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Trockenvorrichtung für Teigwaren, chemische Produkte und der 9 I.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Trockenvorrichtung für Teigwaren, chemische Produkte und dergl., die aus einem allseitig abgeschlossenen Raum besteht, der durch Querwände in den Vorwärmeraum, den eigentlichen Trockenraum und in den Entlüftungsraum abgeteilt ist.
Die Trockenvorrichtung zeichnet sich der Erfindung gemäss dadurch aus, dass die Querwände aus Filterplatten hergestellt sind und dass am Boden des Trockenraumes ein aus ebensolchen Platten bestehender Heizkanal eingebaut ist. Die Filterplatten wirken als Wärme-und Feuchtigkeitsaammter und dienen dem Zweck, die Temperatur und Feuchtigkeitsverhältnisse innerhalb des Trockenraumes tunlichst konstant zu erhalten. Soll die Trockenvorrichtung zum Trocknen flüssiger oder breiiger Substanzen verwendet werden, so sind in dem Trockenraum zur Aufnahme des Trockengutes ebenfalls Filterplatten angeordnet, welch letztere hierbei auf im Trockenraum vorgesehene Gestelle aufgelegt werden.
Auf der Zeichnung ist die Trockenvorrichtung durch die Fig. 1 bis 6 dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 eine Aussenansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt, F) g. 3 einen teilweisen Horizontalschnitt, Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie 4-B der Fig. 3. Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie C'-D der Fig. 3 und Fig. 6 den Längsschnitt einer Ausführungsform.
Die Trockenvorrichtung nach den Fig. I bis 5 besteht aus einem allseitig abgeschlossenen Raum, der durch zwei Querwände a, al (Fig. 2 und 3) aus Filterplatten in drei Abteilungen geteilt ist. Die erste dieser Abteilungen dient als Luftzuführungs- oder Vorwärmeraum b, dem die Frischluft durch eine Öffnung c zugeführt wird. In die Querwand a ist eine der Grösse der Anlage ent- sprechende Anzahl Luftzufuhr-Regler d oder dergl. eingebaut. An diese schliessen sich die den Trockenraum e durchziehenden Kanäle', die mit Luftklappen g versehen sind, an. Auf dem
Hoden des Trockenraumes e ist ein Kanal h (Fig. 4) aus Filterplatten eingebaut, in welchem zwei in den Entlüftungsraum 1 mündende Rohre i liegen, die ebenfalls Trockenluft führen und mit Luftklappen versehen sind.
In der diesen und den Trockenraum e trennenden Querwand al sind ebenso wie in der Querwand a die Luftzuführungsregler d eingebaut. Den Entlüftungs-
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kanal tri geführt ist (Fig. 2 und 3). Die Luftzirkulation gestaltet sich demnach folgendermassen :
Die Frischluft tritt durch die Öffnung c zunächst in den Luftzuführungsraum b, geht durch die Regelungsvorrichtungen d in die den Trockenraum e durchziehenden Kanäle f und in die in den Heizkanal h eingebauten Rohre i. Die Luft aus den Kanälen f gelangt durch die Luftklappen g in den Trockenraum e,
verteilt sich hier ganz gleichmässig und wird durch die von dem Heizrohr ausgehende Heizwirkung erwärmt. Durch die aus dem Trockenprozess aufgenommene Feuchtigkeit wird sie schwerer und sinkt allmählich nach unten, wobei sie natürlich das in den Gestellen verteilte Trockengut durchstreicht, um sodann durch die Regelungsvorrichtung in
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zuführungsraum b durch den Heizkanal h zu dem Entlüftungsraum l erwärmt hat und deshalb schnell nach oben steigt, um durch den Abzugskanal m abzuströmen, wobei sie einen Teil der aus dem Trockenraum kommenden verbrauchten und sich durch dumpfen Geruch als verunreinigt kennzeichnenden Luft mitführt.
Die auf vorstehende beschriebene Art befeuchtete Luft soll,
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angepasst werden kann. Die Gestelle in dem Trockenraum bestehen aus senkrechten Pfosten n (Fig. 2 und 4), an welchen quer durch den Trockenraum e laufende Auflageleisten o befestigt sind. Auf diese Leisten o werden die Trockenstäbe p lose aufgelegt. Das Trockengut (beispielsweise Nudeln, Maccaroni und dergl.) wird auf die Trockenstäbe aufgehängt, wobei es entsprechend seiner Masse dichter oder lockerer angeordnet sein kann. Die Lufträume, sowie der Trockenraum sind durch Türen bequem zugänglich, in welche zweckmässig die die Temperatur und eventuell den'Feuchtigkeitsgehalt messenden Apparate leicht von aussen kontrollierbar eingefügt sind.
Die Trennung des Trockenraumes von den Luftzuführungs-bezw. Entlüftungsräumen durch Querwände aus Filterplatten und die Umkleidung des Heizkanals mit solchen bewirkt eine grosse Gleichmässigkeit der Lufttemperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes, weil die Filterplatten die Eigenschaft besitzen, eine nicht unbedeutende Wärmemenge und Feuchtigkeit aufzunehmen und festzuhalten, bezw. je nach Bedarf entweder nach aussen oder nach innen abzugeben. Sie besitzen a) so die Fähigkeit auch ohne dauernde Zufuhr von warmer Luft die Temperatur im Trockenraum eine längere Zeit hindurch auf derselben Hohe zu hatten und dabei dem Trockengut doch Feuchtigkeit zu entziehen.
Bei der Verwendung der an sich bekannten Trockenstäbe zur Trocknung von Nudeln aller Art, sowie von Maccaroni kennen dieselben gleich in der bekannten Wickelform auf die Stäbe aufgebracht werden, so dass ein wiederholtes Anfassen der Teigwaren entbehrlich wird, was im Interesse der Reinli chko) und Hygiene nicht unterschätzt werden sollte. Ferner wird hierbei der Geschmack des Trockengutes nicht durch eine Unterlage beispielsweise Papier und dergl. beeinträchtigt.
Während die vorbeschrieben Ausführungsform in erster Linie für teigartige Produkte
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