AT39611B - Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Doppelsalzen aus Theobrominnatrium und Alkalihalogeniden. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Doppelsalzen aus Theobrominnatrium und Alkalihalogeniden.

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  Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Doppelsalzen aus Theobrominnatrium und Alkalihalogeniden. 



   Die Herstellung von Doppelsalzen des Theobromin, welche leichter in Wasser   löslich   sind als das freie Theobromin, geschah bisher meist in der Weise, dass man Theobrominnatrium mit molekularen Mengen von Alkalisalze organischer Säuren vereinigte. Man hat auf diese Weise Doppelsalze mit ameisensaurem, essigsaurem, milchsaure, benzoesaurem, salizylsaurem Natrium oder Lithium gewonnen. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich therapeutische wertvolle Theobromindoppelsalze durch Vereinigung   moleku) arer Mengen Thoobrominnatrium   mit Halogenalkalien darstellen lassen, so z. B. Theobrominnatriumchlornatrium,   Theobrominnatriumbromnatrium,   Theohrominnatriumjodnatrium. Diese Verbindungen besitzen alle den Vorzug leichter Löslichkeit in Wasser. Das Chlornatriumdoppelsalz zeichnet sich zudem durch einen sehr hohen Theobromingehalt aus, wie er keinem anderen ähnlichen Präparat zukommt und es besitzt ferner den Vorzug, dass das Theobromin ohne Zusatz einer dem Organismus fremden Säure zur Wirkung kommen kann. Andere Salze, z. B. das   Bromnatrium- und Jodnatriumdoppelsalz enthalten   neben Theobromin andere therapeutisch wirksame Komponenten, welche in dieser Verbindung oft besonders zweckmässig wirken. 



   Aus Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Neue Bearbeitung, Bd. II, 1902, S. 1045, ist ein Gemenge von Theobromin, Jodnatrium und Natriumsalizylat bekannt geworden, das therapeutische Verwendung gefunden haben soll. Dieses   Jodotjieobromin   ist aber mit den nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Produkten nicht zu vergleichen. Es ist lediglich ein Gemenge von Theobromin, Jodnatrium und Natriumsalizylat, und seine einzelnen Bestandteile sind nicht in molekularen Verhältnissen, sondern in beliebiger Weise gemischt. Es hat auch nicht dieselben Bestandteile.

   In den   Präparaten   nach dem angemeldeten Verfahren ist keine Spur von Natriumsalizylat enthalten, das einen   unerlässlichen   Bpstandteil des Rezepte nach   Hager   bildet und dort zur Vergrösserung der Löslichkeit des Theobromins beigefügt wurde. Nach dem vorliegenden Verfahren wird dagegen die erhöhte   Löslichkeit des Theobromins   durch Vereinigung seines Natriumsalzes mit Halogenalkalien bewirkt. 



   Ferner sind sogenannte Doppelverbindungen aus Koffein und Halogenalkalien, z.   B.   das   Koffeinokaliumbromid   und Natriumjodid bekannt   (vcrgl.   Hagers Handbuch der pharm. 



  Praxis, Neue Bearbeitung, Bd. I [1900], S. 913), diese sind aber lediglich Gemenge von   willkilrlicher Zusammensetzung. Das Koffeinokaliumbromid   besteht aus gleichen Teilen Koffein und   Bromkalium,   das Koffeinonatriumjodid aus 7,1 Teilen Koffein und 2, 9 Teilen Jodnatrium. es liegen also nicht einmal Gemenge in molekularen Verhältnissen vor. Sie können deshalb mit den nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen Präparaten in keiner Weise verglichen werden. Ausserdem zeigt das Koffein wesentlich abweichende Reaktionen von Theobromin. Dieses ist in Alkalien löslich und verbindet sich mit ihnen sowie mit Barium zu gut charakterisierten Salzen   (v erg !. Beilstein, 3.

   Auss.,   Bd.   III,   S.   95f)), während   Koffein nicht allein nicht löslich in Basen ist, sondern beim Kochen damit verändert wird. 

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 Da die nach dem Verfahren darzustellenden Produkte Verbindungen von Halogenalkalien mit den oben erwähnten Alkalisalze des Theobromin sind, so sind sie ganz verschieden von obigen Gemengen aus Koffein und Halogenalkalien, was sich schon aus dem analytischen Verhalten der neuen    Doppelsalze ergibt.'Sie werden nämlich   durch Säuren unter Abscheidung von Theobromin zersetzt. 



   Von jenen willkürlich zusammengesetzten   Koffeindoppelverbindungen   haben also die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Produkte den Vorzug, eine bestimmte molekulare Zusammensetzung zu besitzen, was für den Arzt von besonderem Wert ist. Auch wirken sie. physiologisch wesentlich anders und der Arzt kann keineswegs ohne weiteres das eine Präparat für das andere verschreiben. 



     Das Jodnatriumdoppelsalz enthält   die wirksamen Bestandteile Jodnatrium und Theobromin in annähernd gleichen Mengen und es hat sich bei klinischer Prüfung als ein sehr günstig bei gewissen Krankheiten wirkendes Präparat erwiesen. 



   Beispiel I : 18, 0 Teile Theobromin worden mittels einer mässig konzentrierten Lösung von 4 Teilen Ätznatron in Wasser gelöst und 5,85 Teile reines Chlornatrium zugefügt. 



  Die Lösung wird, falls nötig, filtriert, eingedampft und der Rückstand getrocknet und zerrieben. 



     Beispiel n : 20, 2   Teile in bekannter Weise hergestelltes, trockenes Theobrominnatrium werden zusammen mit 15 Teilen   Jodnatrium   in möglichst wenig Wasser gelöst, die Lösung zur Trockne gebracht und der Rückstand gepulvert. 



   Selbstverständlich kann man diese Darstellungsart noch in mancher Weise abändern, auch lassen sich an stelle der Halogennatrinmsalze die entsprechenden Salze anderer Alkalien, z. B. Jodkalium oder Bromkalium mit den Theobrominalkaliverbindungen kombinieren. 



   Die Theobrominhalogenalkalidoppelsalze bilden sämtlich weisse, alkalisch reagierende, bitter schmeckende Pulver, sie sind leicht löslich in Wasser und verdünnten Alkalien, werden aber durch Säuren unter Abscheidung von Theobromin zersetzt. Durch die üblichen Reagentien lässt sich in ihnen das Halogen, Jod, Brom oder Chlor leicht nachweisen, ebenso durch entsprechende Reaktionen der Kalium-oder Natriumgehalt. Alle Salze sind unlöslich in Äther, Petroläther und Benzol, in absolutem Alkohol lösen sie sich auch beim Kochen sehr schwer, während sie in verdünntem Alkohol und Glyzerin, besonders beim Erwärmen, leicht löslich sind.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Doppelsalzen aus Theobrominnatrium und Alkalihalogeniden, darin bestehend, dass man die Komponenten bei Gegenwart von Wasser in molekularen Mengen aufeinander einwirken lässt.
AT39611D 1907-05-30 1909-03-13 Verfahren zur Darstellung von leicht löslichen Doppelsalzen aus Theobrominnatrium und Alkalihalogeniden. AT39611B (de)

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