AT43676B - Vorrichtung zur selbsttätigen stückweisen Herausbeförderung von in Stapeln geschichteten Geldstücken aus den Behältern von Wechselkassen und dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen stückweisen Herausbeförderung von in Stapeln geschichteten Geldstücken aus den Behältern von Wechselkassen und dgl.

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AT43676B
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Siegmund Chiger
Arthur Haendler
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Siegmund Chiger
Arthur Haendler
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Description


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    Vorrichtung zur selbsttätigen stückweisen Herausbeförderung von in Stapeln geschichteten Geldstücken aus den Behältern von Wechselkassen und dgl.   



   Aus Zahl-sowie Wechselkassen und dergl. werden bisweilen in Stapeln geschichtete Geldstücke selbsttätig stückweise durch Vorrichtungen herausbefördert, die aus vielen miteinander verbundenen. aus Hebeln, Stangen, Rädern und dergl. bestellenden Teilen zusammengesetzt sind. Dieselben werdne zu dem Zweck in so grosser Anzahl und in solchen Verbindungen mit-   einander verwandt,   dass die Gesamtvorrichtung nicht nur sehr   kostspielig wird, sondern auch   in bezug auf Raumbeanspruchung erhebliche Anforderungen stellt und bei der Benützung wegen 
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 Fig. 5 die Einrichtung zur selbsttätigen Rückführung der Steuerschieber um eine Einheit,   Fig. 6 eine weitere Einzelheit.   
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   In dem Schieber 3 ist eine kreisrunde bohrung 6 vorhanden, die gerade Raum für diejenige Miinze bietet, welche in dem Stapel jeweilig am tiefsten liegt. Diese Münze fällt, sobald der Schieber 3 herausgezogen wird, aus der Bohrung 6 heraus und gelangt zu einem in der Zeichnung nicht dargestellten Sammelbecken, in welchem die bei einer gegebenen Benützung frei werdenden Geldstücke zusammentreffen und dem Käufer ausgehändigt werden. 



   Ist auf diese Weise durch wiederholte Benützung der Vorrichtung das   Rohr 1   entleert und der Schieber 3 dann in die gezeichnete Stellung wieder zurückgeführt worden, dann wird bei der folgenden Benützung desselben nach und nach die Röhre 2 in genau der gleichen Weise wie die Röhre 1 entleert. Um dies zu   ermöglichen,   ist an dem Schieber 3 eine kleine Plattfeder 7 befestigt. Dieselbe biegt sich, ohne den Vorschub des Schiebers nennenswert zu erschweren, um.   splange   noch ein in der Röhre 1 befindliches Geldstück den Vorschub des untersten, in der Röhre 2 befindlichen Geldstückes hindert. Fällt aber dieser Widerstand fort, dann schiebt die Feder dieses   Geldstück durch   einen in der Wand 8 befindlichen Spalt 9 hindurch, so dass dasselbe in die Röhre 1 gerät.

   Seine   Zurückschiebung   in die Röhre 2 bei der rückläufigen Bewegung des Schiebers wird durch das Nachsinken der in dieser Röhre befindlichen Geldsäule verhindert. In dieser Weise können durch wiederholtes Herausziehen und Zurückführen des Schiebers 3 beide Röhren 1 
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 versehene Vorrichtung vorhanden.   Kommen   also, wie nachstehend angenommen wird, beispielsweise 9 Geldsorten für die Kasse in Frage, so sind neun solcher aus Röhren 1, 2, Schieber 3 und Balg 4 bestehende Vorrichtung nötig. 



   ZurBlähungdesmiteinerihnschliessendenFederVersehenenBalges4dienteineEinrichtung, welche der altbekannten Pneumatik von   selbstspielenden     Musikinstrumenten   nachgebildet ist. Bei diesen Spielwerken wird bekanntlich Saugluft dazu verwendet, die Anschlagbalgen geschlossen zu   haben. Die Blähung eines Balges   aber erfolgt, sobald durch den zugehörigen Kanal des Gleitblockes   atmosphärische Luft   in den Apparat eindringen kann. Dies geschieht, sobald eine Öffnung in dem Notenblatt vor die Mündung eines solchen Kanales gerät. Es strömt dann die atmosphärische 
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 Tafel 18 zu seiner persönlichen Kontrolle nach der Mitte und verschiebt dann die Schiene 13 so weit, dass die Öffnung 14 genau neben dieser Tafel steht.

