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Selbsttätige Rostbeschickungsvorrichtung.
Bei den bekannten selbsttätigen Rostbeschickungsvorrichtungen mit rotierenden Wurfschaufeln werden zwei voneinander verschiedene Wurfweiten durch entsprechende Veränderung der Umdrehungsgeschwindigkeiten der Wurfschaufein zu dem Zwecke angewendet, um eine gleichmässigere Verteilung der Kohle über die Rostfläche zu erzielen. Diese Einrichtungen weisen jedoch alle den Mangel auf, dass sie nur für eine ganz bestimmte Kohlensorte, d. h. für eine bestimmte mittlere Stückgrösse richtig arbeiten, welche Gleichförmigkeit der Kohle erfahrungsgemäss nicht vorhanden ist.
Die Einrichtung der vorliegenden Vorrichtung ist nun eine solche. dass die Dauer der Beschickung mit erhöhter Umfangsgeschwindigkeit, d. h. mit grosser Wurfweite, im Verhältnis zur Dauer der Beschickung mit erniedrigter Umfangsgeschwindigkeit. d. h. mit kleiner Wurfweite, beliebig veränderlich ist, wodurch sich die Vorrichtung jeder Kohlensorte leicht anpassen lässt.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 einen vertikalen Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung.
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Aus einem Füllrumpf F fällt die Kohle auf die Aufgabewalze W, welche aus mehreren Taschen besteht und eine bestimmte Menge von Kohle dem Wurfschaufelrade O zuführt. Die Wurfflächen der Schaufeln s dieses Rades sind zweckmässig gestaltet.
Um nun eine praktisch gleichmässige Verteilung über die Rostfläche zu erzielen, ist der Schaufelradantrieb folgendermassen gestaltet : Auf der Schaufelradwelle w sitzt eine Stufenscheibe PI, die durch einen von Hand aus verschiebbaren Riemen von der zweiten auf der Welle w1
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Schneckenantrieb von der Welle t01 aus eine Daumenwelle e und der mit dieser fest verbundene Daumen d in Umdrehung versetzt. Dieser Daumen drückt im Laufe einer Umdrehung seinet Welle während einer beliebig veränderlichen Zeit auf die Platte l des Hebels h, die zum Zwecke dieser Veränderung mittels Schraube s und Kurbel A'verschiebbar ist.
Kommt der Daumen zur Auflage auf 1, wie Fig. 3 zeigt, so wird dadurch die mit dem Hebel t verbundene Gabel g so verschoben, dass der durch sie zu verschiebende Riemen von der Scheibe R auf die Scheibe L zu liegen kommt und der Antrieb der Welle w1 nicht mehr von dieser Stelle aus erfolgt, die Umlaufzahl der Welle sich infolge der Belastung bis zur Umlaufszahl der Scheibe L1 verringert und daher mittels des Stellkegels dieser Scheibe LI und des Zahnrades r der weitere Antrieb der Welle w1 und damit auch derjenige der Schaufelradwelle w mit verringerter Tourenzahl solange erfolgt,
bis im weiteren Verlaufe der Umdrehung des Daumens d derselbe die Platte l verlässt und die Gabel g durch Einwirkung des Gewichtes G auf dem zweiten Arm des Hebels h mit ihrem Riemen
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wodurch die Möglichkeit geboten ist, je nachdem die Kohle mehr grössere oder mehr kleinere
Stücke enthält die Zeitdauer der Beschickung mit grosser Wurfweite (grosse Umfangsgeschwindigkeit) im Verhältnis zur Zeitdauer der Beschickung mit kleiner Wurfweite (kleine Umfangsgeschwindigkeit) zu verkleinern bezw. zu vergrössern.
Bei verschiedener Beanspruchung des Kessels wird auch selbstredend eine verschiedene Beanspruchung des Rostes gewünscht. Dies wird dadurch erzielt, dass man von Hand aus den Riemen der Stufenscheiben P und je nach Bedarf verschieben kann, wodurch die
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reguliert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Rostbeschickungvorrichtung mittels Wurfschaufeln und periodischer Geschwindigkeitsanderung, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der einzelnen Perioden der veränderbaren Umlaufgeschwindigkeit nach Bedarf geändert werden kann, indem die zur Geschwindigkeitsänderung notwendige Verstellung des Antriebsmittels (Riemen, Kupplung) durch bestimmte Einstellung der diese Antriebsvorrichtung beeinflussenden Organe erzielt wird.