AT39830B - Tasteninstrument, dessen Saiten durch Andrücken von Streichhebeln an eine rotierende Walze in Schwingung versetzt werden. - Google Patents

Tasteninstrument, dessen Saiten durch Andrücken von Streichhebeln an eine rotierende Walze in Schwingung versetzt werden.

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AT39830B
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Gustav Walch
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Gustav Walch
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Description


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  Tasteninstrument, dessen Saiten durch Andrücken von Streichhebeln an eine rotierende
Walze in Schwingung versetzt werden. 
 EMI1.1 
 
Es ist bereits bekannt, dass die Walze (d) in ihrem ersten Drittel, von dem aus die   Bass-   saiten erregt werden, weich, in der Mittellage   mittelhart   und am Diskantende von harter Beschaffenheit sein muss.

   Die vorliegende Erfindung gründet sich darauf, dass es sich durch vielfache Versuche herausgestellt hat,   dass man   eine besonders brauchbare Walze erhält, wenn   man   einen aus Holzstoff, Gips, Metall oder einem anderen sich nicht   verziehenden Stoff bestehenden   Zylinder oder Kegel mit einer elastischen Masse aus Leim und Glyzerin   (sog.   Buchdruckkerwalzenmasse) oder einer ähnlichen   gummiartigen   Masse derart umgiebt, dass deren Schichtstärke vom   Diskant-zum Bassende   hin allmählich   zunimmt.   Über die so beschaffene Walze wird ein diinner, nahtlos   gewirkter     Schlauch stramm übergezogen, der zum Teil   aus   Wolle,

   zum   Teil aus Seide oder anderen Textilfasern hergestellt ist. 



   Die Gründe, weshalb gerade diese Zurichtung der Walze sich als besonders vorteilhaft bewähren musste, sind die folgenden :
Walzen aus Holzstoff, Gips oder Metall verziehen sich nicht und biegen sich auch nicht durch. 



   Die Dehnbarkeit des aus   maschigem   Gewebe bestehenden Schlauches gestattet, ihn frei über die Walze zu ziehen und ihn dennoch zum festen Anliegen an dieselbe zu bringen ; da er nahtlos ist, wird die mit einem solchen überzogene   Walze   stets gleichmässig rund laufen. Das Wollgewebe eignet sich infolge seiner Weichheit besonders für die Bass-und Mittellage, die Seide infolge ihrer Glätte zu dem Diskant. 



   Da ausserdem der Schlauch sehr dünn ist, tritt keine durch das Kolofonieren entstehende 
 EMI1.2 
 
Die   Streichhcbel / (Fig-l   und 4) werden zufolge vorliegender Erfindung aus Metall hergestellt, weil sich herausgestellt hat, dass sie alsdann den bisher gebräuchlichen hölzernen Hebeln sehr überlegen sind. Verwendet man nämlich solche der letzteren Art, so muss man die für das Rassende bestimmten Hebel ausserordentlich lang und stark machen, um die richtige Abstimmung zu erhalten. Mit der Vergrösserung ihrer Abmessungen wächst dann aber auch ihre Trägheit, welche die freie Entwickelung der Tone abschwächt. Dagegen erhält man mit Metallstreichhebeln infolge deren grösserer Kompaktheit und Elastizität vollere und abgerundetere Töne, die zudem leichter erregbar sind. 



     Diese Streichhebel werden aIsvoUe Stäbe mit   nach dem Diskantende hin   abnehmender Stärke   
 EMI1.3 
 würden sich, da sie   sehr dünn sein müssen wenn im Vollen ausgeführt,   jedoch beim Andrücken an die Walze durchbiegen, weshalb man sie als dünne Rohre herstellt. 



   Als weiterer Vorteil ergibt sich aus der Verwendung von Metall, dass die Tiefe des Instrumentes geringer ausfällt, weil man die   Streichhebel kürzer   halten kann. Es ist dies vom ökonomischen   Standpunkt,   aus sehr wichtig. Natürlich kann man auch alle Streichhebel gleichlang ausführen, wenn man ihre Stärke entsprechend bemisst. Das Instrument erhält dann durchweg gleich lange Tastenhebel. 

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    Ferner kann man nunmehr stärkere Saiten verwenden, weil die metallenen Streichhebel eine kräftigere Erregung zu bewirken vermögen. Stärkere Saiten oder stärkerer Saitenbezug gestatten aber eine grössere Spannung der Saiten, wodurch eine leichtere Ansprache der Töne und besseres Stimmunghalten erreicht wird. 



  Es hat sich ferner herausgestellt, dass die Streichhebel nicht starr gelagert werden dürfen, sondern eine gewisse Freiheit bezügl. seitlicher Verschiebbarkeit besitzen müssen. Ein zu starres Festhalten der Streichhebel verursacht schädliche kurze Erzitterungen, während sie bei zu lockerer Lagerung unter dem Drucke der Walze (d) ausweichen, wobei sie überhaupt nicht erregt werden. 



  Eine zweckentsprechende Lagerang ist in Fig. l dargestellt. Der Streichhebel (f) hängt an einem Seilstück (2), das mit einer Schlinge in dem Haken des am Schwingarm (m) befestigten Balgens (1) eingehängt ist. Ebenfalls an (m) sitzt der Halter (8) mit dem um einen Bolzen drehbaren Winkelhebel (5), der durch ein Seilstück (4) mit Feder (3) ebenfalls mit dem Streichhebel (j) verbunden ist. 



