AT366885B - Bekaempfung phytopathogener pilze - Google Patents

Bekaempfung phytopathogener pilze

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung bezieht sich auf die gemeinsame Verwendung eines Triazols der Formel 
 EMI1.1 
 und einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 gegebenenfalls zusammen mit andern Wirkstoffen und einem oder mehreren inerten, nichtphytotoxischen Trägern entweder in Form einer Mischung oder durch unmittelbar aufeinanderfolgende Aufbringung zur Bekämpfung von Pilzen. 



   Die erfindungsgemäss eingesetzten Wirkstoffe sind bekannt und können nach in der Literatur beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Die Triazole der Formel (I) sind in der US-PS   Nr. 3, 912, 752   und die Alanin-Derivate der Formel (II) in der GB-PS   Nr.1,448,810   und der BE-PS Nr. 827671 beschrieben. 



   Die erfindungsgemässe kombinierte Verwendung der Wirkstoffe ist neu. Es wurde gefunden, dass sie bei der Bekämpfung von Pilzinfektionen von Kulturpflanzen überraschend wirksam ist. So ist sie bei der Behandlung eines weiten Bereichs von Feldfrüchten, die gegen Pilz'angriff an- 
 EMI1.3 
    B.mel"und"Flaumschimmel"sowie   auch gegen   die "späte Trockenfäule" anfällig sind,   wobei es sich   z. B.   um Früchte, wie Weintrauben, Kürbis und Tabak, handeln kann, die gegen den Angriff von Mikroorganismen der Species Domycestes und Erysiphales anfällig sind. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Mittel können entweder auf die Blätter oder auf den Boden, je nach der zu behandelnden Frucht, aufgebracht werden, was zu jeder beliebigen Zeit zwischen dem Auflaufen der Frucht bis zur Ernte stattfinden kann. Der Anteil und die Häufigkeit der Anwendung wird in Abhängigkeit von der Schwere oder der zu erwartenden Schwere der Pilzerkrankung und, was dem Fachmann geläufig ist, durch das Alter und den Zustand der Frucht festgelegt. 



  Jedoch stellt es ein Kennzeichen der Erfindung dar, und des weiteren insbesondere einen damit erzielbaren Vorteil, dass eine herabgesetzte Behandlungshäufigkeit,   z. B.   lediglich einmal alle zwei bis drei Wochen, zur Bekämpfung der Weintraubenschimmelinfektion in wirksamer Weise angewandt werden kann, wodurch eine wertvolle Verminderung von Arbeitskosten erreicht wird. 



   Wie oben bereits gesagt, werden die erfindungsgemäss eingesetzten Mittel entweder auf die Blätter aufgebracht oder es erfolgt eine Bodenbehandlung. 



   Bei der Bodenbehandlung werden die Verbindungen der Formel (I) vorzugsweise in einem Anteil von 50 bis 500 g/ha aufgebracht, wohingegen die Verbindungen der Formel (II), vorzugsweise in Anteilen von 500 bis 3000 g/ha angewandt werden. Somit kann das Verhältnis der Verbindungen der Formel (I) zu jenen der Formel (II) vorzugsweise im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 60 (bezogen auf die Masse) liegen. 



   Wenn die Blattbehandlung gewählt wird, wird die Verbindung der Formel (I) vorzugsweise in einem Anteil von 10 bis   500   g/ha angewandt. Die Verbindung der Formel   (II)   wird vorzugsweise in einem Anteil von 100 bis 2500 g/ha eingesetzt. Demzufolge ist das Verhältnis der Verbindungen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der Formel (I) zu denjenigen der Formel (II) in den Mitteln, die bei der Blattbehandlung angewandt werden, vorzugsweise 5 : 1 bis 1 : 250 (bezogen auf die Masse). 



   Um die Herstellung, die Lagerung und den Transport zu vereinfachen, werden die Kombinationen der Verbindungen der Formeln (I) und (II) normalerweise in Konzentratform hergestellt, um sie dann mit Wasser auf das nötige Mass zu verdünnen und auf diese Weise die oben genannten Anwendungsanteile leicht herstellen zu können. Derartige konzentrierte Zubereitungen enthalten 0, 5 bis 90%-Masse, vorzugsweise 5 bis 90%-Masse, Wirkstoffe zusammen mit einem oder mehreren inerten nichtphytotoxischen Trägern. Derartige Zubereitungen liegen gewöhnlich in Form eines netzbaren Pulvers oder Staubs, einer wässerigen Suspension, eines emulgierbaren Konzentrats oder eines Granulats vor. Die konzentrierten Zubereitungen sind dafür vorgesehen, vor dem Verbrauch in geeigneter Weise mit Wasser verdünnt zu werden.

   Die Bildung einer wässerigen Dispersion kann in einem herkömmlichen, für diesen Zweck geeigneten Sprühtank durchgeführt werden. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die derart hergestellten verdünnten Mittel erfindungsgemäss verwendet werden, wobei einer oder alle inerten nichtphytotoxischen Träger Wasser sind. 



   Netzbare Pulver oder Stäube sind eine innige Mischung der Wirkstoffe, eines oder mehrerer inerter Träger und geeigneter grenzflächenaktiver Stoffe. Der inerte Träger kann aus folgender Gruppe ausgewählt werden : Attapulgit- und Montmorillonittone, Kieselgur, Kaoline, Glimmermineralien, Talkmineralien und gereinigte Silikate. Wirksame grenzflächenaktive Mittel sind z. B. sulfonierte Lignine, Naphthalinsulfonate und kondensierte   Naphthalinsulfonate,   Alkylsuccinate, Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfate und nichtionische grenzflächenaktive Mittel, wie Äthylenoxyd-Addukte des Phenols.

