AT383010B - Fungizides mittel - Google Patents

Fungizides mittel

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AT383010B
AT383010B AT304382A AT304382A AT383010B AT 383010 B AT383010 B AT 383010B AT 304382 A AT304382 A AT 304382A AT 304382 A AT304382 A AT 304382A AT 383010 B AT383010 B AT 383010B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein fungizides Mittel, das ein Furan-3-carboxanilid enthält. 



   Aus den US-PS   Nr. 3, 959, 481, Nr. 4, 054, 585, Nr. 3, 903, 293   und Nr. 3, 862, 966 ist es bekannt,   Furan-3-carboxamide   als Fungizide zu verwenden. Andere Carboxamide sind in der GB-PS Nr. 1, 215, 066 beschrieben. Aus der FR-PS   Nr. 2. 291. 973   ist die Verwendung von N-Methoxy-N-cyclo-   pentyl- oder -hexylfuran-3-carboxamiden   in Kombination mit 2-Heptadecyl-2-imidazol als fungizide Wirkstoffmischung bekannt. 



   Diese bekannten Verbindungen bzw. Gemische sind trotz ihrer Wirksamkeit in verschiedenen Anwendungen nicht gegen alle Fungi, die Saaten angreifen, wirksam. Es ist daher notwendig, dass derartige Saatbehandlungsmittel verbessert werden. Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein derartiges Mittel zur Verfügung zu stellen. 



   Erfindungsgemäss enthält das fungizide Mittel ein Furan-3-carboxanilid der Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 als Bindemittel Spindelöl, Äthylenglykol und Polyvinylacetat enthalten. Die Mittel können darüber hinaus Pigmente, wie Eisenoxyd und Rubintoner enthalten. 



   Die erfindungsgemässen Mittel können als Pulver durch Vermischen der Trockensubstanzen einschliesslich des Trägers und der Additive bis zum Vorliegen einer homogenen Mischung her- gestellt werden. Hierauf werden die Bindemittel zugegeben und das Gemisch bis zum Vorliegen einer homogenen Mischung gemischt. 



   Im Falle flüssiger Zubereitungen werden organische Lösungsmittel, wie Xylol, Dimethylform- amid, Äthylenglykol und Methanol sowie Cyclohexan als Verdünnungsmittel verwendet und zusammen mit oberflächenaktiven Wirkstoffen (Calcium-dodecylbenzolsulfonat, Polyglykoläther und Arylpoly- ätheralkohol) sowie mit Farbstoffen (Rhodamin und Methylviolet) vermischt. Die Verbindungen   (I)   und (II) werden mit dem Lösungsmittel und den andern Additiven vermischt, bis sich alle Stoffe gelöst haben und eine homogene Mischung vorliegt. Schliesslich kann zusätzliches Lösungsmittel bis zum gewünschten Gesamtvolumen zugesetzt werden. Falls notwendig, wird das endgültig   erhaltene Mittel filtriert. Mittel filtriert.   



   Vorzugsweise enthält das erfindungsgemässe Mittel 0, 5 bis 30% der Verbindung (I) und 0, 5 bis 10% der Verbindung   (II).   Insbesondere liegen 2 bis 15% der Verbindung (I) und 2 bis 5% der Verbindung (II) vor. Ein insbesondere für Saatgut verwendbares erfindungsgemässes Mittel enthält je 100 kg behandeltes Saatgut folgende Mengen aktiver Verbindungen : 
Verbindung   (I) l   bis 60 g
Verbindung (II) 1 bis 20 g 
Bevorzugte Werte sind : 
Verbindung (I) 4 bis 30 g
Verbindung   (11)   3 bis 15 g 
Die erfindungsgemässen Mittel können bei Saatgut, beispielweise Roggen, Weizen, Gerste und Hafer verwendet werden. 



   Nachstehend werden einige Beispiele für die Erfindung beschrieben, wobei die Behandlung des Saatgutes entsprechend der Richtlinien BBA   4-1. 1 [März 1974] Ehle,   H., Frohbeyer, P.-E., Reinhard, H. und Röder, K.   [1974], "Vorläufige   Richtlinien für die Prüfung von Saatgutbehandlungsmitteln gegen Weizenschäden", März 1974, veröffentlicht von BBA, 3300 Braunschweig Messeweg 11/12, ausgeführt wurden. 



