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Strassenbahnwagen.
Die Erfindung bezieht sich auf Wagen zur Beförderung von Fahrgästen. Der Ein-und Aus- gang des Wagens sind an seinem vorderen Ende angeordnet und mit Vorrichtungen versehen. die es dem Schaffner ermöglichen. ohne Schwierigkeit den Eintritt der Fahrgäste zu beaufsichtigen bzw, das Fahrgeld von den Fahrgästen zu erheben. wenn sie beim Eintritt in den Wagen bei der vorderen Plattform vorbeikommen. Der Ausgang aus dem Wagen ist vom Eingang gesondert.
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Die Erfindung betrifft im übrigen Verbesserungen an Betätigungsvorrichtungen für Türen bzw. Stufen vor den Türen.
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Plattform, und zwar ist die Vorrichtung in der Stellung der einzelnen Teile wiedergegeben. die sie bei geöffneten Türen und zur Benutzung heruntergeklappten Stufen einnehmen. Die Retätigungsvorrichtung ist in die gestrichelt angedeuteten Umrisse der vorderen Plattform
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den Anstellhebel für den hinteren Notausgang in Ansicht. Fig. 10 ist eine Schnittzeichnung durch den hinteren Wagenteil, welehe die Treppe des Notausganges veranschaulicht. Fig. H ist eine entsprechende Schnittzeichnung, zeigt jedoch die Treppe hochgeklappt.
Fig. 12 ist eine 'i taufsicht, die eine abgeänderte Einrichtung der vorderen Plattform darstellt.
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dieses Unterschiedes ist die Stufe der vorderen Plattform zweckmässigerweise hochklappbar ausgeführt, während die beiden Stufen der unteren Plattform eine kleine Drehtreppe bilden.
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Hinter den Liingssitzen 24, d. h. in der hinteren Hälfte des mittleren Wagenabteils sind Quersitze 26 vorgesehen, an die sich wieder noch weiter hinten in der Nachbarschaft des Notausganges eine kurze Bank 27 mit Längssitzen anschliesst. Schliesslich ist eine runde Sitzbank noch am hintersten Ende des Wagens vorhanden. Die Anordnung der beiden letzterwähnten Bänke 27 und 28 ist wiederum 80 getroffen, dass die Fahrgäste bei eventueller Benutzung des Not-oder Hilfsausganges nicht behindert werden können. Bei Nichtbenutzung der Hintertür ist die grosse, zwischen den Bänken 27 und 28 freibleibende Fläche in vorzüglicher Weise für Stehplätze benutzbar.
Die Kürze der hintersten Bank gegenüber dem Not-oder Hilfsausgang gestattet nicht nur ein bequemes Aussteigen der Fahrgäste, sondern lässt auch genügend Raum für den Schaffner, wenn dieser hier bei Benutzung des Notausganges seine vorschriftsmässige Stellung einnimmt.
Die vordere Plattform ist in Abteilungen für den Wagenführer, den Schaffner und die Einund Ausgänge für die Fahrgäste geteilt. Die Teilung geschieht zweckmässigerweise durch die
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Geländer 31 umgibt den Standort des Schaffners und das Geländer 29 schliesslich trennt den Eingang für die Fahrgäste von dem Ausgang aus dem Wagen. Der Eingang, liegt im vorliegenden Fall zentral und wird durch die Tür 32 abgeschlossen, während die andere Tür 33 der Plattform den Ausgang der Fahrgäste aus dem Wagen ermöglicht. Die Abteilung des Wagenführers auf der vorderen Plattform enthält den Fahrkartenschalter 34, die Handbremse J, die Luftbremse 3Ua und die Anstellvorrichtung 36 zum Öffnen und Schliessen der Seitentüren 32 und 33.
