DE9708C - Lufterwärmungsapparat - Google Patents

Lufterwärmungsapparat

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DE9708C
DE9708C DENDAT9708D DE9708DA DE9708C DE 9708 C DE9708 C DE 9708C DE NDAT9708 D DENDAT9708 D DE NDAT9708D DE 9708D A DE9708D A DE 9708DA DE 9708 C DE9708 C DE 9708C
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DENDAT9708D
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U. ESMARCH in St. Petersburg (Rufsland)
Publication of DE9708C publication Critical patent/DE9708C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24HFLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
    • F24H3/00Air heaters
    • F24H3/02Air heaters with forced circulation
    • F24H3/06Air heaters with forced circulation the air being kept separate from the heating medium, e.g. using forced circulation of air over radiators
    • F24H3/08Air heaters with forced circulation the air being kept separate from the heating medium, e.g. using forced circulation of air over radiators by tubes

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Description

1879.
Klasse 36.
UWE ESMARCH in ST. PETERSBURG. Lufterwärmungsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1879 ab.
Der vorliegende Lufterwärmungs - Apparat besteht im wesentlichen aus einem System von Röhren, deren Aufsenseiten entweder durch directes Feuer oder durch abziehende Feuergase oder durch Wasserdampf oder heifses Wasser erwärmt werden, während durch einen Ventilator oder ein Gebläse oder ähnliche Vorrichtungen Luft durch das Innere dieser erwärmten Röhren hindurchgetrieben oder hindurchgesaugt wird, bei welcher Gelegenheit sich die Luft erwärmt.
Die Röhren, die am besten aus Gufseisen anzufertigen sind, sind auf ihrer Aufsenseite mit einer grofsen Anzahl von flantschartigen Vorsprüngen oder Rippen versehen, die den Zweck haben, die Heizgase, welche die Röhren bestreichen, in dünne, sich häufig mischende Schichten zu zertheilen, und die von diesen Gasen bestrichene Oberfläche der Röhren sehr zu vergröfserh, wodurch sowohl den Heizgasen die ihnen innewohnende Wärme schnell entzogen wird, als auch die Röhren befähigt werden, ein im Vergleich zur Oberfläche ihrer inneren Wände sehr grofses Quantum Wärme zu transmittiren. Um die im Innern der Röhren auftretende, strahlende ,Wärme zur Erwärmung der Luft benutzen zu können, befindet sich im Innern einer jeden Röhre ein eiserner Kern, der die von der Innenwand der Röhre ausströmende, . strahlende Wärme in sich aufnimmt und sie der durch die Röhre getriebenen Luft durch Leitung mittheilt. Ferner haben diese Kerne den Zweck, die Luft in dünne Schichten zu zertheilen und dieselbe in innige Berührung mit den im Innern der Röhren befindlichen erhitzten Oberflächen zu bringen.
In Fig. t bis 4, auch Fig. 24 und 25, ist ein durch directes Feuer oder durch abziehende Heizgase zu heizender Lufterwärmungs-Apparat dargestellt. Er besteht aus einem im Innern mit Ziegeln ausgemauerten Mantel von rechteckigem Querschnitt, in dessen oberem Theile sich die mit Rippen versehenen Heizröhren a a, in diagonaler Richtung übereinanderliegend, befinden. Die Röhren sind aufserdem in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt, die rechteckige Form der Rippen ist aus diesen Figuren ersichtlich; diese Form kann übrigens auch jede beliebige ändere sein, wenn sie nur den oben angegebenen Zweck der Rippen erfüllt. Die in der Mitte einer jeden Röhre befindlichen Rippen bilden mit einander im Innern des Apparates eine verticale Wand, welche die Feuergase veranlafst, zuerst die eine Hälfte sämmtlicher Röhren in aufsteigender, und dann die andere Hälfte in absteigender Richtung zu bestreichen, Fig. 4, worauf sie durch den Kanal b in den Schornstein entweichen.
Im Innern der Röhren α α befinden sich die eisernen Kerne oder Cylinder c c, Fig. 8, die zugespitzte Enden haben und ohne weitere Befestigung in die Röhren eingeschoben werden, Fig. 15. Jeder Cylinder c hat in der Nähe seiner beiden Enden je vier kleine, schmale Ansätze; mit den beiden unteren Ansätzen liegt er auf der Innenwand der Heizröhre α auf, während ihm mit Hülfe . der anderen Ansätze eine annähernd concentrische Lage zum Innern der Heizröhre gesichert wird, Fig. 1. Auf diese Weise bildet sich zwischen der Innenwand der Röhre α und dem Cylinder c ein Hohlraum von ringförmigem Querschnitt, den die zu erwärmende Luft passiren mufs.
