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Misch-und Knetmaschine.
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durch die Kneterbewegung bewirkt wird. Im Gegensatz zu den Knetmaschinen mit zwangläufig angetriebenem Trog, bei denen der Trog sich stets mit einer von dem äusseren Antrieb gegebenen konstanten Geschwindigkeit bewegt., ändert sich bei den selbsttätig bewegten Trögen die Umlaufgeschwindigkeit (eine konstante Geschwindigkeit des Knetarmes vorausgesetzt) ständig, indem sie gegen das Ende des Knetprozesses abnimmt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zäher werdende Masse und damit der Trog im Laufe des Knetverfahrens in seiner Bewegung durch den ein-und austretenden Kneter immer mehr behindert wird.
Gemäss der Erfindung wird bei derartigen sich selbsttätig drehenden Trögen eine Bremsvorrichtung angeordnet, durch welche die Trogbewegung in einer für den Knetvorgang günstigen Weise beeinflusst wird. Es hat sich nämlich herausgestellt. dass, wenn man bei einer solchen Knet- maschine keine Bremse vorsieht, der Trog im Anfang, in welchem noch kein Teig gebildet ist, in eine schnelle Umdrehung versetzt wird, da das Mehl dem ein-und austretenden Kneter keinen grossen Widerstand bietet, dieser also ungehindert während des Streichens längs der Trogwandung
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Im Laufe des Knetverfahrens lässt dann aber die Troggeschwindigkeit nach,
weil die durch die Teigbildung zäher gewordene Masse bei Ein- und Austritt des dabei in der Richtung der Trogbewegung nur langsam fortschreitenden Kneters von demselben zurückgehalten wird.
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erforderlich, d. h. der Trog muss im Anfang der Teigbildung langsamer umlaufen als am Ende.
Der Erfindung gemäss wird die ungünstige Trogbewegllng durch Anwendung einer Klemm- oder Bremsvorrichtung in eine günstige verwandeln.
Sofort bei Beginn des Knetens wird durch Festhalten des Troges während des Drückens und Schiebens der Knetmasse eine Beschleunigung der Trogbewegung verhindert. Die bei einem
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Zichens des Teiges ausgelöst, zu welchem Zweck sie mit einem Hebel d in Verbindung steht, der seinerseits durch eine vom Knetwerksantrieb gedrehte Daumenscheibe e entgegen der Wirkung der Feder c bewegt wird.
Eine andere Ausführungsform (Fig. 3 bis 4) zeigt den Trog a von einer durch eine Feder, t' angepressten Bremsbacke festgehalten, die von einem vom Knetwerksantrieb bewegten Hebel h während des Hebens und Ziehens des Teiges zurückgezogen wird, so dass sich der Trog dann mit dem Knetarm drehen kann.
Die Klemmbacke kann auch als Klinke ausgebildet werden, die dann zum Festhalten dos Troges in an dessen Umfang angeordnete Ausklinkungen oder Verzahnungen eingreift.
Um bei der grossen Verschiedenheit der Knetmassen untereinander die für die jeweilige Knetmagasse günstigste Umdrehungsgeschwindigkeit des Troges die Bremse früher oder später
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ausrücken zu können, wodurch der Trog schneller oder langsamer rotiert, ist der Ausrückhebel d (Fig. 6) geteilt und seine Länge verstellbar. Die beiden sich ineinander führenden Teile d1 und d2 des Hebels können durch den sie zusammenhaltenden Schraubbolzen p mittels Handrad beliebig lang eingestellt werden. Ist der Hebel d lang geschraubt, so wird die Bremsbacke später ausgerückt. Dadurch wird der für den Trogantrieb ausgenützte Teil der Bewegung des Hebens und Ziehens des Teiges und damit die auf einen Kneterumlauf entfallende Trogdrehung kleiner.
Ist dagegen der Hebel kurz, so lässt er die Backe früher und der Trog wird schneller rotieren.
Sollen in grossen Trogen auch kleine Teigmassen möglichst schnell durchgearbeitet werden, dann muss der Knetarm, wenn er an der Trogwand entlanggleitet, möglichst viel durch den Teig streichen. lam dies zu erreichen, wird der Trog beim Drücken und Schieben des Teiges durch den niedergehenden Knetarm nicht festgehalten, sondern in der Richtung gegen den drückenden Kneter bewegt. Beim Streichen und Ziehen des Teiges dreht sich dann der Trog wieder in umgekehrter Richtung, also mit dem Knetarm.
Um nun die beim Kneterniedergang erwünschte Trogdrehung dem Kneter entgegen zu erhalten, wird der Brems- oder Klemmbacken b auf einer Bahn k gleitend angeordnet und mittels Kurbel l und Stange m hin und her bewegt. Während des Drückens und Schiebens der Knet- masse durch den niedergehenden Kneter wird die Klemmbacke oder Klinke b durch das Kurbelgetriebe 1, 111 an den Trog gedrückt und dreht denselben der Bewegung des Kneters entgegen. Zu Beginn des Streichens und Ziehens der Knetmasse hat die Klinke die eine Endlage erreicht,
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in der, der vorhergehenden entgegengesetzten Richtung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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wird. dadurch gekennzeichnet, dass eine den Trog festhaltende Brems- oder Klemmbacke von dem Kuetwerksantrieb während eines Teiles der Kneterbahn ausgerückt wird.