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Verfahren zum Veredeln von Pflanzen.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft ein Verfahren zum Veredeln von Pflanzen durch Verbinden eines Edelreises mit einer Grundlage (Propfreisträger). Es ist bereits ein Verfahren bekannt, das darin besteht. dass in jedem der zu verbindenden Enden des Edelreises und der Grundlage Zinken mit dazwischen liegenden Vertiefungen ausgearbeitet werden, derart. dass die Zinken des einen Endes in die Vertiefungen des anderen Endes eingeführt und hiedurch beide Enden miteinander verbunden werden können.
Erfindungsgemäss sitzen die an beiden Reisern hergestelìten Zinken konzentrisch um die Längsachse der Reiser.
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eines Edelreises mit der Grundlage ; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die beiden verbundenen
Enden der Reiser ; Fig. 3 und 4 zeigen die letzteren gesondert in schaubildlicher Darstellung ;
Fig. 5 zeigt das beispielsweise zur Erzielung der Achsialschnitte einer dreizinkigen Verbindung notwendige Messer.
In den zu verbindenden Enden des Edelreises a und der Grundlage b (Propfreisträger) werden achsial gerichtete und konzentrisch um die Längsachse der Reiser sitzende Zinken c mit dazwischen liegenden Einschnitten d ausgearbeitet.
Die Zahl der Zinken kann eine beliebige sein ; es ist jedoch von Vorteil, die konzentrisch um
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in gleichen Abständen anzuordnen und so zu bemessen. dass alle Zinken unteremander gleich sind, wobei sie auch die Grösse der zwischen ihnen befindlichen Einschnitte besitzen. In diesem Falle werden nämiich die beiden so geformten Enden der Reiser einander gleich (Fig. 3), so dass für die Herstellung beider Enden nur ein und dassetbe Werkzeug erforderiich ist.
Um dip Haltbarkeit der Verbindung noch mehr zu erhÖhen, sind die Enden der Zinken und die Grundfläche der zwischen ihnen befindlichen Einschnitte nach bekannter Art abgeschrägt wie bei f (Fig. 2) ersichtlich. Hiedurch wird erzielt, dass die Zinken bei mässigem Gegeneinanderdrücken des Edelreises und der Grundlage sich in den Endteil der Einschnitte verkeilen und ein
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zwischen den Schnittpaaren befindlichen Teile zwecks Bildung der zwischen den Zinken bennd- lichen Vertiefungen entfernt werden.
Zum Formen der Enden beider Teile a und b kann ein Werkzeug benutzt werden, das ein Messer f (Fig. 5) aufweist, welches beispielsweise eine der doppelten Zinkenzahl entsprechende Anzahl von Schneiden h besitzt, die bei Annahme symmetrischer Verteilung und gleicher Grösse der Zinken und Einschnitte in gleichen Winkelabständen voneinander stehen und radial angeordnet sind. Das Messer f wird in das irgendwie gefasste Ende des Teiles a bzw. b achsial eingeführt, so dass zunächst eine Reihe von achsialen Einschnitten gebildet wird.
Sodann werden zum Abtrennen jener Teile, durch deren Abnahme die Vertiefungen oder Einschnitte gebildet werden, und zum Abschrägen der Zinkenenden Messer oder dgl. benutzt, die schräg zur Achsenrichtung der Teile (t und h einstechen bzw. schneiden, wodurch die Schrägschnitte erzielt werden.
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Zur Erzielung der Achsialschnitte könnte auch ein einziges Flachmesser verwendet werden, das das Ende von a und b bis zu einer bestimmten Tiefe achsial quer durchschneidet und nach Herausziehen aus dem Ende in einer anderen Winkelstellung wieder eingeführt wird. In allen Fällen können die Messer an den Enden abgeschrägt sein, um ein leichteres Einschneiden zu, ermöglichen.
Selbstverständlich können die Messer zur Erzielung der Achsialschnitte und die Messer zur Erzielung der Schrägschnitte in einem Werkzeug vereinigt, und in einem fortlaufenden Arbeitsgang zur Wirkung gebracht werden.
Durch das vorliegende Verediungsverfahren ergibt sich der Vorteil, dass zum Formen beider Enden, sowohl des Edelreises als der Grundlage, wie bereits- erwähnt, ein und dasselbe Werkzeug benutzt werden kann, und dass weiters die beiden Reiser a und b fest, gegenseitig unverdrehbar und quer zur Längsachse nicht verschiebbar miteinander verbunden sind.