Die hier angewendeten Röhren α α haben beispielsweise einen inneren Durchmesser von 7 5 mm und die Cylinder c c haben einen Durchmesser von 50 mm, der ringförmige Hohlraum zwischen Röhre und Cylinder hat daher eine Weite von 12,5 ,mm. Je geringer diese Weite ist, um so stärker erwärmt sich die Luft bei ihrem Durchgange durch diesen Raum, bei gegebenem Hitzegrade der Röhre a.
Durch Anwendung von dünneren oder dickeren derartigen Cylindern, sowie durch Entfernung einiger oder sämmtlicher Cylinder aus dem Innern der Röhren α α, ist man daher im Stande, bei gegebener Temperatur der Röhren a, und bei gegebenem zu erwärmenden Luftquantum, diesem Luftquantum sehr verschiedene und im Verhältnifs zum Hitzegrade der Heizröhren α erforderlichenfalls sehr hohe, d. h. demselben sehr nahe kommende Temperaturen zu ertheilen, welches letztere namentlich von Wichtigkeit ist in dem Falle, wo die Heizröhren nicht durch directes Feuer, sondern durch we-. niger heifse, aus anderen Heizapparaten abziehende Gase oder durch Dampf oder heifses Wasser geheizt werden. Die Anordnung eines durch abgehenden Dampf (Retourdampf) geheizten Lufterwärmungs - Apparates zeigen die
Figuren 12, 13, 14, 15; derselbe besteht aus vier auf der Innenseite gehobelten gufseisernen Platten, die mit Hülfe von Schraubenbolzen zu einer horizontalen Röhre A von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt vereinigt sind.
Die Röhre A ist an ihren beiden gehobelten Enden durch zwei Deckel B B geschlossen, durch welche Deckel die Enden der im Innern des Apparates befindlichen Heizröhren a a, Fig. 9, 10 und 11, dampfdicht hindurchgehen. Diese dampfdichte Verbindung erfolgt einfach durch Anschrauben der beiden auf der Innenseite gehobelten, und hier auf ihrer ganzen Fläche mit einer Dichtungsscheibe (Pappe, Gummi) versehenen Deckel B B an die Röhre A, und durch das dadurch gleichzeitig erfolgende Anpressen dieser Deckel an die beiden äufseren, genau auf gleiche Höhe mit der Röhre A abgedrehten flantschartigen Rippen einer jeden Heizröhre mit Hülfe theils der kurzen, in den Rändern der Röhre A befindlichen Schrauben, theils der durch den ganzen Apparat der Länge nach hindurchgehenden Schraubenbolzen, wie Fig. 15 zeigt. Die an den Aufsenwänden der Röhren α α angegossenen, an ihren Rändern entsprechend gehobelten Rippen bilden, wenn die Röhren in diagonaler Richtung übereinander gelegt sind, im Innern des Apparates verticale Wände, die den durch die Röhre d in den Apparat eintretenden Dampf nöthigen, in auf- und absteigender Richtung, wie dieses die Pfeile in Fig. 15 andeuten, die Röhren α α zu bestreichen und dementsprechend längere Zeit im Apparate zu verweilen. Gleichzeitig bieten diese Wände eine grofse Oberfläche dar, die als Heizfläche der Röhren α α zn betrachten ist, wodurch dem in einer dünnen sich beständig mischenden Schicht durch den Apparat strömenden Dampfe rasch Wärme entzogen wird, e ist die Austrittsröhre des Dampfes, / die Abflufsröhre für das bei Condensation des Dampfes sich bildende Wasser.
Wenn der Apparat durch frischen Dampf aus dem Kessel oder durch heifses Wasser geheizt wird, so sind die Wände im Innern desselben nicht erforderlich, die den Röhren α α angegossenen Rippen können daher jede beliebige Form (am besten kreisförmige) haben, und müssen an den Röhren nur in genügender Anzahl angebracht sein, um die Transmissionsfähigkeit derselben wesentlich zu erhöhen. Ebenso kann die Lage der einzelnen Röhren zu einander jede beliebige sein; zur Aufnahme des ganzen Röhrensystems dient am besten eine verticale cylindrische Röhre. Die Dichtung der durch die beiden Deckel desselben hindurchgehenden Röhren α α erfolgt genau wie in Fig. 15.
