DE414252C - Praeparat fuer die Indigogaerungskuepe - Google Patents

Praeparat fuer die Indigogaerungskuepe

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DE414252C
DE414252C DEF52785D DEF0052785D DE414252C DE 414252 C DE414252 C DE 414252C DE F52785 D DEF52785 D DE F52785D DE F0052785 D DEF0052785 D DE F0052785D DE 414252 C DE414252 C DE 414252C
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DE
Germany
Prior art keywords
indigo
bacteria
content
preparation according
hats
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Expired
Application number
DEF52785D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Bieling
Dr Kurt Jochum
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF52785D priority Critical patent/DE414252C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE414252C publication Critical patent/DE414252C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0077Preparations with possibly reduced vat, sulfur or indigo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

  • Präparat für die Indigogärungsküpe. Es ist bisher noch kein Produkt hergestellt oder in den Handel gebracht worden, welches neben synthetischem Indigo Stoffe .enthält, die reduktionserregend bzw. reduktionsfördernd wirken. Die Beifügung der chemischen Reduktionsmittel zu etwaigen Präparaten ist aus verschiedenen Gründen nicht durchführbar, die Schaffung analoger Verhältnisse aber, wie sie beim Naturindigo vorliegen, welcher neben dem Farbstoff die für seine -Reduktion notwendigen Substanzen enthält, war nicht möglich, da bisher über die Frage, welche wirksamen Reduktionsmittel der Naturindigo enthält, überhaupt noch keine Klarheit bestand.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zuverlässig verküpbare Kunstindigopräparate erhält, wenn man den Indigo mit solchen trockenen Bakterien mischt, die durch Auslese auf Grund ihrer besonders reduzierenden Wirkung und vorteilhaft auch Widerstandsfähigkeit gegen Wärme und Austrocknung gewonnen worden sind.
  • Man kann den gemäß Vorstehendem erhaltenen Präparaten noch weitere Stoffe beifügen, insbesondere auch solche, die in Naturindigo vorhanden sind und die in bekannter Weise als Nährboden für die Bakterien zum Zwecke der ununterbrochenen Führung der Küpe dienen, wie beispielsweise Mehl, Zukker und sonstige Kohlehydrate, auch Kreide, die zur Neutralisierung der bei der Küpenführung frei werdenden Säure dient. Auch andere Mittel, welcheebenso wie ein Teil der eben erwähnten Substanzen dazu dienen, die feinen Indigoteilchen in der Schwebe zu halten, können dem Präparat besonders beigemischt werden.
  • Es wurde außerdem gefunden, daß -es bestimmte Arten von Stoffen gibt, welche die reduzierende Wirkung der Bakterien verstärken. Es sind dies die Extrakte aus beliebigen Geweben tierischer und pflanzlicher Herkunft, die in mehr oder weniger -erheblichem Maße diese Eigenschaft besitzen, wie beispielsweise Fleischextrakte, Leberextrakte und Extrakt aus Hülsenfrüchten, Getreide, Heu u. dgl. Auch die Stoffwechselprodukte von Bakterien üben einen-solchen reduktionsfördernden Einfluß aus. Auch: reine Abbauprodukte von Geweben, wie beispielsweise Imidazolaethylamin, Arginin, Guanidin, wirken in der gleichen Weise. Alle diese die Reduktionswirkung der Bakterien fördernden Substanzen können in trockener Form den festen Küpenpräparaten beigefügt werden.
  • Schließlich kann man auch so verfahren, daß man die reduzierenden Bakterien mit den übrigen Zusatzmitteln mischt und den Indigo entweder für sich oder in Mischung mit einem Teil der anderen Zusatzmittel für die Küpe verwendet.
