AT38841B - Verfahren zur Herstellung einer Dauerware aus Grünmalz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Dauerware aus Grünmalz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung emer Dauerware aus Grünmalz. Das zur Verzuckerung stärkehaltiger Rohstoffe erforderliche Grünmalz wurde bisher in Brennereien und Hefefabriken für den eigenen Bedarf gewöhnlich selbst hergestellt ; allein die Bereitung eines gesunden und gleichmässig diastasereichen Grünmalzes vos guter Auflösung gelingt in mittleren und besonders in kleinen Betrieben nicht immer. Hieraus entstehen alsdann Betriebsstörungen und Alkoholverluste. Ein Ersatz selbst bereiteten Glünmalzes durch gekauftes war bis heute in den allermeisten Fällen ausgeschlossen, da Grünmalz selbst in unzerkleinertem Zustande weder haltbar, noch versand- und handelsfähig war. Daher musste statt grünen Malzes gedarrtes oder an der Luft getrocknetes Malz verwendet und hierfür ein höherer Preis bezahlt werden, trotzdem das Darroder Luftmalz an verzuckernder Kraft und der Fähigkeit, seine wichtigen Bestandteile in Lösung und Wirkung zu bringen, nicht unwesentlich hinter Grünmalz zurücksteht. Vorliegendes Verfahren ermöglicht e. s, fertiges Glünmalz in zerkleinertem Zustand ohne Zusatz eines Konservierungsmittels zu einer monatelang ohne ungünstige Veränderung, Zersetzung, Schimmel- oder Säurebildung bleibenden Dauerware zu verarbeiten, wobei jede Schädigung der enzymatischen Krafte des Malzes dadurch entfällt, dass keinerlei Schwelken, EMI1.1 Vermengt man fertiges Griinmalz nach seiner Zerkleinerung in passendem Verhältnis mit einer Flüssigkeit, welche eine geeignete Trockensubstanzmenge enthält, so bildet sich eine : MasH', welche monatelang all'den schädigenden Einflüssen gegenüber widerstandsfähig bleibt, welchen Grünmalz, zumal zerkleinert, nach verhältnismässig kurzer Zeit unterliegt. Mit der Länge der Aufbewahrung von zerkleinertem Glünmalz in Form einer Paste nimmt die Lösung von stärke-und eiwcissabbauenden Enzymen des Malzes und dessen sonstiger wichtiger Bestandteile zu, die Malzdiastase wird nicht nur reaktionsbereit gehalten für den Verzuckerungsvorgang, sondern der Stärkeabbau im verwendeten Grünmalz geht schon während der Aufbewahrung vor sich und hat nicht mehr im Vormaischbottich bei die Diastase schädigender hohen Temperaturen zu erfolgen. Die Herstellung des Dauergrünmalzes ist etwa folgende : Die dem Grünmalz zuzusetzende Flüssigkeit kann durch Auflösen von Alkaliphosphat lcn, Nitraten und Sulfaten etwa 2-6% in Wasser oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit unter Zusatz von Peptonon, Amiden o. dgl. in der Weise hergestellt werden, dass die Flüssigkeit 10 bis 30 Balling entsprechendes spezifisches Gewicht zeigt. Am besten benutzt man aber zur Bereitung dieser Flüssigkeit vegetabilische oder animalische Stoffe in frischem oder getrocknetem Zustande als Ausgangsmaterialien (z. B. Kartoffelkraut, Heu, Fleischabfälle, Blut, Fischabfälle), die, wenn EMI1.2 Dieser Brei bleibt behufs Auslaugung der leicht löslichen Bestandteile entweder in der Kälte längere Zeit (24-30 Stunden) unter zeitweiligem Umiühren sich selbst überlassen, oder er wird etwa bis auf Siedetemperatur erhitzt und bei dieser Temperatur 5-6 Stunden gehalten. Hierauf wird abgekühlt und das Ganze mittels guter Pressen abgepresst. EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> Die Mil1eraubstanz, die zugesetzt wird) besteht aus löslichen Neutralsalzen der Alkalien, des Ammoniums, des Kalkes oder der Magnesia in Gestalt von Phosphaten, Sulfaten, Chloriden und Nitraten, welche zur Trockensubstanz andere der aus dem Rohmaterial ausgezogenen löslichen Stoffen, wie Eiweiss, Peptonen, Amiden, Kohlehydraten hinzukommt. Vorteilhaft ist es, solche vegetabilische oder animalische Stoffe zu verwenden, welche fördernd auf die Diastase und hefeernährend wirken können. Der Gehalt der Zusatzflüssigkeit an Salzen mag beispielsweise zwischen 1 und 6% betragen. Die auf diese Weise hergestellte Flüssigkeit vermengt man innig mit zerkleinertem Grünmalz z. B. im Verhältnis von 1 : 2, je nach der Verstärkung der Haltbarkeit und der enzymatischen Wirksamkeit, welche erforderlich ist. Ist eine mehr als einige Monate betragende Haltbarkeit erwünscht, so setzt man dem Präparat eine geringe Menge eines bekannten Konservierungsmittels zu, z. B. Formaldehyd ; doch ist dieser Zusatz nicht wesentlich für vorliegendes Verfahren, und es wird auch darin eine Erfindung nicht erblickt.
Claims (1)
- PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer Dauerware aus Grünmalz, dadurch gekennzeichnet, dass man zerkleinertes Grünmalz mit einer aus vegetabilischen oder animalischen Stoffen gewonnenen, Mineralsalze enthaltenden Lösung in einem solchen Verhältnis mischt, dass ein teigförmiges Produkt erhalten wird.
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| AT38841T | 1908-05-30 |
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