   Die Vorteile der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den folgenden Beispielen. In den Beispielen wird als Verbindung (I)   2, 4, 5-Trimethylfuran-3-carboxanilid   verwendet. 



   Beispiel 1 : Wirksamkeit gegen Brandpilz auf Gerste (Ustilago nuda). Natürlich infizierter Gerstensamen wurde mit 200 g Saatgutbehandlungsmittel je 100 kg Saatgut behandelt und im Freien ausgepflanzt. Vor der Ernte wurden die infizierten Ähren gezählt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst.

   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Tabelle 1 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Mischung <SEP> % <SEP> relative <SEP> Infektion <SEP> 
<tb> la <SEP> Pulverförmiges <SEP> Saatgutbehandlungsmittel <SEP> (I) <SEP> (15%)
<tb> + <SEP> (11) <SEP> (2, <SEP> 5%) <SEP> + <SEP> Träger,
<tb> Additive <SEP> und <SEP> Farbstoffe <SEP> (82, <SEP> 5%) <SEP> 0, <SEP> 00 <SEP> 
<tb> lb <SEP> flüssiges <SEP> Saatgutbehandlungsmittel <SEP> (I) <SEP> (15%) <SEP> + <SEP> (II) <SEP> (2, <SEP> 5%) <SEP> 
<tb> + <SEP> Lösungsmittel, <SEP> Additive <SEP> und
<tb> Farbstoffe <SEP> (82, <SEP> 5%) <SEP> 0, <SEP> 00 <SEP> 
<tb> Methoxyäthyl-Quecksilbersilikat
<tb> (4, <SEP> 5%) <SEP> + <SEP> Träger. <SEP> Additive
<tb> und <SEP> Farbstoffe <SEP> (95, <SEP> 5%) <SEP> 100, <SEP> 00 <SEP> 
<tb> Blindprobe <SEP> 100, <SEP> 00 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 2 : Wirksamkeit gegen Blattrost auf Gerste (Helminthosporium graminium).

   Natürlich infizierte Gerste wurde mit 200 g Saatgutbehandlungsmittel je 100 kg Saatgut behandelt und im Freien ausgepflanzt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefasst. 



   Tabelle 2 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Mischung <SEP> % <SEP> relative <SEP> Infektion
<tb> la <SEP> Pulverförmiges <SEP> Saatgutbehandlungsmittel <SEP> (1) <SEP> (15%)
<tb> + <SEP> (II) <SEP> (2, <SEP> 5%) <SEP> + <SEP> Träger,
<tb> Additive <SEP> und <SEP> Farbstoffe <SEP> (82, <SEP> 5%) <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 1b <SEP> flüssiges <SEP> Saatgutbehandlungsmittel <SEP> (1) <SEP> (15%) <SEP> + <SEP> (II) <SEP> (2, <SEP> 5%) <SEP> 
<tb> +Lösungsmittel, <SEP> Additive <SEP> und
<tb> Farbstoffe <SEP> (82, <SEP> 5%) <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> Methoxyäthyl-Quecksilbersilikat
<tb> (4, <SEP> 5%) <SEP> + <SEP> Träger, <SEP> Additive <SEP> und
<tb> Farbstoffe <SEP> (95, <SEP> 5%) <SEP> 3, <SEP> 60 <SEP> 
<tb> Blindversuch <SEP> 100,

   <SEP> 00 <SEP> 
<tb> 
 
Zur Bestimmung der Wirkung des erfindungsgemässen Mittels wurden unter Befolgung der tieferstehenden Vorschriften Versuche ausgeführt. a) Infizierte Samen werden in einer Saatgutbehandlungsvorrichtung mit den angegebenen Dosierungen behandelt. b) Je Behandlung wurden 100 Samen zwischen zwei Blätter aus mit Wasser getränktem, saugfähigem Papier eingelegt, um die für das Keimen nötige Feuchtigkeit zu gewährleisten. c) Das Lösch-Papier wurde locker eingerollt, um die Samen im feuchten Papier zu halten. 



  Die eingerollten Papiere wurden dann in verschliessbare Kunststoffbeutel gegeben, wobei oben für den Luftaustausch ein 5 cm breiter Raum freigelassen wurde. d) Für jede Behandlung wurden die Beutel 7 Tage lang bei   50C   in eine Kammer gegeben. 



