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Wagenkipper.
Bei den bisher bekannten Wagen mit kippbarem Ladekasten ist dieser um eine feststehende, ausserhalb der Schwerpunktsebene des Wagenoberteils liegende Achse ver- schwenkbar angeordnet. Znm Kippen und Entleeren dieser Wagen werden an der der Knt- leerungsseite entgegengesetzten Wagenseite Kippbäame eingesteckt, an welch e" mehrere Arbeiter anfassen müssen. Diese Arbeit ist mit einer Unfallgefahr für die Arbeiter verbunden, erfordert je nach Inhalt des Wagenkastens zehn bis zwölf und mehr Arbeiter und stellt sich, mit Rucksicht auf diese Arbeitskräfte und auf die erforderliche Arbeitszeit sehr teuer.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Wagenkipper, bei weichem das Kippen und Entleeren des Ladekastens von einem einzigen Arbeiter schnell und ohne jede Gefahr bewirkt werden kaun. Die Vorrichtung besteht darin, dass für den Ladekasten eine ver- schiebbare Drehachse angeordnet wird, welche in ihrer normalen Stellung den Kasten ausserhalb seiner Schwerpunktsebene stutzt und die auf die andere Seite der Schwer- punktsebene des Ladekastens verstellt werden kann, so dass letzterer bei der neuen Stellung der Drehachse gegen die Entleerungsseite hin ein Übergewicht bekommt.
In der Zeichnung ist an einem Kastenwagen ein Ausführungsbeispiel der Wagen
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Draufsicht ohne den Kasten, Fig. 4 und 5 zeigen ein Detail.
Der kippbare Kasten 1 des Wagens besitzt zwei an seinem Boden befestigte, mit einem Schlitz 2 versehene Anflagerstsscke 3 (Fig. 4 und 5), mit welchen er auf Auflager-
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dass sich der Wagenkasten gegenüber dem Untergestell in der Längsrichtung verschiebt. Die den oberen Laufrollen und der Stützrolle 6 bzw. dem Gleitschieber gemeinsame Achse 7 verbindet die beiden Katzen 4 bzw. die Auflagerstücke 3.
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der Normalstellung der Katze 4 ausserhalb der Schwerpunktsebene des Kastens, und zwar naher der Entleernugsseite desselben befinden, wodurch der Kasten nach der der Eutbeerungsstelle entgegengesetzten Seite ein Übergewicht hat und auf am Wagengestell an- HL'brachten, festen Auflagen-9 aufruht.
In dieser Lage wird der Wagenkasten durch eine
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schoben (siehe Fig. 4 die strichpunktierte Lage), in welcher Lage der Katzen die Rollen 6 bzw. dte Gleitschieber, von der Entleerungsseite des Wagenkastens betrachtet, hinter der Schworpunktsebene Hegen, so dass der Kasten 1 nunmehr gegen die Entleerungsseite hin
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eines an den Seiten des Kastens angeordneten, an einen Anschlag 10 (Fig. 2) am Wagen- gestell anschlagenden, geschweiften Hebels 11 die EntleerungRklappe 12 des Kastens automatisch geöffnet. Das Verschieben der Katzen 4 kann mit jeder geeigneten Anordnung ausgeführt werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zwecke ein am Wagen- gestell gelagerter, an einem Führungssegment 13 (Fig. 3) geführter Hebel 14 angeordnet, der mit den Katzen 4 mittels der Zugstange 15 und der Winkelhebel 16 verbunden ist.
Die beschriebene Vorrichtung kann sowohl für auf eine Seite, als auch für auf beide Seiten kippbare Wagen verwendet werden. Im letzteren Falle wird die die Auf- lagerkatzen betätigende Anordnung auf beiden Wagenseiten angebracht, so dass das Kippen des Kastens immer von der der Entleerungsseite entgegengesetzten Seite des Wagens be- wirkt sind. Dementsprechend wird auf jeder Seite des Wagens (Fig. 3) eine Handhebel- vorrichtung 13, 14, 15 angeordnet.
Durch die beschriebene Vorrichtung wird ausser der Vermeidung von jeder Gefahr auch eine Ersparnis an Arbeitskräfte und an Zeit erreicht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wagenkipper, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladekasten ausser durch das feste
Auflager (8) noch durch eine verschiebbare Drehachse (7) derart gestützt ist, dass er durch den beim Verschieben der Drehachse erfolgende Wechsel der Schwerpunktslagen kippt, ohne selbst verschoben werden zu müssen.