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Vorrichtung zum Anzeigen explosiver Gase u. dergl.
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dass der brennbare Bestandteil der Gase u. dergl. an der Oberfläche eines katalytischen Materiales, wie z. B. Platin, verbrennt. Diese katalytischen Materialien wirken nun am besten, wenn sie auf eine ziemlich hohe Temperatur erhitzt werden. Die Verbrennung des explosiven Gases oder dgl. erhöht natürlich ihrerseits die Temperatur und diese Temperaturserhöhung wird durch die Vor-
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der Vorrichtung nicht nur Schaden nehmen, sondern daa katalytische Material, falls es in Form eines stromzuführenden Drahtes oder dgl. zur Anordnung kommt, kann sogar schmelzen, was ein Ausbessern der Vorrichtung erforderlich macht.
Gemäss der Erfindung wird deshalb dafür Sorge getragen, dass eine rberhitzung der Anzeige- vorrichtung verhindert wird, deren Wirhing auf einer katalytischen Substanz beruht. Die
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lytischen Substanz gelangen kann. Falls diese Massnahme aber nicht genügt, so kann ein Strom von Luft oder anderem indifferenten Gas, d. h. eines von brennbaren Bestandteilen freien Gases
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stützen Unter Umständen reicht es auch aus, wenn man das eintretende explosive Gasgemisch mit einem genügend grossen Zusatz von indifferentem Gas mischt, statt seinen Zutritt vollständig
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richtung dauernd anzeigt, und infolgedessen wird die Aufmorksamkeit eher auf das Arbeiten der Vorrichtung ge ! enkt.
Auf den Zeichnungen sind eine Reihe von Audührungsformen der neuen Vorrichtung dargestalt.
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mechanischem Wege.
Bei der ersten Auaführungsform (Fig. l und 2) besteht der katalytische Detektor aus platini8Ìertem Asbest a oder ähnlichem Material, das auf der Innenseite des Hohlzylinders b angebracht ist. Letzterer ist von einer stronidurchflossenen Spute c umgeben, die zur Erhitzung des katalytischen Materiales auf die gewünschte Temperatur dient. Die Anzeigevorrichtung besteht hier aus einem Thermometer d, an dessen oberem Ende zwei Kontakte e eingeschmolzen sind. Steigt das Quecksilber in dem Thermometer bis zu diesen Kontakten, so schliesst es ihren Stromkreis und setzt dadurch irgend eine Warnvorrichtung in Tätigkeit.
Der Detektor und Anzeiger sind von einem zylindrischen Gehäuse i umgeben, das oben und unten durch zwei oder drei Lagen von Drahtgaze f oder shnlichem Msterial abgeschlossen ist. Der Abschluss durch die Drahtgaze verhindert eine Explosion für den Fall, dass sich das Gemisch innerhalb der Vorrichtung entzünden sollte. Wie die Zeichnung erkennen lässt, sind der obere und untere Teil
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gaze ausgeglichen wird.
Bei dieser Ausführungsform wird die Bewegung des zu prüfenden Gasgemisches einfach durch den natürlichen Zug hervorgerufen, der infolge der Heizspule o in dem Gehäuse i auftritt.
Die Vorrichtung wird an die Stelle gebracht, wo sich das zu prüfende Gasgemisch befindet. Um dessen Eintritt durch den natürlichen Zug abzuschneiden, weist die Bodenplatte 9 des Gehäuses eine Anzahl von segmentförmigen Öffnungen auf und vor ihr liegt eine ähnlich gestaltete Platte h, die sich auf einer zentralen Achse k derart drehen kann, dass sie die Öffnungen in der Grundplatte g abschliesst. Eine Spiralfeder m sucht die Platte h in ihre Verschlussstellung zu drehen, wird hieran jedoch für gewöhnlich durch einen Anschlag n gehindert, der im Wege der Nase 0 an der Platte h steht. Der Anschlag n wird von dem Anker eines Elektromagneten p getragen, dessen Wicklung in dem die Kontakte e enthaltenden Stromkreis liegt.
Wird letzterer also an den Kontakten e geschlossen, so erhält der Elektromagnet p Strom, sein Anker spricht an und der Anschlag n gibt die Nase o frei. Infolgedessen dreht sich die Platte h unter der Wirkung der Spiralfeder 111 derart, dass der weitere Zutritt des Gasgemisches abgeschnitten wird.
Im Wege der Nase o lässt sich ferner ein Ansatz q vorsehen, der an einem in dem Gehäuse r untergebrachten Schalter sitzt, so dass sich der Schalter beim Niederdrücken des Ansatzes q öffnet. Der Schalter liegt in dem Stromkreis der Heizspule c. Das Freigeben der Nase o verursacht infolgedessen zunächst die Absperrung des Gaseintrittes und dann die Unterbrechung der weiteren Wärmezufuhr zu dem katalytischen Detektor, so dass sich dieser schnell abkühlt.
Fig. 3 veranschaulicht die Schaltung für eine andere Ausführungsform der Anzeigevorrichtung. Hier liegen die beiden Drähte 8 und t parallel in einem Stromkreis, der von d''r Hauptleitung v aus gespeist wird. Die Drähte sind in Röhren w bezw. x untergebracht, die von einem Gehäuse y umschlossen sind. Das zu prüLnae Gasgemisch wird durch eine Pumpe oder dergt. n:telst des Rohres z dem Gehäuse zugeführt. Die Röhre x ist an beiden Enden verschlossen, so dass sie nur von aussen durch das Gasgemisch bestrichen werden kann, während das Rohr w offen ist und somit den Durchfluss des Gasgemisches gestattet.
In Reihe mit jedem Draht s, t liegt ein Amperemeter 1 oder eine ähnliche Vorrichtung, welche das Vorhandensein von Strom
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In Verbindung mit einer nach Fig. 3 angeordneten Vorrichtung benutzt man zweckmässig die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ventile. In diesen Figuren ist die von dem Rohre z zu der offenen Röhre w führende Abzweigung mit 10 bezeichnet und enthält ein elektromagnetisch gesteuertes Ventil. Zum Einlass der atmosphärischen Luft dient eine Öffnung 17, die nach Bedarf durch eine besondere Rohrleitung mit einer Stelle verbunden werden kann, wo man auf reine Luft zu rechnen hat. Für gewöhnlich ist die Ofbung 17 durch eine Platte 16 abgeschlossen, die
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zur Folge, dass Strom durch die Wicklung 19 fliesst und die Stange 13 angehoben wird.
Die Platte 16 schliesst, wenn dies geschieht, das von der Pumpe ausgehende Rohr, während das zum freiliegenden Draht führende Rohr durch 17 für die atmosphärische Luft geöffnet wird, so dass durch diese Öffnung infolge des natürlichen Zuges reine Luft in die Vorrichtung eintritt. Die Absperrung des von der Pumpe ausgehenden Rohres beeinflusst indessen das Arbeiten der letzteren nicht, da noch ein Weg um das geschlossene Rohr für die Luft frei ist und sich infolgedessen der Widerstand des Luftstromes nur wenig ändert. Hat sich der Draht s hinreichend abgekühlt, so wird der Relaisstromkreis selbsttätig zurückgeschaltet, die Ventilstange 13 senkt sich, und die Platte 16 verschliesst von neuem den Einlass 17. Dieser Wechsel in der Wirkungsweise dauert an, ao dass
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Ist der natürliche, durch den erhitzten Draht s hervorgerufene Zug des Stromes von reiner Luft zum Abkühlen nicht hinreichend, so kann er in verschiedener Weise erhöht werden. So kann beispielsweise das Rohr 10 einen Nebenschluss 12 erhalten, dessen eines Ende in dem Rohr 18 liegt, wodurch eine Art von Injektor gebildet wird. Dieser Nebenschluss ist für gewöhnlich durch das konische Ventil 11 abgesperrt, das einen Querstab mit einer zentralen ö & mng zum Durchgang der Ventilstange 13 besitzt.
Der betreffende Teil der Ventilstange ist verjüngt und weist
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Statt einen Injektor zu verwenden, kann der Einlass 17 auch an eine Hilfspumpe, die indifferentes Gas fördert, oder an einen Behälter angeschlossen werden, der solches Gas in kom- primierter Form enthält.
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anders ausgebildet ist. Die Steuervorrichtung ist in diesem Fall unmittelbar auf das äusserste Ende des Rohres 10 aufgesetzt, kurz bevor dieses in das Gehäuse y mündet. Das Solenoid 19
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ist ohne weiteres verständlich.
Wird das Solenoid 19 erregt, so zieht es den Kern 20 ein, und der aufrecht stchende Teil der Winkelappe 21 verschliesst das Ende des Rohres 10, während der anderer Teile Der Winkeläppe den Einlass 17 freigibt, so dass die Aussenluft in das Rohr M'ein- treten und den Draht s abkühlen kann.
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ist in fig. 7 eine Thermostatische Vorrichtung veranschaulicht. Sie umfasst eine Kapsel 24 mit einer eicht verdampfenden Flüssigkeit. Wird sie erhitzt, so verdampft ein Teil, und die Kapsel dchnt sich mit einer gewissen Kraft in ziemlich erheblichem Masse aus.
Auf der Oberseite der
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Ventil 21 schliesst da8 Rohr 10 ab, während der Einlass 17 freigegeben wird, so dass die Luft Eintritt in das Gehäuse findet, wo sie die katalytische Substanz wieder abkühlt.
PATENT. ANSPRÜCHE : l. Vorrichtung zum Anzeigen explosiver Gase u. dgl., bei welcher eine katalytische Substanz durch Verbrennung von explosiven Gasen an ihrer Oberfläche erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das zu untersuchende zuströmende Gas durch indifferentes Gas verdünnt oder ersetzt wird, wenn die Temperatur zu hoch steigt.
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Ventiles, welches sich schliesst, wenn die Temperatur zu hoch steigt und den Zutritt des zu untersuchenden Gases absperrt, und sich wieder öffnet, wenn die Temperatur sinkt.