  Die Spannung der Schraubenfeder (3) kann man dadurch verändern, dass man eine an dem Winkelhebel (5) angreifende Stange (6) in dem Halter (7) verschiebt und dann durch Muttern feststellt. Mit wachsender Grösse der der Feder (3) erteilten Spannung wächst die zu einer seitlichen Verschiebung des Streichhebels durch die Walze erforderliche Kraft, die seitliche Ausweichung des Streichhebels ist also der Spannung der Feder (3) umgekehrt proportional. Durch diese Vorrichtung kann man also das seitliche Ausweichen des Streichhebels auf das günstigste Mass einstellen. 



  Eine weitere Verbesserung des Instrumentes kann dadurch erreicht werden, dass die Strichhebel nicht mit Tuch, Leder oder dergleichen, sondern mit Rosshaar auf Tuchunterlage, ferner mit Hartgummi oder Celluloid belegt werden. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass das auf die Walze aufgebrachte Kolophonium nur in ganz geringer Menge an den Streichhebeln haften bleibt, was für eine gute Tonerzeugung von grosser Wichtigkeit ist. 



  Eine ebenfalls neue Anordnung ist die des Dämpfers (lys). In seiner Ruhestellung liegt der Streiehhebel (f) am Dämpfer (15) an, entfernt sich jedoch von ihm, wenn er durch Niederdrücken der Taste an die Walze (d) angelegt wird. Sobald man die Taste wieder frei lässt, fällt der Hebel zurück auf den Dämpfer, wodurch seine Schwingungen sofort zur Ruhe kommen. 



  Die Dämpfer für die einzelnen Streichhebel kann man auf einer unter sämtlichen Hebeln hinlaufenden Leiste anordnen, die man, um den Ton nachhallen lassen zu können, in ihrer Höhenlage verstellbar macht, sodass man sie während des Spielens durch ein Pedal oder dergleichen nach Bedürfnis einstellen kann.   



   Ebenfalls zur Erzeugung möglichst reiner Schwingungen, wie alle diese Vorrichtungen, dient die Brücke (9) (Fig. 2 und 3). Legt man nämlich an die Saiten einen Gegenstand, z. B. einen dünnen Haken   (10)   an, so verstummen alle diejenigen Obertöne, die in dem Berührungspunkt keinen Knotenpunkt haben. Dadurch kommt der Grundton der Saite besser zur Geltung. Zur Befestigung der Haken (10) dient die Brücke   (9),   in deren Schlitzen (14) man die Haken verschieben kann, um den günstigsten Berührungspunkt zu ermitteln. Schliesslich verstärkt die Brücke   (9)   auch noch die Resonanz in ganz erheblichem Masse ; sie wird durch Bolzen   (12)   in einem gewissen Abstand vom Resonanzboden (a) gehalten. 



   An seinem oberen, mit Gewinde versehenen Ende trägt jeder der Haken (10) eine Mutter (11), mittels der man ihn so einstellen kann, dass die von dem umgebogenen Ende umfasste Saite (b) einen Gegenzug auf ihn ausübt, der gerade genügt, ihn am Platze zu halten. 



   Ein weiteres Konstruktionsdetail betrifft die Abstrakte (n) (Fig. 4). Beim Niederdrücken   einer Taste ,   die einen Doppelhebel bildet, wird deren jenseits der Unterstützungsfläche (y) gelegenes Ende samt den mittels der Mutter (x) und Gegendruckfeder (q) an der Taste befestigten   Schraubenbolzen   angehoben unter Überwindung des Widerstandes der Feder (z). Dieser
Bulzen ist durch das Gelenk (s) beweglich mit der Abstrakte (n) verbunden, die ihrerseits wieder durch ein zweites Gelenk (t) mit dem Schwingarm (tn) in Verbindung steht.

   Die Aufwärts- bewegung der Akstrakte   (n)   hat somit ein Anheben des Schwingarmes   (m)   samt Steg   (I)   zur
Folge, wodurch der mit einer nicht federnden   Klemme (k)   an der Saite (b) befestigte Streich-   libel (,/')   an die sich drehende Walze (d) angedrückt wird. Letzterer versetzt den Streichhebel in Schwingungen, die von diesem auf die Saite (d) übertragen werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Tasteninstrument, dessen Saiten durch Andrücken von Streichhebeln an eine rotierende EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3>
    2. Eine Ausführungsform des Tasteninstruments nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Streichhebel in vom Bass-zum Diskantende abnehmender Stärke aus Metall hergestellt und mit Rosshaar auf Tuchunterlage, mit Hartgummi, Celluloid belegt sind.
    3. Tasteninstrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am Diskantende angeordneten Streichhebel als Metallröhren ausgeführt sind.
    4. Eine Ausführungsform des Tasteninstruments nach Anspruch 1-3, gekennzeichnet durch die Befestigung des von der Saite abgewendeten Streichhebelendes an einer Schnur, deren Spannung verändert werden kann.
    5. Eine Ausführungsform des Tasteninstruments nach Anspruch 1-4, gekennzeichnet durch EMI3.1 die Anordnung einer Brücke (9) mit durchgreifenden an die Saiten angtdegten Haken (10), zwecks Unterdrückung aller derjenigen Obertöne, die in dem Berührungspunkt keine Knotenpunkte haben.
    7. Eine Ausführungsform des Tasteninstruments nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstellung der Streichhebel zu der Walze (d) durch eine an den Abstrakten angebrachte Nachstellvorrichtung bewirkt wird.
AT39830D 1907-07-04 1907-07-04 Tasteninstrument, dessen Saiten durch Andrücken von Streichhebeln an eine rotierende Walze in Schwingung versetzt werden. AT39830B (de)

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