Der Dampf oder das heifse Wasser tritt durch eine Röhre am oberen Ende des Apparates in denselben ein und verläfst ihn durch eine Röhre am unteren Ende desselben, Fig. 16 und 17. Die Weite des inneren Raumes zwischen der inneren Wand der Heizröhren α α und den in denselben befindlichen Cylindern soll bei Dampf- und Wasserheizung des Apparates ein geringer sein und etwa 4 bis 6 mm betragen.
Jede in dem Lufterwärmungs-Apparate befindliche Heizröhre α empfängt, wenn die Luft durch den Apparat hindurchgetrieben wird, durch eine besondere, einfach auf dieselbe aufgesteckte Blechröhre aus einem Kasten oder Reservoir, welches in Verbindung mit dem Blase - Apparat steht, kalte oder vorgewärmte Luft, und ebenso wird die erhitzte Luft aus jeder einzelnen Heizröhre α durch eine besondere, auf derselben aufgesteckte Blechröhre abgeführt. Die die Heizung des Apparates bewirkenden Gase oder Flüssigkeiten (Feuergase, Dampf, heifses Wasser) können daher selbst bei starkem Undichtwerden der Heizröhren im Apparate (an den Verbindungsstellen, wo sie durch die Deckel aus dem Apparate hinaus ins Freie' treten) sich niemals mit der durch die Röhren α α hindurchgetriebenen oder hindurchgesaugten Luft vermischen, und dieselbe daher weder verunreinigen noch feucht machen, da der aus den undichten Fugen etwa austretende Rauch, Dampf oder heifses Wasser nur ins Freie entweichen, aber nicht ins Innere der Röhren α α gelangen kann. Die Verbindung des Lufterwärmungs-Apparates mit den Sammelreservoirs für kalte und warme Luft durch aufgesteckte Blechröhren ist aus Fig. 24 und 25 ersichtlich.
Wenn mit der aus diesem Lufterwärmungs-Apparate kommenden warmen Luft Körper in gewöhnlichen Trockenstuben getrocknet werden sollen, z. B. Zuckerbrode, Wolle, Stoff, so wer·: den dieselben, wenn möglich, etagenweise übereinander placirt. Die warme Luft wird in den oberen Theil der Trockenstube eingeblasen, und durch eine im untern Theile der Trockenstube befindliche Abzugsröhre abgeführt, und kommt somit bei ihrem Durchgange zuerst mit den am meisten trockenen, darauf mit den weniger trockenen und zuletzt mit den ganz feuchten Gegenständen in Berührung. Dieses Verfahren bedarf keiner weiteren Erläuterung.
Sind aber körnerförmige Substanzen zu trocknen, so ist mit Vortheil eine besondere Darrmaschine oder Darre anzuwenden, wie solche in den Fig. 18 bis 28 dargestellt ist. Dieselbe besteht im wesentlichen aus einem eisernen Gehäuse, das von paarweise, aber sonst in beliebiger Anzahl angeordneten, flachen, verticalen und unter einander parallelen Kanälen oder Kammern, die siebartig durchlöcherte Wände haben, seiner ganzen Höhe und Breite nach durchschnitten wird. Diese Kammern sind mit dem zu trocknenden Material angefüllt, und dieses bewegt sich aus einem über der Darre befindlichen Reservoir infolge seiner eigenen Schwere und mit Hülfe eines Mechanismus allmälig durch die Kammern.
Zwischen je zwei Kammern wird durch den Ventilator erwärmte Luft in die Darre getrieben, die keinen anderen Ausweg ins Freie findet, als durch die in den Kammern befinde
lichen Körper, die sie bei ihrem Durchgange erwärmt und trocknet.
In den Fig. 18, 19, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, und ferner in den Fig. 20 und 28 sind zwei Darren, eine jede mit vier Kammern dargestellt, die in ihrem Mechanismus einander vollständig gleich sind, aber in der Leitung der erhitzten Luft durch das zu trocknende Material eine Verschiedenheit von einander zeigen. Wenn infolge der Beschaffenheit des zu trocknenden Materials ein öfteres Verstopfen der siebartig durchlöcherten Wände der Kammern zu erwarten ist, oder wenn das zu trocknende Material die Anwendung hoher Hitzegrade ge-, stattet (z. B. Knochenkohle für Zuckersiedereien), so ist die erste in den Fig. 18 bis 27 dargestellte Anordnung vorzuziehen, bei welcher die Luft bei einmaligem Durchgange durch das in den Kammern enthaltene Material sofort ins Freie entweicht, da bei dieser Anordnung der Darre die durchlochten Blechtafeln, welche die Wände der Kammern bilden, leicht herausgenommen und gereinigt werden hönnen.