   Es ist dann der hinter der Öffnung liegende Kanal 11 und die sich daran anschliessende Rohrleitung 12 für den Eintritt atmosphärische) 
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    Ein@ einfache Überlegung zeigt aber, dass diese den pneumatischen Musikwerken genau nachgebildete Einrichtung ; obwohl sie durch Sicherheit in der Funktion hervorragt, nicht einmal notwendig ist. Wenn man nämlich den durch die Kurbel in Tätigkeit zu versetzenden Balg 19 (Fig. 1) derart einrichtet, dass er Pressluft herstellt, und wenn man diese Luft in eine Kammer 20   
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 angegeben wurde, luftdicht verschoben werden kann, dann trennt dieselbe in der in Fig. 4 gezeichneten Stellung offensichtlich alle Rohrleitungen 12 von dem Balge 19. Wenn aber dann die Schiene 13 eingestellt und dadurch die Öffnung 14 vor eine bestimmte Bohrung 11 gebracht wird, dann ist offensichtlich die   zugehörige   Rohrleitung 12 mit dem Balg 19 verbunden.

   Die von demselben hergestellte Pressluft wird daher in diese Leitung eindringen und bis zu den zugehörigen jetzt entsprechend eingerichteten, d. h. vor Eintritt der Druckluft geschlossenen Balg 4 gelangen, der gebläht wird und dabei den Schieber-3 herauszieht. 



   Zur Erleichterung der genauen Einstellung und Sicherung der Schiene 13 in einer bestimmten Stellung, sowie um gleichzeitig eine von aussen sichtbare Angabe der Einstellung der Schiene. also eine Angabe über den herauszugebenden Betrag zu ermöglichen oder im Innern des Apparates t-ine entsprechende Aufzeichnung machen zu können, dient die nachstehend erläuterte Einrichtung, bei welcher die Schiene 13 einen Teil eines um Rollen 21, 22 gelegten endlosen Seiles 23 oder einer solchen Kette bildet. Durch die Verschiebung der Schiene zum Zweck der Einstellung der   Öffnung 14 wird   also gleichzeitig und entsprechend eine Verschiebung des Seiles 23 und eine Drehung der Rollen stattfinden. 



   Die Rolle 21 ist mit einem Sperrkegel 24 versehen, der durch eine in einer Aussparung der Rolle liegende Feder nach aussen in die gezeichnete Stellung gedrückt wird. Bei der Drehung der Rolle tritt der Sperrkegel in jene Aussperrung zurück, sobald er gegen einen feststehenden
Anschlag 25 gerät. Unmittelbar nach Vorbeigang an demselben schnellt er wieder zurück und 
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   Der Umfang der Rollen ist derart bestimmt, dass eine volle Umdrehung derselben um   3600   eine Verschiebung der Schiene 13 genau um die Breite eines Feldes 15 bewirkt. Es bietet also diese Einrichtung die   Gewähr,   dass die Öffnung 14 stets genau vor der betreffenden Bohrung 11 der Leiste 10 steht und, falls dies nicht sofort bei der Einstellung zutrifft, geschieht es unmittelbar darauf selbsttätig, indem die Schiene 13 durch ihr Gewicht, oder indem eine in der Rolle 21 
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 geführt werden. Es kann dies z. B. bei allen Schienen gemeinsam dadurch geschehen, dass die   sämtlichen     Anschläge 2J starr miteinander,   beispielsweise durch einen Rahmen 26, verbunden sind. Dieser Rahmen wird z.