   Netzbare Pulver, die unter den Rahmen der Erfindung fallen, sind solche der im folgenden angegebenen Zusammensetzung : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Netzbare <SEP> Pulver <SEP> : <SEP> %-Masse
<tb> Verbindung <SEP> der <SEP> Formel <SEP> (1) <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 10
<tb> Verbindung <SEP> der <SEP> Formel <SEP> (II) <SEP> 5 <SEP> bis <SEP> 60
<tb> Grenzflächenaktive <SEP> (s) <SEP> Mittel <SEP> 0 <SEP> bis <SEP> 10
<tb> Dispergiermittel <SEP> 0 <SEP> bis <SEP> 10
<tb> Antibackmittel <SEP> 0 <SEP> bis <SEP> 15
<tb> Inerte <SEP> (r) <SEP> Träger <SEP> auf <SEP> 100
<tb> 
 
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



   Die Verbindung der Formel (I) ist als Triadimefon bekannt. 



   Beispiel 1 : Das folgende netzbare Pulver wurde hergestellt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> %-Masse
<tb> Verbindung <SEP> der <SEP> Formel <SEP> (II) <SEP> 50, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Triadimefon <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Natriumlaurylsulfat <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Natriumsalz <SEP> kondensierter
<tb> Naphthalinsulfonsäuren <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> ausgefälltes <SEP> Siliziumdioxyd <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Kaolin <SEP> auf <SEP> 100
<tb> 
 
Beim obigen Beispiel wurden die aktiven Bestandteile sorgfältig mit den angegebenen Bindemitteln bzw. Trägern in einer herkömmlichen Mischeinrichtung vermischt. Die Mischung wurde dann in einer Strahlmühle auf eine Teilchengrösse von 1 bis 10 am gemahlen und schliesslich vor dem Verpacken erneut einem Mischprozess unterzogen und entlüftet. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Das Mittel ist besonders für das Besprühen der Blätter geeignet. 



   Beispiel 2 : Feststellung des Synergismus bei der gemeinsamen Anwendung von Verbindungen der Formeln (I) und (II). 



   Kartoffeldextrose-Agar, enthaltend 1 TpM Triadimefon und 100 TpM der Verbindung der Formel (II) wurde hergestellt. Muster dieser Präparate und der jeweiligen Mischung wurden in Petri-Schalen, 15 x 100 mm, gegossen und verfestigen gelassen. 



   Die Agaroberfläche wurde angeimpft, indem ein 6 ml Agarpfropfen, enthaltend Mycelwachstum des Pilzes Aphanomyces euteiches im Zentrum der Schale angeordnet wurde, wobei die Oberfläche, die das Mycel aufwies, nach oben wies. Die Schalen wurden bei   260C   bebrütet. 



   Die antifungale Wirksamkeit wurde bestimmt, indem das Radialwachstum des Mycels auf der Oberfläche des die Fungizide enthaltenden Agars gemessen und mit Kontrollpräparaten verglichen wurde. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Dosierung <SEP> prozentuale <SEP> Krankheitsbekämpfung
<tb> Dosierung <SEP> prozentuale <SEP> Kral
<tb> (ppm)
<tb> Triadimefon <SEP> 1 <SEP> 33
<tb> 38
<tb> Verbindung <SEP> der <SEP> Formel <SEP> (II) <SEP> 100 <SEP> 8
<tb> Triadimefon <SEP> + <SEP> Verbindung
<tb> der <SEP> Formel <SEP> (II) <SEP> 1 <SEP> + <SEP> 100 <SEP> 54
<tb> 57
<tb> 
 
Aus obigen Werten konnte der theoretische für die Krankheitskontrolle der Mischungen unter Anwendung der bekannten Colby-Gleichung (Weeds 15, Seiten 20 bis 22 [1967]) berechnet werden. 



  Die Colby-Gleichung lautet wie folgt : 
 EMI3.2 
 worin
E = erwarteter Effekt
X = prozentualer Fungus Bekämpfung durch Verbindung X
Y = prozentualer Fungus Bekämpfung durch Verbindung Y. 



   Aus der Tatsache, dass die bei der gemeinsamen Anwendung gemessenen Werte grösser als die berechneten theoretischen Werte waren, ergibt sich. dass die erfindungsgemässe gemeinsame Anwendung der beiden Substanzen Synergismus zeigt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Gemeinsame Verwendung eines Triazols der Formel EMI3.3 <Desc/Clms Page number 4> und einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.1 gegebenenfalls zusammen mit andern Wirkstoffen und einem oder mehreren inerten, nichtphytotoxischen Trägern entweder in Form einer Mischung oder durch unmittelbar aufeinanderfolgende Aufbringung zur Bekämpfung von Pilzen.
    2. Verwendung der Verbindungen (I) und (II) in einem Masseverhältnis von 5 : 1 bis 1 : 250 für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
    3. Verwendung der Verbindung (I) in einem Anteil von 10 bis 500 g/ha für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
    4. Verwendung der Verbindung der Formel (II) in einem Anteil von 100 bis 2500 g/ha für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
AT409880A 1978-04-01 1980-08-08 Bekaempfung phytopathogener pilze AT366885B (de)

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GB1282478 1978-04-01
AT0239679A AT364196B (de) 1978-04-01 1979-03-30 Mittel zur pilzbekaempfung
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ATA409880A ATA409880A (de) 1981-10-15
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