Wenn dagegen das zu trocknende Material Anwendung hoher Hitzegrade nicht gestattet, oder ein sehr allmäliges Trocknen verlangt würde (z. B. beim Malz), oder wenn namentlich auf Ersparnifs an Heizmaterial Rücksicht genommen werden mufs, so ist die in den Fig. 20 und 28 dargestellte zweite Anordnung der Darre vorzuziehen, bei der die erwärmte Luft nach ihrem ersten Durchgange durch das in den Kammern enthaltene Material noch ein oder mehrere male durch dasselbe hindurchgeleitet werden kann.
Das Gestell bei der Darrmaschine wird durch zwei einander gleiche, verticale gufseiserne Platten oder Seitenwände C C gebildet, die oben durch einen gufseisernen Deckel D und unten durch einen gufseisernen Boden E geschlossen, und durch vier horizontale eiserne Bolzen g g fest mit einander verbunden sind. Deckel und Boden sind in den Fig. 21 und 2 2 detaillirt dargestellt. Jede der in der Darre befindlichen Kammern m m wird von zwei siebartig durchlochten, verticalen, parallelen Eisenplatten (Malzdarrbleche), die ca. 25 mm Abstand von einander haben, gebildet. Diese Eisenplatten sind in Falze oder Nuthen, die sich an der inneren Fläche der beiden Seitenwände CC, Fig. 27, befinden, eingeschoben und gehen sowohl durch den mit entsprechenden Oeffnungen versehenen Deckel D als durch den Boden E hindurch, in denen sie befestigt sind. Der Deckel und der Boden bilden daher bezw. das obere und das untere Ende der Kammern. Zwischen je zwei Kammern befindet sich in der unteren Hälfte einer jeden Seitenwand C je eine gröfsere ovale Oeffnung h, von denen die dem Lufterwärmungs-Appärat zugekehrte Oeffnung zum Eintritt der erhitzten Luft zwischen den Kammern dient, "während die in der gegenüberliegenden Wand der Darre befindlichen Oeffnungen h h zum Reinigen der Darre von feinem, durch die Siebbleche der Kammern hindurchgefallenem Material dienen, und während der Thätigkeit der Darre durch einen Deckel i geschlossen sind. Ueber diesen letzteren Oeffnungen befinden sich in der Seitenwand zwei schmale mit Glas bedeckte Oeffnungen kk, hinter denen Thermometer Il angebracht werden können, welche die in der Darre herrschende Temperatur anzeigen.
Auf dem Deckel D steht ein Reservoir F zur Aufnahme des zu trocknenden Materials. Wenn aus demselben die in der Darre befindlichen Kammern m m mit Material angefüllt sind, so hat die durch die Oeffnungen h zwischen die Kammern getriebene warme Luft keinen anderen Ausweg ins Freie, als durch die 25 mm dicken Schichten des in den Kammern m in enthaltenen Materials. Je zwei solcher Kammern, mit der zwischen ihnen befindlichen leeren Abtheilung G, bilden daher eine für sich abgeschlossene selbstständige Darre. Die hier dargestellte Darre hat nur vier solcher Kammern, es bedarf aber nur einer entsprechenden Verlängerung des Darrgestells, um in demselben eine beliebige Anzahl solcher paarweise angeordneten Kammern anbringen zu können, wodurch es möglich wird, eine grofse Darrfläche in einem Räume von verhältnifsmäfsig sehr kleinem Kubikinhalt anzubringen. In jeder der durch zwei Kammern eingeschlossenen Abtheilungen G G befindet sich ein System kleiner, verticaler Platten oder Schaufeln η η, aus Eisenblech, von ungleicher Länge, deren Breite gleich ist dem Abstande der beiden Kammern von einander. Diese Platten haben den' Zweck, den durch die Oeffnungen h h in die Abtheilungen G G eintretenden heifsen Luftstrom derartig von seiner ursprünglichen Richtung abzulenken, dafs er gleichmäfsig auf die ganze Oberfläche der Kammer wirkt. Ohne diese Vorrichtung würde der vom Ventilator kräftig in die Abtheilungen G G getriebene Luftstrom viel stärker auf die den Eintrittsöffnungen h h entfernt liegenden Theile der Kammern wirken und infolge dessen ein gleichmäfsiges Trocknen des ganzen in den Kammern enthaltenen Materials erschweren.