  • Endlich wurde die Beobachtung gemacht, daß bestimmte Bakterienarten geeignet sind, die Reduktionswirkung der verküpenden Bakterienarten zu unterstützen. Diese Unterstützung zeigt sich darin, daß die Zugabe solcher Bakterienarten zu einer mit einer reduzierenden Kultur beimpften Farbstoffküpe die Reduktionsstärke und Geschwindigkeit steigert, andererseits aber auch: darin, daß solche Kulturen stehengebliebene Küpen wieder in Gang bringen. Auch das Zusammenwirken von Bakterienstämmen, von welchen jeder allein schon eine erhebliche Reduktionswirkung ausübt, kann zu einem gesteigerten Effekt führen.
  • Es muß dahingestellt bleiben, ob diese Symbiose dadurch günstig wirkt, daß der eine Bakterienstamm Reizstoffe für den andern liefert oder daß seine Stoffwechselprodukte leicht assimilierbare Nährstoffe für den anderen Stamm darstellen. Diese Bakterien können gleichfalls in trockener Form den Küpenpräparaten beigefügt werden.
  • Auf den im Orient gebräuchlichen. Gärungsküpen, die im allgemeinen mit Naturindigo angesetzt und mit Kalk und Glukose enthaltenden Fruchtmelassen geführt werden, ist es bisher nicht möglich gewesen, den synthetischen Indigo allein zu verwenden. Mit Wasser aus gutgehenden alten Küpen versetzt, ließ sich: das -synthetische Produkt nicht mehr verarbeiten, ohne große Glukose- und Kalkmengen zu beanspruchten. Selbst dann blieb ein großer Teil des zugefügten Indigos noch ungelöst. Erst die Zugabe von Naturindigo brachte die Gärung wieder in Gang und reduzierte das synthetische Produkt gleichzeitig, mit dem natürlichen. Es mußte daher neben synthetischem Indigo immer das Naturprodukt in bestimmten Verhältnissen mitverwendet werden, um eine dauernde Gärung und damit gleichmäßige Reduktion zu erzielen, sei es, daß man die Küpe mit Kunstindigo auf altem Satz führt und von Zeit zu Zeit Naturindigo zugibt, sei es, daß man Kunstindigo und Naturindigo nebeneinander oder in Mischung zusetzt. Die gemäß Vorstehendem erhaltenen Präparate sind nun geeignet, die Küpe unter völligem Verzicht auf Naturindigo zu führen. Selbstverständlich, kann man ihnen jedoch auch Naturindigo zufügen.
  • Beispiele. i. 400 kg Indigoteig 2o Prozent mit 15 kg Mehl und 5 kg mit Mehl und Kreide aufgenommener Bakterienkultur gut verrührt, getrocknet und zermahlen.
  • z. 400 kg Indigoteig 2o Prozent mit 400 kg einer Mischung von Mehl und anderen Kohlehydraten, insbesondere auch zellulosehaltigen Substanzen, und 5 kg an Mehl und Kreide oder Zellulose und Mehl oder Fleischpulver angetrocknete Bakterien mit oder ohne Zusatz von Extrakten aus Geweben, gut verrührt, getrocknet und gemahlen.
  • In Beispiel i und ? können jeweils eine oder mehrere Bakterienkulturen verwendet werden.
  • 3. Herstellung einer Mischung wie z, jedoch ohne Indigo. Das Präparat ist als Zusatz zu Kunstindigo zu betrachten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Präparat für die Indigogärungsküpe, bestehend aus Bakterien, die - auf . Grund ihrer besonderen Wirksamkeit für die Indigogärungsküpe und gegebenenfalls besonderen Haltbarkeit gegen Wärme und Trocknung ausgewählt sind mit oder ohne Zusatz von Indigo: Z. Präparat nach; Anspruch i, gekennzeichnet durch den gleichzeitigen Gehalt an Bakteriennährböden. 3. Präparat nach Anspruch i und a, gekennzeichnet durch; ,einen Gehalt an getrockneten Gewebeextrakten. -q.. Präparat nach Anspruch i und a, gekennzeichnet durch einen Gehalt ' an Eiweißabbauprodukten. 5. Präparat nach Anspruch i und z, gekennzeichnet durch den Gehalt an solchen Bakterien, die die Reduktionswirkung der reduzierenden Bakterien fördern.
DEF52785D 1922-10-24 1922-10-24 Praeparat fuer die Indigogaerungskuepe Expired DE414252C (de)

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