   B. durch Drehen der vorstehend schon erwähnten Kurbel oder in irgend einer anderen Weise, natürlich am besten selbsttätig, von den Rollen 21 fortgezogen, so dass sämtliche Sperrkegel 24 freigegeben werden. Infolgedessen besteht für die Rollen 21. 22 jetzt kein Hindernis mehr, die rückläufige Bewegung anzutreten. 
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 völlig entleert sind, so ist folgende Vorrichtung vorgesehen, um sofort einen Ausgleich dafiir zu schaffen. Zu dem Zwecke ist in dem festliegenden ebenen Boden 27. auf dem der Schieber   3   hin und her verschoben wird, eine Bohrung   28   vorhanden, von   der eine Anzahl von Rohrleitungen'3   abzweigen.

   Diese Verzweigung wird nach den folgenden Gesichtspunkten hergestellt : Ist nämlich die betreffende Geldröhre 1 bezw. 2 für die   Aufnahme   von 10-Markstücken bestimmt, so ist die eine   Leitung 29   mit der   pneumatischen   Auslösung der   5-Markstücke,   die zweite Leitung   30   mit derjenigen der   3-Markstücke   und schliesslich eine dritte sich davon abzweiger. de, in der Zeichnung nicht dargestellte Leitung mit der   pneumatischen   Auslösung der   2-MarkstückP   verbunden. 



   Es ist daher, um je eines dieser   Geldstücke   aus dem Apparat an Stelle eines gleichwertigen 10-Markstückes herauszubefördern, nur nötig, atmosphärische Luft in den zugehörigen mit    Wechselventil ausgerüsteten   Relais zu leiten oder dieselben unmittelbar auf anderem Wege zur Bewegung der betreffenden Geldschieber 3 zu verwenden. Der Eintritt atmosphärischer Luft aber in diese Leitungen   geschieht   dann, wenn die Bohrung 28 offen da liegt, wenn sie also nicht durch ein darauf liegendes   Geldstück verdeckt   ist. 



   Natürlich kann in Verbindung mit der beschriebenen Gesamtvorrichtung alles dasjenige   benützt   werden, was bei   Kontroll-, Registrier-und Wechselkassen zur   Aufzeichnung des Geldumlaufes bekannt und üblich ist. So könnte beispielsweise die Rolle mit einer zweiten Rille versehen werden, über welche ein Seil 31 oder dgl. gelegt ist, welches eine mit   21   gleich grosse Rolle 32 umspannt. Von dieser Rolle läuft ein Band nach dem   Typenrad 33,   dessen Umfang 

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 Papierstreifen, auf welchem der Abdruck der zur Einstellung gelangten Type erfolgt, die dem   herausbeförderten   Geldstück entspricht. 



   Dass an Stelle gemünzten Geldes auch Papiergeld in die Röhren oder Schächten 1, 2 verwendet werden könnte, welches in kleinen Kästen untergebracht ist, bedarf keiner   Erläuterung.   



   Eine Ausgestaltung einer Wechselkasse in oben beschriebener Art bezweckt, dass sie beim Auszahlen des auf eine eingezahlte Summe herauszugebenden Restes jede geistige Tätigkeit und somit auch jeden Rechenfehler der die Kasse bedienenden Person ausschaltet. Wie oben erörtert ist, sind für die verschiedenen Geldsorten besondere Behälter vorgesehen. Jeder Behälter ist mit Mitteln zum Auslösen von einem oder mehreren in ihm enthaltenen Geldstücken ausgestattet. 



  Diese Mittel werden von für jede Dezimalstelle besonders getroffene Einrichtungen gesteuert. Jede solche Einrichtung ist in die Mittel oder Leitungen für das Auslösen der einzelnen   Geldstücke   einer und derselben Dezimalstufe eingeschaltet, so dass je nach deren Einstellung die Kasse eine beliebige Anzahl von Geldeinheiten derselben Dezimalstufe ausfolgt. Jede Einrichtung   beat (lut   demnach, der Anzahl der Einheiten   jeder Dezimalstufe   entsprechend, aus neun   neben-oder unter-   einander in der Ordnung der Zahlenreihe angeordneten Leitungen, über denen ein mit einer
Teilung von Null bis neun versehener Schieber gleitet. 
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   Betätigen   der Kurbel die gleiche Anzahl Münzen der betreffenden Sorte zur Ausgabe gelangen. 