Die Wirkungsweise dieser Schaufeln η η ist aus der Fig. 19 sofort verständlich. Da die acht verticalen Platten η η ungleiche Länge haben, und sich hinter einander und in gleicher Entfernung von einander befinden, so wird eine jede derselben annähernd von dem achten Theile des ganzen in die Abtheilung G eintretenden heifsen Luftstromes getroffen; infolge dessen wird der auf diese Weise getheilte Luftstrom in verticaler Richtung nach oben abgelenkt und wirkt ziemlich gleichmäfsig auf die ganze innere Oberfläche der Kammern. Um ein gleichmäfsiges Trocknen der in den Kammern befindlichen Körper zu erzielen, müssen dieselben vom Reservoir F aus allmälig und in gleichmäfsiger Bewegung die Kammern passiren, während welcher Zeit sie dem Einflüsse des
durch sie hindurchgetriebenen warmen Luftstromes ausgesetzt sind. Zu diesem Ende ist es nothwendig, das Material am unteren Ende einer jeden Kammer auf der ganzen Breite der-, selben entweder continuirlich oder in regelmäfsigen Zwischenräumen austreten zu lassen, auch müssen die in einem gegebenen Zeitraum aus jeder Kammer austretenden Mengen unter einander gleich sein. Hierzu dient ein zu diesem Zweck passender bekannter Mechanismus, z. B. ein Rüttelschuh oder eine mit Vertiefungen versehene Walze (auf ihrer Mantelfläche). Hier ist als einfachster Mechanismus für alle vier Kammern ein gemeinschaftlicher Schieber H (Fig. 23 zeigt die Details) angeordnet, der durch ein Excenter O, das durch ein Wurmgetriebe p getrieben wird, in alternirende Bewegung gesetzt wird. Bei Bewegung des Schiebers H tritt das Material aus den Oeffnungen rr, die sich im Boden E, als am untern Ende der Kammern, auf der einen Seite derselben und auf ihrer ganzen Breite befinden und unter einander gleiche Höhe haben, aus, und wird allmälig dem Rande des Schiebers und den in demselben befindlichen Schlitzen s s zugeführt, durch die es in den Kasten/ fällt und fortgeschafft wird. Die Anzahl der Umdrehungen des Excenters O, und somit das davon abhängige mehr oder weniger lange Verweilen des Materials in den Kammern wird auf bekannte Weise mit Hülfe der Stufenscheiben 11 bewirkt. Die Wirkungsweise des Schiebers ist aus der Fig. 26 verständlich. In den Fig. 24 und 25 ist eine vollständige Trockenvorrichtung mit einmaligem Durchgange der heifsen Luft durch das zu trocknende Material dargestellt.
Der Ventilator K treibt die Luft in ein Reservoir Z, welches mit zehn cylindrischen Stutzen «der rohrartigen Ansätzen versehen ist, die durch zehn aufgesteckte Blechröhren MM mit den zehn Heizröhren α α des Lufterwärmungs-Apparates verbunden sind. Letztere sind wieder durch zehn aufgesteckte Blechröhren NN auf gleiche Weise mit dem Reservoir O vereinigt, von wo aus die heifse Luft durch die ovalen Blechröhren PP und durch die Oeffnungen h h in die Abtheilungen G G der Darre gelangt, hierauf durch das in den Kammern m m befindliche Material hindurchgetrieben wird, und theils direct, theils durch die in den Seitenwänden der Darre befindlichen grofsen Oeffnungen R R ins Freie entweicht. In den Fig. 20 und 28 ist eine Darrmaschine mit zweimaligem Durchgange der heifsen Luft durch das in den Kammern m m enthaltene Material dargestellt. Bei dieser Anordnung fehlen die Oeffnungen R R in den Seitenwänden der Darre, und die Vorderseiten derselben sind durch die Deckel .S-S1 geschlossen. In den Abteilungen GG befinden sich die horizontalen Wände TT, die die Darre in ihrer ganzen Breite durchschneiden. Infolge dieser Anordnung ist die heifse Luft gezwungen, um ins Freie zu gelangen, wie dieses die Pfeile in der Fig. 28 andeuten, zuerst das in den unteren Theilen der Kammern m m enthaltene, bereits trocknere Material zu passiren, und darauf, bereits abgekühlt und angefeuchtet, noch das in der oberen Hälfte der Kammern befindliche feuchtere Material zu durchdringen, worauf sie durch die Oeffnungen U U ins Freie gelangt. Der Abstand der beiden, die Wände einer Kammer bildenden durchlochten Bleche von einander kann bei weniger feuchtem Material allerdings auch gröfser sein als 25 mm, und somit die Dicke der Schicht des in den Kammern enthaltenen Materials auch gröfser sein als 25 mm, es dürfte aber nicht vortheilhaft sein, diese Dicke wesentlich gröfser oder kleiner als 25 mm zu machen.
