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Verfahren zur Herstellung von Spitzengeweben auf einer Vorhangmaschine.
Angemeldet am 10. Jänner 1908.-Beginn der Patentdauer: 1. Februar 1910.
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Fiktgrund zusammen mit Leinwandeffekten über zwei bis vier Schiffchen, Zickzackgrund, Threc-gaits Swiss und offenen Effekten oder eines Spitzengewebes mit Filetgrund zusammen mit einem oder mehreren der genannten Effekte.
Die Maschine ist mit drei voll mit Fäden bezogenen Fadenleitern a, b, c (Fig. 1) versehen, welche von einer oder auch beiden Seiten der Maschine aus bewegt werden. Die hintere Leiter a führt die dicken Spulenfäden d, die Swiss- oder Mittelleiter b führt die dünnen Spulenfäden e, die vordere Leiter c führt die Kettenfäden y. Diese Leitern haben folgende Bewegungen :
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<tb>
<tb> Leiter <SEP> Hintere <SEP> Bewegung <SEP> Vordere <SEP> Bewegung
<tb> a <SEP> steigt <SEP> 2 <SEP> Selektoren <SEP> stechen <SEP> ein <SEP> stegt <SEP> 2 <SEP> Schiff@hen <SEP> wschseln <SEP> fällt <SEP> 3 <SEP> Selektoren <SEP> stechen <SEP> ein <SEP> fällt <SEP> 1 <SEP> Schiffchen <SEP> wechseln
<tb> b <SEP> steigt <SEP> 3 <SEP> fällt <SEP> 2 <SEP> steigt <SEP> 1 <SEP> fällt <SEP> 2
<tb> c <SEP> steigt <SEP> 1 <SEP> Puse <SEP> fällt <SEP> 1 <SEP> Pause
<tb>
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in die Fäden einstechen, ein Schinchen nach links. Hierauf machen die Leitern ihre zweite Bewegung, dann wechseln die Schiffchen vom hinteren in den vorderen Kamm.
Die Führungs- stange h fällt dann bei de] vorderen Bewegung, nachdem die Leitern ihre erste Bewegung gemacht haben und bevor die Selektoren in die Fäden einstechen, ein Schiffchen nach rechts. Hierauf
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dicken Spulenfäden d in die Stellung 2 (Fig. l) bei der hinteren Bewcgurn Jer Maschine. Be) der vorderen Bewegung der Maschine bleiben sie in Stellung 1, d. h.. sie stechen nicht in die Fäden ein.
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Bewegung der Maschine in Stellung I. Bei der vorderen Bewegung stechen die Selektoren durch die dicken Spulenfäden d in Stellung 2.
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der Maschine in Stellung 1 gehalten.
Filetgrundeffekte (Fig. 2, D, E, F).
Die Bindung von rechts nach links wird dadurch hervorgebracht, dass die Selektoren durch
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Stellung 2 einstechen. Das Einstechen muss ebenso bei einer ungeraden Zahl-jedoch grösser als l-von aufeinanderfolgenden halben Bewegungen der Maschine geschehen und immer bei einervorderenBewegungbeginnen.
Zickzackgrund (Fig. 2, G).
Die Selektoren stechen durch die dicken und dünnen Spulenfäden d und e bis in Stellung 3 bei drei aufeinanderfolgenden halben Bewegungen der Maschine. Der erste Einstich hat immer ei der vorderen Bewegung der Maschine zu beginnen. Dann stechen die Selektoren durch die dicken Spulenfäden d bis in Stellung 2 für die nächsten drei aufeinanderfolgenden halben Be-
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Three-gaits Swiss (Fig. 2, H).
Die Selektoren stechen durch die dicken und dünnen Spulenfäden d und e bis in Stellung 3 bei der hinteren Bewegung der Maschine, sodann durch die dicken Spulenfäden d bis in Stellung 2 bei der vorderen Bewegung der Maschine.
Offene Effekte (Fig. 2, 1).
Die Selektoren stechen durch die dicken Spulenfäden d bis in Stellung 2 oder durch die dicken und dünnen Spulenfäden d und e bis in Stellung 3 bei beiden Bewegungen der Maschine.
Folgende Tabelle zeigt, welche Stellung die Selektoren einnehmen müssen, wie auch, welche Fäden gebraucht werden, um die angegebenen Effekte zu erzielen.
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<tb>
<tb>
Stellungs <SEP> der <SEP> Selektoren <SEP> Stellung <SEP> der <SEP> Selektoren
<tb> Bezeichnung
<tb> Effekte <SEP> Fäden <SEP> bei <SEP> der <SEP> bei <SEP> der <SEP> der <SEP> Effekte <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 2
<tb> hintereu <SEP> Bewegung <SEP> vorderen <SEP> Bewegung
<tb> Leinwand <SEP> über <SEP> 2 <SEP> Schiffchen.. <SEP> d <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> Â
<tb> Leinwand <SEP> über <SEP> 8 <SEP> Schiffchen <SEP> d <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> B
<tb> Leinwand <SEP> über <SEP> 4 <SEP> Schiffchen <SEP> d <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> C
<tb> 3 <SEP> 3
<tb> Filetgrund <SEP> mit <SEP> 6 <SEP> halben
<tb> 3 <SEP> 2
<tb> Bewegungne <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> e <SEP> D
<tb> 2 <SEP> 3
<tb> 3 <SEP> 3
<tb> Filetgrund <SEP> mit <SEP> 8 <SEP> halben <SEP> 3 <SEP> 2
<tb> BewegTiagan.......
<SEP> e <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> E
<tb> 2 <SEP> 2
<tb> 3 <SEP> 3
<tb> 3 <SEP> 3
<tb> Filetgrund <SEP> mit <SEP> 10 <SEP> halben
<tb> 3 <SEP> 2
<tb> Bewegungen.... <SEP> e <SEP> F
<tb> 2 <SEP> 2
<tb> 3 <SEP> 3
<tb> Zickzackgrund <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> e <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> G
<tb> 2 <SEP> 3
<tb> Three-gaits <SEP> Swiss.....
<tb>
Offene <SEP> Enekte........ <SEP> d, <SEP> e,l <SEP> 2 <SEP> oder <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> oder <SEP> 3 <SEP> 1
<tb>
Der Filetgrund kann mit jeder beliebigen geraden Zahl von halben Bewegungen von ein-
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mehr Bewegungen erfordert der Filetgrund. Wenn man denselben mit 6, 10,14 oder 18 halben Bewegungen herstellt, so wird er gleichmässig. Wenn man aber 8, 12, 16 oder 20 halbe Bewegungen anwendet, so wird er gestreift ; in Fig. 2, Effekt E, ist d) ese Ungleichheit ersichtlich.
Offene Effekte entstehen dadurch, dass die Schiffehenfäden sich durch mehrere Bewegungen
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drehen, ohne dass diese eine Legung machen, sondern ein Stäbchen bilden.