   Beim Verrechnen mehrstelliger Beträge, d. h. bei der Ermittlung der   Differenzbeträge   
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   um eine Einheit zurückstellen, damit durch das Werk der Kasse diese Rückführung nicht mehr besorgt zu werden braucht, sondern sofort die richtige Ziffer zum Anzeigen bringt; erforderlich     ist eben nur. dass man   den Schieber so weit verstellt, bis seine dem Rechnungsbetrage entsprechende Ziffer neben die dem   gezahlten Betrage entsprechende Ziffer der   festen   Einsteilung von I-I@     zu sitzen kommt.   Bei der niedrigsten Einheit ist natürlich mit dieser Art Teilung nicht zu rechnen. 
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   ist an der Rolle 27   angeordnet und steht unter der Einwirkung einer Gegendruckfeder.

   Eine zweite Feder drückt ihn ausserdem entgegengesetzt der Uhrzeigerbewegung gegen den Anschlag 2J und sichert so den ersten Schieber 13 für die Zehner in seiner jeweiligen Stellung. Wird nun beim 
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 dass er beim Anschlag 25 vorbeigelangt, so wird die Rolle 21 frei und vermag eine   Umdrehung     auszuführen, bis   der Sperrkegel wieder auf den Anschlag 25 auftritt.   Dieser Umdrehung der Rolle   entspriehtnuneineAbwärtsverschiebungdesSchiebers13fürdieZehnerumeineEinheit. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur selbsttätigen stückweisen   Ausübe von Feldst,cken   oder dgl. aus den Stapelbehältern von Wechsel- und anderen Kassen, gekennzeichnet durch die   Anordnung   von Bälgen oder dergl. nebst angeschlossenen Wechselventilen zum Betätigen   der Münzausgabe-   organe infolge Umstellung der Wechselventile mittels eines Vakuums oder Zuleitung   atmo-     sphärischer   Luft.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung der Münzenausgabeorgane mittels einer gelochten Schiene 13 erfolgt, die auf einem Schieberspiegel 10 geführt ist. in dem die Zuleitung des den Münzenauswurfschieber 3 stellenden Balges 4 mündet. EMI4.6 an ein über Rolle 21, 22 laufendes Seil 23 angeschlossen ist, das mittels eines Sperrkegels (24) gegen tietbsttätigfu Rückgang gesichert ist. <Desc/Clms Page number 5>
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einer entsprechenden Öffnung für das zu entnehmende Geldstiick ausgestattete Schieber.') auf der Boden- oder Tragplatte (27) der Zylinder geführt ist, in die eine Leitung mündet, durch deren Freigabe bei Entnahme des letzten Geldstückes eine selbsttätige Einschaltung des nächsten Geldzylinders erfolgt.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Dezimalstelle ein fester Schieberspiegel 10 mit neun den einzelnen Werten von I-IX entsprechenden Öffnungen oder Kanälen (11) nebst einer zugehörigen seitlichen festen Einteilung von/-/.
    Y vorgesehen ist, auf dem eine, mit einer Verbindungsöffnung 14 sowie einer gleichen Einteilung versehene Schiene 13 geführt ist, die entsprechend iher Einstellung unter Vermittlung ihrer als Steuerorgan wirkenden Öffnungen 14 die Verbindung der entsprechenden zwei Luftleitungen mit der Hauptluftleitung herstellt. EMI5.1 mit der nächstfolgenden derart in Verbindung steht, dass bei einem notwendig gewordenen Borgen die nächsthöhere Dezimalstelle eine um eine Einheit verminderte Anzahl von Münzen zur Ausgabe bringt.
AT43676D 1909-03-02 1909-03-02 Vorrichtung zur selbsttätigen stückweisen Herausbeförderung von in Stapeln geschichteten Geldstücken aus den Behältern von Wechselkassen und dgl. AT43676B (de)

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