Der hier beschriebene Lufterwärmungs-Apparat kann aufser der hier mitgetheilten Verwendung zum Trocknen verschiedener Körper überall dort Anwendung finden, wo erwärmte Luft in gröfseren Mengen verlangt wird, z. B. zum Heizen von Räumen.
In den zu heizenden Raum wird die erwärmte Luft durch im oberen Theile desselben befindliche Oeffnungen eingeblasen und durch im unteren Theile desselben befindliche Oeffnungen abgeführt.

Claims (5)

Patent-An sprüche: An einem Lufterwärmungs - Apparate:
1. Die Gesammtanordnung des Heizapparates; welcher durch ein System in mehreren Schichten über einander gelagerter Röhren gebildet wird, die an der Aufsenseite in der 'beschriebenen Weise mit Rippen versehen sind. ■ .
2. Die Anordnung der in den Heizröhren befindlichen Kerne oder Cylinder, wodurch es ermöglicht wird:
a) die im Innern der Röhre auftretende strahlende Wärme zur Erwärmung der die Röhren passirenden Luft zu benutzen ;
b) diese Luft in dünne Schichten zu zertheilen, sie in innige Berührung mit den im Innern der Röhre befindlichen erhitzten Oberflächen zu bringen und sie sehr schnell zu erwärmen;
c) durch Anwendung von dickeren oder dünneren Kernen oder durch Entfernung einiger oder aller Kerne aus dem Röhrensystem, bei gegebener Temperatur der Heizröhren und bei gegebenem Luftquantum dieser Luftmenge sehr verschiedene und erforderlichenfalls sehr hohe, d. h. der Temperatur der Röhren nahe kommende Hitzegrade zu ertheilen.
3. Die gleichzeitige Dichtung sämmtlicher durch die Deckel der durch Dampf oder Wasser geheizten Apparate hindurchgehenden Heizröhren durch Anschrauben der beiden Deckel an den zur Aufnahme dieser Röhren bestimmten röhrenartigen Körper.
4· Die Verbindung einer jeden einzelnen Heizröhre mit den Sammelreservoirs für kalte und warme Luft durch eine besonders aufgesteckte Röhre, infolge dessen Undichtigkeiten im Apparate an den -Stellen, wo die Röhren durch die Deckel oder die Wände desselben hindurchgehen, keinen schädlichen Einflufs auf die. Wirksamkeit des Apparates ausüben können, da der an diesen Stellen m etwa austretende Rauch oder Dampf nur ins Freie entweichen, aber nicht ins Innere der Luftleitungsröhren gelangen und somit auch nicht die Luft, die durch dieselben hindurchgetrieben wird, verunreinigen oder feucht machen kann.
5. Bei der mit dem Lufterwärmungs-Apparat verbundenen Darrmaschine die Anordnung einer beliebig grofsen Anzahl von paarweise angeordneten, verticalen und parallelen Kammern in einem Apparat, die es ermöglicht:
a) eine sehr grofse Darrfläche in einem Raum von verhältnifsmäfsig geringem Kubikinhalt anzubringen, und
b) die gleichmäfsige Bewegung des zu trocknenden Materials durch sämmtliche Kammern durch einen einzigen, für alle Kammern gemeinschaftlichen Schieber zu bewerkstelligen.
Die Anordnung eines Systems von verticalen Platten oder Schaufeln η η zwischen je zwei Kammern zur Erzielung einer gleichmäfsigen Wirkung des seitwärts in die Darre eintretenden Luftstromes auf die ganze Oberfläche der Kammern und des in denselben enthaltenen Materials.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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