  In gleicher Weise wurden unbehandelte Kontrollbeutel verarbeitet. Diese Temperatur fördert die 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Erkrankung von Fusarium. e) Die Beutel wurden dann in einen beleuchteten Inkubator gegeben und darin 7 Tage bei   20 C   belassen, um die Krankheit weiter zu entwickeln. f) Hernach wurde die Wirksamkeit der Behandlung durch Wählen der infizierten Sämlinge jeder Behandlung ermittelt und in % erkrankter Sämlinge angegeben. Diese Daten wurden mit den in gleicher Weise ermittelten Daten der nicht mit dem erfindungsgemässen Mittel behandelten Kontrollversuchen verglichen und die prozentuelle Verringerung an Erkrankungen (% Wirkungsgrad) für jede Behandlung berechnet. 



   In den nachstehenden Tabellen sind die Ergebnisse zweier Versuche und der nach der Formel von Colby (L. E. Limpel et al, 1962, Weed control by dimethyl-tetrachloroterephthalate alone and in certain combinations. Proc. NEWCC 16 : 48-53, basierend auf   D. P. Gowing,   1960, Comments on tests of herbicide mixtures, Weeds   8 : 379-391)   der additive Effekt   (Er)   berechnet. 



  Die Formel von Colby lautet : 
 EMI4.1 
 [X = Wirkungsgrad (%) von   2, 4, 5-Trimethylfuran-3-carboxanilid   (= Verbindung A), Y = Wirkungsgrad (%) von   l- (ss-Allyloxy)- (2, 4-dichlorphenäthyl)-imidazol   (= Verbindung B)]. 



   Versuch 1 : 
Tabelle I 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Fusarium <SEP> (Winterweizen)
<tb> Wirkstoffmenge
<tb> Vebindung <SEP> (g/100 <SEP> kg <SEP> Samen) <SEP> % <SEP> Wirkungsgrad
<tb> A <SEP> + <SEP> B <SEP> 20/5 <SEP> 79,1
<tb> A <SEP> 20 <SEP> 17, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> B <SEP> 5 <SEP> 67,6
<tb> 
 Versuch 2 :
Tabelle II 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> Ustilago <SEP> (Frühgerste)
<tb> Wirkstoffmenge
<tb> Verbindung <SEP> (g/100 <SEP> kg <SEP> Samen) <SEP> % <SEP> Wirkungsgrad
<tb> A <SEP> + <SEP> B <SEP> 20/5 <SEP> 100
<tb> A <SEP> 20 <SEP> 95,5
<tb> B <SEP> 5 <SEP> 0,0
<tb> 
 
Der nach der Formel von Colby berechnete Effekt   (E T)   beträgt bei Versuch 1 73, 33 und bei Versuch 2   95, 5.   



   Ein Vergleich der Werte von   E T   mit den Wirkungsgraden zeigt, dass das erfindungsgemässe Mittel einen über einen additiven Effekt hinausgehenden,   d. h.   synergistischen Effekt besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Fungizides Mittel, enthaltend ein Furan-3-carboxanilid der Formel EMI5.1 worin X Methyl und Y und Z unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder Methyl bedeuten, und 1- (ss-Allyloxy)-(2,4-dichlorphenäthyl)-imidazol als wirksamen Bestandteil.
    2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Furan-3-carboxanilid 2, 4, 5-Trimethylfuran-3-carboxanilid enthält.
    3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0, 5 bis 30% Furan-3-carboxanilid und 0, 5 bis 10% 1-(ss-Allyloxy)-(2,4-dichlorphenäthyl)-imidazol enthält.
    4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie 2 bis 5% l- (ss-Allyloxy)- (2, 4-di- chlorphenäthyl)-imidazol enthält.
    5. Verwendung eines Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zum Schützen von Saatgut gegen durch Fungi verursachte Krankheiten.
    6. Verwendung eines Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 4, enthaltend je 100 kg zu behandelndes Saatgut, 4 bis 30 g Furan-3-carboxanilid und 3 bis 15 g 1- (ss-Allyloxy)- (2, 4-di- chlorphenäthyl)-imidazol zu dem im Anspruch 5 angegebenen Zweck.
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