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Einrichtung zum Anlassen von Elektromotoren von einem entfernten Punkte aus.
Bei bekannten Einrichtungen zum Anlassen von Gleichstrom-Elektromotoren von einem entfernten Punkte aus, sind an diesem Punkte zwei Druckknöpfe vorhanden. Durch das Nieder- drücken des einen Knopfes schliesst man den Stromkreis eines Solenoides, dessen Eisenkern den Schalter zum Anlassen des Motors im Sinne der Uhrzeigerdrehung trägt und durch Nieder- drücken des anderen Knopfes bringt man ein zweites Solenoid in Tätigkeit, durch welches der Motor im anderen Sinne in Gang gesetzt wird.
Je nach der gewünschten Drehrichtung wird durch die Feldrnagnet-oder die Ankerbewickelungen der Strom in dem einen oder dem anderen Sinne durchgeleitet, während für den jeweilig anderen Teil (Anker oder Feld) der Leitungsschluss immer in gleicher Weise stattfindet. Ausser diesen beiden Solenoiden oder Elektromagneten ist noch ein Solenoid oder Elektromagnet zum Lüften der Stopbremae und eventuell noch ein Solenoid oder Elektromagmet zum Abschalten der Anlasswiderstände vorhanden.
Die Erfindung bezweckt, diese Einrichtung in dem Sinne zu vereinfachen. dass statt drei oder vier Solenoide oder Elektromagneten ein solches Organ genügt.
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Der Antrieb des Abschalthebels kann auch von einem besonderen. lose auf einer \'elle gelagerten Organe aus geschehen. dessen Kupplung durch das Solenoid eingerückt wird.
In der Zeichnung ist Fig. l ein Schema des Erfindungsgegenstandes bei umkehrbarer Stromrichtung in der Feldmagnetbewickelung und Fig. 2 ein Schema desselben bei umkehrbarer Strom chtung in der Ankerbewtckelung. Das Schema Fig. 3 zeigt die bisher übliche Einrichtung. Das Schema Fig. 4 zeigt die Anordnung der vom Solenoide aus bewegten Hebel zum Lüften der Stopbremse und zum Abschalten der Anlassdwiderstände Fig. 5, 6 und 7 sind schematischer
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Zweigleitung 13 nach der Feldmagnetbewickelung 14 und von dort durch die Leitung 15 und über die gesehlossene Unterbrechung 11 in die Stromrückleitung 16.
Andererseits fliesst aus der Strom-
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Kernes 23 den Schalter 24 in Tätigkeit setzt und dadurch die Leitungsunterbrechungen 26, @ 26 und ; ? 7 schliesst. Es fliesst nun ein Zweigstrom von der Stromzuleitung 12 durch den Leiter 13, die Feldmagnetbewicklung 1 and die Leitungsabschnitte 15 und 28 und über die geschlossene Unterbrechung 25 in die Stromrückleitung 16. Andererseits fliesst auch ein Zweigstrom durch die Leitung 29 über die geschlossene Unterbrechung 27 und den Leitungsabschnitt 30 nach der Bürste b des Ankers 18, um dann bei der Bürste a auszutreten und durch den Leitungsabschnitt 31 und über die geschlossene Unterbrechung 26 in die Stromrückleitung 16 zu treten.
So wie im vorigen Falle fliesst auch in diesem Falle ein Zweigstrom durch die Nebenleitung 21, um die Spule 22 des Solenoides oder Elektromagnetes zum Lüften der Stopbremse in Tätigkeit zu setzen.
Es sind also bei der vorstehend beschriebenen, bisher üblichen Einrichtung drei Solenoidoder Elektromagnetspulen 1, 2 und 22 erforderlich, zu welchen eventuell noch eine vierte Spule zum sukzessiven Abschalten der Anlasswiderstände kommt.
Um mit nur einer Spule das gleiche Resultat zu erzielen, werden-der Erfindung gemässwie Fig. 1 und 2 zeigen, zwei'zweipolige Druckknöpfe 32 und 33 in Anwendung gebracht, bei welchen ein Kontaktstück 34 an die Stromzuleitung und ein Kontaktstück 35 an die Stromrück- leitung angeschlossen ist. Durch den einen oder den anderen dieser zweipoligen Druckknöpfe. 32 und 33 wird eine Leitung 36 geschlossen, welche die Spule 37 zum Umstellen des Schalters 38 enthält. Parallel zur Spule 37 ist jene Bewickelung des Motors geschaltet, durch welche, je nach
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anderen Sinne fliessen soll. In Fig. 1 und 4 ist angenommen, dass die Feldmagnetbewickelung 14, in Fig. 2. dass der Anker parallel zu Spule 37 gelegt ist.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass mit dem Solenoidkern 39 ein Hebel 40 verbunden ist, welcher beim Anlassen die Stopbremse 41 lüftet. Ausserdem trägt, der Solenoidkern 39 einen Mitnehmer 42, welcher, wenn der Solenoidkern in die Spule 37 hineingezogen wird, einen Hebel 43 mitnimmt. Auf diesem Hebel 43 ruht das länglich Kontaktstück 44, welches durch einen Leitungsabschnitt 45
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ausgeschaltet werden.
Gemäss Fig. 5,6 und 7 erfolgt das sukzessive Ausschalten der Anlasswiderstände nicht durch direkte Einwirkung eines auf dem Rolenoidkerne 39 angebrachten Mitnehmers auf den Hebel . sondern der Solenoidkern verstellt einen Winkelhebel 48, durch welchen auf einer vom Motor aus angetriebenen Welle 50 eine Rerbungskupplung 51. 52 emgerückt wird. Der anfänglich auf der Welle frei drehbare Reibungskonus 52 trägt zwei Stifte 53 und je nach der Drehungsrichtung des Motors wird durch den einen oder den anderen von diesen Stiften der Hebel 43 gehoben.
PATEs ANSPRUCHE :
1. Einrichtung zum Anlassen von Elektromotoren von einem entfernten Punkte aus, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des einen oder des anderen von zwer zweipoligen Druckknöpfen (32, 33) em Strom von der einen oder der anderen Richtung durch eine Solenoid-oder Elektromagnet-
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beständigingleichemSinnevomStromedurchflossenenTeilderMOtorbewicklung(Magnetfeld14 oder Ankerbewickelung 18) in Tätigkeit setzt, während der Teil der Bewicklung (Anker- 18 oder Magnetfeldbewickelung 14), in welchem die Stromrichtung je nach der gewünschten Drehrichtung des Motors geändert werden soll, parallel zu der den Schalter in Tätigkeit setzenden Solenoid-oder Elektromagnetspule geschaltet ist.