Mittels der Anstellvorrichtung können die Türen entweder zusammen oder für sich geöffnet und geschlossen werden. Sowohl in der Abteilung des Wagenfiihrers als in der des Schaffners sind schwingbare
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sie ohne Schwierigkeit in die richtige Lage gebracht oder beiseitegeschoben werden können, je nachdem der Schaffner und der Wagenführer beim Durchfahren lebhaft bevölkerter Stadtteile im Wagen stehen oder in dünn bevölkerten Stadtteilen sitzen dürfen. Die Sitze haben an ihrem Lager auf der Geländerstange Ansätze 39, die in Ausnehmungen der Geländerstange greifen. In dieser Weise lassen sich die Sitze in einer bestimmten Lage feststellen.
Zwischen den Geländern, die den Raum des Schaffners und des Wagenführers umgeben, bleibt ein Platz frei, auf den gegebenenfalls ein Fahrgast treten kann, wenn der Schaffner auf ein grösseres Geld. stück herausgeben muss. So ist verhutet, dass bei dieser Gelegenheit den anderen Fahrgästen, die den Wagen betreten sollen, der Eintritt versperrt wird. Die Seitentüren 32 und 33
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welche die eine in der anderen angeordnet sind und jede am oberen Ende einen Handhebel 43 und 44 tragen. Am unteren Ende ist eine jede der Wellen mit einem Hebelarm verbunden, und zwar liegen die Hebelarme unter der Plattform. Ebenso ist an den Drehstangen jeder Tür ein entsprechender Hebelarm angebracht und sowohl diese wie die Hebelarme an den Wellen sind durch Stangen 44 und 46 verbunden.
An dem einen der beiden Abstellhebel, im vorliegenden Fall an dem Hebel 43, ist ein Einsteckzapfen 47 angebracht, der auf dem drehbar am Hebel 4J angebrachten Doppelhebel 48 aufruht. Der freie Arm des Hebels 48 liegt gegen eine bewegliche kurze Stange 49 in
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der Wagenführer mit dem Daumen der Hand bewirken, mit der er den Hebel 43 gefasst hält, so wird der Zapfen 47 nach oben gestossen und in eine entsprechende Öffnung des Hebels 44 eingeführt. Damit sind beide Hebel 4*3 und 44 in ihrer Bewegung zwangsläufig miteinander verbunden und dementsprechend werden beide Türen der vorderen Plattform gemeinsam geöffnet oder geschlossen.
Die Stufen 51) und a1 am vorderen Ende des Wagens sind an einem Gelenk. 52 nach oben und unten ausschwingbar so befestigt, dass sie sich senkrecht an die Wagenfläche anlegen können.
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und Heben der Stufen 50 und 51 verbunden. Die Betätigungsvorrichtung der Hintertür *J wird entweder von der vorderen Plattform aus oder von einem Stand am hinteren Ende des Wagens bedient.
Dieser Notausgang hat eine Doppeltür, die auf einer einzigen Gelenkstange 59 schwingt (Fig. 4). Die Gelenkstange ist durch einen Arm 60 und eine Stange 61 mit einem Arm 62 an einer senkrechten Welle 63 verbunden. Die Welle 63 trägt ausserdem einen Kniehebel 64, und zwar einen zweiarmigen Kniehebel, dessen einer Arm durch eine Stange 6J mit einem Hebel am unteren Ende der vorderen Antriebswelle 66 am Standort des Scanners verbunden ist. Die Welle 66 ist mit einem losnehmbaren Handgriff versehen.
Der andere Arm des Kniehebels 64 ist durch eine Stange 67 mit einem Kniehebel 68 unter dem Wagen verbunden, dessen zweiter Arm durch eine senkrechte Stange 69, die innerhalb des Wagens mit einem Schutzgehäuse 70 umkleidet ist und mit einem Drehzapfen an einer Deckenkonsole 71 hinten im Wagen in Verbindung steht.
Dieser Drehzapfen ist mit einem viereckigen Ende 7. 2 versehen (Fig. 4 und 5), das einen los
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kann, ebenso wie er dies mit demselben Handgriff durch Anstellen der Welle 66 von seinem vorderen Standort aus bewirkt. Der Vielkant des Drehzapfens ist vorn mit einem Schlitz versehen, der ein Kreuzstück 74 aufnehmen kann. Je nach der Stellung dieses Kreuzstückes auf dem Drehzapfen kann der Handgriff auf letzteren aufgesetzt oder von ihm abgezogen werden.
