seiner die Fadenschleife steuernden Kante neben der genannten Schulter (33) versehen ist.
  3. 3. Spulengehäuseträgerteil nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fadenschleife steuernde Kante des Flansches (i9) einen Krümmungsradius hat, der größer als der für die in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe (i5) ist. q..
  4. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch i und a, bei der der Greifer einen die Fadenschleife steuernden Schwanz hat, dessen die Nadelfadenschleife tragende Oberfläche die in der Umfangsrichtung verlaufende Lagerrippe überhängt, wobei auf diesen Schwanz die sich zusammenziehende Nadelfadenschleife durch den Spulengehäuseflansch gehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt (z3) so angeordnet ist, daß er die Nadelfadenschleife aufnimmt, während letztere sich auf dem die Schleife steuernden Schwanz (13) befindet, so daß durch das Festziehen der Nadelfadenschleife ein nach hinten gerichteter tangentialer Zug auf das Spulengehäuse ausgeübt wird.
  5. 5. Doppelsteppstichnähmaschine nach Anspruch i bis d., bei der die Lagerrippe des Spulengehäuses einen Spalt hat, welcher eine schleifenzurückhaltende Schulter und eine die Schleife in ihrer Lage haltende Schulter vorsieht, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schleife in ihrer Lage haltende Schulter (18) im wesentlichen radial angeordnet ist und daß die abgeworfene Nadelfadenschleife auf dem die N adelfadenschleife steuernden Schwanz (13) vor dem Entweichen der Schleife von der genannten Schulter (i8) festgezogen wird.
DES121486D 1936-01-25 1936-02-12 Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer Expired DE656175C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES121486D DE656175C (de) 1936-01-25 1936-02-12 Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB240336A GB452001A (en) 1936-01-25 1936-01-25 Loop-taker and bobbin-case devices for sewing machines
DES121486D DE656175C (de) 1936-01-25 1936-02-12 Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE656175C true DE656175C (de) 1938-01-31

Family

ID=25998917

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES121486D Expired DE656175C (de) 1936-01-25 1936-02-12 Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE656175C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10360567B4 (de) * 2002-12-24 2013-06-06 Kabushiki Kaisha Barudan Nähmaschinengreifer

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10360567B4 (de) * 2002-12-24 2013-06-06 Kabushiki Kaisha Barudan Nähmaschinengreifer

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE656175C (de) Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer
DE830289C (de) Naehmaschine
DE822756C (de) Fadengebereinrichtung an Naehmaschinen
AT149475B (de) Umlaufender Greifer für Doppelsteppstich-Nähmaschinen mit feststehendem Spulengehäuse.
DD218914A5 (de) Stichtyp und verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
DE824585C (de) Zweifaden-Naehmaschine
CH193593A (de) Greifervorrichtung und Spulengehäuse für Nähmaschinen.
DE824426C (de) Umlaufender Fadengeber fuer Naehmaschinen
DE294974C (de)
DE2042732A1 (en) Thread control - for chain stitch sewing machines
DE634412C (de) Naehmaschine mit umlaufendem Greifer und waagerecht ausschwingendem Abziehhebel fuer den Unterfaden
DE422546C (de) Doppelsteppstichnaehmaschine
DE1431301U (de)
DE647476C (de) Greifer- und Spulengehaeusevorrichtung fuer Naehmaschinen
DE190556C (de)
DE36387C (de) Neuerung an Greifermechanismen für Steppstichnähmaschinen
DE41395C (de) Doppelsteppstich-Nähmaschine mit gewachstem Oberfaden
DE537262C (de) Doppelsteppstichnaehmaschine mit umlaufendem Greifer
DE844244C (de) Doppelsteppstichartige, aus einem Oberfaden und einem Unterfaden bestehende Naht und Stichbildewerkzeuge zur Bildung der Naht
AT144485B (de) Umlaufender Greifer für Nähmaschinen mit feststehendem Spulengehäuse.
DE503668C (de) Greiferfadensteuerung fuer Kettenstichnaehmaschinen
DE884448C (de) Nadelfadengeber-Einrichtung fuer Naehmaschinen
DE659752C (de) Naehmaschine mit umlaufendem Greifer
DE3927018C1 (en) Winding button stalk onto garment - includes winding elastomeric thread around thread bundle on stalk, fastening thread end and drawing in direction vertical to stalk
DE375431C (de) Kettenstichnaehmaschine mit fadenfuehrendem Greifer und einer absatzweise wirkenden Fadenklemme