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Koinztdenzentfernungetnesser.
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Linien, der Beobachter unsicher wird darüber, ob die obere oder die untere Grenzlinie Koinzidenzort ist, so dass er die Beobachtung unterbricht, um sich zunächst diese Frage aus der Stellung der Handhabe der Wechselvorrichtung zu beantworten.
Um diesen Ubeistand zu beseitigen, wird nach der gegenwärtigen Verbesserungserfindung mit der Vorrichtung, um abwechselnd die obere und die untere Grenzlinie zum Koinzidenzort zu machen, eine Vorrichtung gekuppelt, um im Gesichtsfeld des Instrumentes anzuzeigen, welche der beiden Grenzlinien Koinzidenzort ist. Diese Anzeigevorrichtung mag Anzeigen verschiedener Art liefern, und ihr Endglied mag deshalb verschiedenartig gestaltet sein. Im einfachsten Fall wird dieses Endglied unmittelbar im Okuiarbildfeld anzuordnen sein. Zum Beispiet könnte man es zum Träger von Signalen"Unten"und., Oben" machen, die abwechselnd hinter den Ausschnitt einer kleinen Blende treten würden, um den Beobachter auf die Benutzung der unteren bzw. oberen Grenzlinie hinzuweisen.
Ferner könnte dieses Endglied als Träger einer einzigen Marke dienen, die abwechselnd in gleicher Weise mit der einen und der anderen Grenzlinie in Verbindung tritt, um den Beobachter darauf hinzuweisen, dass die eine bzw. die andere Grenz- linie der Koinzidenzort ist (nicht ist).
Wenn man bei dem Entfernungsmesser nach dem Stammpatente die Justierung prüfen will. so erfordert die vollständige Erledigung dieser Aufgabe eine zweifache Untersuchung, je eine für die obere und die untere Grenzlinie als Koinzidenzort. Deren Ergebnisse werden aber bei einem richtig konstruierten Entfernungsmesser ohneweiters übereinstimmen. In der Praxis begnügt man sich daher mit Recht, die Untersuchung für die beim Messen am häufigsten als Koinzidenzort benutzt"Grenzlinie. im allgemeinen die untere. vorzunehmen. Gehört dann die Justiereinrichtung des Entfernungsmessers zu denen, die ein beliebig entferntes Objekt wie ein
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sie z.
B. eine solche nach Patent Nr. 60140 oder nach Patent 61875, so kann es vorkommen, dass man die Justierbeobachtung richtig an der unteren Grenzlinie ausführt, während doch fälschlich die obere Grenzlinie als Koinzidenzort eingestellt ist. Dies ist z. B. wiederum dann möglich, wenn das zum Justieren benutzte Objekt sich mit einer vertikalen Linie in beide Felder des aufrechten Bildes erstreckt. In diesem Falle kann die Beobachtung an der nicht als Koinzidenzort eingestellten Linie ein falsches Ergebnis haben, nämlich, wenn eine kleine gegenseitige Verdrehung de zwei- teiligen, aufrechten und des umgekehrten, mittleren Bildes eingetreten ist, so dass die Bilder einer senkrechten Objektlinie einander nicht mehr parallel liegen.
Um solchen Irrtum zu vermeiden, greifen nach der vorliegenden Erfindung die Vorrichtung, um den Koinzidenzort zu wechseln, und die Vorrichtung, um den Entfernungsmesser aus dem Messzustand in den Justierzustand umzuschalten, derart ineinander, dass jene Wechselvorrichtung zuvor auf die am meisten als Koinzidenzort benutzte Grenzlinie eingestellt sein muss, bevor diese Umschaltvorrichtung überhaupt betätigt werden kann.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Vorrichtung dargestellt, die dazu dient, im Gesichtsfeld des Instrumentes anzuzeigen, welche der beiden Grenzlinien
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Koinzidenzort ist. Diese beiden Figuren entsprechen den Fig. l und 4 des Stammpatentes, so dass in Fig. 1 die untere und in Fig. 2 die obere Grenzlinie den Koinzidenzort bildet. Es ist aber hier das Bildfeld noch mit einer streifenförmigen Blende a ausgestattet, die diejenige Grenzlinie, die nicht Koinzidenzortist,überdeckt. D ! e Blende a ist mit ihrem ringförmigen Träger um den Mittelpunkt des Bildfeldes drehbar.
Ist die Wechselvorrichtung etwa von der Art derjenigen nach Fig. 5 und 6 des Stammpatentes, die nur aus einem längsverschieblichen Glied besteht, so gehört zu der Anzeigevorrichtung, deren Endglied a ist, nur noch eine von der Wechselvorrichtung ausgehende, auf den Träger von a wirkende Zahnstange. Wechselt man den Koinzidenzort, so führt zugleich a eine Drehung um 1800 aus und geht dadurch aus der Stellung Fig. 1 über in diejenige Fig. 3 oder umgekehrt.
In Fig. 3 und 4 der Zeichnung ist ein Entfernungsmesser nach dem Stammpatente dargestellt, dessen Koinzidenzortwechselvorrichtung mit einer Vorrichtung zum Einschalten des Justier-
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ort eingestellt ist. Jede dieser beiden Figuren stellt das optische System des Entfernungsmessers und das Justierprismensystem sowie ein Schema der mechanischen Vorrichtungen in der Vorderansicht dar. In Fig. 3 ist die untere Grenzlinie als Koinzidenzort eingestellt und zugleich das Justierprismensystem eingeschaltet ; in Fig. 4 ist das Justierprismensystem ausgeschaltet, und die obere Grenzlinie bildet den Koinzidenzort. Die Koinzidenzortwechselvorrichtung besteht in der Hauptsache aus einer planparallelen Platte al, die mittels des wagerechten Handgriffes as in der senkrechten Ebene gedreht wird.
In Fig. 3 hat die Platte al eine solche Neigung, dass sie das Strahlenbüschelsystem nach unten verschiebt. In Fig. 4 bringt sie vermöge entgegengesetzter Neigung die entgegengesetzte Verschiebung hervor. Das Justierpriamensystem bl, b2 ist auf einer Längswelle b befestigt, die einen Handhebel 6"trägt. Wenn das Prismensystem ausgeschaltet ist, wie in Fig. 4, ist der Hebel b0 wagerecht gerichtet.
Ist dann zugleich die Koinzidenzortwechselvorrichtung auf die obere Grenzlinie eingestellt, so befindet sich ihr Handgriff a2, wie Fig. 4 zeigt, dicht vor dem wagerecht stehenden Hebel be, 80 dass dieser nicht in die lotrechte Stellung nach Fig. 3 heruntergedreht, d. h. das Juatierprismensystom nicht eingeschaltet werden kann. Es lässt sich also der Entfernungsmesser nur bei derjenigen der beiden Gebrauchsstellungen der Wechselvorrichtung in den Justierzustand umschalten, bei der die untere Grenzlinie den Koinzidenzort bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :