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Uhr.
Gegenstand der Erfindung ist eine Uhr, welche sich von bekannten Konstruktionen durch Einfachheit des Mechanismus, durch geringen Kraftbedarf und durch Betriebssicherheit auszeichnet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellen die Fig. l, la. 2 und 3 eine Ausführungsform einer solchen Uhr mit elektrischem Antrieb in Aufriss, Kreuzriss und Grundriss zum Teile schematisch dar; Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung eine andere Ausführungsform des Antriebs- mechanismus und Fig. ) eine weitere Ausführungsform einer solchen Uhr. wobei auch der Antrieb für ein Schlagwerk veranschaulicht wird: die Fig. 6 und 7 zeigen einen Teil der Draufsicht auf diese Ausführungsform, bezw. eine Einzelheit.
Die Uhr wird in gebräuchlicher Weise von einer Zentraluhr aus angetrieben. Zur Schliessung des Kontaktes nach Ablauf einer gewissen Zeit-meistens wird die elektrisch angetriebene Uhr jede Minute weiter geschalter - dienen nach der Erfindung Quecksilberschalter, die eine voll- kommene Betriebssicherheit gewährleisten.
Mit 7 ist der Quecksilberschalter bezeichnet (Fig. 1). welcher mit dem Minutenrade der Zentraluhr in Verbindung steht. Dieser Quecksilberschalter besteht aus einem zylindrischen Gehäuse, das um eine horizontale Achse drehbar ist und zu einem germen Teil mit Quecksnbcr
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Gehäuse oder der Einfachheit halber eine Abteilung des zuerst besprochenen Gehäuses ist zum Teil mit Quecksilber gefüllt und besitzt eine Hebtläche 2'. die im Drehungssinne hinter der Fläche 2 gelegen ist.
Im Innern jedes Gehäuses sind ferner gegen die Quecksiberoberfläche ragende Kontaktdrähte angeordnet, und zwar in dem zuerst genannten die Kontaktdrähte, 3 und 1 und in dem zweitgenannten die Kontaktdrähte 5 und 6, deren Enden nur dann mit dem Quecksilber in Berührung kommen, wenn dessen Obertläche durch die Flächen 2 bezw. 21 gehoben worden ist. sonst aber von Quecksilber frei bleiben. Wenn nun der Quecksilberschalter mit dem Minutenrade der Zentraluhr umläuft, so wird die Fläche jede Minute einmal unter das Quecksilber gelangen
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Wenn also zwischen den beiden Drähten 3 und 4 Stromschluss hergestellt wird, so wird der Elektromagnet 12, wie wir gesehen haben, erregt und zieht die Ankerplatte j an (Fig. 2 und 3), Diese Ankerplatte trägt eine Schaltklinke 19, welche in ein Schalt rad 20 eingreift und diesem bei der Bewegung der Ankerplatte 18 gegen den Magneten 12 hin um eine Teilung verdreht. Dieses Schaltrad 20 (Fig. 1, 2 und 3) sitzt auf einer Achse 21. die durch einen Schlitz der Ankerplatte 18 hindurchgeht und ein Zahnrad 22 (Fig. 1) dreht, das mit dem Zahnrad 23 in Eingriff steht, welches unmittelbar die Uhr antreibt.
Sofort nachdem durch die weitere Drehung des Quecksilberschalters 1 der Kontakt zwischen 3 und 4 unterbrochen worden ist, gelangt die Fläche 2'unter das Quecksilber ihrer Abteilung und hebt dessen Oberfläche, so dass die Kontakte 5 und 6 geschlossen werden. Dadurch wird folgender Stromkreis geschlossen : Stromquelle 7, Leitung 24, Kontakte J und 6, Leitung 2. 5, Elektromagnet 26. Leitung 27. Der Elektromagnet 26 wird erregt und zieht die Ankerplatte 7. S' von dem inzwischen stromlos gewordenen Elektromagneten 12 zurück, so dass die Ankerplatte ' nach vollbrachter Schaltung wieder zur Voll führung einer weiteren Schaltung bereit gestellt wird.
Das Zahnrad 23 sitzt auf einer auf die Achse 28 lose aufgesetzten Hülse 29, welche auch das Kegelrad 30 trägt. Dieses Kegelrad 30 steht einerseits mit dem Kegelrad. n und andererseits mit dem Kegelrad 32 in Eingriff deren ersteres auf einer Hülse 33 sitzt, die eine Scheibe 34 trägt. Diese Scheibe 34 trägt auf ihrer vorderen Fläche im Kreise angeordnet die Ziffernreihe 0-9 und die Übersetzungsverhältnisse sind derart getroffen, dass die Scheibe 34 jede Minute um eine Teilung weiter geschaltet wird, und zwar geschieht dies ruckweise, weil auch die Drehung des Schaltrades 20 durch die Ankerplatte 18 ruckweise bewirkt wird.
Auf der Hülse 29 sitzt ferner eine Scheibe 3'5, welche an ihrer Umflache mit einer Z@@mlücke und einem danebenliegenden aus der Ebene der Scheibe vorspringenden Zahn J6 versehen ist.
(Vergleiche Fig. la.) Mit dieser Scheibe 35 steht ein Zahnrad 37 in Eingriff, welches abwechselnd mit breiten und schmalen Zähnen versehen ist und zwar derart, dass die schmäleren Zähne in der Bahn des einzelnen Zahnes 36 gelegen sind und nicht bis über die Umfiäche der Scheibe 35 vorragen. Die breiteren Zähne jedoch reichen über die ganze Breite des Zahnrades 37. also auch über die Umfläche der Scheibe 35. Man kann sich dieses Zahnrad so entstanden denken, dass jeder zweite Zahn eines Zahnrades 37 in der Breite der Scheibe 35 entfernt wird. Dadurch entsteht
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Lücken und eine Zahnbreite der ursprünglichen Verzahnung. die in der Bahn des Zahnes 36 noch voll erhalten ist.
Gelangt nun der Zahn 36 bei der Umdrehung der Scheibe JJ mit der Ver- zahnung des Rades 37 in Eingriff, so wird er dieses, solange der Eingriff anhält, mitdrehen und. da hinter dem Zahn 36 die Scheibe JJ eine Lücke enthält, so kann der in deren Bereich kommende breite Zahn des Zahnrades 37 in diese eindringen. wodurch die Drehung des Zahnrades 37 überhaupt erst ermöglicht wird.
Der Zahn 36 führt das Zahnrad so weit. bis der breite Zahn des Zahnrades 37. welcher in die Lücke der Scheibe 3. 5 eingedrungen ist, wieder aus dieser herausgelangt, so dass also die Scheibe 35 weiter gedreht werden kann. ohne dass sie durch das Zahnrad J7 dabei gestört werden würde. Die Umfläche der Scheibe 35 wird hierbei von zwei der breiten Zahne des Zahn rades 37 nahezu berührt, so dass durch die reitende Stellung dieser zwei breiten Zähne das Zahn rad 37 und damit auch die von diesem angetriebenen Organe an Drehung solange gehindert
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mit den breiten Zähnen des Zahnrades 37 wirken also als Sperrung in den Stillständen de- ruckweise erfolgenden Antriebes.
Bei jeder ganzen Umdrehung der Scheibe Jj wird also das Zahnrad J7 um einen gewisser
Betrag verdreht, und da das Zahnrad 37 mit einem Zahnrad 38 in starrer Verbindung stellt, su wird auch das mit dem Zahnrade 38 in Eingriff stehende Zahnrad, 39 der Achse 28 bei jeder ganzen
Umdrehung der Scheibe J5 um einen bestimmten Betrag gedreht. Auf der Achse 28 sitzt auch da- Kegelrad 40, welches in die beiden Kegelräder 41 und 42 eingreift, deren erstes auf einer innerhalb der Hülse 33 liegenden Achse sitzt, die die Scheibe 43 trägt. Diese Scheibe 43 liegt knapp vor der Scheibe 34 und trägt eine im Kreise angeordnete Ziffernreihe 0-5.
Hinter (nn Drehungs . sinne) jeder dieser Ziffern ist eine Durchbrechung in der Scheibe angebracht und diese derart montiert, dass die Ziffern der Scheibe 34 durch diese Durchbrechungen neben den Ziffern de@ Scheibe '3 von aussen sichtbar werden. Die Übersetzungsverhältnisse sind derart getroffen, bei jeder ganzen Umdrehung der Scheibe 34 die Scheibe 43 um eine ziffer weiter geschaltet wird
Daraus folgt, dass bei Betrachtung der Scheibe 43 von vorne die zahlenreihe 0-59 in Abständen von einer Minute erscheint. Anstelle der Ziffern auf der Scheibe 34 und 43 könnten auch auf
Speichen angebrachte Ziffern verwendet werden.
Auf der Achse 28 sitzt ferner eine Scheibe 44, die ebenso wie die Scheibe 35 mit einer Lück@ und einem Zahn 4-5 versehen ist. Zu dieser Scheibe gehört ein Zahnrad 6, welches nach Arl des Zahnrades 37 beschaffen ist und bei jeder Umdrehung der Scheibe 44 um ein Stück weiter geschaltet wird. Mit dem Zahnrad 46 ist das zahnrad 47 in starrer Verbindung, welches in das
Zahnrad eingreift.
Dieses ist mit einer auf der Achse 28 lose aufgesetzten Hülse 49 in starre@
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die Stundenzahlen abgelesen werden können. Selbstverständlich können die Verhältnisse auch so gewählt werden, dass der Stundenzeiger in mehreren Schritten von einer Stundenzahl zur nächsten vorrückt.
Auf der rechten Seite der Achse-98 (Fig. 1) ist ein Mechanismus angeordnet, der die Stunden und Minutenzahlen ohne Zifferblatt ruckweise vorführt. Das Kegelrad 32 steht mittels der Hülse 56 mit dem Kegelrad 57 in starrer Verbindung, welches in das Kegelrad 58 eingreift, das seinerseits eine Trommel 69 antreibt, die die Zahlenreihe von 0-9 trägt. Über dieser Trommel 59 sind konzentrisch zwei Ringe 60 angeordnet, die zwischen sich die Ziffern 0-5 und zwar einmal oder mehreremale hintereinander tragen, und diese beiden Ringe stehen mit dem Kegelrade 61 in Verbindung, das vom Kegelrad 62 angetrieben wird, welches seinerseits mit dem Kegelrad 42 in starrer Verbindung steht.
Die Ziffern 0-9 der Trommel 59 und die Ziffern 0-5 der Ringe 60 sind derart angeordnet, dass die ersteren immer rechts von den letzteren zu stehen kommen.
Bei jeder ganzen Umdrehung der Trommel 60 werden die beiden Ringe 59 um ein Sechstel bezw. ein Zwölftel des Umfanges weiter gedreht, so dass also auf diese Weise die Ziffernreihe beim Zusammenlesen der vorne nebeneinander stehenden Ziffern zustande kommt.
Zur Anzeige der Stundenzahl dient die Trommel 63, die die Zinernreihe von 1-12 trägt und durch die Kegelräder 52, 64 und 65 angetrieben wird.
Bei Kirchen oder anderen öffentlichen Gebäuden kann man sowohl die Zeigeruhr. als auch
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oder die andere. wie bei kleineren Ausführungen, wegbleiben.
Wie bereits eingangs erwähnt, ist der Gang der Uhr abhängig von einer Zentraluhr, welche den Quecksiberschalter 1 antreibt. Wenn unu die Zentraluhr nicht vollkommen genau geht. so wird auch die elektrisch angetriebene Uhr ungenau sein, was aber dann vermieden werden kann, wenn von Zeit zu Zeit eine Richtigstellung, etwa von einer Sternwarte aus erfolgt. Diese Richtigstellung kann gleichfalls auf elektrischem Wege geschehen und zwar in folgender Weise : Der Elektromagnet 66 liegt in einem Stromkreis, der von der Sternwarte aus zu jeder beliebigen Stunde geschlossen werden kann.
Der Elektromagnet 66 wird dann erregt und zieht den Anker 67 an, der auf den Arm 68 eines Quecksilberschalters 69 einwirkt und diesen derart verstellt, dass die Fläche 70 (vergleiche Quecksilberschalter 1), die Quecksilberoberfläche gegen die Kontaktdrähte 71, 72 hebt und diese miteinander verbindet. Dadurch wird der Stromkreis des Eiektro-
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könne, ist bei der Anzugsbewegung der Ankerplatte 76 gegen den Magnet 7j, die Sperrklinke 78 @ aus dem Sperrade 79 ausgehoben worden. so dass also die Achse 21 frei beweglich ist.
Mit der Ankerplatte 76 ist feruer durch den A@u 17 der Quecksilberschalter 10 verbunden, der normaler-
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derart verstellt, dass die Verbindung zwischen den beiden Kontakten 15 und 16 und damit auch der @ Stromkreis durch den antreibenden Elektromagneten 12 unterbrochen wird. Die Zentraluhr hat also im augenblicke der Regulierung der Uhr durch die Sternwarte keinen Einnuss.
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der Achse 21 zur Zeit der Richtigstellung durch die Sternwarte so gelegen ist, dass der Zahn SO in der vorhin geschilderten Weise zu wirken vermag.
@ Die Ausführungsform nach Fig. 4 ist hauptsächlich für grössere Uhren, also etwa Turm- uhren oder dergleichen bestimmt. Hier soll auch eine andere Art von quecksilberschaltern gezeigt werden, welche im Gegensatz zu dem bei der ersten Ausführungsform beschribenen, ein rasches offenen und Schliessen des Stromkreises bewirkt. Der Antrieb der Uhr erfolgt von der Daumen- scheibe 7 aus. welche mit dein Minutenrade der Zentraluhr in Verhindung steht.
Die Daumen 'dieser Scheibe 7 laufen in der Bahn des Stiftes 6'I ? eines zum Teil mit Quecksilber gefüllten Gefässes. 83, welches in einer Führung vertikal beweglich angeordnet ist und durch die Daumen
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Quecksilber nicht berührt werden, und erst in der gehobenen Stellung in das Quecksilber gelangen, wodurch die Schliessung des Stromkreises bewirkt wird. Jede Minute hebt einer der Daumen der Scheibe 81 das Gefäss 83 und lässt es wieder fallen, so dass jede Minute ein Strornschluss und eine rasche funkenlose Unterbrechung erfolgt.
Der Schalter 83 liegt im Stromkreis der Elektromagneten 86 und 87, wobei der Strom folgenden Weg nimmt. Von der Stromquelle 88 durch die Leitung 89 über den Kontakt 84 und 85,
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Kontakte84 und85 geschlossen, so werden die beiden Magneten86 und87 erregt. Als Anker für dies@ beiden Magneten wirkt der um die Achse 99 lose schwenkbare Hebel 100, der von den beiden Magneten 86 und 87 in gleichem Sinne gedreht wird.
Dieser Hebel 100 trägt auf jeder Sf. ite eine Schaltklinke 101 (die rechte auf Seite des Magneten 87 befindliche ist nicht dargestellt), welche in ein mit der Achse 99 fest verbundenes Schaltrad 102 eingreift, so dass also bei jeder Erregung
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Das Zurückführen des Hebels 100 in seine Ausgangsstellung geschieht nach Abfallen des Schalters durch die federnden Hebel 103 und 104.
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ein Zahnrad 105 angeordnet und mit ihm fest verbunden, in welches die Sperrklinke 106 eingreift.
die mit dem Hebel 107 in fester Verbindung steht, der auf der Achse 108 drehbar gelagert ist,
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derart, dass die Klinke 106 bei der Ruhelage des Hebels 100 mit dem Sperrade 105 ausser Eingriff steht und mit diesem in Eingriff kommt, wenn der Hebel 100 von dem Elektromagneten 86 angezogen wird, wobei der Hebel 107 gegen das Sperrad 105 hin gedrückt werden kann. Von dem Schaltrade 102 aus wird das Uhrwerk in ähnlicher Weise, wie bei der ersten Ausführungsfor1u beschrieben. angetrieben.
Das in Fig. 4 dargestellte Uhrwerk ist zwar gegenüber dem ersten der Ausführungsform etwas verschieden zusammengesetzt ; dem Wesen nach sind aber beide einander gleich. Auf der
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Scheibe 116. die mit einer Lücke und einem Zahn nach Art der Scheibe 35 (Fig. 1) versehen ist. wodurch das Zahnrad 117 bei jeder Umdrehung der Achse 99 um ein Stück weiter geschaltet wird und das Zahnrad 118, welches mit dem Kegelrad 119 fest verbunden ist, aber lose auf der Achse 99 sitzt, um ein Stück verdreht.
Das Kegelrad 119 steht mit dem Kegelrad 120 in Eingriff, das mit
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Uhr oben ein gewöhnliches rundes Zifferblatt mit Stunden- und Minutenzeiger und unterhalb die gen, genaue Angabe der Minutenzahl,
Das Kegelrad 112 treibt die rechts angeordnete Spnnguhr an und zwar durch die Kegel-
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Zur Richtigstellung der Uhr, beispielsweise von einer Sternwarte aus, wird der Elektr (l magnet 127 durch Schliessen eines Kontaktes auf der Sternwarte erregt und zieht den Ankerhebe ! @ 128 an. Dieser wirkt nach zwei Seiten hin und zwar auf den Hebel 129, der mit dem Schieber 130 verbunden ist und durch seine Verschiebung den Quecksilberschalter 131 hebt, wogegen de@
Quecksilberschalter 93 abfällt.
Nach der anderen Seite hin wirkt der Hebel 128, wenn er durch
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Zurückdrängung der Klinke 101, welche durch den Anschlag 140 zuriickgeklappt wird, gänzlich freigegeben wird. Durch den Arm 139 wird auch der Hebel 141 geschwenkt, der auf den Queck- silberschalter 142 einwirkt und dessen Kontakte schliesst.
Durch die Schliessung der Kontakte des Schalters 142 wird folgender Stromkreis geschlossen : Von der Stromquelle 88 durch die Leiter 133, 143, Schalter 142, Leiter 144, Elektromagnet 14. 5, Leiter 146, Elektromagnet 147.
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zu beiden Seiten der Welle 99 angeordnet sind, befindet sich ein auf dieser Welle festgesetzter
Ankerstern 149, der, wenn die beiden Elektromagneten erregt werden, selbst in eine symmetrisch gelegene Stellung verdreht wird. Würde die Uhr vollkommen richtig gehen, so müsste selbstver- ständlich bei entsprechender Einstellung des Ankersternes 149 dieser zur Kontrollzeit eine symmetrische Lage einnehmen.
Zeigt die Uhr jedoch eine geringe Abweichung. so wird der Anker- stern zur Zeit der Kontrolle etwas ausserhalb der symmetrischen Lage sich befinden und durch
Erregung der Elektromagneten 145 und 147 in diese symmetrische Lage vorgesehoben werden.
Wie leicht einzusehen, wird hierdurch auch das ganze Uhrwerk etwas verstellt und zwar derart. dass die Uhr mit der Kontrolluhr der Sternwarte in Übereinstimmung gebracht wird.
In Fig. 4 ist ferner eine Einrichtung zur Beleuchtung der Uhr bei Dunkelheit veranschaulicht.
Die Beleuchtung des runden Zifferblattes der Zeigeruhr kann in der Weise geschehen, dass der
Kranz der Minutenteilung und ferner die Zeigerspitzen durch elektrische Glühlampen sichtbar gemacht werden. Desgleichen sollen die Zahlen des Springuhrwerkes durch elektrische Glühlampen von innen her beleuchtet werden. Um dies zu ermöglichen, sind die Zahlen nicht auf Trommeln aufgetragen, sondern sind aus Blech geschnitten hergestellt und sind zwischen zwei Ringen, die die Trommel vertreten, befestigt. Ist nun innerhalb dieser Ringe eine Glühlampe angebracht. so wird die vor dieser befindliche Zahl schwarz auf weissen Hintergrunde erscheinen.
Da e vorteilhaft ist, das Springen unsichtbar geschehen zu lassen, so kann eine Einrichtung getroffen werden, die Glühlampen während der Bewegung der Zeiger bezw. der Zahlen auszuschalten.
Sowie der Zeiger aber seine neue Stelle erreicht hat. bezw. die neue Zahl erschienen ist. leuchtet die Glühlampe wieder auf. Zu diesem Zwecke sind auf der Welle 150, bezw. auf der Hülse 7J7 des Springuhrwerkes zwei Schalträder 152 und 153 aufgesetzt, die mit Zähnen versehen sind,
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bezw. der HÜlse 151 werden die beiden Schalter 154 und da sie falun gelassen werden. geschlossen, während sie bei Stillstand der Welle 150 bezw. der Hülse 7-37 hoch gehalten und infolgedessen die Kontakte geschlossen bleiben. Diese beiden Schalter 154 und 155 liegen in
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so dass diese Glühlampen also abwechselnd leuchten und erlöschen.
In Nebenschlüssen liegen auch die Schleifkontakte 7 J9 und 760, die mit den an den Enden der Zeiger befindlichen Glühlampen m Verbindung stehen. Auch diese Glühlampen werden bei jeder Rückbewegung der Zeiger ver-
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gesetzt wird. Bei jeder Rückbewegung, also nach jeder Minute, wird auch der Helwl 104 in Bewegung gesetzt und schliesst und öffnet den Schalter 162, so dass die Glühlampe 161 verlischt.
Die Fig. ) und 6 zeigen in schematischer Darstellung beziehungsweise Grundriss eine weitere Ausführungsform der Uhr, welche auch ein elektrisch angetriebenes Schlagwerk und eine Vorrichtung zum aufziehen des Antriebsmechanismus enthält. 163 ist ein Daumenrad, welches durch einen Uhrenmechanismus derart angetrieben wird, dass jede Minute einer der Daumen mit der Klinke 164 in Eingriff kommt, welche den Kontakt 16, gegen die Kontaktfedern 766 drückt. wodurch der Stromkreis, in welchem diese Kontaktfedern liegen, geschlossen wird. Bei höheren Stromstärken empfiehlt es sich, diesen Schalter doppelpolig auszugestalten, so da ! 3 also zwei Paare von solchen Kontaktfedern 166 vorhanden sind.
Der Stromkreis, in welchem dieser Schalter
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gefässe normalerweise geschlossen, während der obere unterbrochen ist, durch den Leiter 170 zu den Kontaktfedern 166, von hier durch den Leiter 171 zum Elektromagneten 172 und durch den Leiter 173 zurück zur Stromquelle 167.
Ist also zwischen dem Kontakt 76J und den Federn 766 der geschilderte Stromkreis geschlossen worden, so wird der Elektromagnet 172 erregt und zieht den Hebel 174 an, der. ebenso wie bei der vorhin beschriebenen Ausführungsform. lose auf der
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Feder 180 belastete Hebel 17. den Hebel 174 wieder in seine Ausgangsstellung zurückzubringen vermag, wobei gleichzeitig durch den Lenker 182 die Klinke 183 in das Sperrad eingerückt wird, um dieses und damit den Uhrenmechanismus zu sperren, was insbesondere bei grösseren, im Freien aufgestellten Uhren nötig ist. Die Sperrung durch die Klinke 777 ist nämlich durch das Zurückgehen des Hebels 174 ausgelöst worden, da der Ansatz 179 mit dem Schwanz 178 der Klinke 177 in Eingriff gelangt ist und diesen wieder aushebt.
Die Bewegung des Hebels 174 beim Strom schluss wird bei dieser Ausführungsform auch gleichzeitig zum Aufziehen des Antriebsmechanismus für das Daumenrad 163 verwendet. Das
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aus angetrieben, auf welcher die Schnurrolle 189 sitzt, die durch das Gewicht 190 belastet ist. Das erforderliche Pendel oder die Unruhe wurde, weil allgemein bekannt, in der Zeichnung nicht dargestellt. Mit der Schnurrolle 189 ist fest verbunden das Sperrad 191 (Fig. 6), dessen Sperrkegel 192 mit dem lose auf der Welle 188 sitzenden Zahnrad 187 verbunden ist. Auf der Welle 188
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der festen Wand 196 ein Keil 197 angebracht. Mit dem Hebel 174 ist fest verbunden ein Hebel 198, der an seinem Ende mit einer Keilfäche 199 versehen ist, die auf die schräge Fläche des Keiles 197 passt.
Wird der Hebel 774 durch den Elektromagneten 172 angezogen, so liegen die beiden genannten Keilflächen vollkommen aneinander. Der Bolzen 194 befindet sich, solange der Hebel 174 bezw. der
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gegen die Wand 196 gedrückt. Wird der Hebel 174 angezogen, so schiebt die Schneide des Keiles 199 den Bolzen 194 gegen die Keilfläche 197 und, da der Bolzen 194 durch die Nachgiebigkeit der Feder 195 zurückweichen kann. so wird er durch die Schneide des Keiles 199 entlang der Keilfläche 197 hinaufgeführt, solange, bis die beiden Keilflächen 199 und 197 gänzlich aneinander liegen.
In diesem Augenblicke verliert der Bolzen 194 die Unterstützung durch die Schneide des Keiles 199 und kann an der Aussenfläche des Keiles 199 heruntersinken. Dieses Heruntersinken wird durch die Gewichtsbelastung 190, die auf die Welle 188 und infolgedessen auch auf den Hebel 79J ein- wirkt, hervorgerufen. Geht dann auch die Keilfläche 199 zurück und bewegt sie sieh rascher als der Bolzen 194, so wird die Schneide des Keiles 199 bald wieder unterhalb des Bolzens 194 sich befinden und dieser wird infolge der Kraft der Feder 79J wieder vorwärts schnellen und sich gegen die Wand 796 legen können.
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Das Riehtigstellen der Uhr von einer Kontrollstelle aus geschieht entweder von Hand aus durch den Hebel 200. der mit einem Schnurzug 201 verseheu ist oder mittles eines Elektro- magneten 2 9, der von der Kontrollstelle aus erregt wird. In beiden Fällen wird der AlternativSchalter 169 verstellt, derart, dass der obere Schalter geschlossen und der untere unterbrochen wird. Durch Unterbrechung des unteren. Schalters wird auch der Stromkreis des Elektromagneten 77 bezw. der Kontaktvorrichtung 165, 166 unterbrochen, so dass von dem 1inutenrade 16.', aus keine Beeinflussung des Uhrwerkes während der Richtigstellung stattfinden kann. Durch Schliessen
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Schalter des Alternativ-Schalters 169.
Leiter 20. 5, Elcktromagnet 203, Leiter 206, zurück zur Stromquelle 167. Durch Erregung des Elektromagneten J wird der mit dem Hebel 174 starr verbundene Hebel 207 angezogen und rückt die beiden Klinken 176 und 18.) aus, indem dill' Schwanz der ersteren an den festen Anschlag 208 austösst, während der letztere durch die Anlauf-
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den Leiter 168, Leiter 204, 205, 211, Magnet 210 und durch den Leiter 212 zurück zur Stromquelle 167. Durch die Erregung des Elektromagneten 210 wird der Schalter 213 geschlossen, welcher den Stromkreis der Elektromagneten für den Regulierstern schliesst.
Der Elektromagnet 210 zieht ferner auch den Hebe1214 an, welcher vermittelst einer Klinke215, die in ein mit dem Zahnrade 187 fest verbundenes Sperrad 216 eingreift, die Zahnräder derart verdreht, dass das Daumenrad 16,) in eine solche Stellung gelangt, dass einer der Daumen mit der Klinke 164 in Eingriff gelangt.
Es wird also nach vollzogener Regulierung sofort ein genaues Weitergehen der Uhr bewirkt werden.
Ist die Regulierung zu einer bestimmten Stunde erfolgt, so wird eine Minute später, da die Daumenscheibe 163 in die Eingrinslage verdreht ist, ein weiterer Eingriff erfolgen.
Für das Schlagwerk ist folgender Mechanismus vorgesehen : Durch die Achse der Uhr ist eine Scheibe 217 angetrieben und zwar derart. dass die Scheibe 217 jede Stunde eine Umdrehung macht. Auf dieser'Scheibe 217 sind vier Bolzen 218 angebracht, in deren Bahn das eine Ende des Hebels 219 gelegen ist, dessen anderes Ende den Quecksilberschalter 220 beeinflusst. Gelangt der Hebel 219 mit einem der Bolzen 218 in Eingriff, so wird der Quecksilberschalter 220 geschlossen und schliesst folgenden Stromkreis : Von der Stromquelle 167 durch den Leiter 168, Leiter'21, Leiter 222, Elektromagnet 223, Leiter 224, 206, 173, zurück zur Stromquelle 167.
Der Elektromagnet 22. 3 wird erregt und zieht den Winkelhebel 225 an, der die Sperrfeder 226 aus dem in bekannter Weise konstruierten verzahnten Rade 227, welches den Viertelstundenschlag regelt. aushebt. Dieses verzahnte Rad 227 hat den Zweck, die Viertelstunden durch einmalige, zweimalige. dreimalige und viermalige Beeinflussung eines Hebels schlagen zu lassen. Da die Konstruktion dieses Schlagwerkes bekannt ist, so erübrigt sich ein näheres Eingehen auf dessen Konstruktion.
Durch dieses Schlagwerk wird, wie angedeutet, der Hebel 228 der Reihe der Viertelstunden nach
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an und setzt den Klöppel 233 in Bewegung. Durch eine entsprechende Übersetzung wird jede Stunde das verzahnte Rad 234 ausgelöst und bewegt. so dass der Hebel 235 so oft geschwenkt wird, als der anzuzeigenden Stunden entspricht. Der Hebel 23, 3 wirkt auf den keilförmigen Kontakt 2. 36 ein, der zwischen die beiden Kontaktfedern 237 gedrängt wird. wodurch der Strom-
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Veränderungen zu, ohne dass an dem Wesen der Erfindung etwas geändert werden würde, ins- besondere können die Schalter belibiger Konstruktion sein und sind nicht auf die Ausgestaltung als Quecksilberschalter oder Kontaktfederschalter beschränkt.
Der Antrieb der Uhr muss auch
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irgendeinindenantriebs-undSchaltmechanismuseingeschaltetesundnachAblaufgleicher Zeiträume mechanisch oder elektromagnetisch angetriebenes Organ, geeignet ist, welehes das vuü einer Gewichts- oder Federbelastung beeinflusste Antriebswerk immer wieder aufzieht und sofort nachher wieder freigibt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.