Ist das Kreuzstück in der in Fig. 5 gezeigten Lage, so verhindert es ein zufälliges Abziehen des Handgriffes.
Die hintere Treppe 75 hat zwei Stufen, die auf einer gusseisernen Konsole angebracht sind.
Die Treppe tat so ausgeglichen, dass die obere Stufe die Treppe als Gegengewicht ausgeschaltet hält, ohne dass sonst Belastungen erforderlich sind (Fig. 11). Die ganze Treppe ist drehbar auf
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Ist die Treppe heruntergeklappt, so greifen die oberen Enden der Treppenkonsole in einen Anschlagwinkel 77 am Wagengestell. Ist die Treppe dagegen ausgeschaltet (Fig. 11), so liegt die untere Stufe glatt gegen die Wagenwand an. Die Treppe steht dann nicht mehr über die seitlichen Wagenwände vor. In dem einen Ende der Treppenwelle 76 ist ein Hebel 78 angebracht, der durch
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Die Türen sind selbstverständlich mit jeder erforderlichen Vorrichtung versehen, um sie nach Öffnen ihres Verscblusses zusammenfalten zu können. Es ist dies auf den Zeiehnungen ent- sprechend angedeutet. Ebenso wie die Türen leicht zusammengeschoben werden können, sind sie leicht für das Verschliessen auseinanderzuziehen oder auseinanderzulegen. Sobald die Türen geschlossen sind, werden die Stufen hochgeklappt, so dass sie nicht mehr über die Seitenwände des Wagens vorstehen. Liegt der Boden der vorderen Plattform in gleicher Höhe mit dem Boden des mittleren Wagenabteiles mit den Sitzplätzen, so werden vorn ebenfalls zwei Stufen gebraucht.
Wird der Wagen für eine Strecke benutzt, auf der Vorbezahlung an Stationskassen üblich ist, so wird der hintere Notausgang am hinteren Ende des Wagens gleichzeitig mit einem der beiden vorderen Eingänge für den Eintritt der Fahrgäste gebraucht. Der Schaffner verlässt dann seinen Standort am vorderen Ende des Wagens und überwacht den hinteren Eingang. ie Beaufsichtigung am vorderen Eingang wird durch den Wagenführer ausgeübt, jedoch sammelt dieser selbstverständlich keine Fahrgelder mehr ein, da diese ja bereits von den Fahrgästen vor Betreten der Plattform auf der Station bezahlt worden sind.
Ist der Wagen bei allen Stationskassen vorbeigefahren, so nimmt der Schaffner wieder seinen Standort am vordere Ende. d. h. auf der vorderen Plattform ein und die hintere Tür bleibt auf den folgenden Stationen geschlossen
An den'Platz des Schaffners kann eine der bekannten Zählkassen angebracht sein, die das Fahrgeld jedes den Wagen benutzenden Fahrgastes oder vielmehr die Zahl der Fahrgäste einschreiben.
Im Innern des Wagens ist eine Notluftbremse 90 (Fig. 2) angebracht. Der Bremshebel liegt neben der hinteren Tür und ist mit den Luftbremsensvstem des Wagens so verbunden, dass
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zum Stehen gebracht werden kann. Auf diese Weise kann der Schaffner den Wagen rückwärts fahren lassen, dabei dem Wagenführer in der üblichen Weise seine Signale übermitteln und wenn dringende Gefahrumstände eintreten, den Wagen mit der Bremse. 9 zum Stehen bringen.
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vorderen Plattform und ein Notausgang auf der hinteren Plattform befindet, dadurch gekennzeichnet. dass auf der vorderen Plattform für den Schaffner sowie den Wagenführer getrennte. von dem Ein-und Ausgang gesonderte Räume angeordnet sind.